L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung

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  • Der Faktor des fehlbaren Menschen


    Anika Remke | Idee Archäologie. Positionen und Konturen einer Wissenschaft

    Es gibt viele Darstellungen aus der Antike, welche auch heute noch mit Bewunderung und Faszination betrachtet werden. Darunter auch die, die es auf dem einen oder anderen Weg in die Pop-Kultur geschafft haben, wie die Venus von Milo, welche weltweit bekannt ist – selbst ohne Kenntnis ihrer antiken Rolle – oder Medusa, die in Büchern, Filmen und Serien kaum unerkannt bleibt und verschiedene symbolische Funktionen annimmt. Allerdings bieten auch der ‚breiteren‘ Gesellschaft eher unbekannte Darstellungen einen meist nicht weniger großen Reiz.
    So ist es das sog. Dresdner Symplegma, welches mich persönlich immer wieder aufs Neue in seinen Bann zieht. Die beiden ineinander verschlungenen Figuren eines Hermaphroditen und Satyrn laden – ganz im Sinne der hellenistischen Skulpturengruppen – dazu ein, immer und immer wieder um sie herum zu gehen. Es ist der Schrecken, die Gewalt, das ‚Erotische‘ (?) und das halb Verborgene. Es sind die Details, die einladen, nochmals einen Kreis zu ziehen, und nochmals hinzusehen. Die dargestellte Szene ist für den ganzen Raum konzipiert und fordert dazu auf, sich mit angehaltenem Atem zu erschließen, was auf den ersten Blick vielleicht irritiert.
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  • Konkurrenz und Kooperation. Dynamiken der Macht beim Publizieren in und von Fachzeitschriften


    Debatte beim Historikertag 2025 in Bonn

    Das Panel setzt eine Diskussion fort, die bereits bei den Deutschen Histo­ri­ker­tagen 2021 und 2023 geführt wurde. Dort lag der Fokus auf der Sicht der Herausgeber und der Verlage. Dieses Jahr wird die Perspektive der Redaktionen in den Blick gerückt. Als Ausgangs­punkt der Diskussion dienen die Ergebnisse einer fächerübergreifenden Umfrage zu den Arbeits­formen und Ressourcen in den Redaktionen sozial- und geistes­wissen­schaft­licher Zeit­schrif­ten. Die personelle und materielle Aus­stat­tung divergiert stark; teilweise stehen die prekären Bedingungen in einem Miss­ver­hält­nis zum breiten Spektrum der Aufgaben. Gleichwohl ist die Motivation der Redaktionen sehr hoch.
    Vor diesem Hintergrund wird ein genauerer Blick auf das dynamische Machtgeflecht geworfen, in dem Fachzeitschriften heute entstehen. Zentral ist dabei die Frage nach Transparenz und demokratischer Forschungs­praxis: Wie lässt sich dem Eindruck der Willkür bei der Annahme oder Ablehnung von Manuskripten entgegen­wirken? Kann Peer Review die Diversität von Autor:innen und Themen in Zeitschriften erhöhen, oder reproduzieren Begutachtungs­ver­fah­ren eher bestehende Ungleichheiten? Welche Macht­be­ziehun­gen gibt es zwischen Heraus­gebern, Redak­tio­nen, Verlagen und sonstigen Akteurinnen und Akteure im Wissen­schafts­system? Welche Leistungen dürfen Autoren und Autorinnen von Redaktionen erwarten, welche Anforderungen stellen aber auch Redaktionen an Autoren?
    Es diskutierten Jan-Holger Kirsch (Potsdam), Julia Menzel (München), Benjamin Seyd (Erfurt) und Yvonne Robel (Hamburg). Moderation Jens Bisky (Hamburg).
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  • Quo vadis Academia? Neue Wege für eine zukunftsfähige Gestaltung der universitären Arbeitswelt


    Debatte beim Historikertag 2025 in Bonn

    Die Fragen sind nicht neu: Wie können Karriere­wege in einem gerechten und leistungs­fähigen Wissen­schafts­system künftig gestaltet werden? Wie lässt sich die Personal­politik der Universitäten verändern? Was bedeutet das besonders für die Fachkultur der Geschichts­wissen­schaft und auch für die Rolle von Privatdozent:innen? Bei diesem Panel sollen diese Fragen wieder aufgegriffen und unter Berücksichtigung der aktuellen Situation auch die mögliche Zukunft zu Personalstruktu­ren im deutschen Wissen­schafts­system dis­ku­tiert werden.
    Es diskutieren Antje Flüchter (Bielefeld), Julia Hauser (Kassel), Insa Großkraumbach (Wissenschaftsrat) und Christopher Degelmann (Berlin). Moderation: Marc Buggeln (Flensburg).
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  • Time in Everyday Life and the Shaping of Social Norms


    Sofie Remijsen | 20 Jahre Jacobi-Stipendienprogramm

    The Jacobi Fellowship of the Commission for Ancient History and Epigraphy for doctoral students celebrates its 20th anniversary in 2025. In this anniversary year, we will be presenting twelve former Jacobi scholarship holders, who will talk about their current work. We asked them five questions, which they answered in writing. In September, we get to know Dr. Sofie Remijsen, associate professor of Ancient History at the University of Amsterdam. Dr. Remijsen was a Jacobi Fellow in Munich in 2010 with her project The End of Ancient Athletics.
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  • Schutz vor Macht­miss­brauch in der Geschichts­­wissen­­schaft – Wege zu einer Fachkultur respektvollen Miteinanders<br />


    Debatte beim Historikertag 2025 in Bonn

    Macht­miss­brauch und wissenschaftliches Fehlverhalten machen auch vor der Geschichts­­wissen­­schaft nicht halt, konkrete Fälle haben öffentliche Aufmerksamkeit gefunden. Der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) hat dies zum Anlass genommen, eine Umfrage durchzuführen und ein Leitbild mit konkreten Empfeh­lun­gen zum Umgang mit Machtmissbrauch zu formulieren. An der Umfrage haben sich über 650 Per­so­nen beteiligt – ein Zeichen, dass es sich nicht um Einzelfälle von persönlichem Fehl­ver­hal­ten handelt, sondern die strukturellen Bedingungen in den Blick genommen werden müssen.
    Es diskutieren Bettina Böhm (Leibniz-Gemeinschaft), Franziska Davies (Potsdam), Antje Flüchter (Bielefeld), Helene Henze (München) und Lutz Raphael (Trier). Moderation: Thekla Jahn (Deutschlandfunk).
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  • Oskar Schlemmer | Das Triadische Ballett (1922)


    Kunstgeschichten mit Christiane Lange

    In der siebenunddreißigsten Folge von Kunst­geschich­ten stellt die Kunsthistorikerin Prof. Dr. Christiane Lange in der Staatsgalerie Stuttgart das Triadische Ballett von Oskar Schlemmer vor, das 1922 in Stuttgart uraufgeführt worden ist. Christiane Lange ist Direktorin der Staatsgalerie Stuttgart.
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  • Der jiddische Witz


    vhs.wissen live mit Jakob Hessing

    Der jiddische Witz ist mehr als die Summe der Witze, mit denen Ostjuden über sich selbst lachten. Er ist Geist, „esprit“, ja schwarzer Humor angesichts einer absurden Luftmenschen-Existenz. Der israelische Schriftsteller und Germanist Jakob Hessing erschließt kurzweilig das ironische Potential der jiddischen Sprache und erklärt, warum jiddischer Witz und jiddische Literatur aufblühten, als das Ostjudentum seiner Vernichtung entgegen ging.
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  • How to make your Beads: a 10-step Pan-Grave guide!


    Have you ever wondered how to make beads out of ostrich eggshells? Here are some tips from a Pan-Grave cemetery in southern Egypt!

    Before we start talking about beads, a short foreword is necessary. Within the framework of the interdisciplinary project “Endangered Nomads”, led by the Aswan and Kom-Ombo Archaeological Project and supported by the Gerda Henkel Foundation, the analysis of the finds retrieved during the excavation of three Pan-Grave cemeteries is now underway. The cemeteries, labelled as WK11, SM14 (Fig. 1) and WT1, were located on the West Bank of the Nile, to the north of the modern city of Aswan. Despite extensive looting, the sites produced a wealth of information that shed new light on the Pan-Grave people who used them.
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  • Ein Ende der Gewalt? Überlegungen zu einer Geschichte der ‚Nachkriegszeit‘ des Bauernkriegs


    Joy Sheik | Freiburg und der Breisgau im Bauernkrieg

    Auch nach der Niederschlagung des Bauernkrieges beschäftigten die Folgen des Aufstands noch lange den Freiburger Stadtrat: Wie sollte man die Aufständischen bestrafen? Wer konnte für die entstandenen Schäden zur Rechenschaft gezogen werden? Und wie ließ sich sicherstellen, dass sich eine derartige Erhebung nicht noch einmal wiederholte. Anhand der Freiburger Missiven skizziert Joy Sheik (Freiburg) in seinem Vortrag die ‚Nachkriegszeit‘ des Bauernkriegs.
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  • Hambacher Gespräch: „Arm und ausgeschlossen? Soziale Sicherheit als Kitt der Demokratie“


    Neustadt an der Weinstraße, Hambacher Schloss

    Wer von Armut bedroht ist, fühlt sich häufig weniger sicher, sozial ausgegrenzt und politisch machtlos. Ohne das nötige Geld ist die Teilhabe an vielen sozialen Aktivitäten nicht möglich und sogar das Wahlrecht wird von armen Menschen statistisch seltener wahrgenommen. Damit wird mangelnde soziale Sicherheit zu einem Demokratieproblem: Armut und große ökonomische Ungleichheit setzen Fliehkräfte frei, die eine demokratische Gesellschaft im schlimmsten Fall zerreißen können. Gleichzeitig steigen die Kosten der sozialen Sicherungssysteme. In Zeiten knapper Kassen wird schnell der Ruf nach mehr Eigenverantwortung laut – als Alternative zum staatlich finanzierten Sicherungsnetz.
    Können Sozialleistungen wie das Bürgergeld den gesellschaftlichen Zusammenhalt sicherstellen – oder spalten sie Deutschland in diejenigen, die zahlen, und diejenigen, die empfangen? Wie müssten etwaige sozialpolitische Einsparungen ausgestaltet sein, um Zusammenhalt und Demokratie nicht zu gefährden? Was sind die individuellen Folgen von sozialer Unsicherheit? Entsteht gar eine Schicht der Armen, deren Identität maßgeblich durch ihre Armut bestimmt wird?
    Unsere Gäste sind:
    Dörte Schall, Ministerin für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz
    Prof. Dr. Silke van Dyk, Professorin für Politische Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
    Moderation: Horst Wenner (Landeszentrale für Politische Bildung Rheinland-Pfalz)
    Beginn: 19 Uhr
    Der Eintritt ist frei. Anmeldungen richten Sie bitte mit Vor- und Zunamen an: [email protected]
    Eine Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, des Frank-Loeb-Instituts an der RPTU Kaiserslautern-Landau und der Stiftung Hambacher Schloss.
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