Kulturplatz

Kulturplatz

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kulturplatz episodes

  • Mit «Tschugger» David Constantin am 20. Zurich Film Festival
    «Kulturplatz» feiert die Jubiläumsausgabe des Glamour-Events mit Hollywoodikone Pamela Anderson und viel helvetischem Humor.
    Nina Brunner begleitet Comedy-Star David Constantin, der als «Tschugger» das Fernsehpublikum aus der Corona-Depression geführt hat, zu seiner Festivalpremiere. Bevor die vierte Staffel der Erfolgsserie über sympathisch trottelige Walliser Provinzpolizisten auf SRF zu sehen ist, läuft sie nämlich in Spielfilmform als «Tschugger – Der lätscht Fall» in den Kinos. Zuallererst in Zürich, dessen Festival es auch in diesem Jahr gelungen ist, sich mit einem Hauch von Hollywood zu parfümieren.
    Unter dem Motto «Elf grosse Namen an elf Tagen» präsentiert das anglophile Zurich Film Festival auf seinen grünen Teppichen heuer unter anderen Jude Law, Kate Winslet, Richard Gere und Pamela Anderson. Letztere spielt in Gia Coppolas «The Last Showgirl» eine fast 60-jährige Tänzerin namens Shelley, die sich in Las Vegas um ihre vernachlässigte Tochter und die eigene Zukunft sorgt. Viele feiern Andersons Part als Shelley bereits jetzt als «die Rolle ihres Lebens».
    Nach einer solchen muss der Schweizer Jahrhundertkomiker Emil Steinberger nicht mehr suchen. Und doch verspürt der mittlerweile 91-Jährige nach wie vor den Drang, sich immer wieder neu zu erfinden. Die auf dem Zurich Film Festival uraufgeführte Doku «Typisch Emil» beleuchtet den Balanceakt des Luzerners, dem Publikum das zu geben, was es will – ohne den eigenen künstlerischen Anspruch zu verraten.
    28 min
  • Robert Frank – Der Schatz des Schweizer Starfotografen
    Mit seinen USA-Bildern erlangte Robert Frank früh Weltruhm. Kurz bevor der Schweizer Fotograf 100 geworden wäre, gelangt nun ein Schatz zum Verkauf: millionenteure Originalabzüge, die jahrzehntelang in einem Tresor lagen. Und in New York gibt es eine grosse Werkschau. Was macht Frank so besonders?
    Auch wenn er nicht lange hierzulande lebte, ist Robert Frank der wohl berühmteste Fotograf, den die Schweiz je hervorgebracht hat. Vor knapp 70 Jahren sorgte der gebürtige Zürcher mit einem Roadtrip durch die USA für internationales Aufsehen. Und noch heute – fünf Jahre nach seinem Tod – strahlen seine Werke eine ungebrochene Faszination aus. Das zeigt sich jetzt exemplarisch in einer der weltweit renommiertesten Kultur-Institutionen: dem Museum of Modern Art in New York. Es widmet Frank eine umfassende Retrospektive – und damit einem Fotografen, der es als Ausländer geschafft hat, tief in die Seele Amerikas zu blicken.
    Aus sozialkritischer Warte fing er in den 1950er-Jahren den Alltag quer durch die Vereinigten Staaten ein – in ikonischen Schwarz-Weiss-Aufnahmen. Sie waren roh, direkt, unverfälscht und nicht auf Perfektion aus. Mit ihnen hielt der junge Schweizer dem Land einen ungeschönten Spiegel vor. Und stellte die damaligen Konventionen der Fotografie in Frage. Daraus resultierte «The Americans»: der vielleicht einflussreichste Bildband des 20. Jahrhunderts. Aus diesem bahnbrechenden Werk gelangen nun Originalabzüge zum Verkauf, die 40 Jahre in einem Tresor aufbewahrt wurden. Eine Sensation, für die Sammlerinnen und Sammler Millionensummen bieten sollen.
    «Kulturplatz» macht sich auf die Spuren Franks in den USA, besucht die Ausstellung in New York, spricht mit Weggefährten und Expertinnen – und trifft den Mann, der die Fotos in diesen Tagen nach Europa bringt: In seiner Kölner Galerie möchte sie Thomas Zander noch so gerne in die Schweiz verkaufen. Doch wer könnte sich solche Summen überhaupt leisten? Und ganz generell: Was geschieht da gerade mit dem Erbe dieses vielseitigen Fotografen, der auch zahlreiche Filme machte und mit den Rolling Stones oder Bob Dylan zusammenarbeitete?
    Eine Sendung zum Phänomen Robert Frank – die auch vor einem Experiment nicht zurückschreckt: Moderatorin Eva Wannenmacher beteiligt sich an einem Fotoshooting, bei dem eines der ikonischsten Motive nachgestellt wird. Wie könnte ein «Robert Frank» der Gegenwart aussehen?
    27 min
  • ABBA - aber auf Schweizerdeutsch
    Für ihre Mundart-Produktionen «Sgt. Pepper» und «Freddie» wurde das Secondhand Orchestra gefeiert. Nun wagen sich Roman Riklin, Daniel Schaub, Frölein Da Capo und Adrian Stern an die Hits von ABBA. Auch 50 Jahre nach ihrem ESC-Sieg hat die Popgruppe für jede Herzensangelegenheit einen Song bereit.
    1974, vor genau 50 Jahren, gewann ABBA mit dem Song «Waterloo» den Eurovision Song Contest. Und selbst heute noch kennt fast jedes Kind die Welthits von ABBA. Mit «LOVE - dem Mundart-ABBA-Tribute» tritt das Secondhand Orchestra nun den Beweis an, dass die schwedische Popgruppe nicht nur zeitlose Popsongs geschrieben, sondern auch für jede Liebessituation den passenden Ohrwurm parat hat; von der ersten Verliebtheit bis zur tränenreichen Trennung.
    Roman Riklin, Daniel Schaub, Irene Brügger alias Frölein Da Capo und Adrian Stern haben ABBA-Songs herausgepickt, die vom ewigen Lauf der Liebe erzählen, und interpretieren diese jetzt auf Mundart. Zudem bereichert das Quartett das Programm mit eigenen Neukompositionen; inspiriert vom Werk und Leben der vier Musikgrössen aus Schweden und ihren eigenen Herzensangelegenheiten. Radio-Pionier FM François Mürner plaudert auf der Leinwand aus dem Nähkästchen und hält skurrile Anekdoten bereit.
    Vor sieben Jahren hat sich das Secondhand Orchestra formiert und mit seinen beiden Programmen «Sgt. Pepper» und «Freddie» bereits gezeigt, dass sich Evergreens von den «Beatles» und von «Queen» bestens für ein Konzert auf Schweizerdeutsche eignen. Nun sollen also die unsterblichen Hits von ABBA neu erlebt und wirklich verstanden werden; dank der Übersetzungen, die dem Publikum die Inhalte hautnah bringen.
    «Kulturplatz» war beim allerersten Bühnendurchlauf des multimedialen Gesamtkunstwerks dabei und hat ausserdem alle fünf Mitwirkenden privat besucht. Bis 20. Oktober spielt das Secondhand Orchestra im Theater Am Hechtplatz. Danach geht es auf Tour durch die Schweiz.
    30 min
  • Theater Rigiblick bringt Martin Suters Bestseller auf die Bühne
    Theaterleiter Daniel Rohr hat ein Gespür für Bühnenstoffe. Zum 20. Geburtstag des Theaters Rigiblick unter seiner Leitung, bringt er Martin Suters Bestseller «Melody» auf seine kleine, feine Bühne am Zürichberg. Für die Musik sorgen Songs von Stephan Eicher. «Kulturplatz» hat die Proben begleitet.
    «Ich erkenne erst jetzt, wie schwierig das Material für die Bühne ist», sagt Daniel Rohr über seine Idee, den Bestseller «Melody» von Martin Suter auf die Bühne zu bringen. In der geheimnisvollen Geschichte geht es um den alt Nationalrat Dr. Peter Stotz und um dessen grosse Liebe zu einer jungen Frau, Melody, die kurz vor der Hochzeit verschwand. Jetzt, 40 Jahre später – und kurz vor seinem Tod, will Stotz schon zu Lebzeiten seine Legende mitbestimmen und betreut einen jungen Anwalt mit dieser Aufgabe. Im Roman erzählt der Alte dem Jungen alles, doch auf der Bühne müssen die Figuren lebendig werden. Keine einfache Regiearbeit die Daniel Rohr sich da zum 20. Jubiläum seiner Theaterleitung ausgesucht hat. Doch den Segen von Martin Suter, häufiger Gast im Theater, hat er. Denn Suter sieht Rohrs Theaterarbeit in derselben Tradition in der auch er sich als Autor versteht: er will gute Geschichten erzählen.
    Musik von Stephan Eicher
    Wie immer bei seinen Stücken setzt Daniel Rohr auf einen Mix von Literatur und Musik. Beide Elemente haben oft auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun. Doch durch die Kombination entsteht immer ein besonderer Schmelz. Für «Melody» hat der Regisseur auf Balladen von Stephan Eicher gesetzt. Die Texte sind von Martin Suter. Wenn das gesamte Ensemble dann am Anfang des Stücks «Spil no eis» singt, ist der erste Gänsehautmoment schon garantiert.
    Queen, Beatles und der Faust
    Das Theater führt Daniel Rohr, gemeinsam mit seiner Co-Leiterin Brigitta Stahel, seit 20 Jahren. Aus dem kleinen Gastspielhaus, dass mit seinen knapp 200 Plätzen fast immer für volle Ränge sorgt, hat er in den vergangenen Jahren ein Theater mit besonderem Repertoire geschaffen. Einige Stücke werden seit 17 Jahren immer wieder gespielt. «Goethes Faust – erzählt mit Songs aus Rock und Pop» war der erste grosse Erfolg. Beliebt sind auch die Tribute für Popstars wie Queen, Beatles oder Pink Floyd. Biografisches wird hier mit der entsprechenden Musik kombiniert. Und es funktioniert.
    Misserfolg ausgeschlossen
    Obwohl das Theater weitab von der Stadt liegt, pilgern die Zuschauenden immer wieder auf den Züriberg. Ein grosser Teil der Kosten wird mit Ticketing generiert, was ungewöhnlich ist. Und zum Erfolg verpflichtet. Denn wenn ein Stück ein Misserfolg wird, reisst das ein Loch in die bescheidenen Kassen. Etwas, dass den Theaterleiter beschäftigt. Darum hat er ein gutes Gespür für Stoffe entwickelt, die funktionieren. Das Publikum dankt es ihm mit Treue. Und mit Standing Ovations nach fast jeder Vorstellung.
    Zur Premiere Mitte September erwartet das Theater ausserdem Schweizer Prominenz. Selbstverständlich werden sich Stephan Eicher und Martin Suter gemeinsam anschauen, was Rohr mit seinem Ensemble da auf die Bühne bringt. Und auch Schriftsteller Franz Hohler lässt es sich, als Freund des Theaters, nicht nehmen, zu kommen. Kulturplatz war an den Proben und zur Premiere vor Ort und hat versucht die Magie des Theaters Rigiblick zu ergründen.
    29 min
  • Circus Monti – 40 Jahre Magie in der Manege
    Der «Circus Monti» feiert. Gegründet 1985 im aargauischen Wohlen, tourt die Familie Muntwyler auch in der 40. Spielzeit wieder mit 120 Vorstellungen durch die Deutschschweiz. Was macht die Monti-Magie aus? Und warum zieht der Zirkus so viele Artistinnen und Artisten aus aller Welt an?
    Was tun, wenn eine Artistin drei Tage vor der Premiere mit einem Bänderriss ausfällt? Vor dieser Situation stand die Leitungscrew des «Circus Monti», als «Kulturplatz» bei den Proben filmte. «Es gibt immer eine Lösung», sagt dazu Johannes Muntwyler, der Patron. Und er behielt Recht. Wie die Lösung aussieht und was es für die verletzte Artistin bedeutet, das zeigt die Reportage.
    Der «Circus Monti» ist nicht mehr wegzudenken aus der Schweizer Zirkuslandschaft. Etabliert hinter dem grossen Bruder «Knie», behauptet er sich seit nunmehr 40 Jahren als Nummer zwei mit einem Mix aus Artistik, Akrobatik und Poesie.
    Gegründet 1985 im aargauischen Wohlen von Guido Muntwyler, dem Vater des heutigen Patrons, Johannes Muntwyler. Der Lehrer träumte nach ersten Erfahrungen als Clown von einem anderen Leben und einem eigenen Zirkus. Die Idee nahm Form an, mitgetragen von seiner Frau Hildegard und den Söhnen Johannes, Andreas und Niklaus. Seither zieht der Zirkus jedes Jahr durch die Deutschschweiz, auch 2024 sind es 120 Vorstellungen. Längst sind die drei Enkel in die Abläufe eingebunden: Mario und Tobias stehen auch in der Manege, Nicolas hinter den Kulissen, wo er den Werkstattbetrieb leitet.
    Die Besonderheit von «Monti» sind nebst Solo-Einlagen die Gruppennummern. Niemand ist hier, um nur seine eigene Show abzuliefern. Innerhalb von zwei Monaten wird ein zusammenhängendes Stück erschaffen, ausgearbeitet von einer dreiköpfigen Regie, die Musik der Stammband eigens von einem Komponisten kreiert. Jedes Jahr alles aufs Neue.
    «Kulturplatz» begleitet drei Menschen der Jubiläumsausgabe im «Monti» bis zur Premiere: die Vertikaltuchartistin Mandi Orozco, den Clown Davide Romeo und die Kostümiere Olivia Grandy. Was macht für sie die Monti-Magie aus, wie erleben sie die sechs Monate auf engstem Raum untergebracht in Wohnwagen und wie gross ist der Stress, wenn 45 Kostüme genäht werden müssen.
    Nino Gadient spricht mit Mandi Orozco über ihre Verletzung kurz vor der Premiere und wie sie als erfahrene Zirkusartistin mit einem solchen Schicksalsschlag umgeht.
    Und er fragt den jetzigen «Monti»-Patron, Johannes Muntwyler, was ihn mit 60 noch immer am Zirkusleben fasziniert.
    32 min
  • Instagram vs. Galerien – welcher Weg führt in den Kunst-Olymp?
    Von bekannten bis unbekannten Künstlern – fast alle sind auf Instagram und Co aktiv. Kunstschaffende nutzen soziale Medien, um ihre Werke zu vermarkten. Sind Kunstgalerien überflüssig? Und sind traditionelle Vertriebswege wie Galerien und Messen noch notwendig, um mit Kunst erfolgreich zu sein?
    Johanna Dumet – Vom Instagram-Star zum Galerienliebling
    Die französische Künstlerin Johanna Dumet hat einen kometenhaften Aufstieg hinter sich: Noch vor zehn Jahren finanzierte sie ihre Farben und Pinsel mit Putzjobs. Dann stellte sie ihre Arbeiten auf Instagram und generierte dort rasch 44’000 Follower, die ihr die Bilder regelrecht aus den Händen rissen. Heute wird die Quereinsteigerin von gleich drei Galerien allein in Berlin vertreten und verkauft zu fünfstelligen Preisen.
    Elisa Klinkenberg – Vom Tennis-Star zur Kunstinfluencerin
    Waren es bisher die Galeristen, die bestimmten, welche Newcomer Karriere machen, nehmen heute immer mehr junge Kunstschaffende ihre Verkäufe und Vermarktung selbst in die Hand. Macht Social Media die Galerien überflüssig? «Warum soll ich 50 Prozent meiner Einkünfte an eine Galerie abtreten, obwohl ich die ganze Arbeit mache?», sagt Künstlerin und Ex-Tennisstar Elisa Klinkenberg. Sie hat mit ihrer Kunst und diversen Marken-Kooperationen ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut. Werden solche Geschäftsmodelle den Kunstmarkt übernehmen?
    iazzu – Eine App will Kunst und Kaufkraft verkuppeln
    Ein Start-up-Unternehmen aus Biel BE versucht sich auf dem Kunstmarkt zu etablieren. Mit einer Kunst-App, in der sich Kunstwerke von potenziellen Kundinnen und Kunden wie bei der Dating-App Tinder nach links oder rechts wischen lässt – je nach Geschmack. Ausserdem bietet Iazzu die Möglichkeit, Kunstwerke im eigenen Wohnraum zu visualisieren. Doch inwiefern verändern solche Plattformen den Kunstmarkt und welche Künstlerinnen und Künstler profitieren davon?
    Eva Presenhuber – Zu Besuch bei der Königsmacherin der Kunstbranche
    Eva Presenhuber ist die äusserst erfolgreiche Galeristin mit zwei Standorten in Zürich und einem in Wien. Ihren Ruf als Königsmacherin wird sie gerecht, in dem sie ihren Entdeckungen treu bleibt und so Newcomern die Türen zum Erfolg öffnet. Sie attestiert dem Geschäftsmodell «Galerie» noch eine lange Überlebensdauer. Während die sozialen Medien sich durch ausgesprochene Kurzlebigkeit auszeichnen, setzt Presenhuber auf Nachhaltigkeit.
    27 min
  • 20 Jahre «Kulturplatz» – Eva feiert mit Beat Schlatter und Sina
    «Kulturplatz» vermittelt seit 20 Jahren Kultur und hilft gesellschaftliche Debatten zu verstehen. Mit Beat Schlatter und Sina spricht Eva Wannenmacher über die Kraft des Fernsehens. Zeigt Highlights und wirft einen Blick nach vorn: Wie wird der «Kulturplatz» der Zukunft aussehen.
    Ein rasanter Blick zurück
    Am Anfang war das weisse Studio, aus dem der «Kulturplatz» moderiert wurde. Zwischendurch kam Late-Night-Pabst Harald Schmidt für eine Mutterschaftsvertretung. Irgendwann ging die Sendung raus, in die Museen und Kulturorte der Schweiz. Eva Wannenmacher moderierte da auch schon mal hoch zu Ross. In 20 Jahren hat sich der «Kulturplatz» stets als Vermittler zwischen Kunst und Kultur verstanden. Nationale Kulturhelden wie Beat Schlatter, Sina oder Mike Müller waren zu Gast. Aber auch internationale Stars wie Tilda Swinton, Julian Schnabel, Jeff Walls oder Marina Abramovic. Talente wie Sophie Hunger, Faber und Hazel Brugger fanden hier zum ersten Mal mediale Aufmerksamkeit. Immer wieder lenkte die Sendung den Blick auf gesellschaftliche Debatten. Zum Jubiläum trifft Eva Wannenmacher heute im Zürcher Museum für Gestaltung Beat Schlatter und Sina und feiert mit ihnen Kultur, «Kulturplatz» und elektronischen Medien.
    Bewegte Momente der Mediengeschichte bei SRF
    In dieser Woche feiert SRF das 100-jährige Bestehen der elektronischen Medien in der Deutschschweiz. Vor 73 Jahren flimmerte das erste TV-Programm durch die Schweizer Stuben. Und auch der erste «Eurovision Song Contest» fand im Schweizer Fernsehen und in der Schweiz statt. Das Schätzchen der Schweizer Fernsehunterhaltung wurde Heidi Abel. Und die Alltagsromantik der TV-Serien «Motel» und «Fascht e Familie» sorgten früh für Identitätsgefühl. In den 1980er-Jahren sorgten die ersten Walkmans für «Aha-Erlebnisse», soviel Musik aus einem so kleinen Gerät. Momente, die im Fernsehen festgehalten und zu ikonischen Momenten wurden. «Kulturplatz» wirft einen Blick auf die Höhepunkte und kuriosen Augenblicke, die das SRF-Archiv zu einem kulturellen Fundus gemacht haben.
    «Kulturplatz» der Zukunft
    Wenn «Kulturplatz»-Moderator Nino Gadient in 20 Jahren die Sendung moderiert, können die Zuschauenden mit ihm virtuell im Studio sitzen und auf «Stopp» drücken, wenn mal eben schnell das Popcorn aus geht. Utopie oder realistisches Szenario? Tatsache ist, seit der «Kulturplatz» 2004 Premiere feierte, ist technologisch viel geschehen. Und in 20 Jahren wird noch viel mehr passieren. Wie könnte also ein «Kulturplatz» der Zukunft aussehen? VR-Brillen versprechen die totale Immersion, dank der KI kann jeder Nutzer sein eigenes Programm quasi für ihn ganz persönlich generieren lassen. Doch sind solche Szenarien, nur weil sie technologisch möglich sind, auch realistisch? Ein Zukunfts-«Kulturplatz».
    28 min
  • Schweizer Hoffnung am «Eurovision Young Musicians»-Wettbewerb
    Im norwegischen Bodø, der Kulturhauptstadt 2024, fand der renommierte Klassikwettbewerb «Eurovision Young Musicians» statt. Die Deutschschweiz schickte Valerian Alfaré mit seinem Euphonium ins Finale. Der 19-Jährige trat gegen zehn Solistinnen und Solisten aus ganz Europa an.
    Der «Eurovision Young Musicians» ist einer der bedeutendsten Musikwettbewerbe für aufstrebende Klassiktalente. Seit 1982 organisiert die European Broadcasting Union (EBU) die Show in wechselnden Ländern. In diesem Jahr fand der Wettbewerb im Stormen Konzerthaus der Kulturhauptstadt Bodø in Norwegen statt. Elf Länder schickten ihre Klassiktalente zwischen 12 und 21 Jahren ins Rennen.
    Valerian Alfaré aus Rheinfelden gewann die nationale Vorauswahl in Basel und vertrat die Deutschschweiz im Finale in Bodø mit seinem Euphonium, begleitet vom Norwegischen Rundfunkorchester. «Kulturplatz» hat Alfaré bei seinen Vorbereitungen in der Schweiz und in Norwegen bis zu seinem grossen Auftritt begleitet.
    31 min
  • Shah Rukh Khan: Bollywood-Fieber beim Locarno Film Festival
    Bollywood ist mehr als Tanz, Drama und Gesang. Davon erzählt Shah Rukh Khan. Er ist der Superstar der indischen Filmindustrie und einer der prominenten Gäste des 77. Locarno Film Festivals, das erstmals mit der neuen Direktorin Maja Hoffmann an den Start geht.
    Die Schweiz ist mit Filmen im Internationalen Wettbewerb und auf der Piazza Grande prominent vertreten. Das und mehr im «Kulturplatz» vom Lago Maggiore mit Nina Mavis Brunner.
    29 min
  • Situationships und Sex auf Augenhöhe – So lieben wir heute
    Die Liebe und der Sex: ein Dauerbrenner. Und alle wissen: Nichts kann so schön sein wie erfüllende Liebe und nichts so grausam wie enttäuschte Erwartungen. Nichts Neues also? Im Gegenteil: Verbindlichkeit ist out, Situationships sind in. Und: Die Liebe kann auch politisch sein.
    Auf Besuch bei Felizitas Ambauen
    Die Psycho- und Paartherapeutin Felizitas Ambauen ist eine der bekanntesten in der Schweiz. Berühmt wurde sie nicht zuletzt durch den erfolgreichen Podcast «Beziehungskosmos», den sie gemeinsam mit der Journalistin Sabine Meyer produziert. Eva Wannenmacher hat sich mit Felizitas Ambauen getroffen, um von ihr zu erfahren, warum die Liebe kompliziert bleibt und immer auch politisch ist.
    Situationships: Lieben lieber locker?
    In den letzten Jahren ist in der Datingwelt ein neues Phänomen aufgetaucht: die sogenannte Situationship. Sie steht für eine unverbindliche Beziehung, deren Ende schon in Sicht ist, nachdem sie erst begonnen hat. Ist die Situationship Ausdruck von Freiheit? Zeichen eines Zeitgeistes, in dem der Kapitalismus sich in die Liebeswelt eingeschlichen hat? Und was machen Situationships mit den Menschen? Sind sie Lust oder doch Last? Und wie viel Verbindlichkeit brauchen wir eigentlich als Gesellschaft, um glücklich zu sein?
    Liebe und Sex: Verantwortlich ejakulieren
    Liebe bedeutet auch Verantwortung übernehmen – etwa in Verhütungsfragen. Für alle, die Sex haben oder jemanden erziehen, der Sex haben wird – ein neues Buch ist diesen Frühling erschienen, das uns alle etwas angeht: «Verantwortungsvoll ejakulieren» von der US-Amerikanerin Gabrielle Blair – ein Bestseller in den USA, bereits auf zwölf Sprachen übersetzt. Blair fordert, dass die Bürde der Verhütung nicht mehr hauptsächlich auf den Schultern der Frauen lastet. «Kulturplatz» hat die Autorin in ihrem Zuhause in Frankreich besucht.
    Verliebt in einen Bot
    Schöne neue digitale Welt. Kunstschaffende Lua ist eine Beziehung mit einem Chatbot eingegangen. Lua wollte sich unbedingt verlieben und hat dem Chatbot sogar einen Heiratsantrag gemacht. Aber kann das funktionieren? «Kulturplatz» erzählt, was daraus geworden ist.
    Eine Wiederholung vom 26. Juni 2024
    29 min

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Information: Dieser Video Podcast wird per Ende Juli 2021 eingestellt. Künftige und bisherige Episoden finden Sie auf unserem Play SRF Portal (www.srf.ch/play). Kultur durchdringt unser Leben.…