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  • Helmut Coing – Lebensbericht eines Rechtsgelehrten
    Helmut Coing war mehr als ein weltweit bekannter Rechtswissenschaftler, sein Wirken ging weit über die Wissenschaft hinaus. Er war lange vor Internet und Sozialen Medien das, was man heute einen globalen Networker nennen würde. Neben zahlreichen Funktionen und Ämtern in wissenschafltichen Institutionen mischte er auch als Berater in der großen Politik der Bundesrepublik mit. Für die Gerda Henkel Stiftung hat Helmut Coing noch eine besondere Bedeutung, denn er war 1976 an der Gründung der Stiftung entscheidend beteiligt und amtierte anschließend viele Jahre als Vorsitzender ihres Wissenschaftlichen Beirats. Nach seinem Tod im Jahr 2000 hinterließ er einen unveröffentlichten Lebensbericht. Der Historiker Dr. Michael F. Feldkamp hat sich des Manuskripts angenommen und nun eine kommentierte Ausgabe veröffentlicht. Wir haben ihn dazu interviewt.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/helmut_coing_lebensbericht_eines_rechtsgelehrten?nav_id=4842
    34 min
  • Nord und Süd. Ost und West. Der Himmelsrichtungstreit in der EU und eine neuer Marschallplan
    Die aktuelle Krise der Europäischen Union wird von einem mehr oder weniger offen ausgetragenen Nord-Süd-Konflikt mitbestimmt. Deutlich wurde dieser Konflikt, der nicht zuletzt Deutschland und Frankreich gegenüberstellt, vor allem im Streit um die Mittelmeerunion und der Frage nach der Zukunftsfähigkeit der sogenannten "Krisenländer" in Südeuropa. Doch gibt es eventuell eine historische Kontinuität dieser Interessengegensätze zwischen Nord und Süd und aufgrund welcher Ursachen sind diese entstanden?
    Der Soziologe und Wissenschaftspolitiker Wolf Lepenies sucht am sechsten Abend der Vortragsreihe "Europa in der Krise. Problemdiagnose und Zukunftsperspektiven" nach den historischen Hintergründen des Nord-Süd-Konfliktes, der nach 1989 und der deutschen Wiedervereinigung wieder aktuell wurde. In der heutigen Debatte treten zum Beispiel polemische Erinnerungen an Pläne zur Gründung eines "Lateinischen Reiches" zum Vorschein, deren theoretische Ursprünge bis ins frühe 19. Jahrhundert zurückgehen.
    Im Anschluss an diesen historischen Abriss stellt Wolf Lepenies die zukunftsgerichtete Überlegung an, ob nicht ein "Marshallplan" zum Nutzen Südeuropas und Nordafrikas Auftakt einer neuen Afrikapolitik der EU sein könnte.
    48 min
  • "Die Bedeutung Versailles' sollte man nicht überschätzen"
    Die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg war gleich nach Kriegsende heftig umstritten und prägte die deutsche Gesellschaft der Weimarer Republik. Der Historiker Prof. Dr. Benjamin Ziemann von der University of Sheffield hat sich vor allem mit dem Gedenken sozialdemokratischer Kriegsveteranen in der Zeit von 1918 bis 1933 beschäftigt. Wir haben ihn zu seinen Ergebnissen befragt.
    19 min
  • Europa als Rechtsgemeinschaft?! Gefährdungen und Herausforderungen
    Was leistet das Recht für Europa? Was heißt Rechtsgemeinschaft bei der Auslegung und Durchsetzung des Rechts? Welche Rolle spielt hierbei die Schwester des Rechts, die Demokratie? Am achten Vortragsabend der Reihe Europa in der Krise. Problemanalyse und Zukunftsperspektiven beleuchtet Andreas Voßkuhle, Präsident des Bundesverfassungsgerichts, das Thema "Europa als Rechtsgemeinschaft" anhand dieser drei Grundfragen. Der Rechtswissenschaftler vertritt dabei die Auffassung, dass das Recht als Europas stabilstes Fundament die Kraft besitzt, auch in der Krise Konflikte zu bewältigen. Die in der Staatsschuldenkrise zunehmend geäußerten Bedenken gegen die Leistungsfähigkeit des Rechts erscheinen daher verfrüht.
    57 min
  • "National oder pro-westlich? Der historische Konflikt Russlands"
    Wer sich in den Medien ein differenziertes Bild von Russland und seiner Geschichte machen möchte, hatte und hat es nach wie vor nicht leicht. Fundierte und ausgewogene Russland-Darstellungen sind Mangelware, die Erzählung historisch gewachsener Stereotype, die in der Regel in einem simplen Freund-Feind- oder Gut-Böse-Schema aufgehen, das vorherrschende Narrativ. Auch der Geschichtswissenschaft ist es nicht immer leicht gefallen, sich von vorherrschenden ideologischen Konstellationen frei zu machen. Wir haben nun mit dem Göttinger Osteuropahistoriker Prof. Dr. Manfred Hildermeier am Telefon über sein neues Buch Geschichte Russlands. Vom Mittelalter bis zur Oktoberrevolution gesprochen, das auch in der Historischen Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung erschienen ist.
    33 min
  • Für alle, von allen und vor allem jederzeit - Kultur im digitalen Zeitalter
    Internet und Kultur - für manche ein Widerspruch in sich. Denn das Netz wird unter anderem dafür verantwortlich gemacht, dass Zeitungen eingestellt und Urheberrechte von Künstlern verletzt werden, der Umgang miteinander verroht, Zeit vor Bildschirmen vergeudet wird etc. Ist das wirklich so? Auf der Konferenz (Digital) Humanities revisited in Hannover Herrenhausen haben sich Vertreter aus Wissenschaft und Kultur dieser Frage gestellt. Es diskutierten Bettina Wagner-Bergelt vom Bayerischen Staatsballett, Mercedes Bunz von Leuphana Universität in Lüneburg, Peter Weibel vom Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe und Jürgen Kaube von der Frankfurter Allgemeine Zeitung. Die Gesprächleitung hatte Jürgen-M. Edelmann vom Deutschlandradio Kultur.
    1 hr 28 min

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