Demokratie lebt von Menschen, die sich in Gemeinderäten, Ortsvereinen, Betriebsräten, Gewerkschaften, Verbänden und Initiativen engagieren – meist ehrenamtlich neben Beruf und Familie.
Doch wenn dieses Engagement mit Dauerstress, ständiger Erreichbarkeit und Anfeindungen verbunden ist, gerät demokratische Teilhabe unter Druck. Denn wenn politische Verantwortung nur noch für zeitlich, gesundheitlich und sozial Privilegierte möglich ist, schrumpft der Kreis der Entscheider:innen – und mit ihm die Vielfalt der Lebensrealitäten, die Politik abbildet.
Zu Gast in dieser Folge sind Cécile Weidhofer und Tannaz Falaknaz. Gemeinsam haben sie das Buch Wer macht's noch? Warum wir über Mental Health in der Politik reden müssen geschrieben.
Beide schildern in ihrem Buch und in dieser Sendung persönliche Erfahrungen zahlreicher Politikerinnen und Politiker, einen Politikbetrieb, der Menschen begeistern kann – sie aber ebenso erschöpfen, ausschließen oder zum Aufhören bewegen kann. Und was getan werden kann, damit Menschen für Engagement brennen können, ohne auszubrennen.