Kulturplatz

Kulturplatz

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kulturplatz episodes

  • Stiller Held im Holocaust – Der Schweizer, der Leben rettete
    Der Diplomat Harald Feller rettet während des Zweiten Weltkrieges Dutzenden Menschen das Leben. Auch Berta Rottenberg und ihren Kindern verhilft er in letzter Sekunde zur Flucht in die Schweiz.
    Mit der Hilfe von Harald Feller gelingt Berta Rottenberg und ihren beiden Töchtern 1944 die Flucht in die Schweiz. Nach dem Tod ihrer Eltern haben Vera Rottenberg und Eva Koralnik Kontakt zu Harald Feller aufgenommen, um ihm zu danken und mehr von ihm über ihre eigene Vergangenheit zu erfahren. Und jetzt – Feller starb 2003 – erzählen sie seine Geschichte. Die Geschichte eines in Vergessenheit geratenen Helden.
    30 min
  • Neues Alp-Leben – Retten Kunst und Musik ein Bergdorf?
    Die Alp Gitschenen ist nur zu Fuss oder per Seilbahn zu erreichen. Alpenidylle trifft dort auf Abwanderung. Der traumhafte Ort im Kanton Uri braucht mehr Gäste und verliert zugleich immer mehr Einheimische. Ein kreatives Kollektiv will mit Kultur neue Perspektiven schaffen – gelingt der Wandel?
    Musikerinnen, Künstler und die Gemeindepräsidentin haben sich in Uri zur «IG Maisander» zusammengeschlossen. Das kreative Kollektiv organisiert zahlreiche Events – vom Bienentag über moderne Alphornkonzerte bis hin zum gemeinsamen Kräuterräuchern. Alles soll die alpine Gemeinschaft beleben und gleichzeitig mehr Menschen aus der Stadt nach Gitschenen bringen. Das ist dringend nötig, denn aktuell leben nur noch 26 Personen ganzjährig in der Mini-Siedlung.
    «Kulturplatz»-Host Nino Gadient erlebt: Die Sehnsucht nach der idyllischen Bergwelt ist gross, aber das Leben dort oben fordert viel Einsatz.
    32 min
  • Locarno Film Festival 2025 – Weltstars feiern im Tessin
    Emma Thompson, Willem Dafoe und Jackie Chan: An der 78. Ausgabe des Internationalen Filmfestivals in Locarno tummeln sich mehr Stars als gewöhnlich. Moderatorin Nina Mavis Brunner berichtet direkt von der weltberühmten Piazza Grande zwischen Filmpremieren und Preisverleihungen.
    Emma Thompson – Die Alleskönnerin
    Schauspielerin, Autorin, Produzentin – Emma Thompson kann alles. In Locarno TI zeigt sie ihren neuen Film «The Dead of Winter» und erhält den «Leopard Club Award».
    Jackie Chan – Der Superstar
    Der Karate-Kid-Superstar wird mit dem «Career Achievement Award» für sein Lebenswerk geehrt.
    Willem Dafoe – Der Exzentriker
    Ein markantes Gesicht und ein Händchen für sehr spezielle Rollen – das sind die Markenzeichen von Willem Dafoe. Mit seinem neuen Film «The Birthday Party» im Gepäck spricht er in Locarno TI über seine Arbeit.
    30 min
  • Rebecca Clopath, wie schmeckt die Schweiz?
    Schweizer Küche ist mehr als nur Käse und Aromat. Das weiss Rebecca Clopath. Die Bündnerin kocht typisch schweizerisch und doch ganz anders. Denn das kulinarische Erbe der Alpen ist vielfältig.
    Autor Paul Imhof hat mehr als 450 Schweizer Produkte und Gerichte untersucht. Die Überraschung: Der gemeinsame Nenner liegt nicht im Geschmack, sondern in der Technik.
    Die Schweizer Künstlerin Sandra Knecht ist berühmt für ihre kulinarischen Performances. Die Ausstellung «Home is a foreign place» in der Kulturstiftung Basel H. Geiger zeigt, wie Kulinarik ihren Heimatbegriff prägt.
    Eine Wiederholung vom 12. Februar 2025
    32 min
  • Art Basel – Gigantische Malerei von Katharina Grosse
    In ihrer Abschiedssendung trifft Eva Wannenmacher eine der wichtigsten zeitgenössischen Künstlerinnen: Katharina Grosse inszeniert in diesem Jahr ein Werk auf dem Messevorplatz der Art Basel. Farbenprächtig und so schillernd wie die Highlights der letzten 21 Jahre «Kulturplatz» mit Eva Wannenmacher.
    Es ist womöglich das grösste Bild, dass Katharina Grosse jemals hergestellt hat. Die Deutsche ist zur diesjährigen Art Basel eingeladen, um den Messevorplatz in ein übergrosses Kunstwerk zu verwandeln. Typisch für Grosse sind Farbflächen, die sie über Häuser und Landschaften sprayt und die dabei oft einen Sog erzeugen. Katharina Grosse zählt zu den einflussreichsten Künstlerinnen unserer Zeit.
    Wenn Katharina Grosse loslegt, dann ist das – trotz der gigantischen Flächen, ein kleiner, beinah intimer Akt. Dabei lässt sie sich nicht gerne über die Schulter gucken. Für den «Kulturplatz» macht sie eine Ausnahme und lässt sich über die Schulter schauen.
    Für Eva Wannenmacher ist es die letzte Moderation für den «Kulturplatz». 21 Jahre prägte sie die Sendung mit. Zum Abschied ein paar Highlights aus dem Archiv.
    27 min
  • Kontroverse um «Fliege Erika» – Ist es Kunst oder soll sie weg?
    An der Hochschule St. Gallen soll nach zehn Jahren ein Kunstwerk verschwinden: die präparierte «Fliege Erika». Unter den Studierenden ist sie Kult, für die HSG ist sie einfach nur lästig. Ein Kunstwerk über Nachhaltigkeit sorgt für erhitzte Gemüter.
    Über 1000 Studierende haben die Petition für die „Fliege Erika" unterschrieben. Sie soll auf dem Campus der HSG bleiben. Die Kunstkommission der Hochschule hingegen, will die Fliege nach 10 Jahren wieder loswerden, denn sie ist die Leihgabe eines Insektizid Herstellers.
    Ist das Kunst oder einfach nur Werbung für ein Unternehmer? Ein Lehrstück darüber, wie Kunst gesellschaftliche Fragen anstossen und je nach Interessen, vereinnahmt werden kann.
    28 min
  • Gedenken heute – Zwischen Tradition und KI
    Wie erinnern wir uns an nahe Menschen, die verstorben sind? Kulturplatz zeigt, wie das Andenken an geliebte Menschen das Leben im hier und jetzt prägt, wie individuell Trauern und Gedenken sind und wie die künstliche Intelligenz das Erinnern mehr und mehr in Richtung Unsterblichkeit rückt.
    Armin Heusser – zwischen Kunst, Exzess und Abwesenheit
    Zehn Jahre nach seinem Tod zeigt die Tochter des Kurators eine berührende Ausstellung mit Werken und Erinnerungen. Heusser arbeitete mit Jean Tinguely und prägte die Expo 02. Als Vater oft abwesend, erzählt die Schau auch davon.
    Eternal You – Digitale Unsterblichkeit
    Start-ups entwickeln KI-Avatare Verstorbener. Der Film zeigt, wie Technik Trauer verändert – und stellt ethische Fragen.
    Memory – Erinnerungskulturen weltweit
    Das Museum der Kulturen Basel zeigt, wie Dinge Erinnerungen bewahren – von Haarbild bis zum Skelett-Ensemble.
    Gäste: Künstlerin Eva Wandeler und Ethiker Jean-Daniel Strub
    4 min
  • Karriere und Kinder – Können Künstlerinnen beides haben?
    Marina Abramović war überzeugt, dass Kunst und Kinder unvereinbar sind. Immer noch machen Künstlerinnen oft Kompromisse, um Karriere und Familie unter einen Hut zu kriegen. Auch Tänzerin Eugenie Rebetez musste erst herausfinden, wie das geht. Denn Carearbeit ist immer noch hauptsächlich Frauensache.
    Inzwischen trauen sich Frauen aber endlich, dies auch in ihrer künstlerischen Arbeit, zu thematisieren. Wie die Künstlerin Ana Vujic, deren übergrosse, schwarz-weiss Zeichnungen auf die Erschöpfung, Überforderung und das schlechte Gewissen von Müttern hinweisen. Sie selbst wurde spät Mutter und hätte ohne die familiäre Unterstützung durch ihre Mutter keine Chance Zeit für ihre Kunst zu haben.
    Kunst und Kind sind nicht vereinbar, zumindest nicht für Frauen
    Die Musikerin Lena Catharina Schneider, seit 2019 künstlerische Leiterin des Zürcher Kammerorchesters und seit 2021 Mutter eines Sohnes, gibt ihre Leitungsposition genau darum auf, weil sie in der Schweiz kein familiäres Supportsystem hat. «Ich kann es sehr gut nachvollziehen, wenn sich vor allem Künstlerinnen gegen eine Mutterschaft entscheiden», sagt sie. Auch sie setzt jetzt, wie viele Frauen, ihre Prioritäten neu und entscheidet sich für die Familie. Denn die Betreuungssysteme wie Kita und Hort sind für Kunstschaffende, die am Abend Auftritte haben mehr als unzureichend in der Schweiz. Und trifft damit immer noch vor allem die Frauen, die sich darum kümmern.
    Ist es also vermessen, wenn Frauen beides möchten? Eine zufriedenstellende Arbeit und eine Familie mit Kindern? Wäre es nicht gerechter, in einer Gesellschaft, in der Arbeit oft keine Wahl, sondern ein Muss ist, wenn gewährleistet wäre, dass Mütter genauso wie für die Väter arbeiten können und die Kinder trotzdem gut versorgt sind? Ohne dass Frauen, Mütter automatisch zurücktreten und ihre Karrieren opfern?
    Besonders prekär ist die Situation in der freien Kunst
    Denn nur 7 Prozent der ausgeschriebenen Atelierstipendien sind wirklich familienfreundlich, sagt eine Studie des Berufsverbandes für Bildende Kunst, Visarte. Regina Helbling, Geschäftsführerin bei Visarte, sagt im Gespräch mit Eva Wannenmacher, dass die Situation in der freien Kunst für Mütter besonders bitter ist. Denn freie Kunstschaffende benötigen oft einen Brotjob, um ihre Existenz zu sichern. Kommt dann noch die Familienarbeit hinzu, bedeutet das für sie oft eine Dreifachbelastung. Zwar kommen die Männer immer mehr an Bord und unterstützen die Frauen. Doch noch ist echte Gleichstellung eine Utopie.
    Das «Comeback» von Eugenie Rebetez
    Auch die Tänzerin und Komikerin Eugenie Rebetez, musste sich nach 8jähriger Familienpause neu ordnen. Nun feiert sie mit ihrem Bühnenprogramm «Comeback» gerade grosse Erfolge. Doch auch stellte sich Fragen wie: Wer bin ich auf der Bühne und wer bin ich zu Hause? Wie sie ihren Weg gefunden hat und wie sich die Situation von Müttern zwischen Kunst und Kind oft anfühlt, das thematisiert sie aktuell auf der Bühne. Ein «Kulturplatz» zu den drei grossen «Ks»: Kunst, Kinder und Karriere.
    28 min
  • Mutter mit 17 – Teenager-Schwangerschaft damals und heute
    Zwei junge Mütter – zwei Generationen – zwei unterschiedliche Geschichten. Während Elisabeth Meister 1969 ihre Tochter zur Zwangsadoption weggeben musste, erlebte Wanda Dufner 40 Jahre später, was es heisst, mit 17 Mutter zu werden. Beide haben ihre Erfahrungen in einem Buch verarbeitet.
    Von 1950 bis in die frühen 1980er-Jahre fanden regelmässig Zwangsadoptionen statt, die Behörden konnten bestimmen, dass eine unverheiratete Frau nicht fähig war, das Kind zu erziehen. So ging es auch Elisabeth Meister. Sie war damals erst 17. Nun erzählt sie im Buch «Amputierte Mutter – Die Geschichte einer Zwangsadoption» von ihren schmerzhaften Erfahrungen.
    Exakt 40 Jahre später: Wanda Dufner ist ebenfalls 17 – und schwanger. Aber es ist 2009, alles anders, moderner, aufgeschlossener – zumindest was die Rechte junger Mütter betrifft. Ihr Comic «Bauchlandung Geschichte einer Teenagerschwangerschaft» zeigt mit viel Farbe und Humor aber auch mit Vehemenz, was es heute noch heisst, jung Mutter zu werden – zwischen Vorurteilen, Mobbing, Behördengängen und der Suche nach sich selbst.
    In «Kulturplatz» begegnen sich die beiden erstmals und sprechen über Gemeinsamkeiten und Unterschiede ihrer Erfahrungen als Teenager-Mütter in der jeweiligen Zeit.
    Eine Wiederholung vom 21. Mai 2025
    29 min
  • ESC Basel – Wie Popmusik Menschen verbindet
    2010 schied Michael von der Heide beim Eurovision Song Contest im Halbfinale aus. Doch bis heute ist er Fan des Grossevents. Auch Comedienne Reena Krishnaraja liebt den ESC. Anlässlich der 69. Ausgabe in Basel blicken sie auf die Highlights und sprechen darüber, welche Kraft in der Popmusik steckt.
    Seit Nemo 2024 mit «The Code» den Sieg für die Schweiz holte, ist die Welt hierzulande wieder in Ordnung. Dieses Jahr richtet die Schweiz also den grössten Gesangswettbewerb der Welt aus, und alle Augen richten sich in dieser Woche nach Basel. Auch der «Kulturplatz» schaut auf die vergangenen 69 Jahre Eurovision Song Contest. Denn wer hat’s erfunden? Ein Schweizer. 1955 hatte der Westschweizer Marcel Bezençon, damals Generaldirektor der Schweizerischen Rundfunkgesellschaft, die Idee zu einem Schlagerwettbewerb, und in der ersten Ausgabe 1956 holte prompt Lys Assia mit ihrem Song «Refrain» den Sieg.
    Niederlagen für die Schweiz
    Doch so euphorisch sollte es die nächsten Jahrzehnte nicht weiter gehen für die Schweiz. Es ist vielmehr eine hoch-emotionale Geschichte mit ein paar Aufs und sehr vielen Abs. Legendär der Gewinn der Kanadierin Celine Dion, die für die Schweiz antrat und für heisse Diskussionen im Bundesrat sorgte. Und hochdramatisch auch der komplett misslungene Auftritt vom damals schon arrivierten DJ Bobo. Bis die Schweiz mit Nemo wieder richtig jubeln konnte, ist einiges passiert. Und dennoch hat man sich nie entmutigen lassen, mit dem ESC 2025 zeigt die Schweiz, dass sie ESC kann und das ganze Land mitfiebert.
    Vereint durch die Musik
    United in Music – So lautet das Motto des diesjährigen Eurovision Song Contest. Schaut man auf die Show heute, stellt man fest, dass die Künstler immer diverser werden. Vom braven Schlagerwettbewerb ist da nicht mehr viel zu spüren. Und obwohl der ESC nicht politisch sein will, ist er es. Denn Musik verbindet. Und doch, mit Popmusik Länder-, Geschlechter- und kulturelle Gräben zu überwinden, ist ein hehres Ziel. Ob es in Zeiten von Ukrainekrieg- und Nahostkonflikt, von Trump und Putin noch realistisch ist, ist fraglich. «Kulturplatz» schaut mit Musikjournalist und Poptheoretiker Jens Balzer, der sich seit langem mit der gesellschaftlichen Sprengkraft von Popmusik beschäftigt, auf die Kraft, die in der Popmusik lag und liegt.
    Und auch Eva Wannenmacher spricht mit ihren Gästen Michael von der Heide und Reena Krishnaraja über den Eurovision Song Contest, warum er fasziniert, und wie er sich verändert hat. Und welches der berühmteste Song ist, den der ESC jemals hervorbrachte. Und am Schluss singen und tanzen sie alle zu «Waterloo».
    30 min

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Information: Dieser Video Podcast wird per Ende Juli 2021 eingestellt. Künftige und bisherige Episoden finden Sie auf unserem Play SRF Portal (www.srf.ch/play). Kultur durchdringt unser Leben.…