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Andreas ist ein Mann, der mit einem Mann verheiratet ist. Er sagt: „Für ihn ist das ganz normal und was andere über ihn oder seine Beziehung denken kümmert ihn wenig.“
Um diese Normalität leben zu können und ganz bei sich anzukommen, musste er einen weiten und manchmal schmerzhaften Weg gehen, der bereits früh in seiner Kindheit begonnen hat. Lange wurde er von der Angst begleitet falsch in seinem Körper oder krank zu sein, bis ein Schlüsselereignis sein Leben komplett verändert hat.
Andreas erzählt in diesem Gespräch vom befreienden Gefühl sich nicht mehr verstecken zu müssen und endlich so sein zu dürfen, wie er ist und schon immer war.
Er spricht aber auch darüber, dass unsere Gesellschaft rückläufig ist, wenn es um Toleranz und Menschenrechte geht und mancherorts die Gräben tiefer werden. Seiner Meinung nach müssen wir mehr denn je darauf achten, dass ausgediente Paradigmen nicht wieder hoffähig werden.
Unsere Welt braucht weniger Egoismus aber mehr Offenheit, Selbstreflexion und Achtung, nicht nur Schwulen gegenüber. Andreas vertritt den Standpunkt, dass jene Menschen authentisch leben sollten, denen es aufgrund ihres politischen und sozialen Umfelds möglich ist, um die Menschen zu unterstützen, denen diese Freiheit noch nicht gegeben ist.
Axel Zeman ist Zen-Lehrer und Leiter einer Zen-Kampfkunst-Schule in Garmisch-Partenkirchen. Er wurde in Zen-Tempeln und Zen-Klöstern in Südkorea und Japan ausgebildet. Inzwischen praktiziert er seit über 40 Jahren Zen.
Sein Anliegen ist, durch Zen-Meditation Zufriedenheit, Gelassenheit und letztendlich mehr Lebensfreude und Glück erfahren zu können. Er begann diesen Weg zu gehen, als sein Leben als junger Mann alles andere als einfach war.
Er bezieht sich in unserem Gespräch immer wieder sehr eindrücklich auf die Geschichte eines anderen jungen Mannes, der auszog um das echte Leben und sich selbst kennen zu lernen. Dieser Mann war Siddhartha Gautama Shakiamuni, der als Buddha der Erwachte in die spirituellen Geschichtsbücher einging.
Es braucht Mut sein gewohntes Umfeld einmal radikal zu verlassen, sich dem Leid der Welt zu stellen, um damit still zu werden und erkennen zu können, dass es ein Bewusstsein hinter unserem Denken gibt.
Axel spricht über Methoden wie wir diesen Beobachter in uns entdecken, aktivieren und damit aus der Identifikation mit unserer selbst kreierten Realität aussteigen können. Denn Männlichkeit heißt für ihn voll und ganz die Verantwortung für sein Leben zu sich zu nehmen.
Webseite Axel Zeman – SunMuDo Kampfkunstschule
Zen ist eine Form des Buddhismus. Entstanden vor etwa 1.500 Jahren innerhalb des Buddhismus, fand Zen über Indien, China und Japan im 20. Jahrhundert den Weg in den Westen. Zen besteht nicht aus Dogmen und Vorschriften, sondern eher aus Anleitungen zum Umgang mit dem eigenen Leben. Die absichtslose, wertfreie, aufmerksame Selbstbeobachtung ist dabei besonders wichtig.
Zen-Schüler versuchen, mit Hilfe von Meditation und bei den alltäglichen Tätigkeiten frei zu werden von der Bezogenheit auf das eigene Ich. Sie üben sich darin, alles, was sie tun und erleben, im Moment des Tuns ohne Bewertung anzuschauen und wahrzunehmen. Sie lernen, sich selbst, ihre Ziele und Wünsche loszulassen.
Ein wichtiges Element des Zen ist Zazen, die tägliche Meditation in einer bestimmten Sitzhaltung. Zen-Praktizierende nennen es auch “einfach nur sitzen”. Die Aufmerksamkeit gilt dem langen und tiefen Ausatmen, bis das Einatmen von selbst wieder einsetzt. Der Meditierende atmet durch die Nase. Er konzentriert sich nur darauf, voll und ganz zu sitzen. Er nutzt weder bildliche Vorstellungen noch Töne noch ein Mantra oder andere Hilfen für die Aufmerksamkeit. Wenn Gedanken auftauchen, lässt er sie vorbeiziehen “wie die Wolken am Himmel” oder “wie ein Blatt auf einem Fluss”, ohne ihnen Aufmerksamkeit zu schenken.
Dōgen Zenji (* 26. Januar 1200 in Uji – † Spätsommer 1253 in Kyoto) auch Kigen oder nach dem von ihm gegründeten Tempel Eihei, war ein Lehrer des japanischen Zen-Buddhismus und einflussreicher Abt. Er übertrug die Chan-Schule mit der rituell und kollektiv geübten Sitzmeditation Zazen aus China nach Japan. Da er die Anerkennung als Meister von einem Patriarchen der Caodong-Richtung erhielt, gilt er als der erste japanische Patriarch des sog. Sōtō-Zen, doch betrachtete er sich nicht als Gründer einer neuen „Sōtō-Sekte“, sondern als Erneuerer der ursprünglichen, authentischen Buddha-Lehre, die er auf einer Chinareise entdeckt zu haben meinte.
Siddharta Gautama ist der Begründer des Buddhismus. Laut Überlieferung gelangte er im Alter von rund 35 Jahren in einer Meditation unter einem Feigenbaum zur Erkenntnis aller Dinge. Als Erleuchteter gilt er als der erste Buddha.
Siddharta wurde vor rund 2500 Jahren in Lumbini bei Kapilavastu geboren. Dieser Ort liegt an der heutigen Grenze zwischen Indien und Nepal. Seine Eltern waren reiche Hindus und lebten in einem großen Schloss. Die Mutter starb schon kurz nach der Geburt. Siddharta wuchs bei seinem Vater auf und verbrachte seine Kindheit mit allem Luxus, den man sich vorstellen kann. Mit 16 Jahren wurde Siddhartha mit seiner Cousine Yashodhara verheiratet.
Als Jugendlicher durfte sich Siddharta nur im Palast aufhalten. Er wollte jedoch auch das Leben außerhalb kennenlernen. Und so unternahm er heimlich vier Ausflüge. Dabei lernte er zum ersten Mal in seinem Leben Not kennen. Später beobachtete er, dass alle Menschen auf der Welt leiden. Manche, weil sie krank, arm oder einsam sind, andere, weil sie ein schlimmes Schicksal verkraften müssen. Er sah aber auch gesunde, reiche und vom Schicksal verwöhnte Menschen, die von Unzufriedenheit oder sogar Neid, Gier oder Hass geplagt waren.
Mit 29 Jahren wurde Siddharta Vater. Doch kurz nach der Geburt seines kleinen Sohnes Rahula verließ Siddharta den Palast und änderte sein Leben. Nach langer Suche nach Frieden und Erkenntnis versank er tief in seinen Gedanken. In dieser Meditation fand er nach buddhistischem Glauben einen Weg, sich von allem Leid zu befreien. Laut Überlieferung führte er ein bescheidenes Leben, bescherte seinen Mitmenschen nur Freude und Gutes und betrachtete alle Menschen und Dinge, ohne sie in irgendeiner Form zu bewerten. Das führte ihn zur wahren Erkenntnis aller Dinge. Damit war er der erste Buddha.
Siddharta Gautama und seine Anhänger erzählten den Menschen davon, wie sie sich von allem Leid befreien und in Frieden leben konnten. Dabei half auch sein Sohn Rahula. Das war vor rund 2500 Jahren. Inzwischen ist der Buddhistische Glaube weit verbreitet.
Mit 80 Jahren starb Siddharta in Kushinagara an einer Lebensmittelvergiftung. Buddhisten glauben, dass es ihm gelang, nach dem seinem Tod aus dem Kreislauf der Wiedergeburten auszutreten und ins Nirvana zu gelangen.
Hans-Peter Dürr (* 7. Oktober 1929 in Stuttgart; † 18. Mai 2014 in München) war ein deutscher Physiker und Essayist. Dreimal war er im Direktorium des Max-Planck Instituts für Physik. Er ist Gründer und Vorstand von Global Challenges Network. GCN hat zum Ziel, durch Vernetzung von allen gesellschaftlichen Kräften, für die Befriedung auf dem Planeten vorausschauend Weichenstellungen vorzunehmen. Dürr, Mitglied des Club of Rome, ist Träger des großen Bundesverdienstkreuzes. Er erhielt 1987 den Alternativen Nobelpreis und mit der wissenschafts- und forschungskritischen internationalen Gruppe Pugwash, der er angehört, im Jahr 1995 den Friedensnobelpreis. Er ist Autor mehrerer Bücher.
Pat Lawson ist ein liebevoller und fürsorglicher Ehemann und Vater, er ist Bandleader der Gruppe „Mojo Pin“, Komponist und Songschreiber. Als Synchronsänger machte er sich u.a. als die Stimme von Simba in dem Walt Disney Film „König der Löwen“ einen Namen.
Wir sprechen in diesem Interview über das Gefühl mit sich selbst und der Musik eins zu sein und dadurch Menschen glücklich machen zu können. Dann wird es darum gehen, wie wir Männer der übergeordneten Vision unsere individuellen Empfindlichkeiten unterordnen können, um Dinge zu erschaffen, die über uns selbst hinaus gehen.
Als dunkelhäutiger Mensch in Niederbayern geboren, berichtet er von einer Kindheit, die auch gezeichnet war von schmerzhaften Erfahrungen mit Diskriminierung und Rassismuss, die in ihm einen Prozess ausgelöst haben, welcher ihn zu dem ausgeglichenen und ausgerichteten Mann gemacht hat, der er heute ist.
Aus seiner Sicht bieten vermeintliche Nachteile auch Chancen, um Fähigkeiten zu entwicklen, die vielleicht untern „normalen“ Umständen verwehrt geblieben wären.
Pat Lawson Facebook
Webseite Mojo Pin
Alexadner Krist ist der wohl bekannteste Magier Deutschlands und hat das weltweit erste Table Magic Theater erfunden. Hier kann Magie aus einer Nähe erleben werden, wie sie zuvor noch kein Magier zu zeigen gewagt hat.
In dieser Episode erzählt Alexander, wie er durch seinen Lebensleitsatz „Alles was Du erträumen kannst, kannst Du auch realisieren“, den Weg heraus, aus einer unbefriedigenden Tätigkeit, hinein in ein erfolgreiches Leben voller Fülle, Freunde und Sinn gegangen ist. Wir sprechen darüber was das Wünschen dazu beigetragen hat und wie es unsern Alltag bereichern kann.
Wir schauen hinter die Fassade eines Menschen, der fast täglich auf der Bühne Menschen begeistert und lernen so auch den anderen, den traurigen, wütenden, ungeduldigen und liebenden Menschen Alexander Krist kennen, der davon spricht, dass Ehrlichkeit und Vertrauen erst entstehen können, wenn alles so sein darf wie es ist.
Webseite Alexander Krist
Dr. Heide Göttner-Abendroth ist Philosophin, Kultur- und Gesellschaftsforscherin. Sie ist als profunde Kritikerin des Patriarchats bekannt und ist die Begründerin der modernen Matriarchatsforschung.
Die weltweite soziale und ökologische Krise lässt uns immer differenzierter und kritischer auf die uns bekannte Gesellschaftsform des Patriarchats blicken, die Hierarchie, bedingungsloses Wachstum, Machtmissbrauch, Ausbeutung und Unterdrückung unterstützt.
Aus dem mütterlichen Prinzip des Lebensschenkens, dem Frauen und Männer gleichermaßen dienen, entwickelt Heide Göttner-Abendroth das Bild einer Kultur, die vom gegenseitigen Respekt der Geschlechter sowie der Heilung allen Lebens getragen wird.
Die Besinnung auf die Weisheit matriarchaler Kulturen, von denen einige bis heute in Frieden und ausgeglichenem Wohlstand existieren, führt zu einer Gesellschaft in Balance, die auf die Kraft und Intelligenz von Gemeinschaft baut.
Ich werde mit ihr darüber sprechen, wie es zu dem aktuellen Ungleichgewicht kommen konnte und wie der Weg in eine egalitäre Gesellschaft aussehen kann, die auf Subsistenz, auf Kooperation, auf Gleichberechtigung und der Verehrung der Gesamtheit allen Seins als Göttlich basiert – und welchen Beitrag wir Männer dazu leisten können.
Webseite Internationale HAGIA Akademie
Webseite Dr. Heide Göttner-Abendroth
Buch “Die Göttin und ihr Heros”
Buch “Der Weg in eine egalitäre Gesellschaft”
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Robert von Ranke-Graves (*24. Juli 1895 in Wimbledon, London – † 7. Dezember 1985 auf Mallorca) lebte als Schriftsteller vorwiegend in Deyá auf Mallorca. 1954 wurde er Mitglied des Royal Anthropological Institute, 1961 bis 1966 hatte er eine Professur für Poetik in Oxford inne, wo er 1961 zum «Chair of Poetry» gewählt wurde.
Robert Graves, der seinen ins Deutsche übertragenen Werken den Namen seiner deutschen Vorfahren zufügte, ist in erster Linie experimenteller Lyriker und Essayist. Mehrere seiner circa 60 Bücher sind mit internationalen Literaturpreisen ausgezeichnet worden. Aber auch als Übersetzer und Verfasser von Prosawerken – zu seinen hierzulande bekanntesten gehört der historische Roman «Ich, Claudius, Kaiser und Gott» – ist er hervorgetreten und geehrt worden. Er schrieb darüber hinaus über die Griechische Mythologie.
Marija Gimbutas (* 23. Januar 1921 in Vilnius – † 2. Februar 1994 in Los Angeles) war Archäologin, Prähistorikerin und Anthropologin.
Gimbutas schildert auf wissenschaftlichen Grundlagen ein Weltbild, in dem das mitteleuopäische Neolithikum von einer Religion der “Großen Göttin” geleitet gewesen und von patrilinearen Horden aus dem Kurgangebiet überfremdet worden sei. Sie beweist das Vorhandensein eines reichhaltigen Pantheons an Göttinnen, welche sich im Paläolithikum herausbildeten, anhand einer Vielzahl und oft selten publizierter archäologischer Funde aus der vor-indo-europäischen Zeit.
Die Mosuo oder Moso sind ein matriarchalisch organisiertes Volk, das im Südwesten der Volksrepublick China lebt, zwischen den Provinzen Yunnan und Sichuan. Seine Bevölkerungsgröße wird auf rund 40.000 Angehörige geschätzt.
Die Hopi (Abkürzung von Hopituh Shinumu – “friedfertiges Volk”) sind die westlichste Gruppe der Pueblo-Indianer und waren früher matriarchalisch organisiert. Sie leben im Nordosten von Arizona im Südwesten der Vereinigten Staaten, die Mehrheit der Hopi ist Teil des Hopi Tribe of Arizona, dessen 12.600 km² großes Reservat heute inmitten der Navajo Nation Reservation der Navajo am Rande der Painted Desert liegt.
Olaf Rippe ist Spezialist u.a. für Pflanzenheilkunde, Homöophatie, Alchemie und Aromatherapie. Viele seiner Klienten sind Männer. Er ist Author einer Vielzahl von einschlägigen Büchern zur Paracelsusmedizin, Phytotherapie und ist Herausgeber des Buches „Heilpflanzen für Männer“. 1989 gründetet er zusammen mit mit seiner Frau Margret Madejsky und Max Amann „Natura Naturans“, die Arbeitsgemeinschaft für Traditionelle Abendländische Medizin.
Am Anfang unseres Gesprächs geht es darum wie wichtig die Paardynamik für die Erfüllung eines Kinderwunsches ist bzw. wie Leistungsdruck und Frustration auf dem Weg dorthin auch Männer stark belasten. Olaf erörtert Möglichkeiten, welche die Psyche, den Geist und den Körper darin unterstützen, das Ziel zu erreichen, ein Kind zu bekommen.
Es geht um das Spannungsfeld zwischen alternativer Heilkunde und den wirtschaftlichen Interessen von Pharmaunternehmen. In diesem Zusammenhang setzen wir uns kritisch mit dem Thema Machtmissbrauch von Männern in entscheidenden Positionen auseinander, deren höchste Maxime es ist Profit zu maximieren und dabei die Bedürfnisse von Mensch und Natur vernachlässigen.
Wir sprechen über Ursachen, die uns Männer heute krank machen. Aber wir sprechen auch ganz konkret über Formen gesunder Lebensführung, mögliche Therapieverfahren, die Naturheilkunde und Pflanzen, die speziell für Männer wachsen.
Letztendlich erzählt Olaf Rippe über aphrodisierende Mittel und wie sie seit Jahrtausenden im Tantra oder im Kamasutra verwendet werden, um Gelassenheit, Durchhaltevermögen oder Sinnlichkeit zu erzeugen.
Webseite Olaf Rippe
Webseite Natura Naturans
Buch “Pflanzenheilkunde für Männer” von James Green
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Das Wort “Oligos” kommt aus dem Griechischen und heisst “wenig”, “klein”. Die Oligotherapie ist also die Therapie der “kleinen Mengen”. In dieser Therapie werden kleinste Mengen von Spurenelementen verabreicht. Sie sollen dem Körper helfen, gestörte Stoffwechselfunktionen wieder zu normalisieren.
Phytotherapie: Die Heilkunde mit Pflanzen gehört zu den bedeutendsten überlieferten Therapieverfahren. Die ältesten uns bekannten Rezeptbücher sind einige tausend Jahre alt, z. B. der Papyrus Ebers. Die Anwendung von Heilpflanzen erfolgt praktisch immer als Kombinationspräparat, entweder als Tee oder als alkoholischer Auszug. Eine weitere Möglichkeit ist der Ölauszug zur äußeren Anwendung. Neben der innerlichen Verabreichung, kann man Kräuter auch zur Einreibung oder als Badezusatz verwenden. In den schamanischen Traditionen und in der Volksheilkunde kennt man auch die Anwendung als Räucherstoff oder als magisches Objekt, zum Beispiel das Aufhängen von Kräutern im Haus oder vor der Tür, als Schutz und um das Gute im Haus zu stärken.
Thomas Brecht ist Heimleiter der heilpädagogischen Einrichtung St. Josef in Büchlberg. Manchmal kümmert er sich bis zu 13, 14 Stunden täglich um Kinder aus schwierigen Familienverhältnissen, die seelisch verletzt wurden.
Gemeinsam mit den jungen Menschen selbst, deren Eltern oder Betreuern und den jeweiligen Jugendämtern, sucht er und seine Mitarbeiter nach optimalen Lösungsansätzen, belastende und schwierige Lebenslagen erfolgreich zu bewältigen.
Thomas spricht in diesem Interview darüber wie man Kindern und Jugendlichen, die Schlimmstes erfahren haben, Sicherheit und Geborgenheit geben kann und dadurch das Vertrauen zurückkommen darf. Er berichtet auch darüber wie wichtig das Auftreten von Erwachsenen ist – vor allem in Konfliktsituationen.
Wir unterhalten uns darüber was ein Mann selbst erlebt, erfahren und bekommen haben muss, damit er sein Leben in den Dienst für andere stellt.
Darüber hinaus erzählt Thomas von seiner Tätigkeit als Antiaggressivitätstrainer und wie er mit gewaltbereiten, straffällig gewordenen jungen Männer, die mit ihrem Gewaltpotential nicht umgehen können, arbeitet. Er erzählt mir wie er selbst mit seiner Wut umgeht und wie er ihr einen angemessenen Ausdruck verleiht.
Es geht in der Arbeit von Thomas Brecht nicht darum ein toxisches oder gewaltbereites Männerbild auszublenden oder zu verdrängen sondern sich kritisch damit auseinanderzusetzen.
Webseite Freundeskreis Haus St. Josef Büchlberg e.V.
Olaf Rippe ist Heilpraktiker und Universalgelehrter. Seit über 30 Jahren leitet er Seminare, speziell zur Heilkunde nach Paracelsus sowie zur Kräuterheilkunde, Astrologischen Medizin, Humoralmedizin und Homöopathie. Er ist Mitbegründer von Natura Naturans, der Arbeitsgemeinschaft für Traditionelle Abendländische Medizin.
Wir sprechen darüber wie sehr unsere Gesundheit von unserem seelischen Befinden abhängt und deshalb die Überwindung einer spirituellen Obdachlosigkeit hin zu einer Eingebundenheit in den gesamten Kosmos notwendig ist.
In vielen traditionellen Heilanschauungen wird Krankheit seit jeher als disharmonische oder entkoppelte Beziehung des Menschen zur unsichtbaren geistigen Welt gesehen. Ganzheitliche Heilrituale sollen zur Bewusstwerdung beitragen und Harmonie bewirken. Heilung war hier niemals von etwas Spirituellem abgetrennt, sodass sie zusammen eine Einheit bildeten. In unserem Gespräch ging es insbesondere um die Frage wie diese ursprünglichsten Erfahrungswissenschaften alter Kulturen, als Grundlage einer modernen Heilkunst Bestand haben können.
Wir reden über Erweckungserlebnisse und was die Alchemie damit zu tun hat. Olaf Rippe macht deutlich, dass jeder das Potenzial hat sich über seine Selbstheilungskräfte zu heilen. Dafür ist es seiner Meinung nach entscheidend, dass wir unsere innere Achtsamkeit wieder auf die essentiellen Dinge im Leben richten. In diesem Zusammenhang ist es die größte Herausforderung für ihn seine Patienten in eine Versöhnung mit sich selbst zu begleiten – sie also darin zu unterstützen das Leben so anzunehmen wie es ist.
Am Ende unserer überaus interessanten Unterhaltung sprechen wir über das magische Bewusstsein von indigenen zeitgenössischen Völkern, die mit allem in Verbindung sind und mit allen Phänomenen leben. Olaf sagt dazu: „Wir leben in einem Wunder. Wir sind die Hüter dieser Erde und die liebevolle Aufmerksamkeit ihr gegenüber ist unsere wahre Aufgabe. Wir sind Gärtner im Garten Eden! Und wenn wir uns als Menschheit liebevoll begegnen macht uns das heil.“
So geht es also um die Entwicklung eines Bewusstsein, dass wir alle in diese göttliche Schöpfung eingebettet sind und wir uns als Teil eines großen organischen Prozesses verstehen, indem alles verbunden ist. Wir sind uns einig, dass diese gemeinsame Aufgabe von Mann und Frau nur gemeinsam bewältigt werden kann. Manchmal müssen wir Männer dafür aber Platz machen – Platz in unseren Herzen.
Webseite Olaf Rippe
Webseite Natura Naturans
Salutogenese benennt die Faktoren, die zur Entstehung und Erhaltung von Gesundheit maßgeblich beitragen. Demnach ist Gesundheit kein Zustand, sondern ein dynamischer Prozess, der von vielerlei Faktoren abhängig ist, u. a. sind dies die Lebensweise, die Pflege der Ressourcen, Anpassungsfähigkeit, Widerstandkraft und ganz besonders eine spirituelle Geborgenheit und damit die Liebe zum Leben.
Yin und Yang, das Prinzip der Gegensätze. Sie sind jahrhundertealte Begriffe aus der chinesischen Philosophie. Sie stehen für die zwei gegensätzlichen Seiten, die alle Lebewesen, Dinge und Phänomene besitzen und die sich gegenseitig beeinflussen, ergänzen und vervollständigen.
Yang ist das aktive, Impulse gebende Prinzip und wird als männlich bezeichnet. Es steht für Sonne, Tag, Licht und Bewegung. Yin verkörpert die passive, nach innen gerichtete Energie und gilt als weiblich. Yin steht für Nacht, Dunkelheit und Stille. Das eine ist ohne das andere nicht denkbar. Sie beschreiben Zustände, die nicht starr oder absolut sind, sondern sich immer wandeln können. In jedem Yin ist ein Anteil Yang enthalten und umgekehrt.
Fritjof Capra (* 1. Februar 1939 in Wien) forschte und lehrte an namhaften Universitäten und Institutionen in den USA und England. Neben seiner Arbeit auf den Gebieten der Quantenphysik und der Systemtheorie beschäftigt Capra sich mit den philosophischen und gesellschaftlichen Konsequenzen der modernen Naturwissenschaft. Er gilt als einer der führenden Vertreter und Vordenker einer ökologisch-ganzheitlichen Weltsicht. Capra wurde bekannt durch sein 1974 erschienenes Buch „Das Tao der Physik“, in dem er Parallelen zwischen Quantenphysik und östlicher Mystik analysiert und aufgearbeitet hat.
Rupert Sheldrake (* 28. Juni 1942 in Newark-on-Trent, Nottinghamshire) ist Biologe und Buchautor. An der Universität Cambridge promovierte er in Biochemie, lehrte am dortigen Clare College und war dort Forschungsleiter für Biochemie und Zellbiologie. Er erforschte Pflanzen des Regenwaldes an der Universität von Malayia. Danach führte er als Mitglied der Royal Society in Cambridge Forschungen zur Entwicklung von Pflanzen und zur Zellalterung durch. Von 1974 bis 1978 war er leitender Pflanzenphysiologe am International Crops Research Institute for the Semi-Arid Tropics (ICRISAT) in Haiderabad (Indien), wo er die Physiologie tropischer Leguminosen erforschte.
1981 stellte er eine Hypothese auf, nach der sogenannte morphische Felder existieren, die die Entwicklung von Strukturen beeinflussen sollen. Seine Hypothesen werden in den Naturwissenschaften weithin ignoriert. Derzeit lehrt er am Institute of Noetic Sciences in Sausalito (Kalifornien, USA).
Findhorn ist eine der bekanntesten spirituellen Gemeinschaften der Welt, die 400 Menschen aus über 20 Nationen umfasst. Die Gemeinschaft entstand 1962 durch Peter und Eileen Caddy und Dorothy Maclean. Sie wurde durch ihren Kontakt mit den in Pflanzen und der Natur existierenden Bewusstseinsformen bekannt. Seither hat sich Finhorn zu einem Zentrum zur Förderung spirituellen und ganzheitlichen Denkens entwickelt.
Die Gemeinschaft folgt keinem einheitlichen Glauben, geht aber davon aus, dass sich die Menschheit auf dem Wege einer Bewusstseinserweiterung befindet, aus der sich neue, auf spirituellen Werten basierende Formen des Zusammenlebens entwickeln. Durch ein gemeinsames Leben und Arbeiten setzen die Menschen dort dies praktisch um. Dazu gehören unter anderem ökologische Bauweise, alternative Energieerzeugung, Recycling und biologischer Anbau. Heute umfassen sie über 40 verschiedene Organisationen, die alle durch eine positive gemeinsame Vision für die Menschheit und die Erde verbunden sind.
John Aigner ist Mentor für Männer und gehört zu Deutschlands bekanntesten Männercoaches. Er ist bekannt durch Beiträge in Zeitschriften und im Fernsehen zum Thema Mann-Sein. Er ist Organisator des Männer-Kongresses und ist Mitbegründer der Non-Profit-Organisation MALEvolution. Seit über 10 Jahren leitet er Workshops für Männer.
Wir unterhalten uns in diesem Interview darüber was Männlichkeit heute bedeuten kann und wie wir Männer dort hin kommen können. Aus der Erfahrung von John Aigner muss ein Mann zu einem erwachsenen Mann gemacht werden und hier hilft es vertrauensvolle Mentoren oder tiefe Freundschaften zu haben – denn junge Männer können am besten von einem Gegenüber lernen, vor dem nichts verborgen werden muss.
Darüber hinaus erörtert er wie tradierte Männerbilder überwunden werden können, in denen es nur um Leistung, Anerkennung, Konkurrenz oder Macht geht und die oft immer noch dazu führen, dass Männer Angst haben sich so zu zeigen, wie sie sind und fühlen.
John spricht über Sexualität und erklärt eindrücklich was entstehen kann, wenn wir uns mit all unseren Ängsten, Wünschen oder Bedürfnissen furchtlos zeigen, uns also so begegnen wie wir wirklich sind. Es geht in diesem Gespräch auch um Absichtslosigkeit und der Abwesenheit von Erwartungen beim Sex – wenn alles darf aber nichts muss und wie daraus Leichtigkeit entstehen kann.
Webseite MALEvolution
Webseite Mannsvolk
Gerhard Walter ist ein hochrangiger deutscher Aikido- und Zen-Lehrermeister und trägt den 8. Dan. Er lebt und unterrichtet in Berlin.
Darüber hinaus leitet er das Zen-Projekt, eine berufsbegleitende Zusatzausbildung für Therapeutinnen und Therapeuten, die vor über 20 Jahren von ihm entwickelt wurde. Das Zen-Projekt vermittelt den Synergie-Effekt zwischen westlichem und östlichem Verständnis, zwischen westlicher und östlicher Methodik therapeutischen Arbeitens.
Gerhard Walter verbindet explizit Aikido und Zen, um den dynamischen und den meditativen Aspekt des Lebens zur Geltung zu bringen. Er geht dabei von einem ganzheitlichen Ansatz aus, der Dualismen als Abstraktionen auffasst, die nicht der Wirklichkeit entsprechen.
Daher soll die Vorstellung, dass Geist und Körper getrennt wären und wieder vereinigt werden müssten, fallen gelassen werden, weil sie über die ursprüngliche und unverlierbare Einheit von Sein und Wahrnehmung täusche.
Erfahren ist nicht in Sprache zu fassen. Viele Menschen sind nicht mehr im unmittelbaren Erfahren zuhause, daraus erwächst die Irritation des bewussten Seins. Es geht also im Leben darum unsere Entfremdung vom Wirklichen hinter uns zu lassen, um wieder ganz im Leben selbst anzukommen.
Ein Weg dorthin ist seiner Erkenntnis nach absolute Entschlossenheit und Hingabe, um dem Vergeistigten die Aufmerksamkeit zu entziehen und vollkommen im Augenblick aufzugehen. So können wir uns von der Sprache emanzipieren. Das lässt Kraft und Gegenwärtigkeit entstehen.
Wenn wir also ganz im Moment sind realisieren wir das was Leben ist: Leben!
Webseite Aikido-Zen Berlin
Webseite Zen-Projekt für Therapeuten
Friedrich Wilhelm Nietzsche (* 15. Oktober 1844 in Röcken – † 25. August 1900 in Weimar) war ein deutscher klassischer Philologe. Erst nach seinem Tod wurde Nietzsche als Philosoph weltberühmt. Dies ist vor allem seinen zahlreichen, philosophischen Schriften zu verdanken. Er war Vertreter des Nihilismus und prägte den Begriff des Übermenschen. Nietzsches Philosophie basiert auf keinem klassischen philosophischen System an sich.
Sein Werk ist stark von Einflüssen Schopenhauers und dessen Willensmetaphysik geprägt. Er verstand Philosophie nicht als Wissenschaft, sondern als Kunst. Sie bringe keine Wahrheiten hervor, sondern lediglich die subjektive, persönliche Meinung des jeweiligen Denkers. Objektive Wahrheit und Werte seien nicht möglich und erfolgten immer nur aus der Perspektive des jeweiligen Menschen, beruhen also auf der eigenen Meinung.
Unter dem berühmten, Rilke entlehnten Appell „Du musst dein Leben ändern“ gelingt Sloterdijk die erste ernstzunehmende philosophische Auseinandersetzung mit der beginnenden globalen Krise und der Herausforderung, die sie an den Menschen – und man muss wohl bei allem Argwohn gegen den Großbegriff sagen: an die Menschheit – stellt. Dass man diesem Buch anmerkt, dass sein Autor mitten im Schreiben, wahrscheinlich fast in der Zielgeraden, Strategie und Stoßrichtung geändert hat, ist kein Nachteil, im Gegenteil. Seine verblüffende Geistesgegenwart und Zeitgenossenschaft hat damit zu tun, dass Sloterdijk mit dem Appell, den er dem Leser nahe bringt, selbst ernst macht. Wer soll die globale Krise deuten, mag er sich gefragt haben, wenn nicht einer, der behaupten darf, mit seiner „Sphären“-Trilogie am tiefsten über das Phänomen der Globalisierung nachgedacht zu haben.
Peter Sloterdijk (*26. Juni 1947 in Karlsruhe) ist ein deutscher Philosoph, Kulturwissenschaftler und Publizist, der mit seinen Beiträgen und Büchern in Deutschland zahlreiche Debatten ausgelöst hat. Er lehrte bis 2017 an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe Philosophie und Ästhetik.
„Du musst dein Leben ändern!“ In diesem Essay über die Natur des Menschen betreibt Peter Sloterdijk Märchen-Kritik: Als Kritik des Märchens von der Rückkehr der Religion könnte man seine Thesen verstehen. Doch nicht die Religion kehrt zurück. Es verschafft sich vielmehr etwas ganz Fundamentales in der Gegenwart Raum: Der Mensch als Übender, als sich durch Übungen selbst erzeugendes Wesen.
Rainer Maria Rilke hat den Antrieb zu solchen Exerzitien zu Beginn des 20. Jahrhunderts in die Form gefasst: “Du musst dein Leben ändern.” In seinem Plädoyer für die Ausweitung der Übungszone des einzelnen wie der Gesellschaft entwirft Peter Sloterdijk eine grundlegende und grundlegend neue Anthropologie. Den Kern seiner Wissenschaft vom Menschen bildet die Einsicht von der Selbstbildung alles Humanen. Seine Aktivitäten wirken unablässig auf ihn zurück: die Arbeit auf den Arbeiter, die Kommunikation auf den Kommunizierenden, die Gefühle auf den Fühlenden …
Karlfried Graf Dürckheim (* 24. Oktober 1896 in München – † 28. Dezember 1988 in Todtmoos) hatte in München und Kiel Psychologie und Philosophie studiert, in Kiel promoviert (1923 “Erlebnisformen – Ansätze zu einer analytischen Situationspsychologie”) und in Leipzig habilitiert (1929/30 “Erlebniswirklichkeit und ihr Verständnis”).
1938 ging Graf Dürckheim (mit Unterbrechungen) für knapp 10 Jahre nach Japan und begegnete dort dem Zen- Buddhismus und seinen Übungswegen. Parallel dazu vertiefte er sich in der christlichen Mystik Meister Eckharts. Zurückgekehrt nach Deutschland entwickelte sich eine ausgedehnte Vortrags- und Seminartätigkeit in In- und Ausland.
Dürckheim gilt als einer der ersten, die nach dem 2. Weltkrieg “Zen” aus Japan nach Deutschland gebracht haben und als wichtiger Vertreter der Zen-Meditation. Er leistete mit seinem Werk einen entscheidenden Beitrag zum Brückenschlag zwischen westlicher und östlicher Anthropologie und Psychologie.
Jacques Lacan, (*13. April 1901 in Paris – † 09. September 1981 in Paris) begann als Psychiater und wandte sich bald der Psychoanalyse zu. Gleichzeitig setzte er sich mit der Philosophie auseinander – vornehmlich mit Spinoza und Hegel, später mit Husserl und Heidegger. Befreundet war er vor allem mit Künstlern wie Salvador Dali, Michel Leiris oder Georges Bataille und mit den Philosophen Jean-Paul Sartre und Maurice Merleau-Ponty.
Die inzwischen berühmten Grundsätze seiner Theorie lauten: „Das Unbewußte hat die radikale Struktur einer Sprache”, und: „Das Unbewußte ist die Rede des Anderen”. Während das Unbewußte eine metaphorisch-metonymische Struktur aufweist und sich im Gespräch mit dem Anderen enthüllt, stehen Sprache und Subjekt in einer unbedingten Beziehung zu einander: das eine läßt sich ohne das anderenicht denken. Dabei ist es die Begierde nach Anerkennung, die das Wesen des Menschen bestimmt und ihn in die Sprache einbettet, die zentrale Figur des Lacanschen Denkens.
Der innerhalb der Psychoanalyse umstrittene Theoretiker hat unter anderem auf den Poststrukturalismus prägenden Einfluss ausgeübt.
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