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L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung episodes

  • Democratic Institutions


    Historians on Democracy #3

    Democracy is the subject of intense scholarly and public debate in the United States and around the globe. This virtual conversation series brings together international experts working on the past and present of democracy worldwide to foster understanding of this moment in time.
    Speakers: Martina Kessel (Bielefeld University), Debarati Bagchi (Max Weber Foundation), Adam Knowles (University of Zurich), Kenneth F. Ledford (Case Western Reserve University)
    Moderator: Sarah Jones Weicksel (American Historical Association)
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  • Neandertaler – Elefantenjagd in Sachsen-Anhalt


    Podcast „Wer wird sind und warum das nicht klappte...“

    Vor 125.000 Jahren in Deutschland: Neandertaler jagen Waldelefanten. Archäologen haben Elefantenknochen und Holzspeere aus der Steinzeit ausgegraben. Die Waldelefanten wogen jeweils 14 Tonnen und waren die größten Tiere an Land. Um sie zu erlegen, brauchte es Erfahrung, Kommunikation und einen Plan. Klingt mehr nach den cleveren Flintstones als nach tumben Höhlenmenschen. Die Neandertaler waren kompetenter, schlauer, und empathischer als wir bisher dachten sagt die Archäologin Sabine Windheuser Gaudzinski. Ich frage sie, was wir von den Neandertaler-Genen in uns noch heute merken.
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  • Policing the Mystical Path: Female Mystics and Claims to Divine Knowledge in Early Modern Catholic Worlds


    Minou Schraven | Frühneuzeittag 2024 „Wissenswelten“

    From the Pythias of Delphi to Nancy Reagan’s astrologer in the White House, politics and prophecy have always gone hand in hand across cultures and centuries. Those heading into battle or making weighty political decisions have long sought glimpses of what the future might hold. In the early modern period, mystics like Osanna of Mantua, Mechthild of Magdeburg, and Bridget of Sweden wielded significant political influence—often walking a fine line between reverence and suspicion. In her talk, Minou Schraven (University of Amsterdam) explores the lives and fates of two remarkable Spanish mystics: Juana de la Cruz and Luisa de la Ascensión.
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  • Der deutsche Umgang mit dem Nationalsozialismus. Eine Gesamtdarstellung


    Württembergische Landesbibliothek Stuttgart und online

    Prof. Dr. Magnus Brechtken (München)
    Der Umgang mit dem Erbe des Nationalsozialismus hat nach 1945 die deutsche Öffentlichkeit durchgehend beschäftigt – allerdings aus sehr unterschiedlichen Perspektiven. In den 1950 er Jahren herrschten Verdrängung und Beschweigen vor. In den 1960er Jahren führten wichtige Gerichtsprozesse den Verbrechenscharakter intensiv vor Augen. Seit den 1970er Jahren wurde auch der Holocaust als zentrales Verbrechen zum Thema. In den 1980er Jahren begann die konkrete Täter Forschung, in den 1990er Jahren die Frage nach der Rolle der Volksgemeinschaft. Hinzu kam die Frage nach dem Erbe der DDR. Seit den 2000er Jahren stehen die Kontinuitäten der Funktionseliten von der Weimarer Republik bis zur Bundesrepublik im Mittelpunkt.
    Diese knappen Stichworte skizzieren das weite Feld der Aufarbeitungsgeschichte. Der Vortrag bietet einen Überblick über die wichtigsten Diskussionsstränge, Themen und Thesen sowie den aktuellen Stand der Forschung und blickt auf die Perspektiven in einer sich rapide wandelnden politischen Gegenwart.
    Prof. Dr. Magnus Brechtken (München)Magnus Brechtken ist seit 2012 stellvertretender Direktor des Münchner Instituts für Zeitgeschichte und Professor an der Universität München. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen der Nationalsozialismus und der Umgang mit ihm nach 1945.
    Donnerstag, 5. Juni 2025, 18 UhrTeilnahme vor Ort in der Württembergischen Landesbibliothek, Saal (Konrad-Adenauer-Str. 10, 70173 Stuttgart) oder online über den Zugangslink: https://bitbw.webex.com/meet/wlb
    Eine gemeinsame Veranstaltung des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg und der Bibliothek für Zeitgeschichte in der Württembergischen Landesbibliothek.
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  • Den Dingen auf den Grund gehen


    Georg Simon Gerleigner | Idee Archäologie. Positionen und Konturen einer Wissenschaft

    Archäologie: die Lehre vom Alten, von altgriechisch archaios, alt; archaios wiederum abgeleitet von archē, Anfang. Für viele, die an der Archäologie interessiert oder in ihr tätig sind, den Verfasser eingeschlossen, liegt ein wesentlicher ihrer Reize darin, dass es zu ihrem Wesenskern, ihren ureigenen Aufgaben gehört, den Dingen auf den Grund zu gehen: und zwar sowohl buchstäblich, durch Feldforschung, wie auch im übertragenen Sinn, durch vielfältige Analyse des (Vor-)Gefundenen, insbesondere dessen historische Kontextualisierung in und seit seiner Entstehungszeit.
    Man könnte also sagen, dass die Archäologie versucht, ihre Untersuchungsgegenstände ausgehend von zwei ‚Anfängen‘ zu ergründen: einem in ‚neuer‘ Zeit, ab der Auffindung (etwa im Boden), und einem in ‚alter‘ Zeit, ab der Herstellung (und deren Kontext).
    Diese beiden ‚Anfänge‘ spiegeln sich in einer Diskussion in der englischsprachigen Forschung um das Begriffspaar ‚provenance‘ und ‚provenience‘ (vgl. deutsch ‚Provenienz‘: Herkunft) wider: In Abgrenzung zur in der Kunstwelt gebräuchlichen ‚provenance‘ als Herkunft eines Objekts vor allem im Sinne einer Besitzgeschichte (oft zeitlich rückwärts gedacht, ausgehend vom aktuellen Aufbewahrungsort) gibt es mittlerweile eine Tendenz, im archäologischen Kontext dessen ‚provenience‘ in den Vordergrund zu stellen, die konkreten Umstände und den Ort seiner Auffindung. Damit soll die Aufmerksamkeit darauf gelenkt werden, dass (möglichst genaue) Informationen darüber essentiell für den archäologisch-wissenschaftlichen Wert eines Objekts sind, und dass dieser entscheidend geschmälert wird, wenn über die ‚provenience‘ nichts bekannt ist (dies ist häufig bei Gegenständen der Fall, die aus dem Kunsthandel stammen). Unabhängig davon, welchen Aspekt man betont, ist es natürlich unabdingbar, beide zu berücksichtigen und im Zusammenhang mit einer vollständigen Objekt-„Biographie“ (oder auch Dinggeschichte, Itinerar) zu denken.
    Das wissenschaftsgeschichtlich vergleichsweise neue Feld der Provenienzforschung beschäftigt sich kritisch mit der Herkunft der Dinge, und spätestens heutzutage würde niemand mehr ernsthaft die Wichtigkeit dieses Unterfangens auch für die und in der Archäologie leugnen: Natürlich gilt es auch für archäologische Objekte insbesondere zu prüfen, ob sie in ihre gegenwärtigen Sammlungen aus möglichen Unrechtskontexten gelangt sind, zu denen nicht nur unrechtmäßiger Export, Raubgrabungen und illegaler Handel zählen, sondern etwa auch nationalsozialistische Verfolgung und koloniale Kontexte.
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  • Tabulae ceratae – Römische Wachstäfelchen: Episode 1 - Unscheinbare Funde?


    Nicht in Stein gemeißelte Inschriften oder Papyrus bestimmten den Alltag im antiken Rom, sondern Wachs­täfel­chen – die sogenannten tabulae ceratae. Mit einem Griffel (stilus) ritzten die alten Römer ihre alltäglichen Botschaften, Schul­auf­gaben, Briefe und sogar Rechts­ge­schäfte in das weiche Bienenwachs. Diese Täfelchen waren praktisch, wieder­ver­wend­bar und weit verbreitet – sie dienten als Notizbuch, Schreibheft oder Vertrag. Wie genau diese Wachs­täfel­chen genutzt wurden, welche Materialien dabei zum Einsatz kamen und wie sie gestaltet waren, erforscht die Epigraphikerin, Althistorikerin und Archäologin Dr. Anna Willi in einem von der Gerda Henkel Stiftung geförderten Forschungs­projekt. Im Mittel­punkt steht ein außer­gewöhn­licher Fund von 700 Täfelchen, die auf einer römischen Müllhalde im Norden der Schweiz entdeckt wurden.
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  • „Menschen und Götter haben dasselbe ‚nomos‘-Verständnis“


    Interview mit Niklas Rempe über die Semantik des antiken Nomos-Begriffs

    Begriffe sind wie Gesellschaften einem steten Wandel unterworfen. Bedeutungen verschieben oder verändern sich nicht nur im Laufe der Zeit, sondern auch synchron innerhalb einer Epoche oder einer Kultur. Beispielhaft für semantische Vielfalt bzw. semantische Vieldeutigkeit ist der Begriff nomos/nomoi in der antiken griechischen Welt. Zu welcher Zeit er was meinte und welche Bedingungen für die Bedeutungsbreite des Begriffs jeweils ausschlaggebend waren, ist das Thema der Dissertationsarbeit von Dr. Niklas Rempe, die von der Gerda Henkel Stiftung gefördert wurde und nun als Buch vorliegt. Wir haben Niklas Rempe unsere Fragen gestellt.
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  • Wissenschaftskommunikation oder politischer Aktivismus? Public Outreach in der historischen Friedens- und Konfliktforschung


    Podiumsdiskussion | Wer hat Angst vor Normativität? 40 Jahre Historische Friedens- und Konfliktforschung

    Die Anforderungen an Wissenschafts­kommuni­kation haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Kaum ein Drittmittelantrag kommt heute noch ohne ein Konzept für Dissemination und Public Outreach aus. Gleichzeitig wächst – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der kriegerischen Gegenwart – das öffentliche Interesse an der historischen Einordnung von Konflikten. Welche Beiträge können Histo­rike­rin­nen und Histo­riker zur Deutung, Einordnung und womöglich sogar zur Befriedung gegen­wär­tiger Konflikte leisten? In welchem Spannungs­ver­hältnis stehen dabei Wissen­schafts­kommu­nika­tion und politische Positio­nie­rung? Wo endet fach­liche Expertise und wo beginnt aktivistische Intervention? Welche normativen Grundhaltungen könnten eine gemeinsame Basis für verant­wor­tungs­volle Wissen­schafts­kommu­nika­tion bilden? Und existieren Kriterien für ihre Qualität?
    Über diese Fragen diskutieren Prof. Dr. Eckart Conze (Philipps-Universität Marburg), Prof. Dr. Felix Lange (Universität zu Köln) und Prof. Dr. Tatjana Tönsmeyer (Bergische Universität Wuppertal) im Gespräch mit Dr. Arvid Schors (Cologne Center for Advanced Studies in International History and Law).
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  • Was bleibet aber, stiften die Dichter?


    Lesung | Salon Sophie Charlotte 2025

    Literatur verwandelt, Literatur erzählt vom Wandel, Literatur hält aber auch allem Wandel stand. Ovids „Metamorphosen“ zählen zu den bedeu­tend­sten Werken der Literatur­ge­schichte. Kafkas Erzählung von der Verwand­lung Gregor Samsas in ein ungeheures Ungeziefer ebenso. Die Schau­spielerin Corinna Kirchhoff begibt sich mit Akademie­mit­glied Helmut Schwarz und Akademie­präsident Christoph Markschies auf die Suche nach Verwand­lungen in der Literatur. Suchen Sie mit!
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  • Prophetische Narrative zwischen Spätmittelalter und Früher Neuzeit


    Petra Waffner | Frühneuzeittag 2024 „Wissenswelten“

    Propheten beanspruchen nicht nur, über besonderes Wissen über die Zukunft zu verfügen, sie nutzen dieses Wissen auch, um über die Gegenwart zu urteilen und diese zu beeinflussen. So war es auch im 15. Jahrhundert, während des krisenhaften  Übergangs vom Spät­mittel­alter zur Frühen Neuzeit, als prophetische Erzählungen verstärkt in Umlauf kamen. In der anonym verfassten Reformatio Sigismundi von 1439, einer der wichtigsten Reformschriften dieser Zeit, werden die konkreten Reformforderungen mit der Vision einer Wiederkehr Kaiser Friedrichs verknüpft. In ihrem Vortrag analysiert Dr. Petra Waffner (Fernuniversität Hagen) die erzählerischen Strategien der Reformatio Sigismundi und vergleicht sie mit ähnlichen Erzählungen aus dem 16. Jahrhundert.
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