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Spiele unterhalten, bilden und berauschen. Sie sind fester Bestandteil des menschlichen Miteinanders. Doch wo hört das Spiel auf? Dem ursprünglich aus dem Marketing-Kontext stammenden Schlagwort der „Gamification“ nach erleben wir gegenwärtig eine Ent-Grenzung des Spiels, da sich dessen Elemente und Prinzipien über die westliche Arbeits- und Alltagswelt ausbreiten. Grund genug, in der 24. Sendung der KulturWelle das Verhältnis von Game und Gesellschaft einmal ganz grundsätzlich zu problematisieren. Worin liegt die Ursache der „Spielifizierung“ und in welchen konkreten Formen „durchdringt“ sie den sozialen Raum?
Besetzung
Ein Hinkefuß, ein Muttermal, die falsche Köpertemperatur. Erst bei genauer Betrachtung erkennt man ihn – der Teufel steckt im Detail. Ein Grund für die Wandelbarkeit diese Figur liegt nicht zuletzt darin, dass die Menschen ihre unterschiedlichsten Ängste und Begierden auf sie projizieren. Der Teufel tritt so als Akteur auf, der immer neue Aufgaben übernimmt: Versprechen, Kennzeichen, Entfesseln. Doch auch sein Auftritt selbst muss meist erst herbeigeführt werden: Identifizieren, Paktieren, Vertreiben…
Besetzung
Nicht nur in der Vergangenheit waren Künstler und Wissenschaftler oft ein und dieselbe Person. Warum sind in unserem heutigen Verständnis aber Kunst und Wissenschaft so weit voneinander entfernt, dass sie sogar zu Gegensätzen erklärt werden können?
Besetzung
Schon die ersten Telefone mit Selbstwählfunktion wurden damit beworben, dass sie unerwünschte Mithörer ausschließen. Wie die Reklame für nebenstehendes Exemplar von 1912 bezeugt, sollte der technisierte Verbindungsaufbau die Anonymität der Gesprächspartner sicherstellen. Eine Eigenschaft, auf die man sich beim „Fräulein vom Amt“ nicht immer verlassen konnte. Heute wirkt es ironisch, auf die Technik zum Schutz der Privatsphäre zu setzen, sind doch die Formen der Überwachung erst mithilfe technischer Unterstützung ubiquitär und komplex geworden. Immer wieder werden uns in einer Abfolge kleinerer und größerer Skandale die Möglichkeiten der Überwachung vor Augen geführt, die vor kurzem noch als Hollywoodutopie abgetan wurden. Immer umfänglicher werden Daten von uns erhoben bzw. erzeugen wir sie selbst. Die Auswertung dieser als Big Data beschriebenen Datenflut, soll unsere Absichten und Botschaften offenlegen.
Besetzung
Geschichte als Erzählung über das Vergangene funktioniert bekanntermaßen schon längst nicht mehr als eine objektiv-allgemeingültige Figur und lässt sich vielmehr als Geschichtenschreibung verstehen. Doch wer präsentiert letztlich diese Geschichten? Ein Blick auf den öffentlichen Diskurs macht schnell deutlich, dass die „Sprechenden“ zunehmend von Zeitzeug_innen verkörpert werden.
Besetzung
Ein Leben ohne Technik ist für viele von uns kaum noch vorstellbar. Doch wie stark bestimmt unsere Vorstellung von ihr unser Leben? Die 17. Magazinsendung führt uns dazu auf Spurensuche in die Vergangenheit. Mittels eines Beitrags über den Whole Earth Catalog begeben wir uns die USA der 1960er und verfolgen die Entwicklung der Counterculture, deren Ansatz zur Umsetzung ihres utopischen Ideals einer besseren Lebensgemeinschaft und die Folgen dieser Bewegung für unsere heutige Gesellschaft.
Besetzung
Was unterscheidet Menschen von Tieren: Ist es Kultur, Moral oder Gesetz? Während der Kolonialisierung oder in Freak-Shows wurde dem Fremden immer wieder der Status »Mensch« aberkannt. Anders herum werden Labormäuse in der medizinischen Forschung mit menschlichen Stammzellen humanisiert. Die Grenze zwischen Mensch und Tier war von jeher fließend. In unserer 16. Magazinsendung verfolgen wir die Problematik und die Produktivität einer kulturellen Leitdifferenz: Wo verläuft die Grenze zwischen Mensch und Tier zu welcher Zeit? Und wer überschreitet sie?
Besetzung
In der 15. Sendung der KulturWelle geht es um das Studieren in Berlin und die Geschichte eines Fachs. »Kulturwissenschaft« war das Modewort der späten Neunziger und Nuller Jahre. Es geisterte nicht nur durch unzählige Wissenschaftspublikationen und Hörsäale, sondern brachte es auch bald auf die Deckblätter von Studienbroschüren und die Eingangstüren der Institute und Fakultäten.
Besetzung
Jedes mal werden wir in den Wochen vor einer Wahl überhäuft mit Plakaten, Auftritten, Interviews, Expertenrunden und Statistiken. Im Dickicht dieser Informationen wollen wir schauen, wie mit ihnen umgegangen wird und wie sie gestaltet werden. Wie funktioniert Politik in Phasen gesteigerter Aufmerksamkeit? Was ist ein Image? Wann ist es glaubwürdig, wann nicht? Warum spielen Zahlen so eine immense Rolle im Wahlkampf und wer hat die Deutungsmacht über sie? Wir versuchen die alltäglichen Dinge und Praktiken des Wahlkampfs zu hinterfragen, um die Strukturen dieses politischen Phänomens freizulegen.
Besetzung
Die Metropolen werden, freiwillig oder unfreiwillig, in Zukunft zum natürlichen Lebensraum der Menschen werden. Die Stadt nimmt in der Rangfolge menschlicher Siedlungspraktiken eine zentrale Rolle ein. In ihr treffen unterschiedlichste Lebensstile, Traditionen und Interessengruppen aufeinander. Die Stadt ist ein „Zukunftslabor“, ein kultureller Speicher, eine Sinnprovinz.
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