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  • Three Wars and the Practice of Social Science: Ethical, Scientific, and Practical Aspects of Collaboration and Cancellation in a Troubled World


    Theodore Gerber | Europe's History of the Present: Universalism and Particularism

    In his presentation “Three Wars and the Practice of Social Science,” Theodore P. Gerber (University of Wisconsin-Madison) examines how three ongoing conflicts—the Russian invasion of Ukraine, the Israel-Hamas war, and the U.S. culture war over “wokeness” shape the ethical, scientific, and practical dimensions of social science research in American academia. Drawing on personal observations and data from assessments of Russian studies, Gerber explores the tensions between scholarly values and political pressures, the role of decolonization in area studies, and the challenges of collaboration with Russian scholars. He argues that while “wokeness” poses a deeper institutional challenge to U.S.-based social scientists than state interference, Russia’s ambiguous position in these ideological narratives has both shielded and complicated the work of those studying it.
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  • A Delicate Dance: International Organizations, National Liberation Movements, and the End of Empire


    Konrad Adenauer Lecture by Andrew Thompson

    In the wake of World War II, a wave of anti-colonial movements, Cold War rivalries, and the growing influence of newly independent states began to dismantle the imperial world order. By the 1960s, decolonization had reshaped global politics—and international and humanitarian organizations were forced to adapt. In his Konrad Adenauer Lecture, Prof. Andrew Thompson (Oxford) explores how four distinct actors—the International Committee of the Red Cross (ICRC), the UN High Commissioner for Refugees, the World Council of Churches, and the Swedish International Development Cooperation Agency (Sida)—responded to these shifting dynamics. Thompson examines different modes of humanitarianism and asks how these organizations framed the limits and legitimacy of humanitarian aid while navigating relationships with national liberation movements and predominantly Western donors.
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  • Antike(n) in die Schule tragen


    Jonas Jakob Krasel | Idee Archäologie. Positionen und Konturen einer Wissenschaft

    „Was kostet das? Wie viel ist das wert?“ sind zwei häufig gestellte Fragen an diesem Vormittag in der Schule, auf die ich nicht vorbereitet war. Mir bleibt nichts anderes übrig, als den fragenden Schülerinnen und Schülern mein Unwissen einzugestehen, während ich doch darüber nachdenke, was eine vollständige römische Tonlampe im Kunsthandel kosten könnte. Gibt es überhaupt einen Marktpreis für Ziegel mit Pfotenabdrücken (Abb. 1)? Ich weiß mir nicht besser zu helfen, als bemüht pädagogisch zu antworten: „Für mich besteht der Wert solcher alten Gegenstände darin, was sie uns über die Menschen verraten, die sie hergestellt und genutzt haben – wie sie in ihrer Zeit gelebt und was sie gedacht haben. Ich kann euch gar nicht genau sagen, was man dafür an Geld bezahlt. Aber ich finde es gut, dass diese Objekte nicht einer einzelnen Person gehören, die sie nur für sich gekauft hat, sondern der Universität, dem Staat und damit letztlich uns allen – euch genauso sehr wie mir. Nur deswegen konnte ich sie euch heute mitbringen.“ Kulturgutschutz stand eigentlich nicht im Verlaufsplan dieser Doppelstunde. Aber so kommen wir doch noch auf die Probleme zu sprechen, die die Nachfrage auf dem Antikenmarkt durch Raubgrabungen und illegalen Handel mit sich bringt.
    Für die meisten Archäolog:innen klänge das alles in Bezug auf eine Tonlampe und ein Ziegelfragment furchtbar dick aufgetragen – angesichts einer Realität, in der weit bedeutendere ‚Kunstschätze‘ im Privatbesitz verschwinden. Umgekehrt klänge es für andere sehr einseitig gegen privaten Antikenbesitz argumentiert. Besonders in Zeiten trumpistischer Agitation gegen Wissenschaft und Kultur steht denn in Frage, ob staatlicher Besitz immer die bessere Alternative und ein sicherer Hafen für Kulturgüter ist. Gerade wegen ihrer Unabhängigkeit könnten Universitäten und Museen in den USA eine wichtige Rolle im zivilen Widerstand einnehmen. Aus dieser Perspektive wären archäologische Objekte im privaten Besitz zunächst vor dem Zugriff des Staates geschützt. Das Hauptproblem sehen wahrscheinlich viele darin, dass allein die Eigentümer:innen über die Zugänglichkeit der Objekte für Wissenschaft und Öffentlichkeit entscheiden. Sie können sie nach ihrem Gutdünken als Leihgaben in Museen präsentieren oder im Keller verrotten lassen. Wenn wir uns den Vorwurf zu eigen machen, sie enthielten der Gesellschaft Teile des gemeinsamen Kulturerbes vor, müssen wir uns auch fragen, ob staatliche Träger diesem Anspruch für alle ihnen anvertrauten Gegenstände gerecht werden.
    Denn es gehört auch zur Realität, dass viele archäologische Objekte in den Depots öffentlicher Institutionen verschwinden, ohne jemals öffentlich ausgestellt oder für Lehre und Forschung genutzt zu werden. Das betrifft vor allem Objekte wie die fünf, die ich an diesem Morgen mitgebracht habe: zwei Öllampen, eine Münze, eine Sigillata-Scherbe und das Ziegelfragment mit Pfotenabdruck (Abb. 1). Sie sind allesamt dekontextualisiert, das heißt ihr ursprünglicher Fundzusammenhang ist nicht bekannt. Damit haben sie schon unwiederbringlich einen Teil ihres wissenschaftlichen Wertes verloren. Sie waren von Privatleuten gekauft oder aus dem Urlaub mitgebracht worden, bevor sie schließlich als Schenkungen in den Besitz der universitären Sammlung kamen. Manche sind nur zu einem Bruchteil erhalten. Vor allem aber sind sie nicht selten, sondern hundert- und tausendfach anderswo dokumentiert. Das alles trägt dazu bei, dass sie weder für die Forschung noch für Ausstellungen besonders attraktiv sind. Zumindest ragen sie zwischen besser erhaltenen, aufsehenerregenden Objekten mit gut überlieferter Provenienz nicht hervor.
    Trotzdem ist es keine Selbstverständlichkeit, dass ich sie als Archäologiestudent einpacken und in die Schule bringen darf. Es hätte gut sein können, dass Versicherungen und Genehmigungen dem Vorhaben im Weg gestanden hätten, wenn niemand bereit gewesen wäre, die Verantwortung zu übernehmen. Denn so viele Gedanken man auch auf die Sicherheit verwendet, das Risiko einer Beschädigung lässt sich nicht ganz bannen. Für Museen ist die Unversehrtheit der Objekte und das Aufbewahren für die Nachwelt von hoher Priorität. Sie muss regelmäßig mit anderen Interessen abgewogen werden: Lichteinwirkung in den Ausstellungsräumen, Transport für den Verleih, Beprobung für Altersbestimmungen, um nur drei Beispiele zu nennen. Im konkreten Fall steht die Frage im Raum, ob es für die Vermittlungsarbeit in der Schule legitim ist, die Museumsstandards zu unterschreiten. Dafür sollte man sich bewusst machen: Bewahren ist kein Selbstzweck, sondern an das Interesse der Gesellschaft gebunden. Entgegen dem archäologischen Idealbild, alle Funde mit gleicher Sorgfalt zu konservieren und archivieren, das für moderne Ausgrabungen unerlässlich ist, muss es möglich sein, die Risikoabwägung für dekontextualisierte Kleinfunde anders zu treffen.
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  • LaG-Magazin 5/25 erschienen


    Zum 8. Mai. Erinnern an das lange Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa

    80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs greift das LaG-Magazin aktuelle Herausforderungen an die Praxis der Erinnerung auf. In ihren Beiträgen erzählen die Autor*innen Geschichten vom langen Kriegsende in verschiedenen europäischen Ländern und wie diese heute erinnert werden. Der bisher geltende Konsens vom 8. Mai 1945 als dem Tag der Befreiung steht jedoch, auch durch den erstarkenden rechten Geschichtsrevisionismus, mehr denn je in Frage.
    Link zum LaG-Magazin 5/2025
    Am 8. Mai 2025 schauen wir mit einem Abstand von 80 Jahren zurück auf das Ende des Zweiten Weltkrieges, das zugleich das Ende des nationalsozialistischen Deutschlands war. Mehrere Autor:innen unseres Magazins berufen sich in ihren Texten auf die Rede Richard von Weizsäckers, der 1985 den 8. Mai als „Tag der Befreiung“ deklarierte – eine staatspolitische Erklärung, die zu einem gesellschaftlich breit getragenen Konsens wurde. Die MEMO-Studie der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ), die den Stand der Erinnerungskultur in Deutschland empirisch dokumentiert, hat herausgefunden, dass viele junge Menschen heute noch an der NS-Zeit interessiert sind. Allerdings zeigten sich bei den repräsentativen Befragungen der Studie auch erhebliche Wissenslücken: Die Länder Ukraine, Belarus und Litauen etwa, deren Gebiete Hauptschauplatz des Vernichtungskriegs in Osteuropa waren, werden nur von sehr wenigen Befragten überhaupt mit dem Zweiten Weltkrieg in Verbindung gebracht. Daraus ergeben sich die Fragen, wie wir den Zweiten Weltkrieg als europäisches Ereignis betrachten können und was wir über die Vergangenheitsdeutungen in anderen europäischen Ländern wissen, kurz: Wie kann eine europäische Erinnerungskultur aussehen?
    Wissenschaftler:innen nehmen aktuell das „lange Kriegsende“ in Europa in den Blick, das für Millionen Menschen in verschiedenen Ländern auch nach dem 8. Mai 1945 noch jahrelang von Gewalt, Migration und existenzbedrohenden Notlagen geprägt war. Der Historiker Martin H. Geyer nennt diese Zeit eine „Abfolge permanenter Ausnahmezustände“. Den mikrohistorischen Blick auf die Kriegs- und Nachkriegserfahrungen von Menschen werden Sie in einigen Essays dieser Magazinausgabe wiederfinden. Die Erinnerungspraxis steht heute jedoch vor Herausforderungen ungeahnten Ausmaßes: Durch aktuelle Kriege in und am Rand von Europa sowie durch den Vormarsch rechter und extrem rechter politischer Kräfte wird es zunehmend schwieriger, den erinnerungskulturellen Konsens aufrechtzuerhalten. Die Wahlerfolge der AfD bei der letzten Bundestagswahl ziehen weitere Fragen nach sich: Welche Rolle spielen eigentlich die geschichtsrevisionistischen Deutungen dieser Partei für die Wähler:innen? Bedeuten die hohen Zustimmungswerte am Ende eine Aufkündigung der kritischen Aufarbeitung und Verurteilung deutscher NS-Verbrechenskomplexe? Äußert sich hier das Bedürfnis, lieber auf die eigenen Leiden zu schauen als auf die der anderen? Oder haben erinnerungskulturelle Fragen keine stimmentscheidende Priorität und wählen Bürger:innen die AfD trotz ihrer Verharmlosung von NS-Verbrechen?
    Die Beiträge dieser Magazinausgabe nehmen die oben angerissenen Fragen und Themenfelder auf. Mit lokal- und regionalhistorischen Perspektiven greifen sie zugleich die Forderung nach einer europäisch orientierten Erinnerung auf. Zur Einführung werfen wir einen Blick in die Arbeit und die aktuellen Forschungsergebnisse des Multidimensionalen Erinnerungsmonitors MEMO Deutschland. Am Heftende stellen wir Bildungsprojekte anlässlich des 8. Mai 2025 vor, die den europäischen Gedanken einlösen und mit ansprechenden digitalen Formaten arbeiten.
    Maria Wilke ordnet dem 8. Mai eine besondere Bedeutung in der gegenwärtigen Erinnerungskultur zu. Der in den vergangenen Jahrzehnten erarbeitete europäische Erinnerungskonsens vom 8. Mai als dem Tag der Befreiung wird durch erstarkende geschichtsrevisionistische Deutungen als auch durch die russische Propaganda im Rahmen des Angriffskriegs gegen die Ukraine in Frage gestellt.
    Jonas Rees und Leonore Martin haben unsere Fragen zu den Ergebnissen der aktuellen MEMO-Studien beantwortet. Sie berichten besonders über die MEMO-Jugendstudie von 2023, gewähren uns Einblick in die Arbeitsprozesse der Studien und weisen auf ihre gesellschaftliche Relevanz hin.
    Jost Dülffer gibt uns einen Überblick über die Praxis der Erinnerung in west- und osteuropäischen Ländern. Die Tradition, an die „für das Vaterland gefallenen“ Soldaten zu erinnern, stellte in den Nachkriegsjahrzehnten europaweit keinen angemessenen Rahmen mehr dar, um der Opfer des Zweiten Weltkriegs, eines genozidalen Vernichtungskriegs, zu gedenken.
    Karolina Ćwiek-Rogalska hat Interviews mit ehemaligen polnischen Zwangsumsiedler:innen und deren Angehörigen in der polnischen Kleinstadt Wałcz/Woiwodschaft Westpommern geführt. Sie gewährt uns einen Einblick in die Erfahrungen dieser Menschen, die im Frühjahr 1945 in den neuen polnischen Westgebieten ankamen.
    Juliane Wetzel gibt einen Überblick über die jüdischen DP-Lager in den von den Westalliierten besetzten Zonen. Sie weist auf das lange Kriegsende hin – viele jüdische Überlebende mussten noch Jahre im „Wartesaal Deutschland“ ausharren, bis es ihnen gelang auszuwandern.
    Emmanuel Droit blickt aus einer französischen Perspektive auf das Kriegsende in der deutschen Kleinstadt Demmin und den damaligen Massensuizid von Einwohner:innen im Angesicht der einmarschierenden Roten Armee. Die Erinnerung dort wird heute zunehmend von der AfD und der extremen Rechten geprägt: Den 8. Mai feiern nicht mehr alle in Demmin als Tag der Befreiung.
    Sophie Ziegler stellt zwei von der Stiftung EVZ geförderte Projekte vor. Sie berichtet, wie junge Menschen heute die Geschichte des Kriegsendes aufarbeiten und erzählt hierbei von zwei Orten: der multikulturellen Region Fruška Gora in Serbien und dem Plac Grunwaldzki in der polnischen Stadt Wrocław.
    Tobias Rischk weist auf eine Ausstellung, einen Podcast, ein Projekt mit virtuellen Zeitzeug:innen und ein Tanzprojekt hin, die sich auf den 8. Mai 1945 beziehen. Eine Konferenz zum langen Kriegsende in Europa nimmt die nationalen Erinnerungen im Kontext des Kalten Krieges in den Blick und schaut besonders nach Osteuropa.
    Diese Ausgabe des Magazins „Lernen aus der Geschichte“ wurde von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft gefördert. Die Beiträge regen historisch-politisch Bildende zu einer stärkeren Berücksichtigung europäischer Perspektiven an. Dabei ist mit der Herausforderung umzugehen, dass der kritische und multiperspektivische Modus im Umgang mit Vergangenheit durch gegenwärtige politische Konstellationen mehr denn je in Frage steht. Wir danken den Mitarbeiter:innen der Stiftung EVZ für ihre Beiträge zum vorliegenden Themenheft.
    Das nächste LaG-Magazin erscheint voraussichtlich am 2. Juli 2025. Es thematisiert die Geschichte der Wehrpflicht in Deutschland seit 1945.
    Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre!
    IhreLaG-Redaktion
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  • Xiphilinos’ Heilige: Episode 4 - Römische Geschichte und zwei „Xiphilinoi“


    Die Römische Geschichte von Cassius Dio (ca. 163–235 n. Chr.) gehört zu den bedeutendsten antiken Quellen über das Römische Reich. In achtzig Bänden erzählt Dio die Geschichte Roms von der mythischen Gründung bis in das 3. Jahrhundert. Ein großer Teil dieses Werks ist heute jedoch nur in der Bearbeitung des byzantinischen Mönchs Johannes Xiphilinos überliefert. Im 11. Jahrhundert verfasste Xiphilinos im Auftrag des oströmischen Kaisers Michael VII. (reg. 1067–1078) eine gekürzte Fassung von Dios Werk. Dabei ließ er weite Abschnitte, insbesondere zur republikanischen Zeit, aus und konzentrierte sich stärker auf die Darstellung der römischen Kaiser. Im Vergleich mit seinen Heiligenviten, die ebenfalls im kaiserlichen Auftrag entstanden, werden Xiphilinos’ literarischer Stil und die dahinterstehenden politischen Intentionen besonders deutlich.
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  • Erbschaften. Die Zwiespältigkeit des Erbes in der Spätmoderne


    19.05.2025 | 18:00 Uhr | Aula Hauptgebäude, Universität zu Köln

    Im Zuge seines Fellowships am Erich Auerbach Institute for Advanced Studies hält der renommierte Soziologe Andreas Reckwitz am Montag, den 19.05.2025 an der Universität zu Köln einen öffentlichen Vortrag zu „Erbschaften. Die Zwiespältigkeit des Erbes in der Spätmoderne“.
    Für weitere Informationen besuchen Sie gerne unsere Homepage. Kontakt: Maximilian Kloppert, [email protected].
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  • „Die römische Lebensart fiel in Spanien auf fruchtbaren Boden“


    Interview mit Pedro Barceló über Spanien in der Antike

    Die Iberische Halbinsel war in der Antike ein Ort intensiver kultureller Begegnungen: Phöniker, Griechen, Karthager, Römer, Germanen und Araber kamen zu unterschiedlichen Zeiten hier an, prägten das Land und hinterließen ihre Spuren. Trotzdem gab es bislang im deutschen Sprachraum kaum ein Buch, das all diese Einflüsse in einem Gesamtüberblick darstellt. In seinem kürzlich in der Historischen Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung erschienenen Band Geschichte Spaniens in der Antike spannt Prof. Dr. Pedro Barceló (Universität Potsdam) einen Bogen von den frühesten indigenen Kulturen bis zur arabischen Herrschaft über die Iberische Halbinsel. Im Interview erklärt Prof. Barceló, welche Völker besonders prägend für die Entwicklung Spaniens waren und warum gerade die römische Zeit bis heute nachwirkt.
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  • Mischa Kuball | Five Planets (2015)


    Kunstgeschichten mit Peter Gorschlüter

    In der vierunddreißigsten Episode von Kunst­geschich­ten bespricht der Kunsthistoriker Prof. Peter Gorschlüter im Museum Folkwang in Essen die Installation Five Planets von Mischa Kuball aus dem Jahr 2015. Peter Gorschlüter ist Direktor des Museums Folkwang.
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  • Shakyamuni Buddha – Historische Gestalt und zeitloses Vorbild


    vhs.wissen live mit Helwig Schmidt-Glintzer

    Die verschiedenen Lebensgeschichten des Buddha stellen für Buddhisten und Buddhismusforscher gleichermaßen eine Herausforderung dar, wenn es darum geht, wie sie all das reiche Material betrachten. Indem ich versuche, „Buddha als historische Person“ neu zu erfassen und seine intellektuelle und religiöse Weltsicht mit den vielen posthumen Legenden in Einklang zu bringen, rekonstruiere ich eine Biographie, die natürlich virtuell, aber gleichzeitig realistisch ist. Helwig Schmidt-Glintzer hatte nach einem Studium der Sinologie und diversen Forschungsreisen nach Ostasien von 1981 bis 1993 den Lehrstuhl für Ostasiatische Kultur- und Sprachwissenschaft an der Universität München inne, bevor er von 1993 bis 2015 als Direktor der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel tätig war. Er ist heute Direktor des China Centrums Tübingen.
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  • Die Friedenskonzeptionen Zar Peters I. im Großen Nordischen Krieg


    Regina Stuber | Wer hat Angst vor Normativität? 40 Jahre Historische Friedens- und Konfliktforschung

    Der Frieden von Nystad, der den Großen Nordischen Krieg (1700–1721) beendete, markierte das Ende der schwedischen Vorherrschaft im Ostseeraum und leitete den Aufstieg des russischen Zarenreichs als neue Großmacht in Europa ein. Bereits in den ersten Kriegsjahren ließ Zar Peter I. an den Höfen in Wien und Hannover Pläne für eine Neuordnung Europas vorlegen. Seine Vision war nicht ein bloßer Teilfrieden, sondern ein gesamteuropäischer Frieden – bewusst angelehnt an das Vorbild des Westfälischen Friedens. Russland sollte dabei die Rolle eines Garanten für die Sicherheit sowohl des Heiligen Römischen Reiches als auch des christlichen Europas übernehmen. In ihrem Vortrag erläutert Dr. Regina Stuber (Akademie der Wissenschaften zu Göttingen) die normativen Muster und Denkfiguren, die den friedenspolitischen Vorstellungen Peters zugrunde lagen.
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