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In der Kulturwelle Afterhour #001 sprechen wir mit Luis Manuel Garcia über seinen Weg zur Ethnomusikologie und Feldforschung in Technoclubs und befragen Andre Sommer vom Startup HiDoc zum digitalen Tracken der Volkskrankheit Reizdarmsyndom.
Besetzung
Sie umgeben uns, wann immer wir die Augen öffnen: Farben – zugleich materielle Struktur und physiologischer Effekt; Bedeutungsträger und emotionale Stimulanz. Welche Signale senden uns die Farben? Worin besteht ihr Signal? Gibt es eine unschuldige Farbe? Diese Fragen beleuchten wir in einer Sendung der gesamten Redaktion. Unser Spektrum reicht vom Regenbogen als Symbol der LGBTI-Bewegung bis zu den Farbchakren der Lebensmittel, wir prüfen die Stabilität von Wahrnehmung – wieso beschreibt Homer das Meer der Ägäis als »weinrot«? – und diskutieren, ob farbwandelnde Katzen künftige Generationen vor den Gefahren von Atommüll retten können. Und schließlich die Farbe als Material: Yves Kleins berühmtes Blau lässt sie in absoluter Form erstrahlen. Vantablack hingegen, ein Stoff aus der Oberflächenforschung, verschluckt alles Licht in einem nahezu perfekten Schwarz.
Besetzung
Wie viele Schritte bin ich heute gegangen? Wie effizient meditiere ich? Um wieviel produktiver werde ich durch ein Stück Butter im Kaffee? Und was sagen meine gesammelten Tippfehler über mein Selbst aus?
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War der Wald lange Zentrum der täglichen Lebensgestaltung vieler Menschen, empfinden vor allem Stadtbewohner inzwischen eine Distanz zu ihm. Annäherungen werden versucht in der Pädagogik, Technik und Kunst. In der Wildnisschule können überreizte Städter das Spurenlesen, die Sprache der Vögel oder das Entfachen eines Feuers ohne technische Hilfsmittel erlernen. Ökologen und Klangforscher hingegen widmen sich der auditiven Entschlüsselung des Waldes durch moderne technische Verfahren.
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Niklas Luhmanns Zettelkasten enthält 90.000 Zettel. Er lagert an einem hoch geheimen Ort an der Universität Bielefeld und wird zurzeit digitalisiert. Das Verweissystem zwischen den verschiedenen Zetteln ist so komplex, dass mehrere Wissenschaftler jahrelang mit der Rekonstruktion der Ordnung beschäftigt waren. Noch komplizierter die Zettel des Schriftstellers Arno Schmidt, denen wir einen Beitrag widmen: 120.000 an der Zahl, sind sie geordnet mit Reitern wie “Schöne Stelle. Zerstört”, “Borken” oder “Planeten und Meteore”. Ist das Ordnung oder Chaos?
Besetzung
»Menschheitsgeschichte wird Erdgeschichte« – konstatiert ein 2015 erschienener Sammelband. Menschliches Handeln schreibt sich zunehmend in die Erdoberfläche unseres Planeten ein. Das Holozän, das jüngste Zeitalter unserer Erdgeschichte, so scheint es, wird von einem neuen »Menschzeitalter« abgelöst: dem Anthropozän.
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Zum Schluss haben wir uns das „Anthropozän-Projekt“ angeschaut. Auf der Webseite des Haus der Kulturen der Welt könnt ihr alle beteiligten Personen, Künstler, Ausstellungen, Kataloge und Ergebnisse der Forschung in Form einer Enzyklopädie anschauen. Alle Infos zu „Das Anthropozän-Projekt“ und die dazugehörige Enzyklopädie gibt es auf der Webseite: HKW Anthropozän: Ein Bericht
Stimme – seit Jahrhunderten beschäftigt das Medium und seine Macht die Menschen. Schon in der Antike schafften es die mythischen Sirenen nur mit Hilfe ihrer Stimme, Seemänner grausam in den Tod zu reißen. Sie veranlassten den antiken Dichter Homer zu seiner berühmten Odyssee, und ihr Mythos wirkt bis heute in der europäischen Kulturgeschichte nach. Warum aber gelang es den griechischen Fabelwesen, durch ihre Stimme solch eine Macht auszuüben? mehr...
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„The People of New York will never go into a hole in the ground to ride!“ – war sich Russell Sage, amerikanischer Unternehmer und Politiker, Anfang des 20. Jahrhunderts ganz sicher. Dennoch bahnten sich die ersten U-Bahn-Züge 1902 in Berlin und 1904 in New York unterirdisch ihren Weg.
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»Rush in, crush in, reach for a handle strap
So beginnt der Subway Glide von Walter van Brunt. Das Noten- und Textblatt findet ihr: hier
Der Countdown läuft: Die 36. Ausgabe der Kulturwelle startet eine Forschungsrakete. Mit an Bord ein Logbuch voller Fragen: Wie kann das Ungedachte gedacht werden? Wie stellt man sich etwas radikal Neues vor, das es noch nicht gibt? Brauchen wir ein Subjekt, um Veränderung zu begehren und umzusetzen? Oder ist alles sowieso nur Prozess?
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»Warum ist da ein Strickfehler in meinem Pullover? Egal, schnell auf dem iPhone nachsehen, wann der nächste Bus kommt. Hoffentlich geht nachher bei der Präsentation mit dem Computer alles glatt.« Längst durchdringt Computercode unsere alltäglichsten Abläufe, unsere Sprache, unser Denken. Die Welt scheint programmierbar. Wie kommt das? Welche gesellschaftlichen Entwicklungen haben das Coding so allgegenwärtig werden lassen – und welchen Einfluss hat das Coding selber ausgeübt?
Besetzung
Die Inspiration der Sendung ist Daniel Meßner zu verdanken. Seine Podcasts Coding History und die archivierten Stimmen der Kulturwissenschaften vertiefen viele der angeschnittenen Themen.
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