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Willenskraft gilt als Schlüssel zu einem disziplinierten Leben – als Muskel, den man trainieren kann, um Versuchungen standzuhalten. Doch was, wenn die wirklich disziplinierten Menschen gar nicht besonders gut im Widerstehen sind? Alex stellt heute eine Studie vor, die ein überraschendes Bild zeichnet: Menschen mit hoher Selbstkontrolle nutzen Willenskraft erstaunlich selten – und das ist kein Zufall.
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Ent, M. R., Baumeister, R. F., & Tice, D. M. (2015). Trait self-control does not predict avoiding temptation: Trait self-control predicts avoiding exposure to temptation. Personality and Individual Differences, 79, 123–128.
Wie hilfreich kann Schreiben sein? Ursula stellt in dieser Folge eine Studie vor, die genau das untersucht hat: Über zehn Wochen begleiteten Forschende ältere Menschen mit depressiven Symptomen durch regelmäßige Schreibworkshops – mit einem klaren Fokus auf die eigene Lebensgeschichte. Die Ergebnisse überraschen in ihrer Deutlichkeit. Alex und Ursula diskutieren, was das für die therapeutische und coaching-basierte Praxis bedeutet, warum das Setting beim Schreiben eine größere Rolle spielt als oft gedacht – und weshalb Stift und Papier manchmal mehr leisten können als lange Gespräche.
Mastel-Smith, B. A., McFarlane, J., Sierpina, M., Malecha, A., & Haile, B. (2007). Improving Depressive Symptoms in Community-Dwelling Older Adults: A Psychosocial Intervention Using Life Review and Writing. Journal of Gerontological Nursing, 33(5), 13–19. https://doi.org/10.3928/00989134-20070501-04
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Macht es einen Unterschied, ob Patientinnen wissen, dass sie gerade ein Schmerzmittel bekommen? Die Antwort überrascht – und hat weitreichende Konsequenzen, die weit über die Medizin hinausreichen. Wir besprechen, was die Übersichtsarbeit für die therapeutische Haltung, für Transparenz in der Praxis und für den Umgang mit Interventionen im Coaching und in der Psychotherapie bedeuten – und wie praxisrelevant diese Thematik für unsere Arbeit und Alltag ist.
Benedetti, F., Maggi, G., Lopiano, L., Lanotte, M., Rainero, I., Vighetti, S., & Pollo, A. (2003).
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Zwei Menschen starten mit derselben Diagnose, demselben Therapieprogramm – und machen doch sehr unterschiedliche Fortschritte. Was erklärt diesen Unterschied? Ursula präsentiert in dieser Folge eine aktuelle Studie, die genau dieser Frage nachgegangen ist. Alex und Ursula diskutieren, was das für die therapeutische und coachingbasierte Praxis bedeutet – insbesondere für die ersten Sitzungen – und welche konkreten Werkzeuge sich daraus für den Alltag ableiten lassen.
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Paersch, C., Recher, D., Schulz, A., et al. (2025). Self-Efficacy Effects on Symptom Experiences in Daily Life and Early Treatment Success in Anxiety Patients. Clinical Psychological Science, 13(1), 178–194. https://doi.org/10.1177/21677026231205262
Statistisch gesehen kommt der Großteil der Menschen genau einmal zur Therapie – und dann nie wieder. Was klingt wie eine ernüchternde Zahl, hat die Forscherin Jessica Schleider zu einer radikalen Frage gebracht: Was, wenn wir diese eine Stunde einfach besser nutzen? In dieser Folge besprechen wir die Forschung rund um sogenannte Single-Session-Interventionen – und was eine einzige Begegnung tatsächlich bewirken kann.
Schleider, J. L., & Weisz, J. R. (2017). Little treatments, promising effects? Meta-analysis of single-session interventions for youth psychiatric problems. Journal of the American Academy of Child & Adolescent Psychiatry, 56(2), 107–115.
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Wir alle kennen das Gefühl: Der hört mir nicht zu. Aber stimmt das wirklich – oder steckt dahinter etwas viel Subtileres? In dieser Folge stellt Ursula eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2024 vor, die in elf Experimenten mit über 3.000 Personen untersucht hat, wann wir jemanden eigentlich als gute Zuhörerin oder Zuhörer erleben. Das Ergebnis ist so einfach wie provokant – und hat direkte Konsequenzen für therapeutische Gespräche, Coaching, Konfliktmanagement und unsere tägliche Kommunikation.
Ren, Z. (B.), & Schaumberg, R. (2024). Disagreement Gets Mistaken for Bad Listening. Psychological Science, 35(5), 455–470. https://doi.org/10.1177/09567976241239935
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Lob ist immer gut? Je nachdem, was gelobt wird, öffnet oder schließt es Türen. Das Ergebnis ist verblüffend eindeutig, vielfach repliziert und für die therapeutische Praxis spannend.
Müller & Dweck (1998) – Praise for Intelligence Can Undermine Children's Motivation and Performance. Journal of Personality and Social Psychology, 75(1), 33–52. (Carol S. Dweck, Stanford University)
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Was hat Batman mit Hilfsbereitschaft zu tun? Forscherinnen haben in der Mailänder U-Bahn beobachtet, was passiert, wenn ein Superheld zusteigt – und die Ergebnisse sind überraschend eindeutig. Die Studie wirft eine grundlegende Frage auf: Wie viel unseres Alltagsverhaltens läuft auf Autopilot – und was braucht es, damit wir wieder wirklich präsent sind für das, was um uns herum passiert?
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Was macht ein gutes Leben wirklich aus? Die Antwort klingt auf den ersten Blick fast zu einfach — und widerspricht dabei so mancher Überzeugung, mit der wir täglich durchs Leben gehen.
Wir alle kennen den Impuls: Der Tag war anstrengend, und am Abend wollen wir der Partnerin/dem Partner einfach erzählen, was uns beschäftigt hat. Aber hilft das wirklich — oder zieht es den anderen nur mit runter?
Brinjikji et al. (2015)
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