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  • "Gavrilo Princip sah sich als Freiheitskämpfer"
    Am 2. Dezember 1914 nahm die fünfte Armee Österreich-Ungarns die serbische Hauptstadt Belgrad ein. Die Nachricht erreichte auch Gavrilo Princip und Nedeljko Čabrinović, die Attentäter vom 28. Juni 1914, die seit ihrer Verurteilung noch in einem Militärzuchthaus in Sarajevo inhaftiert waren. Wie die Marburger Zeitung vom 7. Dezember 1914 berichtet, übte die Meldung vom Fall Belgrads "...eine niederschmetternde Wirkung auf ihn (Princip, Anm.d.Red.) aus. Sogar die Soldaten fühlten ein Unbehagen, als sie sahen, wie sich Princip vor Wut herumwälzte." Princip und Čabrinović wurden anschließend nach Theresienstadt in Tschechien überführt, wo sie zwanzig Jahre Festungshaft absitzen sollten. Beide überlebten die extremen Haftbedingungen nicht - Čabrinović starb bereits 1916, Princip zwei Jahre später.
    Der Südosteuropa-Korrespondent Gregor Mayer, der unter anderem für Der Standard und die Deutsche-Presse-Agentur berichtet, hat ein Buch über Gavrilo Princip geschrieben, in dem er das Attentat und den Prozess beleuchtet. Wir haben ihn dazu interviewt.
    21 min
  • Augenzeugen, Übersetzer, Zeitzeugen: Der Nahe Osten
    Unser Wissen über tagesaktuelles Geschehen in anderen Regionen der Welt ist vor allem von der Berichterstattung von Auslandskorrespondenten geprägt. So auch unsere Einschätzungen der Ereignisse und Entwicklungen im Nahen Osten, die sich aus Meldungen, Reportagen und Sachbüchern von Journalisten vor Ort speisen. Wer aber waren und sind die Korrespondenten und wie berichten sie über den Nahen Osten? Darüber diskutieren in der ersten Veranstaltung der Reihe "Augenzeugen, Übersetzer, Zeitzeugen: Deutsche Auslandskorrespondenten von den 1970er Jahren bis heute" Thomas Aders, ARD-Korrespondent in Kairo, und die Historikerin Prof. Dr. Ulrike Freitag vom Zentrum Moderner Orient in Berlin. Moderiert wird das Gespräch von den Organisatioren der Diskussionsreihe Prof. Dr. Johannes Paulmann und Dr. Bernhard Gißibl, beide Leibniz Institut für Europäische Geschichte in Mainz.
    Die Veranstaltung fand am 5. November 2014 im Tagungszentrum der VolkswagenStiftung Schloss Herrenhausen in Hannover statt.
    1 hr 44 min
  • Herbst 1989. Was bleibt von der friedlichen Revolution?
    Der Fall der Berliner Mauer ist das Symbol für die Umbrüche, die 1989 das Ende der DDR einleiteten und die Landkarte Europas veränderten. Wie konnte die Opposition in der DDR innerhalb weniger Wochen im Herbst 1989 eine solche Kraft entfalten? Welchen Einfluss hatte sie auf die Politik und Gesellschaft im vereinten Deutschland? Und wie gehen wir nach 25 Jahren mit dem "Erbe" der Geschichte der DDR um?
    Diesen Fragen widmete sich am 2. November 2014 die Veranstaltung "Herbst 1989. Was bleibt von der friedlichen Revolution?" in Berlin. Marianne Birthler, ehemalige Beauftragte für die Stasiunterlagen, und der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk interpretieren die Ereignisse aus der Zeitzeugenperspektive. Es moderiert die Deutschlandfunk-Chefredakteurin Birgit Wentzien.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/herbst_1989._was_bleibt_von_der_friedlichen_revolution?nav_id=5297
    1 hr 44 min
  • „Der Wiener Kongress war kein Fanal der Restauration“
    Heute vor 200 Jahren ging der Wiener Kongress mit der förmlichen Aufnahme der Verhandlungen zwischen den großen Acht, zu denen England, Frankreich, Österreich, Preußen, Russland, Portugal, Schweden und Spanien zählten, erst richtig los. Da war er bereits fast zwei Monate alt und sollte noch bis in den Sommer des Folgejahres andauern. Eröffnet am 18. September 1814, verhandelten unter der Leitung des österreichischen Außenminister Fürst von Metternich die Abgesandten von insgesamt rund 200 europäischen Mächten aller Art über die Architektur des Kontinents nach den Napoleonischen Kriegen. Erst am 9. Juni 1815, nach vielen schwierigen Verhandlungen, die mehrmals zu scheitern drohten, konnte die Kongressakte unterzeichnet werden. Der Historiker Prof. Dr. Reinhard Stauber von der Universität Klagenfurt hat sich in einem umfassenden Froschungsprojekt die alten Verhandlungsprotokolle, darunter vieler bisher ungesichtete, vorgenommen und nach neuen Gesichtspunkten und Fragestellungen untersucht. Seine Ergebnisse sind in sein neues Buch eingegangen, über das wir mit ihm gesprochen haben.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/der_wiener_kongress_war_kein_fanal_der_restauration?nav_id=5274
    24 min
  • "Der Wiener Kongress war kein Fanal der Restauration"
    Heute vor 200 Jahren ging der Wiener Kongress mit der förmlichen Aufnahme der Verhandlungen zwischen den großen Acht, zu denen England, Frankreich, Österreich, Preußen, Russland, Portugal, Schweden und Spanien zählten, erst richtig los. Da war er bereits fast zwei Monate alt und sollte noch bis in den Sommer des Folgejahres andauern. Eröffnet am 18. September 1814, verhandelten unter der Leitung des österreichischen Außenminister Fürst von Metternich die Abgesandten von insgesamt rund 200 europäischen Mächten aller Art über die Architektur des Kontinents nach den Napoleonischen Kriegen. Erst am 9. Juni 1815, nach vielen schwierigen Verhandlungen, die mehrmals zu scheitern drohten, konnte die Kongressakte unterzeichnet werden. Der Historiker Prof. Dr. Reinhard Stauber von der Universität Klagenfurt hat sich in einem umfassenden Froschungsprojekt die alten Verhandlungsprotokolle, darunter vieler bisher ungesichtete, vorgenommen und nach neuen Gesichtspunkten und Fragestellungen untersucht. Seine Ergebnisse sind in sein neues Buch eingegangen, über das wir mit ihm gesprochen haben.
    23 min
  • "Von Science-to-Science zu Science-to-Public"
    Die Frage nach dem Nutzen ihrer Forschung ist Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftlern nicht neu. Im Gegenteil: Der Druck, anwendungsbezogene bzw. ökonomisch verwertbare Ergebnisse zu liefern, wächst. In Österreich hat das Wissen- und Wirtschaftsministerium vier Wissenstransferzentren eingerichtet, deren Aufgabe es ist, die Erkenntnisse der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften (GSK) auf ihre gesellschaftliche Bedeutung und Anwendbarkeit zu untersuchen. Beteiligt an diesem Projekt ist auch der Sozialpsychologe MMag. Daniel Wutti von der Alpen-Adria-Universität in Klagenfurt. Wir haben ihm unsere Fragen gestellt.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/von_science_to_science_zu_science_to_public?nav_id=5291
    16 min
  • "Von Science-to-Science zu Science-to-Public"
    Die Frage nach dem Nutzen ihrer Forschung ist Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftlern nicht neu. Im Gegenteil: Der Druck, anwendungsbezogene bzw. ökonomisch verwertbare Ergebnisse zu liefern, wächst. In Österreich hat das Wissen- und Wirtschaftsministerium vier Wissenstransferzentren eingerichtet, deren Aufgabe es ist, die Erkenntnisse der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften (GSK) auf ihre gesellschaftliche Bedeutung und Anwendbarkeit zu untersuchen. Beteiligt an diesem Projekt ist auch der Sozialpsychologe MMag. Daniel Wutti von der Alpen-Adria-Universität in Klagenfurt. Wir haben ihm unsere Fragen gestellt.
    16 min
  • Pest und Ebola - ein kulturgeschichtlicher Vergleich
    Beim Studium von mittelalterlichen Augenzeigenberichten über die Pest sind dem Mittelalter-Historiker Prof. Dr. Jan Keupp vom Exzellenzcluster "Religion und Politik" der Universität Münster Parallelen zur aktuellen Berichterstattung über die Ebola-Epidemie aufgefallen. Welche genau, das haben wir ihn in einem Telefonat gefragt.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/pest_und_ebola_ein_kulturgeschichtlicher_vergleich?nav_id=5290
    17 min
  • Pest und Ebola - ein kulturgeschichtlicher Vergleich
    Beim Studium von mittelalterlichen Augenzeigenberichten über die Pest sind dem Mittelalter-Historiker Prof. Dr. Jan Keupp vom Exzellenzcluster "Religion und Politik" der Universität Münster Parallelen zur aktuellen Berichterstattung über die Ebola-Epidemie aufgefallen. Welche genau, das haben wir ihn in einem Telefonat gefragt.
    17 min

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