Kulturwelle

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Kulturwelle episodes

  • Magazin #034 | Media of Life

    Schuhe zu, Mütze auf. Rucksack umgeschnallt, Brille aufgesetzt, Schirm… dabei. Handy an, EC-Karte eingesteckt, Schlüssel auch – gut, dann kann’s losgehen. So ähnlich überprüfen wir vor dem Gehen unsere Ausstattung; die kleinen Dinge, die uns umgeben auf ihre Vollständigkeit und Funktionsfähigkeit. Sie sind unauffällige Begleiter, jedoch könnten wir ohne sie kaum noch einen Schritt tun. Sie sind buchstäblich mit uns verwachsen oder gar »extensions of man«, wie der Medienphilosoph Marshall McLuhan bemerkte.

    Doch bereits unser Körper gehört zu unserer medialen Grundausstattung. Wir trainieren seine Belastbarkeit, steigern seine Geschwindigkeit, vergrößern die Reichweite seiner Seh- und Sprechinstrumente. Und unsere Finger sind längst zum umfassenden Interface geworden, Schnittstelle zu einer Heerschar an Möglichkeiten in der digitalen Welt.
    In dieser Sendung der Kulturwelle stellt sich die ganze Redaktion der Aufgabe, diesen kleinen Dingen, Praktiken und Phänomenen nachzuspüren, die unser Leben unentwegt erleichtern. Dabei ergründen wir z.B. unsere Symbiosen mit der Sicherheitsnadel, der Augenklappe, der Konserve oder der Armbanduhr, aber auch, wie wir im Jodeln unseren Körper als Instrument einsetzen. Je weiter die Dinge dabei in uns hineinwandern, umso mehr entsprechen wir der Figur des Cyborgs, für den Leben immer schon etwas »mediales« ist; der im Funktionsraum seiner Möglichkeiten nicht mehr zwischen Körper und Ding unterscheidet.

    Besetzung

    Constantin Hühn (Moderation)

    Johanna Tirnthal (Moderation)

    Redaktion (Sendungsredaktion)

    Sendung vom 10. Juni 2015

    Download (84 MB)

    Tags:
    Augenklappe (1)
    Blindenstock (1)
    Interface (1)
    Jodeln (1)
    Konserve (1)
    Leben (1)
    Marshall McLuhan (1)
    Sicherheitsnadel (1)
    Ding (2)
    Cyborg (2)
    Transhumanismus (2)
    Stimme (3)
    Körper (6)
    Medien (7)

    Weiterforschen...

    Das Festival Down by the River findet ab dem 4. Juli statt und ist zu finden unter: http://www.downbytheriver-berlin.de/

    Auch in Berlin kann man Jodeln lernen. Dafür sorgt Ingrid Hammer mit ihrem Jodelworkshop. Der nächste Termin ist der 5. September: http://www.jodeln-in-berlin.de/jodelworkshops

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    1 hr 2 min
  • Magazin #033 | The Emotion is Present

    Manche gehen rasch an den Ausstellungsstücken vorüber, andere bleiben eine Stunde oder den ganzen Tag. „Im Dialog mit dem Kunstwerk sein“, sagt man. Aber kann man tatsächlich mit einem Ding – sei es nun ein Gemälde oder ein Alltagsgegenstand aus einer vergangenen Zeit – ins Gespräch kommen? Wer spricht da?

    Im modernen „Erlebnismuseum“ werden die Besucher_innen nicht nur in Dialog, sondern in eine körperliche und emotionale Beziehung zu den Exponaten gestellt. Alles darf und soll angefasst werden. Im Berliner DDR-Museum kann man sich in den Trabi setzen und mit dem eigenen Körper eine vergangene Realität nachspielen. Für ihren Beitrag hat Anna Hüttmann das ausprobiert und den zugrunde liegenden Konzepten nachgeforscht. Den theoretischen Kontext dieses „emotional turn“ in der Ausstellungspraxis besprechen wir im Studio mit dem Museologen Mario Schulze.
    Auch unser zweiter Beitrag widmet sich der emotionalen Dimension eines Ausstellungsstücks: Elisabeth Stursberg unternimmt eine imaginäre Reise auf Arnold Böcklins gespenstisches Gemälde „Die Toteninsel“. Dazu analysiert der Kunsthistoriker Dr. Julian Blunk, woraus das Gemälde seine unheimliche Wirkung bezieht. Welche Vor- und Nachteile es haben kann, wenn die Emotion im Museum den Text verdrängt, haben wir außerdem in einem Interview Juliane Brauer gefragt, die zur Geschichte der Emotionen forscht.

    Besetzung

    Mario Schulze (Gast)

    Johanna Tirnthal (Sendungsredaktion & Moderation)

    Jürg Andreas Meister (Sendungsredaktion & Moderation)

    Sendung vom 13. Mai 2015

    Download (82 MB)

    Tags:
    Emotion (1)
    Erfahrung (1)
    Museum (1)
    Museologie (1)
    Objekt (1)
    Präsenz (1)
    Ding (2)
    Affekt (2)

    Weiterforschen...

    Eine grundlegende und spannende Lektüre rund um die Museologie bietet das kleine Bändchen Theorien des Museums von Anke te Heesen, erschienen im Junius Verlag.

    Der Frühling ruft und selbst an der frischen Luft gibt es viel zu entdecken. So könnt ihr quer durch Berlin den ehemaligen Mauerweg erkunden. Egal ob per Fahrrad oder in Wanderschuhen, allein oder in der Gruppe, auf den unterschiedlichsten Touren könnt ihr Geschichte direkt am Ort erfahren.

    Wer gerne noch mehr von der Sendungsmusik hören möchte, hat im Juni dazu die Möglichkeit: barefoot etc. wird am 9.6.2015 in der Linienstraße 206 live zu bewundern sein. Weitere Infos gibt es unter www.barefootetc.com.

    1 hr
  • Magazin #032 | »Vor-Sicht! Vor-Sorge!«

    »Die Zukunft, die wir wollen, muss erfunden werden. Sonst bekommen wir eine, die wir nicht wollten«, sagte einmal der Künstler Joseph Beuys. Die Zukunft ist demnach radikal unbestimmt, das heißt menschliche Verhandlungsmasse, egal ob sie von Gott, einem Schicksal oder anderen Prognoseverfahren erzeugt wird. Sie ist immer schon eine Erfindung. Diese Erfindung aber müssten wir selbst immer wieder neu vornehmen und dem Herannahen einer ungewollten Zukunft prä-ventiv zuvorkommen - was nur möglich wird, indem wir den Blick in den Möglichkeitsraum der Zukunft wagen und uns vorstellen, was möglicherweise kommen könnte.

    Mit diesem Möglichkeitsraum - der lange Zeit vorbestimmter Raum war - wollen wir uns in der aktuellen Ausgabe der Kulturwelle befassen, sowie mit verschiedenen Zugriffen darauf, in Geschichte wie Gegenwart. Neela Janssen erforscht dafür in ihrem Feature aktuelle Techniken der Pränataldiagnostik und sucht nach Parallelen in vormodernen Techniken der Vorhersage. Darüber hinaus werden wir uns mit der Wiener Literaturwissenschaftlerin Eva Horn über das moderne Verhältnis zur Zukunft als Katastrophe unterhalten und mit dem Berliner Kulturwissenschaftler Stefan Willer über vergangene Zukunftsmodelle das aktuelle Sicherheitsdenken sowie Chancen und Risiken gegenwärtiger Präventionstechniken sprechen. Schließlich wollen wir selbst einen Blick in die Zukunft wagen und uns fragen: Wohin entwickelt sich das Zukunftswissen?

    Besetzung

    Eva Horn (Gast)

    Stefan Willer (Gast)

    Bernadette Breyer (Sendungsredaktion)

    Constantin Hühn (Sendungsredaktion & Moderation)

    Sendung vom 15. April 2015

    Download (82 MB)

    Tags:
    Katastrophe (1)
    Zeit (2)
    Prognostik (2)
    Zukunft (2)
    Medizin (3)
    Antike (5)
    Religion (7)

    Weiterforschen Das Langzeitprojekt 100 Jahre Gegenwart im HKW findet ihr hier.

    Das Performance-Festival Foreign Affairs läuft noch bis zum 5. Juli und ist zu finden auf den Seiten der Berliner Festspiele. Darunter auch: die 24-Stunden-Performance “Mount Olympus. To glorify the cult of tragedy”

    Das Buch 2112 – Die Welt in 100 Jahren erschien 2012 bei Georg Olms und ist zu finden über die: ISBN-Suche

    1 hr
  • Magazin #031 | Riots Not Diets?

    „In dem Oberteil siehst du aber ganz schön dick aus!“ Für viele eine Beleidigung. Dann doch lieber um- oder den Bauch einziehen. Und lieber nur die kleine Portion im Restaurant. Und den Nachtisch lass ich lieber ganz weg. Vielleicht doch mal diese neue Diät ausprobieren? Wer hat die Deutungshoheit über den schönen, den normalen, den begehrenswerten und den gesunden Körper? Und wie kann ein Gegenentwurf aussehen?

    Das erklären die drei Protagonistinnen dieses Features: Sie sind Fettaktivistinnen und Teil einer körper- und fettpositiven Gegenkultur. Die politische Bildnerin Magda Albrecht, die Aktivistin Kristina Kuličová und die Bloggerin Anna Kumher zeigen, wie Vorstellungen über Dicksein im Alltag Normen setzt – von Mode bis Medizin, Freibad bis Flugzeugsitz – und wie sie dagegen vorgehen. Ihre Strategien und Interventionen ähneln denen von anderen feministischen Kämpfen um Identitätspolitiken: Coming Out, Begriffe wieder aneignen und neu besetzen, eigene soziale Schutzräume schaffen.
    Warum binden soziale Normen nicht mehr? Warum erzeugen sie Abwehrreaktionen? Wie verhandeln sie die Beziehung zwischen vorherrschendem Diskurs und individuellem Körper neu? Und reicht die Aufdeckung zum Öffnen neuer Handlungsspielräume? Die Protagonist_innen zeigen uns: Das Persönliche ist immer noch politisch. Ideologien und Bewertungen werden immer kulturell hergestellt und sind alles andere als natürlich. Das gibt uns den Raum, sie zu hinterfragen und zu dekonstruieren.

    Besetzung

    Lara Deininger (Sendungsredaktion)

    Magda Albrecht (Gast)

    Kristina Kuličová (Gast)

    Anna Kumher (Gast)

    Sendung vom 18. März 2015

    Download (78 MB)

    Tags:
    Fat Activism (1)
    Fettaktivismus (1)
    Intervention (2)
    Queer (2)
    Gender Studies (3)
    Identität (3)
    Gender (4)
    Aktivismus (5)
    Körper (6)

    57 min
  • Magazin #030 | Hörigkeit

    Was verbindet Nikita Chruschtschew mit einem Schallplattenspieler? Der eine ist ein Apparat, der andere ein Apparatschik. Auch sonst haben beide viel miteinander zu tun: Jede politische Führung benutzt Medien, um ihre Ideologien zu verbreiten. Heute noch scheint zu gelten: Wer sich am besten auf die Medien einlässt, gewinnt Wahlen. Das bewiesen Obamas SMS-Kampagne oder Medienkanzler Gerhard Schröder. Ob Schallplatte, Radio, Fernsehen, Internet – sie alle dien(t)en als Vehikel für politische Botschaften. Doch wenn Ideologien die Inhalte der Medien formen, inwiefern formen Medien die Inhalte von Ideologien? Lassen sich Inhalt und Form hier überhaupt trennen? Zum Beispiel: Warum gab es einen Volksempfänger, aber keinen Volkssender?

    Die 30. Ausgabe der Kulturwelle ist dem akustischen Medium gewidmet, das Hörende und mitunter auch Hörigkeit erzeugt. Dazu berichten wir über den Krugozor, ein Schallplattenmagazin in der Sowjetunion, das neben Leninreden und Reportageliedern immer auch begehrte Westmusik enthielt. Beim Aufspüren von Ideologie(n) wird uns Theodor W. Adorno helfen, während Adorno-Archivar Michael Schwarz erklärt, warum der Frankfurter Philosoph den Rundfunk so schätzte. Im Studio begleitet uns der Medienwissenschaftler Dr. Jan Claas van Treeck durch alle Verflechtung von Ideologie(kritik) und medialen Konstellationen.

    Besetzung

    Johanna Tirnthal (Moderation & Sendungsredaktion)

    Jürg Andreas Meister (Moderation & Sendungsredaktion)

    Jan Claas van Treeck (Gast)

    Sendung vom 18. Februar 2015

    Download (80 MB)

    Tags:
    Frankfurter Schule (1)
    Medienwissenschaft (1)
    Schallplatte (1)
    Rundfunk (1)
    Theodor W. Adorno (1)
    Radio (2)
    Ideologie (2)
    Medienarchäologie (5)

    59 min
  • Magazin #029 | Mythen des Alltags

    Bei ‘Mythen’ denken wir zuallererst an alte Griechen und Römer. Anders Roland Barthes: In jedem Winkel der Alltagswelt findet der französische Philosoph Narrative, die das Konstruierte als naturgegeben darstellen – so wird etwa der neue Citroën zur übermenschlichen Schöpfung. Moderne Mythen, so Barthes, sollen den Konsum fördern oder das Bürgertum seiner Weltsicht vergewissern. In einer Reihe kurzer Essays seziert Barthes die „Sprache der Massenkultur“ und deren ideologische Aufladung.

    In der 29. Sendung der Kulturwelle holen wir Roland Barthes’ Mythen des Alltags von 1957 in die Gegenwart: Wie viel Mythos steckt im iPhone? Welcher Mythos verbindet Theaterbühne und Tanzfläche? Wie vernünftig ist der „gesunde Menschenverstand“? Was für Alltagswelten blendet der Lonely Planet aus? Macht das Gehen den Menschen aus und ist die Welt aus Plastik? Solche und andere Mythen beleuchten und besprechen wir in der Sendung, gemeinsam mit unserem Studiogast Prof. Dr. Ottmar Ette. Der renommierte Barthes-Experte hat mehrere Bücher zum französischen Philosophen veröffentlicht und gibt uns Auskunft, wie Barthes’ semiologische Schemata in unserer Zeit zu gebrauchen sind.

    Besetzung

    Ottmar Ette (Gast)

    Constantin Hühn (Moderation)

    Redaktion (Sendungsredaktion)

    Sendung vom 21. Januar 2015

    Download (89 MB)

    Tags:
    Roland Barthes (1)
    Gehen (1)
    Massenkultur (1)
    Werbesemiotik (1)
    Werbung (2)
    Alltag (2)
    Ideologie (2)
    Mythen (2)
    Konsum (3)
    Semiotik (3)
    Theater (4)

    Weiterforschen...

    Infos zum Museum der Dinge und der Sonderausstellung Made in Germany gibt es unter: http://www.museumderdinge.de/

    Das Buch Gesellschaft des Spektakels von Guy Debord findet ihr über die: ISBN-Suche

    Mehr Details zu Jean-Luc Godards Film Masculin – Feminin oder: Die Kinder von Coca Cola gibt es hier: IMDB

     

    1 hr 5 min
  • Magazin #028 | Flüchtige Paradiese

    In einen ekstatischen oder ungehemmten Zustand zu verfallen, kann mehr als Gefühle der Entrückung und der veränderten Selbsterfahrung hervorbringen. Rausch und Ekstase können auf verschiedenste Weise produktiv wirken: In der Suche nach persönlicher Erkenntnis ebenso wie im gemeinsamen Erleben erinnerungswürdiger Momente. Doch wo fangen diese Zustände an und wo können sie enden? Und wie kann man diese erreichen? Die Antworten darauf können höchst unterschiedlich ausfallen.

    In der 28. Magazinsendung begeben wir uns daher auf die Suche. Im Studio sprechen wir mit dem Kulturwissenschaftler Dr. Gerhard Scharbert über Rauschpraktiken aus Antike, Moderne und Gegenwart und spüren nach, in welcher Gestalt und in welchen Rollen das Berauschen im Laufe der Zeit in Erscheinung tritt. Unsere Redakteure haben sich zudem im Selbstversuch dem Rausch verschrieben. In diesen Experimenten werden uns unter anderem aufwühlende Kunsterlebnisse und außergewöhnliche kreative Eingebungen begegnen, die deutlich werden lassen, wie tiefgreifend Rausch unser Menschsein bestimmt.

    Besetzung

    Gerhard Scharbert (Gast)

    Constantin Hühn (Moderation)

    Sebastian Schwesinger (Sendungsredaktion)

    Jessica Masche (Sendungsredaktion)

    Nikita Hock (Sendungsredaktion)

    Sendung vom 28. November 2014

    Download (90 MB)

    Tags:
    Drogen (1)
    Fasten (1)
    Gebet (1)
    Konzert (1)
    Mittelalter (1)
    Schreiben (1)
    Bewusstsein (2)
    Tanz (2)
    Moderne (2)
    Rausch (3)
    Kunst (5)
    Antike (5)

    1 hr 6 min
  • Magazin #027 | Sich Schön Machen

    “Diamonds Are a Girl’s Best Friend” – so besang Marilyn Monroe in den 1950er Jahren die ikonischen Edelsteine, die seit jeher als Inbegriff von glamorösem Schmuckstück gelten. Und schon diese Formulierung deutet an: Schmuck ist nicht nur Statussymbol oder schönes Beiwerk – seine Wirkmacht geht weit über seine ästhetische Funktion hinaus. Sei es das schutzbringende Amulett, die gerade modische Kette oder auch der Ring des Großvaters, in dem er anwesend scheint: Schmuck entzieht sich der Eindeutigkeit und scheint gerade heute mehr denn je Schnittstellen und Ambivalenzen zu besetzen und zu markieren.

    In der 27. Sendung der Kulturwelle widmen wir uns genau diesen Spannungen und wollen etwas genauer nachfragen: Was sagt uns dieses Phänomen, das uns als ästhetischer Gegenstand und zeichenhaftes Statussymbol, als banaler Zierrat und bedeutungsgeladenes Fetischobjekt begegnet? Wie gehen wir heute mit Schmuck um – und was macht der Schmuck mit uns?
    Im Studio begrüßen wir dazu den Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Hartmut Böhme. Wir verfolgen nach, wie und warum ein einfaches geometrisches Schmuckstück wie das Dreieck zum Erkennungsmerkmal des diffusen Sozialtyps »Hipster« aufstieg. Anhand der immer beliebteren Praktik des Umschmelzens von geerbeten Schmuckstücken erkunden wir dann, wie sich Erinnerungskulte mit modischem Anspruch vertragen – und ob wir beim Verhandeln dieser Spannung dem Schmuck nicht vielleicht doch mehr Macht über uns verleihen, als uns geheuer ist.
    Schließlich macht auch eine neue Rubrik Premiere. Im Druckerraum des Instituts stellen wir frischgebackenen Absolventen zwischen Papierstau und Tintenflecken die drängende Frage: “Was druckst du?”

    Besetzung

    Hartmut Böhme (Gast)

    Constantin Hühn (Moderation & Sendungsredaktion)

    Sebastian Schwesinger (Sendungsredaktion)

    Nikita Hock (Sendungsredaktion)

    Sendung vom 29. Oktober 2014

    Download (98 MB)

    Tags:
    Haut (1)
    Vergesellschaftung (1)
    Postmoderne (1)
    Zeichen (1)
    Vererbung (1)
    Reliquie (1)
    Schmuck (1)
    Mode (1)
    Hipster (1)
    Gold (1)
    Georg Simmel (1)
    Kostüm (1)
    Fetisch (1)
    Dreieck (1)
    Ahnenkult (1)
    Erinnerung (2)
    Material (2)
    Identität (3)
    Film (4)
    21. Jahrhundert (5)
    Religion (7)

    1 hr 1 min
  • Magazin #026 | Mikrorevolutionen

    Mama war in der Gewerkschaft, Papa saß im Betriebsrat, vielleicht demonstrierte die Tante für die Gleichberechtigung und 68 war sowieso alles anders. Früher schien politische Teilhabe noch klar strukturiert und in hart erkämpften Institutionen realisierbar. Doch sind diese Vorstellungen von Veränderungsprozessen, die weite Teile des 20. Jh. geprägt haben, heute weiterhin aktuell? Wie und wo wird heute Widerstand geleistet? In Parteien, Akademien, auf der Straße und der Bühne? Oder sind wir tatsächlich in einer politischen Lethargie gefangen, wie sie so oft von den Mahnern der Demokratie beschworen wird?

    In der 26. Sendung der KulturWelle wollen wir der Widerständigkeit in ihren historischen Gewändern folgen. Dazu verfolgen wir aktuelle Genderparodien mihilfe von Dr. Eva Krivanec zurück zu ihren historischen Vorläufern und betrachten beide im Lichte aktueller Theorieangebote. Im Anschluss diskutieren wir mit Juniorprof. Philipp Felsch über die problematische Kluft zwischen politischer Theorie und politischem Handeln.

    Besetzung

    Philipp Felsch (Gast)

    Nina Pestke (Moderation)

    Theresa Kauder (Sendungsredaktion)

    Julian Baller (Sendungsredaktion)

    Sendung vom 01. Oktober 2014

    Download (109 MB)

    Tags:
    CCC (1)
    Ende der Geschichte (1)
    Mikropolitik (1)
    Revolution (1)
    1. Weltkrieg (1)
    Politische Differenz (1)
    Queer (2)
    Subversion (2)
    Gender Studies (3)
    Politik (3)
    Gilles Deleuze (3)
    Gender (4)
    Aktivismus (5)
    20. Jahrhundert (6)

    1 hr 8 min
  • Magazin #025 | Fade In/Fade Out

    Die historischen Grenzen sind gesprengt. Der Hip-Hopper sampelt Vaters alte Platten und im angesagten Café lässt sich der DJ den Apfelstrudel auf dem Blümchensofa schmecken. Die Studentin bestellt sich im Internet ihr individuell gemischtes Müsli, nachdem sie sich bei eBay ihr 90er Jahre-Outfit zusammengestellt hat. In der U-Bahn hört sich der Blogger seine Lieblingsplaylist auf Soundcloud an, während er die neuesten Tweets auf Twitter liest. Das Internet potenziert Geschwindigkeit und Distribution ins Unermessliche. Noch nie waren Kreativität und Konsum so schnell verfügbar und wandelbar wie heute.

    In der 25. Sendung der Kulturwelle geht es um den Remix als musikalische und kulturelle Praxis. Was ist Kreativität zwischen Genius und Scenius in Zeiten von Digitalisierung und Internet? Wie verändern sich Kompositionspraktiken? Was ist noch authentisch? Ist der Remix zu einer alltäglichen Gestaltungspraxis geworden und lässt sich die Idee des Remix auf unsere Kultur anwenden?
    Dazu spricht der Musikwissenschaftler Fabian Czolbe über die Relevanz des Remix und Samples in der klassischen Musik, insbesondere in den Kompositionen von Pierre Schaeffer, das Sampling im Hip Hop und die damit verbundene neue Idee von Realness erklärt uns der Medien- und Kommunikationswissenschaftler Steffen Lepa, Kulturtheoretiker Eduardo Navas und Ramón Reichert analysieren den Stellenwert von Remix im Zeitalter der digitalen Reproduzierbarkeit und beschreiben damit den Begriff der “remix culture”. Dazu gibt es Musik und persönliche Erfahrungsberichte von DJ Red Rack’em und dem Loop-Künstler Nïer. Schließlich haben wir es uns auch nicht nehmen lassen, die produzierte Sendung unserem Remixer Ramsus Lauvring zu überlassen, dessen Remix die Sendung abschließt.

    Besetzung

    Fabian Czolbe (Gast)

    Steffen Lepa (Gast)

    Eduardo Navas (Gast)

    Ramón Reichert (Gast)

    Anastasia Andersson (Sendungsredaktion)

    Bernadette Breyer (Sendungsredaktion)

    Lara Deininger (Sendungsredaktion)

    Sebastian Schwesinger (Sendungsredaktion)

    Nikita Hock (Sendungsredaktion)

    Sendung vom 03. September 2014

    Download (83 MB)

    Tags:
    Hip Hop (1)
    Internet (1)
    Netzwerk (1)
    Remix (1)
    Sampling (1)
    Vinyl (1)
    Digitalisierung (2)
    Infrastruktur (2)
    Beschleunigung (3)
    Musik (3)
    Medium (4)
    Cyberspace (4)
    21. Jahrhundert (5)

    1 hr 1 min

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Ein Radio-Projekt mit Kulturwissenschaftshintergrund. In unseren Sendereihen werden mit Gästen oder ohne kulturelle Mirabilia, historische Phänomene und das Leben überhaupt beleuchtet – mal…