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L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung episodes

  • (Bildungs)gesellschaften im Wandel


    Salon Sophie Charlotte 2025

    Bildung ist von immenser Bedeutung für eine stabile Demokratie. Wie steht es um unsere Bildung in einer sich ständig wandelnden Gesell­schaft? Wie kann in Zeiten des Um­bruchs und der Krisen die Aus- und Weiter­bil­dung eines jeden Einzelnen gelingen? Ungleiche Bildungs­chancen verschärfen das Problem: Soziale Herkunft oder Migrations­hinter­grund bestimmen eine Bildungs­bio­graphie erheblich – oftmals trotz einheit­licher Schul­systeme mit eklatanten regionalen Unterschieden. Darüber sprechen die Sozio­logen Aladin El-Mafaalani (TU Dortmund), Heike Solga (Wissen­schafts­zen­trum Berlin, FU Berlin, Akademie­mit­glied) und Armin Nassehi (LMU München) mit Modera­torin Stephanie Rohde (Deutschlandfunk).
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  • Eine Frage der Ehre: Der Selbstmord des Malers Rosso Fiorentino


    Zwischen Pinsel und Pranger | Ein Podcast über Kunst und Moral im Italien der Frühen Neuzeit (Folge 2)

    Paris, 1540: Auf der Höhe seines Ruhmes nimmt sich der Maler Rosso Fiorentino das Leben. Suizid ist zu dieser Zeit aus Sicht der Kirche eine Todsünde und die Leichname von Selbstmördern werden geschändet. Doch für Rossos Seele wird wenige Tage nach seinem Tod eine heilige Messe in der Kathedrale Notre Dame abgehalten. Warum nimmt sich ein aus ärmlichen Verhältnissen stammender Maler das Leben, obwohl er sich als Hofkünstler des französischen Königs Franz I. künstlerischen Ruhm und finanziellen Erfolg erarbeitet hat? Und warum wird sein Selbstmord nicht als Todsünde geahndet?
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  • Tabulae ceratae – Römische Wachstäfelchen: Episode 2 - Funde unter der Lupe


    Ein besonderer Vorteil der römischen Wachs­täfel­chen war zugleich ihr größter Nachteil: Das Wachs ließ sich leicht austauschen, glätten und neu beschreiben – dies machte die Täfelchen jedoch auch anfällig für Mani­pu­la­tion. Um das zu verhindern, mussten spezielle Sicherungs­mecha­nis­men eingesetzt werden: In der Archäologischen Sammlung der Kantons­archäo­lo­gie Aargau entdeckt Dr. Anna Willi unter der Lupe Spuren solcher Siche­run­gen an den Täfelchen. Mit ihren detaillierten Untersuchungen will die Archäologin Typo­lo­gien entwickeln: Welche Art von Tafel wurde für wel­chen Zweck verwendet?
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  • Workshop on Highly Qualified Immigrants and Refugees: Europe & Turkiye


    Berlin, Leibniz-Zentrum Moderner Orient

    The workshop on “Highly Qualified Immigrants and Refugee: Europe & Turkey” will take place on 10 and 11 June 2025 at Leibniz- Zentrum Moderner Orient (ZMO). Organizer: Dr. Ergün Özgür (ZMO & Freie Universität Berlin) Contact: [email protected] ([email protected])Program of  the workshop: https://www.zmo.de/fileadmin/user_upload/Programme_1505_no._2.pdf Registration for the keynote speech: tinyurl.com/keynotespeechkaya
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  • “Historical literacy can foster national cohesion, critical reflection, and inclusive development”


    Interview with Oge Samuel Okonkwo, Lisa Maskell Fellow at the University of Ghana

    In 2014, the Gerda Henkel Foundation initiated a scholarship programme supporting young humanities scholars from Africa in honour of the foundation's founder, Lisa Maskell. It is the largest international support programme for PhD students in the history of the Foundation. The Lisa Maskell Fellowships aim to strengthen universities in the partner countries, to counter the outflow of qualified young scholars and to ensure the doctoral students enjoy excellent academic training.
    In this series, L.I.S.A. publishes interviews with Lisa Maskell Fellows, in which they talk about their research projects as well as their experiences during their academic career and the Lisa Maskell fellowship.
    Today, we welcome Oge Samuel Okonkwo from Nigeria. After graduating from the University of Ibadan with a B.Sc. in International Relations as well as from the Nigerian Defence Academy in Kaduna with a M.Sc. in Defence and Strategic Studies, he started his PhD in History with the thesis The Changing Phases of Igbo Separatist Movements, 1970–2015 at the University of Ghana in 2020.
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  • „Kalte“ und „heiße“ Gewalt. Überlegungen zur Massengewalt im Nationalsozialismus


    Bernd Weisbrod | Kölner Vorträge zur Neueren und Neuesten Geschichte

    Wie lässt sich die Massengewalt im Nationalsozialismus erklären, wie ihre Wirkung erfassen? Diese Frage stand im Zentrum der Forschung des Ende 2024 unerwartet verstorbenen Zeithistorikers Prof. Dr. Habbo Knoch. Auf Grundlage ausgewählter Texte Knochs zur Gewaltforschung setzt sich Prof. Dr. Bernd Weisbrod (Georg-August-Universität Göttingen) mit dessen Überlegungen auseinander und führt sie weiter. Dabei richtet er den Blick auf vier zentrale Dimensionen der Gewalt: ihre Körperlichkeit, ihre „kalte“ und „heiße“ Seite sowie die genozidale Gewalt.
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  • Die Ober-Marggrafschafft im Bauernkrieg 1524/25


    Kai Börsig | Freiburg und der Breisgau im Bauernkrieg

    Das Markgräflerland, gelegen im äußersten Südwesten des heutigen Baden-Württembergs zwischen Freiburg und Basel, wurde im Frühjahr 1525 zum Schauplatz des Bauernkriegs. Der Markgräfische Bauern­haufen plünderte die Johanniter­kommende Heitersheim, Klöster und Städte und die Burg Rötteln. Die dort ansässigen Menschen werden vertrieben oder gezwungen, sich der Sache der Bauern anzu­schließen – tödliche Gewalt blieb jedoch weitgehend aus. In seinem Vortrag unternimmt Kai Börsig (Universität Freiburg) den Versuch einer Neu­be­wer­tung der bislang nur unzureichend erschlos­se­nen Ereignisse im Markgräflerland. Wie homogen agierten die Bauern und wie groß war der Einfluss der benachbarten Schweizer Eidgenossen?
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  • Thomasius Club mit Anna Lux und Jonas Brückner: Das (pop)kulturelle Erbe von 1989


    Lange Nacht der Wissenschaften I 20:00 Uhr I Café Alibi, Universitätsbibliothek Leipzig

    Treffen sich zwei, arbeiten zusammen in einem Forschungsprojekt und schreiben am Ende ein Buch mit dem Titel „Neon / Grau. 1989 und ostdeutsche Erfahrungsräume im Pop" (Verbrecher Verlag). Kein Wissenschaftsbuch im engeren Sinne, sondern in Form, Ton und inhaltlichem Zuschnitt besonders. Ihr Material ist (Pop)Kultur, der inhaltliche Schwerpunkt »das umstrittene Erbe von 1989« und der Osten mit seiner komple­xen Geschichte seit 1990. Entstanden ist ein Buch, das aus der Fülle schöpft und unterschiedliche Perspektiven ausleuchtet, auf etwa Jugend und Umbruch, ländliche Räume, Debatten wer eigentlich zur „Einheit“ gehört und wer nicht, die Verschiedenartigkeit von Verlusten oder Geschlechterverhältnisse. Ausgehend von Romanen, Filmen und Musik eröffnet das Buch einen Zugang zu den Ambivalenzen, auch Widersprüchen im Erzählen über den Osten. Der Thomasius Club fragt die Autor:innen Anna Lux und Jonas Brückner, was sie entdeckt haben.
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  • Türk-Alman Sinema İttifakı


    Proje Hakkında1910’ların sonunda Osmanlı İmparatorluğu derin bir dönüşüm geçiriyordu. Almanya ve Avusturya-Macaristan ile ittifak halinde savaştığı Birinci Dünya Savaşı’nda yenilgiye uğradıktan sonra, ülke galip İtilaf devletleri tarafından işgal edildi. Yüzyıllardır var olan çok etnili ve çok dinli imparatorluk çözülmeye başladı. 1923’te ise bu enkazdan modern Türkiye Cumhuriyeti doğdu. Bu değişim sürecinde Türk sineması da ortaya çıktı. Milli Sinema olarak adlandırılan bu sinema, yeni ulusun kültürel bir projesi oldu ve medya aracılığıyla Türk kimliğinin inşasında merkezi bir rol oynadı. Geleneksel Türk sinema tarih yazımında, bu gelişme uzun süre tamamen ulusal ve izole bir olgu olarak görülmüştür. İşte Babelsberg film tarihçisi Dr. Enis Dinç’in araştırması burada devreye giriyor. O, gelişmekte olan Türk sineması ile Avrupa film endüstrileri arasındaki sınırlarüstü bağlantıları inceliyor. Özellikle Alman film endüstrisi önemli bir rol oynadı: Birinci Dünya Savaşı sırasında bile Osmanlı ve Alman film yapımcıları arasında yakın işbirliği vardı — bu ilişki, Türk sinemasını onlarca yıl boyunca etkiledi.
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  • Türkisch-Deutsches Kino-Bündnis


    Über das ProjektAm Ende der 1910er Jahre befand sich das Osmanische Reich in einem tiefgreifenden Umbruch. Nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg, in dem es an der Seite der Mittelmächte Deutschland und Österreich-Ungarn gekämpft hatte, wurde das Land von den Siegermächten besetzt. Das jahrhun­derte­alte, multiethnische und multireligiöse Imperium begann sich aufzulösen. Aus seinen Trümmern ging 1923 die moderne Republik Türkei hervor. In dieser Umbruchphase entstand auch das türkische Kino, das unter dem Begriff Milli Sinema („nationales Kino“) als kulturelles Projekt der neuen Nation verstanden wurde. Es spielte eine zentrale Rolle bei der medialen Konstruktion einer türkischen Identität. In der traditionellen türkischen Filmgeschichts­schreibung galt diese Entwicklung lange als rein nationales und isoliertes Phänomen. An diesem Punkt setzt die Forschung des Babelsberger Filmhistorikers Dr. Enis Dinç an. Er untersucht die transnationalen Verflechtungen zwischen dem entstehenden türkischen Kino und den europäischen Filmindustrien. Besonders die deutsche Filmindustrie spielte dabei eine herausragende Rolle: Bereits vor und im Ersten Weltkrieg kam es zu einer engen Zusammenarbeit zwischen osmanischen und deutschen Filmemachern – eine Verbindung, die das türkische Kino über Jahrzehnte hinweg prägen sollte.
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