Von historischen Governance-Modellen zu postkriegsbezogenen politischen Herausforderungen
Diese analytische Studie überführt die Ergebnisse eines langfristigen historischen Forschungsprojekts zur Ethnopolitik in der Ukraine in einen gegenwarts- und zukunftsbezogenen Governance-Kontext. Im Fokus steht die Frage, wie ethnopolitisches Management unter Bedingungen von Krieg, Vertreibung und institutioneller Belastung zur gesellschaftlichen Resilienz, sozialen Kohäsion und staatlichen Handlungsfähigkeit beitragen kann.
Auf Grundlage internationaler Resilienz- und Governance-Indizes (u. a. SCORE, EPES, FSI, MIPEX) analysiert der Beitrag horizontale und vertikale Kohäsionsdynamiken sowie mehrstufige Governance-Architekturen auf strategischer, taktischer, operativer und konsultativer Ebene. Die Studie versteht sich als policy-relevanter Beitrag, der historisch fundierte Forschung mit aktuellen Herausforderungen des postkriegsbezogenen Wiederaufbaus, der europäischen Integration und der digitalen Transformation verbindet. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Rolle künstlicher Intelligenz als unterstützendem Instrument für Prognose, Monitoring und Koordination ethnopolitischer Politiken unter Wahrung menschlicher Verantwortung und demokratischer Kontrolle.