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L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung episodes

  • Leidenschaft als Laster – das Feuer der Bildhauerin Properzia de’ Rossi


    Zwischen Pinsel und Pranger | Ein Podcast über Kunst und Moral im Italien der Frühen Neuzeit (Folge 3)

    Was geschah in der italienischen Renaissance, wenn eine talentierte Künstlerin gegen die moralischen Normen verstieß? Galt auch für sie, wie für viele ihrer männlichen Kollegen, die Regel der Ausnahme? Diese Episode beleuchtet das außergewöhnliche Leben und Wirken der Bildhauerin Properzia de’ Rossi, die in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Bologna lebte. Als einzige moderne Künstlerin wird sie in Giorgio Vasaris berühmter Vitensammlung mit einer eigenen Biographie gewürdigt, in der auch ihr vermeintliches Laster – ihre Leidenschaft – zur Sprache kommt. Archivdokumente geben Aufschluss über Properzia de’ Rossis unkonventionelle Lebensweise und ihre Konflikte mit dem Gesetz. Erfahrt, wie sie mit Mut und Leidenschaft ihren eigenen Weg verfolgte.
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  • Tabulae ceratae – Römische Wachstäfelchen: Episode 4 - Was wurde geschrieben?


    25 Jahre lang dauerte der Militärdienst in der römischen Kaiserzeit (27 v. Chr. bis 476 n. Chr.). Am Ende ihrer Dienstzeit erhielten die Legionäre eine hohe Geldsumme oder Land als Lohn. Nichtrömische Soldaten konnten über den Dienst in der Armee das römische Bürgerrecht erlangen. Nach ihrer Entlassung bekamen die Veteranen eine Urkunde, die ihre erworbenen Privilegien und ihren neuen sozialen Status dokumentierte. Ein im Vindonissa Museum im schweizerischen Brugg erhaltenes Wachstäfelchen enthält eine solche Entlassungsurkunde: Wichtige Worte in weiches Wachs geritzt.
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  • Trinksprüche


    geschichtlich gesprochen mit Eva-Maria Günther

    „Zum Wohl!“ – Wer heute anstößt, ruft eine jahr­hun­der­te­alte Kultur auf. Lange bevor Studenten im 18. Jahr­hun­dert das lateinische „Prosit“ eta­blier­ten und „Prost“ in deutschen Kneipen heimisch wurde, hoben schon die alten Römer das Glas. Auch viele Rede­wen­dun­gen rund um das Trinken verweisen in die Vergan­gen­heit und auf vormo­der­ne Ge­bräu­che. Die Kunsthistorikerin Eva-Maria Günther hat für die Aus­stel­lung „Zum Wohl! Gläserne Trink­ge­schich­ten“ in Mannheim Gläser und Gefäße aus zwei­tausend Jahren als Zeugen vergangener Trinkkulturen ver­sam­melt – und sie weiß: Auch Gläser können Ge­schich­ten erzählen. Wir haben mit ihr über die Geschichte von Trinkritualen und Glaskultur gesprochen.
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  • Victor Klemperer und die Sprache der Nazis


    Zu Gast bei L.I.S.A. mit Nicolas Berg und Jan-Holger Kirsch

    LTI – Lingua Tertii Imperii nannte der Romanist Victor Klemperer sein 1947 erschie­ne­nes Werk über die Sprache des National­sozia­lis­mus. Mit dem Titel verwies er auf ein zentrales linguistisches Merkmal, das ihm während der Jahre des „Dritten Reiches“ auffiel: die infla­tio­näre Verwen­dung von Abkür­zun­gen wie BDM, HJ oder KdF. In seinem „Notizbuch eines Philologen“ hielt Klemperer zahlreiche weitere Charak­te­ris­tika der NS-Sprache fest. Doch LTI ist kein Lexikon im klassi­schen Sinne, sondern eine Sammlung ethno­gra­fi­scher Beo­bach­tun­gen und sprach­kri­ti­scher Reflexionen. In einer neuen Ausgabe von Zu Gast bei L.I.S.A. haben wir mit Dr. Nicolas Berg (Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow) und Dr. Jan-Holger Kirsch (Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam) über Klemperers Sprachkritik und die Korruption der Sprache in der Diktatur gesprochen.
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  • Redress: The Fabric of Justice in Occupied Postwar Germany


    Konrad Adenauer Lecture by Susan Carruthers

    Eighty years ago, when World War II ended, clothing wasn’t yet superabundant and cheap, but perishable, threadbare and chronically scarce. In her Konrad Adenauer Lecture, historian Susan L. Carruthers (University of Warwick) traces clothing and footwear in occupied post-war Germany. Textiles were a currency with which some were rewarded, while others went without, tieing amongst others British occupiers and the occupied. Whether on the streets of destroyed cities, in refugee camps or on the defendant’s bench at the Nuremberg trials: Fabrics and shoes reveal a lot about the upheavals and new beginnings of these years.
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  • Zwischen Pinsel und Pranger


    Ein Podcast über Kunst und Moral im Italien der Frühen Neuzeit

    Der Podcast handelt von der künstlerischen Freiheit und ihren Grenzen im Italien der Frühen Neuzeit. Er stellt erfolgreiche Künstlerinnen und Künstler des 15. bis 17. Jahrhunderts vor, deren Verhalten mit den Moralvorstellungen ihrer Zeit kollidierte und beleuchtet, wie man damals die heute vielfach kontrovers diskutierte Frage beantwortete, ob sich Werk und Künstler trennen lassen. Wo lagen sie seinerzeit überhaupt, die Grenzen des moralisch Erlaubten? Und wie ging man mit einem (vermeintlichen) künstlerischen ‚Moralversagen‘ um? Traten Moralversagen und Kunstschaffen in Beziehung?
    „Zwischen Pinsel und Pranger“ ist ein Lehrprojekt des Kunstgeschichtlichen Seminars der Universität Hamburg unter der Leitung von Dr. Jana Graul.
    Das Projekt wurde durch das Medienzentrum der Fachbereiche Sprache, Literatur, Medien I + II (Paul Voigt) und das Schreibzentrum (Dr. Mirjam Schubert) der Universität Hamburg begleitet.
    Unterstützt und gefördert wurde der Podcast durch die Gerda Henkel Stiftung, die Claussen-Simon-Stiftung und die Hamburg Research Academy.
    Redaktion: Jana GraulIdee und Konzept: Jana Graul, zusammen mit den Studierenden der Universität Hamburg Annett Beyer, Vincent Ellmers, Annika Hüther, Joana Laura Noack, Tobias Techen, Darius Wakilzadeh, Joachim H. Weihe und Katrin Lieselotte WittWissenschaftliche Betreuung: Jana GraulTechnische Betreuung: Vincent Ellmers und Paul VoigtTon, Technik und Schnitt: Vincent Ellmers, Sven Remer und Paul Voigt sowie die Autorinnen und Autoren der einzelnen FolgenGrafik: Darius WakilzadehWissenschaftsjournalistische Beratung: Georgios Chatzoudis und Christiane ZwickSprecher Intro: Vincent Ellmers
    Musik Intro: Tobias Hume (1569-1645), A Merry Meeting. Stefano Zanobini, Viola d’Amore. Mit freundlicher Genehmigung von NovAntiqua Records. Album verfügbar auf: https://www.novantiqua.net/prodotto/A-Question-an-AnswerKonzept und Herstellung Teaser: Vincent Ellmers und Annika Hüther
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  • … das gotzhus uberfallen mit gewerter handt. Bäuerliches Gewalthandeln gegen Klöster und Städte in der Ortenau 1525


    Andre Gutmann | Freiburg und der Breisgau im Bauernkrieg

    Dr. Andre Gutmann (Freiburg) rekonstruiert in seinem Vortrag die Ereignisse des Bauern­kriegs in der Ortenau und verbindet dies mit systematischen Anmerkungen zum bäuerlichen Gewalthandeln. Ähnlich wie im Breisgau hatte der Bauernkrieg in der Ortenau seine „heiße“ Phase zwischen Mitte April und Mitte Mai 1525. In dieser Zeit formierten sich Bauernhaufen mit den lokalen Schwerpunkten bei Schwarzach, Oberkirch, Schuttern sowie Ettenheim und Ettenheimmünster.
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  • International Workshop: Antifeminism in the 20th Century: Historical and Transnational Perspectives


    Bayreuth, Alexander von Humboldt-Haus

    Across the 20th century, conflicts about gender equality were key in driving social and political change, in both ‘old’ and ‘new’ democracies. Topics such as women’s equal rights, reproductive decision-making and criticism of the heteronormative gender order emerged as central issues in debates on social and political change. Many of these endeavours were met with fierce resistance and attempts to defend the existing gender hierarchies. In this way, antifeminism – understood as resistance to the implementation of gender equality – was a central element of the contradictory transformation processes of European societies in the 20th century. Yet, contemporary historical research has barely addressed the issue of antifeminism. However, its historical analysis as the “precondition of current social problems” (Hans G. Hockerts) productively links two research debates: On the one hand, it addresses and historicizes the way the social sciences have conceptualized transformations of antifeminist discourse since the 1990s. On the other, it substantially adds to the historical research on democracy, which has recently become interested in the ambivalences between formal equality and social discrimination of women and of those who did not subscribe to heterosexual gender norms during the 20th century.
    The workshop brings together historians, social and political scientists from all academic stages to discuss new research on the evolution of antifeminist discourse throughout Europe in the 20th century. It specifically analyzes antifeminist actors, strategies, and arguments and places them in a transnational context. This opens up new perspectives for research, as international comparison allow us to evaluate common strands and specific traits of historical and current forms of antifeminism.
    We are especially interested in scrutinizing

    continuities and shifts of antifeminist discourse from an international perspective,
    antifeminist actors and their strategies to shape gender discourse,
    transnational entanglements between these actors, institutions, and societies.
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  • Carmen Perpetuum: Ovids ununterbrochene Metamorphosen


    Katharina Wesselmann | Salon Sophie Charlotte 2025

    Ovids „Metamorphosen“ zählen zu den bekanntesten Werken der Welt­lite­ra­tur und zugleich zu den rätsel­haf­tes­ten. Es ist keine durch­­gän­­gige Helden­erzäh­lung, die das Publikum seit zweitausend Jahren in ihren Bann zieht, sondern Geschichte auf Geschichte in sich immer neu ent­wickeln­den Verflech­tun­gen, mit wechselnden Perspektiven und kom­plexen, mehr­strän­gi­gen Strukturen. Auch der Autor gibt uns bis heute Rätsel auf – wer war Ovid, warum wurde er verbannt? – Oder ist all das Fiktion? Schließlich ist auch das Lese­pub­li­kum Meta­mor­phosen unter­worfen, indem sich die gesell­schaft­liche Perspektive auf das Erzähl­te bis heute ständig verändert. Ein Vor­trag von Alt­philo­lo­gin Katharina Wesselmann (Uni­ver­si­tät Potsdam).
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  • Die olympischen Götter


    Archäologie trifft Literatur – Folge 1

    Seit Jahrtausenden unvergessen – die Göttinnen und Götter Griechenlands. Sie leihen Sportartikeln und Lieferdiensten ihren Namen, von Nike über Hermes bis zur Brille von Apollo. Beim Zeus – er sieht aus wie ein griechischer Gott, sagen wir, wenn wir ideale Schönheit loben, doch hat Hephaistos einen entstellten Fuß. Götter werden geboren, sind aber unsterblich. Sie nehmen Menschengestalt an und wandeln sich in Tiere. Sie kennen Zwist, Eifersucht und Liebessehnsucht, und doch preist Hesiod die Olympier als „Geber des Guten“.
    In der Reihe „Archäologie trifft Literatur“ stellen die Archäologin Dr. Astrid Fendt und die Rezitatorin Barbara Greese antike Artefakte aus dem Landesmuseum Württemberg in einen kulturhistorischen Kontext. Archäologische Erläuterungen zu ausgewählten Objekten treten in Dialog mit der Lesung poetischer Texte unterschiedlicher Zeiten. Hesiod, Hölderlin und Heine ebenso wie antike Statuetten und Darstellungen lassen für uns ein buntes, lebendiges Bild der olympischen Göttinnen und Götter erstehen.
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