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L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung episodes

  • DADA TAMTAM: Episode 5 - Die vergessenen Frauen


    Die in Prag geborene Marie Čermínová (1902–1980) wurde unter ihrem Künstlernamen Toyen zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten der tschechoslowakischen Avantgarde der 1920er und 1930er Jahre. Obwohl ihr Werk eher dem Surrealismus als dem Dadaismus zuzuordnen ist, ist Toyen für die Kunsthistorikerin Lenka Kerdová eine zentrale Figur in ihrem Forschungsprojekt zu Dada in Prag. Denn viele andere – besonders deutschsprachige –  Künstlerinnen, die in Prag lebten oder wirkten, sind mittlerweile in Vergessenheit geraten. Diese Frauen der Vergessenheit zu entreißen und ihre Beiträge zur Prager Avantgarde zu rekonstruieren, ist Ziel der Forschungen von Lenka Kerdová.
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  • „Ein universell geltendes und befolgtes Recht ist eine Utopie“


    Interview mit Angelika Nußberger über aktuelle Forschung zu Universalismus und Partikularismus

    Das Zusammenspiel aus Recht und Geschichte steht im Mittelpunkt der vierten Phase der Kolleg-Forschungsgruppe (KFG) zu Universa­lis­mus und Partikula­ris­mus in der europäischen Zeit­geschich­te. Wie wirkten und wirken sich bis heute beispielsweise überlieferte Rechts­texte insbe­son­dere auf die Entstehung der Menschen­rechte aus? Eine Frage, zu der die Juristin und Slawistin Prof. Dr. Angelika Nußberger schon lange forscht und als Distinguished Fellow der KFG zu einem Semester­programm ausgear­bei­tet hat. Wir haben ihr dazu unsere Fragen gestellt.
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  • Theater der Macht – Die Inszenierung der Politik in der römischen Republik | Uwe Kullnick spricht mit Karl-J. Hölkeskamp


    München, Bayerische Einigung/Bayerische Volksstiftung, 18:00-19:30 Uhr

    500 Jahre währte die Geschichte der römischen Republik. Große Namen wie Brutus, Cato, Sulla, Caesar und Augustus ragen daraus hervor. Doch was war der Stoff, der ihre Welt im Innersten zusammenhielt? Ausgefeilt choreographierte Zeremonien und streng festgelegte Rituale der Macht, die in Rom wie auf einer Bühne inszeniert wurden! Triumphzug und Götterkult, Volksversammlung und Leichenbegängnis – alles fügte sich zu einer niemals endenden Aufführung, in deren unablässigem Vollzug jeder Bürger den römischen Kosmos wiedererkannte und verstand, wo darin sein Platz war.
    Wer dieses Buch liest, versteht mit einem Mal, dass pomp and circumstance im alten Rom nicht einfach schmückendes Beiwerk imperialen Glanzes waren, sondern vielmehr Fundament und Rückgrat des römischen Staates bildeten. Die zahllosen Bauwerke und Denkmäler im Herzen Roms – die alle die Größe, die Heroen und die Ordnung der römischen Welt herauf beschwören – erweisen sich bei näherem Hinsehen als lebendige, bedeutungsvolle und wirkmächtige Kulisse, vor der einst das Theater der Macht aufgeführt wurde. Sie bildete den Raum, in dem Götter, Priester, Politiker und Volk einander begegneten, miteinander kommunizierten und agierten. Zugleich erschließt sich, wie wichtig die durchchoreographierten Triumphe und Trauerfeiern, die Volksversammlungen und Kulthandlungen, die dort inszeniert wurden, für die Zeitgenossen waren – dienten sie ihnen doch als Begründung und Beglaubigung der unvergänglichen Macht und Herrschaft Roms. Es war geradezu das Signum dieser Kultur, dass der Alltag der Politik auf dem Forum einerseits und die außeralltägliche Welt der Bühne, der Feiern und Spiele andererseits sich ebenso gegenseitig spiegelten bzw. teilweise durchdrangen wie die zeremoniellen, symbolisch-ausdrucksstarken Formen und zweckrationalen, technisch-instrumentellen Verfahren der Entscheidungsfindung. Das dabei verwendete Repertoire an Gesten, Gebärden und Formeln in öffentlicher Rede, Zeremonien, Ritualen und anderen Handlungen mit symbolischer Qualität erbrachte als wichtigste Leistung die ständige Vergewisserung und Verpflichtung aller Beteiligten und legte sie auf Akzeptanz und Verbindlichkeit der römischen Ordnung fest.
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  • Hitler und das Trauma des verlorenen Weltkriegs


    Zu Gast bei L.I.S.A. mit Gerd Krumeich

    Über das Scheitern der Weimarer Republik und den Aufstieg des National­sozia­lis­mus sind viele Bücher geschrieben worden und doch treibt Historikerinnen und Historiker die Frage nach den Gründen dafür immer wieder von Neuem um. So auch Prof. Dr. Gerd Krumeich (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf), Experte für die Geschichte des Ersten Weltkriegs. In einer neuen Veröffent­lichung plädiert er dafür, ebenjenen Weltkrieg und seine Nach­wir­kun­gen als Faktor für Hitlers Erfolg deutlich höher zu gewichten. Als Belege dienen ihm das Krieger­gedenken und die Kriegs­narrative in der Weimarer Republik und nicht zuletzt die National­sozialisten sowie Hitler selbst, die in ihren Reden und Insze­nie­rungen immer wieder auf den Krieg von 1914 bis 1918 zurückgegriffen haben. In einer neuen Folge von Zu Gast bei L.I.S.A. haben wir mit Professor Krumeich über diese These gespro­chen.
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  • „Krieg“ und „Frieden“ in der Aufarbeitung kolonialer Vergangenheiten in Deutschland und Frankreich


    Sahra Rausch | Wer hat Angst vor Normativität? 40 Jahre Historische Friedens- und Konfliktforschung

    Seit den 1990er Jahren trat die koloniale Vergangenheit zunehmend ins öffentliche Bewusstsein und Betroffenengruppen von Opfern forderten die Anerkennung und Aufarbeitung kolonialer Massenverbrechen, Entschädigungszahlungen und ein öffentliches Gedenken. In Frankreich wurde das Ringen individueller und kollektiver Erinnerungen um offizielle Anerkennung als „Erinnerungskriege“ (guerres de mémoire) bezeichnet. In der deutschen Auseinandersetzung mit der kolonialen Vergangenheit spielt der Begriff der „Erinnerungskriege“ zwar keine gesellschaftlich relevante Rolle, allerdings gewinnt der Begriff der „Opferkonkurrenz“ medial und wissenschaftlich an Bedeutung. In ihrem Vortrag geht Dr. Sahra Rausch (Friedrich-Schiller-Universität Jena) den normativen Vorstellungen nach, die hinter der Bezugnahme auf die Konzepte „Krieg“, „Frieden“ und „Versöhnung“ in der erinnerungspolitischen Auseinandersetzung mit kolonialen Vergangenheiten stehen.
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  • Schwerpunktreihe 2025: Rechtsaußen


    Theodor-Heuss-Haus, Stuttgart

    Demagogische Parolen, Straßenproteste und Kundgebungen, mediale Codes und geheime Symbole, Drohungen, Gewalt und Mord: Der Rechtsextremismus ist Bestandteil der deutschen und europäischen Gegenwart. Lange Zeit wurde er in der „Erfolgsgeschichte Bundesrepublik“ als Randphänomen abgetan oder historisches Überbleibsel beschrieben. Aber autoritäre und radikalnationalistische Strömungen haben seit 1945 sowohl in den beiden deutschen Staaten als auch im wiedervereinten Deutschland überdauert – und sich stetig weiterentwickelt.
    Die Schwerpunktreihe Rechtsaußen bestimmt den aktuellen Verlauf dieser Strömungen in Deutschland und lotet deren historische Tiefendimension aus.
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  • Die Funktion der Cadolzburg und anderer bayerischer Burgen 1933–45 und der museale Umgang damit


    Uta Piereth | Schlösser in der Zeit des Nationalsozialismus

    Bedeutung – Umdeutungen – Umnut­zun­gen: Zahlreiche bayerische Burgen sind Bau­­denk­­mäler von heraus­ragen­der histo­rischer Bedeu­tung. Gerade dieser Umstand machte sie in den Augen der National­sozialisten für Umdeu­tungen und Umnutzun­gen attraktiv. Anhand mehrerer Beispiele erläutert Prof. Dr. Uta Piereth (Bayerische Schlösser­verwaltung) die Indienst­nahme von Burgen für die Geschichts­dar­stellun­gen und Zukunfts­visionen des National­sozialis­mus. Dabei geht es auch um die Frage, wie die Umnut­zun­gen der NS-Zeit in den Burgen und ihren Ausstel­lun­gen heute thema­ti­siert werden. Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Cadolzburg in Mittelfranken. Als weitere Beispiele werden die Kaiserburg Nürnberg, die Burg Trifels und die Plassenburg in Kulmbach angesprochen.
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  • Hambacher Gespräch: „Keine Experimente!“ Sicherheit als deutsches Grundbedürfnis


    Hambacher Schloss in Neustadt an der Weinstraße

    In einer von Krisen, Kriegen und einschneidenden Veränderungen geprägten Welt wird ein Thema immer relevanter: Sicherheit. Auf dem Hambacher Schloss widmen sich die diesjährigen Hambacher Gespräche diesem menschlichen Grundbedürfnis und nähern sich ihm von verschiedenen Perspektiven an.
    Im ersten Hambacher Gespräch des Jahres ordnen wir das Thema grundsätzlich ein und diskutieren unter dem Titel „Keine Experimente!“ über Sicherheit als deutsches Grundbedürfnis. Bekanntlich handelt es sich hierbei um den Wahlkampfslogan von Konrad Adenauer zur Bundestagswahl im Jahr 1957, der bei den Wählerinnen und Wählern tatsächlich Wirkung zeigte: Mit knapp über 50 % der Stimmen erzielte die Union das bis heute höchste Wahlergebnis einer Partei bei einer Bundestagswahl.
    Stimmt also der Ruf der Deutschen, besonders sicherheitsbedürftig zu sein? Gibt es eine „German Angst“? Und wenn ja: Was sind die historischen und psychologischen Ursachen dafür? Deutschland ist eines der sichersten Länder der Welt. Warum herrscht dennoch so viel Verunsicherung? Wie entwickelte sich das individuelle und das kollektive Sicherheitsgefühl über die Jahrzehnte?
    Unter anderen wird der Historiker Prof. Dr. Eckart Conze versuchen, Antworten auf diese und weitere Fragen zu geben. Conze ist Professor für Neueste Geschichte an der Philipps-Universität Marburg, wo die historische Sicherheitsforschung zu einem seiner Forschungsschwerpunkte zählt. Neben Publikationen zur „Sicherheit als Kultur“ sowie zur „Geschichte der Sicherheit“ hat er im Jahr 2009 eine vielbeachtete Geschichte der Bundesrepublik Deutschland von 1949 bis in die Gegenwart veröffentlicht mit dem Titel „Die Suche nach Sicherheit“. Indem Conze seine Fragestellungen bewusst von der Gegenwart aus formuliert, leisten seine Analyse stets auch Beiträge zum besseren Verständnis heutiger Entwicklungen.
    Moderation: Dr. Kristian Buchna (Stiftung Hambacher Schloss)
    Teilnahme:
    Do., 10. April 2025, 19 Uhr im Hambacher Schloss (Neustadt an der Weinstraße) 
    Der Eintritt ist frei. Anmeldungen richten Sie bitte mit Vor- und Zunamen an: [email protected]
    Eine Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, des Frank-Loeb-Instituts an der RPTU Kaiserslautern-Landau und der Stiftung Hambacher Schloss.
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  • Der Warschauer Ghettoaufstand. Jüdischer Widerstand und deutsche Vernichtungspolitik


    Bibliothek für Zeitgeschichte in der Württembergischen Landesbibliothek | Buchvorstellung mit Martin Cüppers

    In der globalen Erinnerungskultur zum Holocaust sind einzelne Fotos des sogenannten Stroop-Berichts zur endgültigen Vernichtung des Warschauer Ghettos und der Nieder­schla­gung des dagegen organisierten jüdischen Aufstands vom Frühjahr 1943 omnipräsent geworden. Meist fehlen aber wünschenswerte Zusatz­infor­ma­tionen oder eine angemessene Kontextualisierung. Die umfangreiche wie vielsagende Gesamt­quelle der deutschen Täter ist dagegen vergleichs­weise wenig beachtet geblieben. Mit der von Martin Cüppers erarbeiteten Edition wird der Stroop-Bericht Interessierten seit Jahrzehnten überhaupt wieder in Buchform zugänglich gemacht. Abgesehen davon werden erstmals zahlreiche zusätzliche Quellen ediert, die für ein substanzielles Verständnis der Thematik grundlegend sind. Umfassend wissen­schaft­lich eingeleitet und kommentiert vermittelt die Neuedition des Stroop-Berichts vielfältige neue Erkenntnisse zum jüdischen Ghetto­aufstand und dem mörderischen Vorgehen der National­sozialisten.
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  • Antike Athleten (1) – Sport bei den alten Griechen


    Zeitlupe. Der sporthistorische Podcast von L.I.S.A.

    Beim Marathon fällt ein neuer Welt­rekord, der Athlet schleudert den Diskus, das Stadion jubelt. Hören wir die Bericht­erstattung über sportliche Groß­ereig­nisse wie die Olympischen Spiele, nehmen wir kaum wahr, wie viele Begriffe des moder­nen Sports eigentlich auf die griechische Antike zurück­gehen. Doch wie viel haben diese Wörter tatsäch­lich mit ihren antiken Ursprüngen gemein? Wo, wie und warum trieben die alten Griechen Sport? Wie viel religiöses Ritual steckte im Sport? In der ersten Folge von „Antike Athleten“ werfen wir einen Blick auf die Geschichte des Sports im alten Griechen­land.
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