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  • Der Erste Weltkrieg. Jenseits von Politik- und Diplomatiegeschichte
    Mit Blick auf die aktuellen Bestseller zur Geschichte des Ersten Weltkriegs erlebt in Deutschland ein historisches Narrativ, das lange Zeit als überholt und überwunden galt, eine neue Blüte: Die Politik- und Diplomatiegeschichte. Die Julikrise, der Kriegsausbruch, der Verlauf des Kriegs und sein Ende werden unter anderem bei Christopher Clark und Herfried Münkler als Abfolge von Ereignissen erzählt, die vor allem von "großen Männern" diktiert werden. Mit der US-amerikanischen Historikern Prof. Dr. Isabel V. Hull und dem deutschen Historiker PD Dr. Ernst Piper haben wir in unserer zweiten Spezialausgabe von Max meets LISA über alternative Ansätze gesprochen, die Geschichte des Ersten Weltkriegs darzustellen.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/der_erste_weltkrieg._jenseits_von_politik_und_diplomatiegeschichte?nav_id=4799
    1 hr 14 min
  • "Funken beim Stippeföttche, aber mit echten Gewehren"
    Der Rosenmontag wurde selbst an der Front nicht vergessen. Rund 1.400 Postkarten, die Kölner Forscher zuletzt in einem Archiv der Karnevalsgesellschaft Rote Funken gefunden haben, belegen, dass sich unter den Soldaten auch viele Karnevalisten befanden. Der Stellvertretende Dirketor des Kölnischen Stadmuseum, Dr. Michael Euler-Schmidt, hat diese Karten ausgewertet. Wir haben ihn zu seinem Projekt befragt.
    8 min
  • John H. Weitzmann: "Standard licenses as a patch, but not a fix to a copyright system unsuitable for the Digital Humanities"
    Eines der größten Hindernis, als Wissenschaftler auch im Netz arbeiten und veröffentlichen zu können, ist das bestehende Urheberrecht. Der Jurist John H. Weitzmann (iRights Berlin) hat sich auf die sogenannten Creative Commons-Lizenzen spezialisiert, die er in seinem Vortrag vorstellt. In einem ersten Schritt plädiert er für eine rechtliche Lösung für den wissenschaftlichen Bedarf. Ein Vorbild sei dabei das in den USA geltende Fair-Use-Prinzip, das zum Beispiel die freie Nutzung von 30 Sekunden Tonmaterial für wissenschaftliche Zwecke erlaube.
    24 min
  • "Liederhefte aus dem Karneval an die Front geschickt"
    Denkt man an die Schützengräben und Schlachfelder im Ersten Weltkrieg, fällt einem der Karneval sicherlich als letztes ein. Wo Mühsal, Leid, Tod und Trauer herrschen, kommen einem nicht gerade Pappnase, Schunkeln, Kamelle oder Stippeföttche in den Sinn. Und dennoch war der Karneval für viele Soldaten an der Front sehr lebendig. Kölner Historiker haben zuletzt mehr als 1.000 Feldpostenkarten in Archiven der Karnevalsgesellschaft Rote Funken entdeckt, die ein neues Licht auf das Thema Erster Weltkrieg und Karneval werfen. Wir haben darüber mit dem Historiker Dr. Marcus Leifeld gesprochen, der schon seit Jahren die Geschichte der Fünften Jahreszeit erforscht.
    13 min
  • Luis von Ahn: Digital Humanities and the Public. Statement on Citizen Science / Crowdsourcing
    Die dritte Sektion der Tagung widmete sich dem Thema "Digital Humanities and the Public". Den Anfang machte dabei Luis von Ahn, Professor für Informatik an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh, Pennsylvania. Er stellte sein aktuelles Projekt  „Duolingo“ vor, ein kostenloses Sprachlernprogramm, das sich durch den Verkauf von dabei entstehenden Übersetzungen selbst finanziert: Der Computer gleicht die Übungsversionen zigtausender von Usern ab und generiert daraus eine sinnvolle, publizierbare Endfassung.
    33 min
  • Steckt die EU in der schwersten Krise seit 1950?
    Die Europäische Union erlebt mit der Euro-, Staatsschulden- und Wirtschaftskrise in einigen Mitgliedsländern die größte Herausforderung seit ihrer Gründung. Dabei beziehen sich die Krisensymptome nicht allein auf den Bereich des Wirtschaftlichen. Die Unterstützung der Bürger für das europäische Projekt ist rückläufig, nationale Stereotype feiern eine nicht geahnte Renaissance, die kulturellen Gemeinsamkeiten, die die Grundlage für Vertrauen und Solidarität zwischen den Ländern der EU bilden könnten, scheinen schwächer zu sein als vermutet. Während manche Beobachter das Projekt Europa schon als gescheitert betrachten und eine Stärkung der Nationalstaaten fordern, sehen andere die Zukunft und die Lösung der Krise nicht in einem Weniger sondern gerade in einem Mehr an Europa. Sie fordern eine weitere Vertiefung der Europäischen Union, eine einheitliche Wirtschafts- und Sozialpolitik und endlich auch eine Demokratisierung Europas.
    57 min
  • Julia Flanders: Art, Data, and Formalism
    Die zweite Sektion der Tagung widmete sich vor allem den Bild-, Literatur- und Musikwissenschaften. Was wird aus der Kunst, wenn sie in erster Linie als eine Ansammlung von großen Datenmengen verstanden wird? Die Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Julia Flanders von der Northeastern University in Boston setzt auf Informationsverlust und Reduktion, um auf eine Ähnlichkeit von künstlerischen Verfahren und Digital Humanities hinzuweisen. Die wahre Aufgabe der Digital Humanities liege darin, verschiedene Datenmodelle eines Kunstwerks gleichzeitig zuzulassen, damit auch in Zukunft divergierende Interpretationen diskutiert werden können.
    22 min

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