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L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung episodes

  • Eine Bestandsaufnahme: Schlösser in der Zeit des Nationalsozialismus


    Abschließende Podiumsdiskussion

    Die abschließende Podiumsdiskussion greift zentrale Frage­stellungen der Schwarzburger Tagung zu „Schlössern in der Zeit des Nationalsozialismus“ noch einmal auf: Was kenn­zeich­nete den Umgang der National­sozia­lis­ten mit Schlössern und Burgen? Welchen Platz hatten die steinernen Zeugen der Ver­gangen­­heit in der national­sozia­lis­tischen Ideologie und In­sze­nie­rung? Und von wem ging der Zugriff auf die Schlösser und Burgen aus: von Adolf Hitler oder den Gau­leitern und regionalen Partei­größen? Und was folgt daraus für die heutige Nutzung dieser Bauten?
    Es diskutierten: Dr. Doris Fischer (Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten), Dr. Thomas Ludwig (Mitglied des Sachverständigen Beirats der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten), Prof. Dr. Stephan Malinowski (Berlin), Dr. Samuel Wittwer (Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Branden­burg). Moderation: Dr. Jürgen Luh (Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg)
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  • St. Blasien im Bauernkrieg – Gewalt gegen ein Kloster


    Dieter Speck | Freiburg und der Breisgau im Bauernkrieg

    Klöster gerieten im Bauernkrieg immer wieder ins Ziel der Aufständischen. Die Überfälle, Zerstörungen und Plünderungen von Klöstern versprachen den Aufständischen Beute und steigerten das Bedrohungsgefühl der Nichtbeteiligten. Auf der Basis mehrerer detaillierter Quellen rekonstruiert Prof. Dr. Dieter Speck (Freiburg) in seinem Vortrag die Ereignisse rund um das Kloster St. Blasien, das sechstägige Gelage der Aufständischen und schließlich die umfassende Zerstörung des Klosterbesitzes.
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  • Abandoned Cities – Resilience in Perceptions and Interpretations


    Conference in Munich, June 16–18, 2025

    The enormous urbanization process in modern history has a seemingly paradoxical side effect, namely the emergence of ruins, of deserted, shrinking and entirely abandoned cities. Historically, the evidence of such urban failure was never ignored, but rather actively perceived. With this finding as a starting point, the conference in Munich focuses on the handling and perception of these Lost Cities as well as their functionalization at different times and in different cultures, bringing together experts from history, archaeology, sociology and art history.
    Recordings of the conference will be published here soon.
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  • Xiphilinos’ Heilige: Episode 5 - Lebendiges Erbe


    Im 4. Jahrhundert nach Christus wurden Orentius und seine sechs Brüder Opfer der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian. Das Martyrium der Sieben Brüder von Lasika (heute Georgien) ist eine von dreizehn ausgewählten Heiligenviten, die in der insgesamt 140 Texte umfassenden Sammlung von Johannes Xiphilinos überliefert sind und von Dr. Marijana Vukovic und Dr. Sandro Nikolaishvili in ihrem von der Gerda Henkel Stiftung geförderten Forschungsprojekt transkribiert und übersetzt werden. In Georgien, wo über 80% der Bevölkerung der Orthodoxen Kirche angehören, prägen Heiligenverehrung und Ikonenkult bis heute den religiösen Alltag. Die wissenschaftliche Erschließung der Viten des Xiphilinos wirft damit nicht nur ein Schlaglicht auf die historischen Grundlagen der georgischen Glaubenstradition, sondern eröffnet auch neue Zugänge zu einem bedeutenden spirituellen Erbe.
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  • „Leo XIV. will ein politischer Papst sein“


    Interview mit Hubert Wolf zur Wahl des neuen Papstes

    Erstmals ist ein Kardinal aus Nordamerika Papst. Robert Francis Prevost aus Chicago folgt als Leo XIV. dem Südamerikaner Jorge Mario Bergoglio aus Buenos Aires, der als Papst Franziskus zwölf Jahre Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche und Souverän des Vatikanstaats war. Damit ist erstmals zum zweiten Mal hintereinander kein Europäer Pontifex Maximus. Wer aber ist Robert Francis Prevost? Was lässt er als Leo XIV. erwarten? Wir haben Hubert Wolf, katholischer Theologe und Professor für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte der Universität Münster, unsere Fragen gestellt.
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  • Thomasius Club mit Nicolas Koy: Verstoß und Verzeihen


    20:00 Uhr I Café Alibi, Universitätsbibliothek Leipzig

    Von öffentlichen Fehltritten bis hin zu unseren kleineren, ganz alltäglichen Fauxpas: Der Mensch ist ein fehlbares Wesen, so viel ist klar. Doch wie gehen wir damit um? Der Philosoph Nicolas Koj schlägt in seinem Buch vor: Indem wir uns mit dem Verzeihen beschäftigen, denn über das Verzeihen nachzudenken, bedeute, den Menschen in seiner Fehlbarkeit zu betrachten. Aber was heißt überhaupt 'verzeihen'? Wo und wie kann es zur Anwendung kommen? Und wie kann bei diesem lebenspraktischen Thema eigentlich die Philosophie weiterhelfen? Christian Lamp und Annika Schadewaldt fragen beim Autor nach.
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  • Lost Cities und Combat Cities – Metamorphose der Stadt


    Julia Schulz-Dornburg und Martin Zimmermann | Salon Sophie Charlotte 2025

    Angesichts einer fortschrei­ten­den Urbani­sie­rung und der unge­heu­ren Erfolgs­ge­schichte der Siedlungs­form „Stadt“ wird selten die paradoxe Kehrseite dieser Geschichte in den Blick genommen. Seit 5.000 Jahren steht der Entstehung von Städten ihr Unter­gang gegenüber. Verlassene Städte sind ein geradezu allgegen­wär­tiges Phäno­men aller Zeiten und Regionen. Völlig im Verbor­ge­nen sind hingegen jene exklusiv vom Militär geplan­ten und erbauten „Combat Cities“. Sie erscheinen auf keiner Karte und finden in Stadt­pla­nung und Architektur kaum Beachtung. In diesen voll funktions­fähigen städtischen Kampf­zentren trainieren Soldatinnen und Soldaten Einsätze in urbaner Umgebung. Über zwei Versionen von Städten, die eine Trans­for­ma­tion ihrer eigent­lichen Bestim­mung er­fuh­ren, kom­men Martin Zimmer­mann (Alt­histo­ri­ker, LMU München) und Julia Schulz-Dornburg (Archi­tek­tin und Vor­sitzen­de des Kura­to­riums der Gerda Henkel Stiftung) ins Gespräch.
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  • Res publica temporanea: Street Art als visueller Aktivismus im öffentlichen Raum


    Ilaria Hoppe | Ringvorlesung „Diskurse der Öffentlichkeit“

    Der Vortrag von Prof. Dr. Ilaria Hoppe (KU Linz) stellt die künst­le­ri­sche Praxis der italie­ni­schen Street Art-Kollek­ti­ve Res Publica Tempo­ra­nea und Collettivo FX in Catania (Sizilien) vor, die in jeweils schwie­ri­gen urbanen Zonen der Stadt (San Berillo, Librino, Palestra Lupo) agieren. Daraus ist eine Fall­studie entstanden, die in den kritischen Diskurs der Street Art-For­schung einge­bettet ist, welche diese schon vor einigen Jahren als ästhe­tisch und ideo­lo­gisch erschöpft diskutiert: Street Art sei nur mehr bloße Wiederholung sowie in Prozesse der Gentri­fi­zierung und damit der urbanen Kommerzialisierung eingebunden. Obwohl man diese Aspekte auch anhand der Künstler­kollek­tive in Catania diskutieren kann, erinnert ihre Arbeits­weise als sozialer Aktivis­mus, der in Absprache mit den Bewohnerinnen und Bewohnern entsteht, an den Ursprung der Street Art in den 1960er Jahren.
    Der Vortrag stellt diese Praxis als ein Medium vor, das sich deutlich von den zeit­genös­si­schen Formen des legalen Muralismus unterscheidet, und als eine kritische Praxis im neo­libe­ralen städtischen Raum betrach­tet werden kann.
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  • The Role of Civil Societies


    Historians on Democracy #2

    Democracy is the subject of intense scholarly and public debate in the United States and around the globe. This virtual conversation series brings together international experts working on the past and present of democracy worldwide to foster understanding of this moment in time.
    Moderation: Christina Morina (New School/ University of Bielefeld)
    Speakers: Stephen Milder (LMU Munich), Jeremy Varon (New School), Till van Rahden (Université de Montréal), Marion Kaplan (New York University).
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  • Der Kalte Krieg als Katalysator der Aussöhnung? Die Städtepartnerschaft Kiel–Coventry, 1945–1955


    Christoph Laucht | Wer hat Angst vor Normativität? 40 Jahre Historische Friedens- und Konfliktforschung

    Kurz nach Kriegsende gründeten Kieler Bürgerinnen und Bürger unter der Führung des Oberbürgermeisters Andreas Gayk die „Gesellschaft der Freunde Coventrys“, um von der norddeutschen Hafenstadt aus den Prozess der Aussöhnung mit Großbritannien voran­zu­treiben. Stand anfangs die gemein­sa­me Erfahrung des Bomben­kriegs im Mittelpunkt, traten Rückbezüge auf den Krieg und die nationalsozialistische Diktatur angesichts des herauf­zie­hen­den Ost-West-Konfliktes schon bald gegen­über Zukunfts­ent­würfen für eine neue liberal­demo­kra­tische Welt­ord­nung in den Hintergrund. In seinem Vortrag hinterfragt Prof. Dr. Christoph Laucht (Swansea University) die Verklärung der Aussöhnung als Friedens­projekt und zeichnet nach, wie vielmehr der aufkommende Kalte Krieg als Katalysator der (west)deutsch-britischen Aussöhnung wirkte.
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