LeichtLos – Der Video-Podcast

LeichtLos – Der Video-Podcast

By Thomas Mül13rBusiness
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LeichtLos – Der Video-Podcast episodes

  • #26 – Pause, kein Abschied

    Folge 26 ist keine normale Folge. Kein Gast, kein Interview, keine Geschichte von jemand anderem — nur Thomas und eine Entscheidung.


    21 Gespräche in einem Jahr. Vorgespräch, Vorbereitung, Drehabend, Nachbearbeitung, Social Media — der Podcast kostet weit mehr Zeit, als die 45 Minuten ahnen lassen, die am Ende zu hören sind. Zum Jahresende möchte Thomas den Fokus verlagern. Ins Business. In die nächste Phase.

    leichtlos pausiert. Es ist kein Abschied.

    Wenn du noch nicht alle 25 Folgen gehört hast: Jetzt ist die Zeit.

    4 min
  • #25 – Sichtbar im Netz, vorsichtig auf der Straße | Fred Franzke

    Frederik — Fred — ist 35, hauptberuflicher Trainer, seit neun Jahren in Hamburg. Er startet seine Stories mit „Good Morning in the Morning" und lässt Verhaspler und Pannen bewusst drin: „Ich möchte mich zeigen, so wie ich bin." Dasselbe Prinzip kehrt im Gespräch einmal um. Hand in Hand durch Hamburg — mit seinem Partner Felix — würde er nicht gehen. Auch nicht in Köln. Auch nicht in Berlin. „Aus Angst."

    Die Folge läuft durch viele Jahre. Schulzeit mit ADHS, zweimal eine Klasse wiederholt, Berufsschule kaum besucht, in der Probezeit fast gescheitert. Coming out mit 18, Freundeskreis weg, Mutter sofort da. Die Wohnung, die 2020 mit Masken im Gesicht gekauft und September 2026 endgültig bezahlt wurde — dazwischen dreieinhalb Jahre Bauverzug, Totalwasserschaden, Bauträger-Insolvenz.

    Die Frage an den Vater, die Fred bis heute nicht direkt gestellt hat, stellt Thomas früh — direkt nach dem Coming-out-Block. Am Ende des Gesprächs: drei goldene Nuggets.

    Hinweis: Persönliche Erfahrungen mit Produkten sind kein medizinischer Rat.

    51 min
  • #24 – „Das war es jetzt, Franz" – an der Kaffeemaschine | Franz Scheck
    Er steht allein in seiner Firma an der Kaffeemaschine, als es passiert: von null auf hundert, Tränen, und ein Satz, den er sich bis heute nicht erklären kann — „das war es jetzt, Franz." Drei Tage vorher hatte er eine Frau getroffen, um über Gemüseanbau zu sprechen.Franz Scheck arbeitet Vollzeit in der IT und betreut Ärzte, Anwälte und Steuerberater. Zwanzig Jahre lang hat er Eishockey gespielt, war Kapitän und galt als arrogant — und saß vor jedem Spiel mit rebellierendem Magen auf der Toilette. „Das hat eigentlich keiner mitbekommen." Er hat den Beruf seines Vaters gelernt, ohne ihn gewollt zu haben. Jahre später fährt er ausgerechnet zu diesem Vater als Erstem, um von seiner Trennung zu erzählen.Im Gespräch geht es um Sonntage, an denen er nicht unter Menschen wollte und nicht sagen konnte warum, um vier Wochen Recherche nach dem besten Grill und das schlechte Gewissen in der Sekunde der Bestellung, um eine Einzimmerwohnung bei einer älteren Dame, während das eigene Elternhaus weiterlief, und um den Vorwurf, der am häufigsten kam: „Was machst du deinen Kindern da an — und du machst es dir einfach zu leicht."In der Mitte der Folge leitet Franz eine zweiminütige Atemübung an, die man direkt mitmachen kann. Nicht beim Autofahren.Gesundheitliche Angaben sind persönliche Erfahrung, kein medizinischer Rat. Die Atemübung ersetzt keine medizinische Behandlung; bei Herz- oder Kreislauferkrankungen bitte nicht in der intensiven Form mitmachen.
    1 hr 9 min
  • #23 – Behandelt wegen einer Diagnose, die nicht stimmte | Stefan Simon

    August 2012, Büro der Berufsfeuerwehr Salzgitter. Ein Kollege stellt sich neben Stefan Simon – 24 Jahre Feuerwehr, Lehrrettungsassistent – und fragt, ob alles klar sei. Stefan sieht nur seine Silhouette, kein Gesicht. Danach: Verdacht auf einen Tumor, eine Sehnerventzündung, schließlich in Hannover die Diagnose Neuromyelitis optica – samt der Ansage, dass irgendwann die Atmung aussetzen könne. Zehn Jahre Behandlung folgen: Kortison, Infusionen alle vier Wochen, jedes Mal ein anderer Arzt. Im Dezember 2022 schaut zum ersten Mal jemand die komplette Akte durch.

    Mit der Diagnose war der Aufstieg in den gehobenen Dienst vorbei, der Einsatzdienst auch. Im Gespräch geht es außerdem um seine Kindheit – und darum, was man mit zehn Jahren anfängt, für die sich am Ende niemand verantworten muss.

    Die Folge schildert Vernachlässigung und Gewalt in der Kindheit. Gesundheitliche Angaben sind persönliche Erfahrung, kein medizinischer Rat.

    58 min
  • #22 – 18 Gespräche, 26 Minuten, kein Jubiläum

    26 Minuten, 18 Gespräche, kein Jubiläum. Es gibt keinen Anlass für diese Folge — nur einen Zusammenschnitt aus allem, was in den Folgen 2 bis 21 gesagt wurde.

    Zu hören sind Menschen, die über Selbstzweifel sprechen, über Schmerzen, über Angst- und Panikattacken, über Alkoholabhängigkeit, über Überforderung und über das Gefühl, funktionieren zu müssen. Und über Entscheidungen: den Moment, in dem jemand merkt, so möchte er nicht weitermachen.

    Mandy, Yvonne, Rabea, Patrycja, Thomas, Mema, Benny, Maike, Tobias, Alina, Sarah, Meike, Ana, Viktoria, Tanja, Jasmin, Belinda und Vanessa.

    Wenn du LeichtLos noch nicht kennst: Das hier ist die kürzeste Möglichkeit herauszufinden, ob dich das interessiert. Welche der 18 Geschichten du danach ganz hören willst, steht in der Beschreibung.

    27 min
  • #21 – Jeden Morgen ein Stein in die Hosentasche | Vanessa Schubert

    Hinter dem Schneidebrett in ihrer Küche passte genau ein Weinglas. Vanessa Schubert hat über zehn Jahre täglich getrunken und nach außen weiter funktioniert: Ehefrau, Mutter von zwei Teenagern, Vollzeit im Einzelhandel. Am 27. Dezember 2023 schickt sie Mann und Kinder aus dem Haus und hört auf. Ihr Mann sagt dazu nur: „schaffst du sowieso nicht." Seitdem wandert jeden Morgen ein kleiner Stein in ihre Hosentasche, abends fällt er ins Glas. Es geht um das Verstecken der Flaschen, um Scham, um ihren Vater, der mit 54 an den Folgen einer Alkoholerkrankung starb, und um den Preis des Erfolgs danach. Früh im Gespräch erwähnt Vanessa, dass sie aktuell wegen körperlicher Symptome nicht arbeiten kann. Der Satz bleibt stehen.

    Hinweis: Diese Folge behandelt Alkoholabhängigkeit. Ein Entzug kann körperlich gefährlich sein und sollte medizinisch begleitet werden. Vanessa schildert ihre persönliche Erfahrung, keinen medizinischen Rat.

    50 min
  • #20 – „Bist du denn nichts wert?" – ein Lehrer in Kenia | Belinda Epping

    2,5 Kilometer hin, 20 Liter zurück, an einem Lederriemen über der Stirn. Belinda ist den Gang der Frauen einer Maasai-Gemeinde in Kenia selbst gegangen; danach hatte sie Striemen und Schürfwunden auf der Stirn, mehrere aus ihrer Gruppe schafften die Last nicht bis ins Dorf. Neben ihr trugen Siebenjährige ihre Kanister, „als wäre es halt ihr Etui".

    Belinda ist 27, Mutter einer dreijährigen Tochter und in einem Familienunternehmen aufgewachsen, dessen Foundation Wasserprojekte in Äthiopien, Kenia und Tansania finanziert. Im Gespräch geht es um das, was an der Wasserstelle wirklich im Wasser schwimmt, um den Moment, in dem in einer Gemeinde zum ersten Mal Wasser aus dem Bohrloch kommt, und um einen Lehrer, der wissen will, was die Eltern ihres Mannes für sie bezahlt haben.

    Abends fuhr die Gruppe zurück ins Hotel, zum Flaschenwasser. Diese Diskrepanz spricht Belinda selbst an.

    1 hr 2 min
  • #19 – Skoliose mit neun, OP mit zwölf | Jasmin Budde

    Mit neun Jahren beginnen die Arzttermine, mit zwölf liegt Jasmin auf dem OP-Tisch: Skoliose, eine Verkrümmung der Wirbelsäule, bei ihr keine leichte. Über 26 Jahre später sitzt dieselbe Frau nachmittags da und weint vor Schmerzen, weil sie ihr zweites Kind nicht in der Trage tragen kann. Die Klinik bietet einen Eingriff an, dessen Erfolg sie nicht zusagen kann. Jasmin sagt Stopp.

    Sie ist 38, seit über 20 Jahren medizinische Fachangestellte, Mutter von zwei Jungs. Es geht um eine Schulzeit mit Sätzen wie „Gott, wie siehst du denn aus?", um den Panzer, den sie sich zugelegt hat, und darum, in der Praxis den Patienten gegenüberzusitzen, die man selbst einmal war. Und um einen Monat, in dem sie 15 Menschen für ihr Nebengeschäft gewonnen hat — und im nächsten acht oder neun wieder verlor.

    Gesundheitliche Aussagen: persönliche Erfahrung, kein medizinischer Rat.

    41 min
  • #18 – „Das darf ich doch selber entscheiden" | Tanja Sewing

    „Ich bin nicht gut genug für dich." Das sagt Tanja zu dem Mann, den sie später heiratet. Seine Antwort: „Das darf ich doch selber entscheiden."

    Tanja Sewing ist 46 und Kindertagespflegeperson. Aufgewachsen ist sie mit dem Gedanken, dass man niemandem trauen kann, und mit Erfahrungen von emotionaler und psychischer Gewalt, die sie lange für normal hielt: „Ich habe gedacht, ja, das gehört einfach zum Leben dazu."

    Im Gespräch geht es darum, wie man zur Marionette anderer wird, was Anerkennung kostet, warum Nein sagen bis heute schwerfällt und wie sie ihrem Vater verziehen hat — ohne etwas gutzuheißen. Verziehen hat sie ihm. Sich selbst erst „zum gewissen Teil".

    39 min
  • #17 – Ohnmacht im Meeting, für sie war das normal | Viktoria Bersch

    Ein Meeting, eine Chefin, die sofort ins Krankenhaus fahren will — und Viktoria, die vom Büroboden aus erklärt, das sei bei ihr normal. Jahrelang gehören sehr starke PMS-Schmerzen zu ihrem Arbeitsalltag, Ibuprofen bringt sie durch den Tag, in den Praxen heißt es, das hätten manche Frauen eben so.

    Sie ist damals Projektmanagerin im Personalbereich eines sehr großen Unternehmens: Zahlen- und Zeitdruck, Verantwortung in Milliardenhöhe, Urlaub nur, wenn er freigegeben wird. Ihr halbes Leben, sagt sie, verbringt sie auf der Straße.

    Im Gespräch geht es darum, wann aus vielen kleinen Begrenzungen eine Entscheidung wird, warum sie nach der ersten Schwangerschaft nicht in den Job zurückgeht — und was es mit einem Menschen macht, der nie auffallen wollte und heute ein Geschäft aufbaut, das genau das verlangt.

    Es geht um körperliche Beschwerden und ihre Behandlung: persönliche Erfahrung, kein medizinischer Rat.

    44 min

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LeichtLos zeigt das echte Leben zwischen Familie, Job, Überforderung und kleinen Neuanfängen. Menschen erzählen offen, was sie wirklich bewegt – ohne Show, ohne Druck, ohne perfekte Fassade.