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  • Die Thermopylen der Peloponnes: Episode 3 - Blick in den Lagunenboden


    Ein antiker Tempel steht nicht allein auf weiter Flur. Stimmt die These vom Poseidontempel, müssten sich rund um das entdeckte Heiligtum weitere Bauwerke finden lassen – etwa Küchen oder Brunnen zur Trinkwasserversorgung. Mit schwerem Gerät und elektrischen Impulsen suchen Geoarchäologen um Prof. Dr. Andreas Vött (Universität Mainz) und Dr. Dennis Wilken (Universität Kiel) nach Spuren in der Lagune von Kleidi. Verbirgt sich möglicherweise sogar ein ganzer Tempelbezirk im Lagunenboden?
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  • Feierliche Eröffnung des 55. Deutschen Historikertages


    Festveranstaltung im Plenarsaal des alten Bundestags

    Am 16. September 2025 wurde der Deutsche Historiker­tag feierlich im Plenarsaal des Alten Bundestages in Bonn eröffnet. Unter dem Leit­thema „Dynamiken der Macht“ brachte die Veranstaltung Geschichts­wissen­schaft, Politik und Gesellschaft miteinander ins Gespräch.
    Den Festvortrag hielt der nordrhein-westfälische Minister­präsi­dent Hendrik Wüst, Schirmherr des Historiker­tages. Anschließend diskutierten Vertreter:innen aus Wissenschaft, Politik, Schule und Hochschule über aktuelle Fragen von Macht und Verantwortung. In der Gesprächs­runde, moderiert von Lutz Raphael (Vorsitzender des VHD), kamen zu Wort: Michael Hoch (Rektor der Universität Bonn), Katja Dörner (Ober­bürger­meis­te­rin der Stadt Bonn), Ute Daniel (TU Braunschweig), Friedrich Kießling (Sprecher des Ortskomitees) und Niko Lamprecht (Vorsitzender des VGD).
    Musikalisch begleitet wurde die Eröffnung vom Felicitas-Quartett.
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  • „Ordnung in das Chaos bringen“


    Interview mit Cosima Götz über den Wettbewerb der Metropolen um 1900

    Städte ganzheitlich zu denken und zu planen und damit Ordnung ins vermeintliche Chaos zu bringen, war die Vision vieler Stadtplanungswettbewerbe im frühen 20. Jahrhundert. Die Historikerin Dr. Cosima Götz, die in dieser Woche auf dem 55. Deutschen Historikertag mit dem Hedwig-Hintze-Preis ausgezeichnet wird, hat dieses globale Phänomen in Ankara, Berlin, Canberra und Paris untersucht. Im Interview erzählt sie, warum es bei diesen Wettbewerben nicht nur um Architektur ging, sondern immer auch um das Leben und Zusammenleben der Menschen in der Großstadt. Und sie erklärt, welche Konflikte von damals uns bis heute beschäftigen.
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  • Historikertag 2025


    55. Deutscher Historikertag in Bonn:
    „Dynamiken der Macht“

    Der Historikertag ist das größte Podium der deutschsprachigen Geschichtswissenschaft. In ihm spiegelt sich die aktuelle historische Forschung in ihrer ganzen Vielfalt und internationalen Vernetzung wider. Themenschwerpunkt sind Dynamiken der Macht.
    Der Historikertag ist seit über 130 Jahren das Forum der Geschichtswissenschaften in Deutschland. Heute gilt der Kongress mit rund 2.500 Teilnehmer:innen aus dem In- und Ausland als einer der größten im geisteswissenschaftlichen Bereich in Europa. Ziel der Treffen ist es, der Öffentlichkeit Ergebnisse der historischen Forschung vorzustellen, aktuelle Anliegen der Historikerinnen und Historiker zu besprechen sowie sich fachlich und sozial auszutauschen. In über 70 Fachsektionen und einer Vielzahl weiterer Veranstaltungen stehen aktuelle Themen aus allen Teilgebieten der historischen Arbeit im Zentrum der Diskussion.
    Ausgerichtet wird der 55. Deutsche Historikertag vom Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) und dem Ortskomitee der Universität Bonn in Kooperation mit dem Verband der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Deutschlands (VGD).
    L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung ist Medienpartner des Historikertages.
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  • Livestream: Feierliche Eröffnung des 55. Deutschen Historikertags


    live aus dem Plenarsaal des Alten Bundestags in Bonn | Beginn: 18:30 Uhr

    Am 16. September 2025 beginnt der 55. Deutsche Historikertag, der dieses Jahr an der Universität Bonn stattfindet. In der Tradition bisheriger Historikertage wird auch die Konferenz in Bonn im Rahmen einer Festveranstaltung feierlich eröffnet. Dabei hat sich die Eröffnungsfeier als Ort des Austauschs und der Vernetzung der professionellen Geschichtswissenschaft mit Politik und Gesellschaft bewährt. Nicht zuletzt mit Blick auf das diesjährige Leitthema bietet der Plenarsaal des Alten Bundestages einen idealen Rahmen, um über „Dynamiken der Macht“ ins Gespräch zu kommen.
    Den Festvortrag hält in diesem Jahr der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Hendrik Wüst, der auch die Schirmherrschaft über den Historikertag übernimmt.
    In einem anschließenden Panel diskutieren Vertreter:innen aus Politik und Wissenschaft, Schule und Hochschule zu „Dynamiken der Macht“. Lutz Raphael, Vorsitzender des VHD, moderiert die Runde aus Michael Hoch (Rektor der Universität Bonn), Katja Dörner (Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn), Ute Daniel (TU Braunschweig), Friedrich Kießling (Sprecher des Ortskomitees), und Niko Lamprecht (Vorsitzender des VGD).
    Abgerundet wird die Veranstaltung durch das Felicitas-Quartett.
    Zum Livestream: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/live
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  • Demokratischer Kapitalismus, kapitalistische Demokratie: Aufstieg und Fall


    Vortrag von Wolfgang Streeck mit einem Kommentar von Till van Rahden

    Der Begriff Kapitalismus kann aus unterschiedlichen Perspektiven gelesen und ausgelegt werden. Für den Soziologen Prof. Dr. Wolfgang Streeck ist Kapitalismus vor allem ein Begriff, der historischen Prozessen unterliegt und dabei mit verschiedenen Institutionen verbunden ist – im vorliegenden Fall mit Prozessen und Institutionen der Demokratie. Entsprechend setzt der Vortrag historisch mit der Demokratisierung des Kapitalismus ein und führt über die Globalisierung bis heute zur Entdemokratisierung des Kapitalismus sowie zur Entökonomisierung der Demokratie. Wie das zu verstehen ist – dazu alles Weitere im Vortrag, den der Historiker Prof. Dr. Till van Rahden im Anschluss kommentiert.
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  • Historische Storywelten. Fiktionen der Bartholomäusnacht – Fictions sur le massacre de la Saint-Barthélemy


    Posterausstellung der Promovierenden – Historikertag 2025

    Warum verhalten sich manche historischen Stoffe ertragreich über Jahrhunderte, während andere schnell verblassen? Ereignisse oder Figuren wie die Französische Revolution, Elisabeth I. oder der Comte d’Artagnan sind seit Jahrzehnten und Jahrhunderten feste Größen der Fiktion, etwa in Literatur und Film. Viele andere Figuren und Ereignisse finden eine Fiktionalisierung nur vereinzelt. Die Stoffforschung (Thématologie) rund um Elisabeth Frenzel hat angedeutet, warum: Der Grund ist das Rätsel, das die Fabel stellt. Bestimmte ertragreiche Stoffe scheinen also ein Rätsel in sich zu tragen, das immer wieder neue Interpretationen anregt.
    Ausgehend von der Frage, was ein solches Rätsel für historische Stoffe bedeuten könnte, entwickle ich das Dissertationsprojekt. Empirisch im Zentrum steht dabei das Fallbeispiel eines Stoffes: die Bartholomäusnacht von 1572. Als folgenschweres Ereignis einer komplexen internationalen und innenpolitischen Lage in Frankreich blieb die Informationslage dünn: Sich widerstreitende Quellen und eine absichtsvolle Verrätselung des Geschehens im Zeitalter arkaner Politik sorgten für unklare Verhältnisse. Ein Befund, der mit wenigen Einschränkungen bis heute gilt. Die rätselhaften Strukturen des Ereignisses – in Verbindung mit einer Vielzahl kombinierbarer erzählerischer Motive – bilden so den fruchtbaren Nährboden für eine fortwährende Fiktionalisierung.
    Für den analytischen Vergleich sich genuin historisch verstehender Fiktionen suchte ich nach gemeinsamen Merkmalen. Sie ordnen sich unter dem Begriff Historische Storywelten. Er steht für die Anpassung und Übertragung der im angelsächsischen Raum entwickelten Storyworld-Theorien, die bislang vor allem in literatur- und sprachwissenschaftlichen Kontexten eingesetzt wurden. Der Korpus des fiktionalen Arbeitsteiles besteht aus historischen Romanen, Historienfilmen und Bänden der Bande Dessinée. Die Dissertation entsteht als digital born-Text.
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  • Gewalt (und Gewaltandrohung) als strukturelles Phänomen im Bauernkrieg von 1525


    Casimir Bumiller | Freiburg und der Breisgau im Bauernkrieg

    Mit der Ausbreitung der „Christlichen Bruderschaft“ vom Hegau über die Baar bis in den Breisgau beschäftigt sich der Historiker und Publizist Casimir Bumiller in seinem Vortrag. Unter dem Dach der „Christlichen Bruderschaft“ – nicht zu verwechseln mit der „Christlichen Vereinigung“ der oberschwäbischen Bauern – vereinigten sich 1525 zahlreiche Bauernhaufen in den Landstrichen zwischen Bodensee und Breisgau. Unter Einbeziehung zahlreicher Quellen beschreibt Casimir Bumiller das Tableau der im Bauernkrieg verübten Gewalt und Gewaltandrohung als Gemengelage von gewolltem revolutionärem Terror und Exzessen einzelner Haufen, hinter dem jedoch ein hoher Grad an Ordnungswillen und Rationalität sichtbar wird.
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  • Industriegeschichtliche Erinnerungskultur in Franken und der Oberpfalz 1970–2000


    Henrike Bäuerlein | Posterausstellung der Promovierenden – Historikertag 2025

    Woran wollen wir uns erinnern? Die Frage, welche Narrative Eingang in Gedächtnis­institu­tio­nen wie Museen finden, ist nicht neu. So wurde immer wieder verhandelt, welche Themen museal präsentiert werden. Das Forschungsprojekt untersucht in einem landes­histo­ri­schen Ansatz ab den 1970er Jahren, welche Aspekte der industriellen Vergangenheit vor Ort in Dauer- und Wechsel­aus­stellungen behandelt wurden. Dabei unterscheidet die Arbeit zwischen Industriemuseen, Museen mit einem branchen­spezifischen Schwerpunkt sowie Stadt- und Regionalmuseen. Bei der Analyse geht es darum herauszuarbeiten, welche Akteur*innen an der Etablierung von Industriekultur in Museen mitgewirkt haben und aus welcher Perspektive das Thema jeweils bearbeitet wurde.
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  • Planetary Bodies: Religion and Medicine in Medieval Anatomical Images


    Lecture by Taylor McCall at the Cluster of Excellence “Religion and Politics”

    In medieval medicine, healing the body was inseparably tied to conceptions of the micro- and macrocosm – the relationship between the body and the cosmos – and the Christian worldview. To better understand these ideas, medieval thinkers developed diagrams and images to translate complex information an medical knowledge into simplified graphic forms.
    In her lecture, US art historian Taylor McCall, who has conducted research at Cambridge University, among other places, refers to a variety of medieval anatomical images, including zodiac and planetary figures in the crypt of Anagni Cathedral, as well as bodies as microcosms and depictions of physiological processes, to shed light on the ways in which medieval people understood their physical bodies relative to the divine.
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