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  • Was wäre gewesen? Beim Vulkanausbruch von 1783 live dabei
    Im Sommer des Jahres 1783 machte sich in Europa ein ungewöhnlicher und merkwürdig hartnäckiger Nebel breit. Er hatte einen leichten Schwefelgeruch, war trocken und verzog sich lange nicht. Wo kam dieser Nebel her? Die Menschen zerbrachen sich darüber die Köpfe und entwickelten verschiedene Theorien. Lag es am besonders heißen Sommer, waren schwere Erdbeben in Süditalien die Ursache oder Veränderungen im Inneren der Erde oder entzog gar die neue Erfindung des Blitzableiters der Luft gute Elektrizität? Die Leute damals wussten es nicht. Denn 1783 gab es noch keine Liveberichterstattung, wie wir sie heute kennen. Keine Echtzeit-Bilder, keine Videoschalten, keine Live-Reportagen, die über Radio, Fernsehen oder Social Media über den Ausbruch der Laki-Vulkanspalte auf Island hätten berichten können. Was aber wäre gewesen, wenn Live-Berichterstattung damals möglich gewesen wäre? Mit welchen möglichen Konsequenzen für die politische und soziale Geschichte Europas, aber auch für die Wissenschaftsgeschichte? Die Historikerin und Geologin Dr. Katrin Kleemann vom Deutschen Schifffahrtsmuseum Leibniz-Institut für Maritime Geschichte hat diese Fragen mit Dr. Charlotte Lerg und Georgios Chatzoudis durchgespielt und diskutiert.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/waswaeregewesen_katrinkleemann_vulkanausbruch
    48 min
  • Selbstoptimierung
    Zu Gast ist Anja Röcke vom Institut für Soziologie der Humboldt-Universität Berlin mit ihrem Buch "Soziologie der Selbstoptimierung". Produktiver, schöner und glücklicher werden – das ist nicht nur der Wunsch vieler Zeitgenossinnen und –genossen, sondern durchaus auch eine Erwartungshaltung, die an sie herangetragen wird. Anja Röcke hat die Selbstoptimierung als eine Leitidee der Gegenwart bezeichnet und näher unter die Lupe genommen.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/roepcke_selbstoptimierung
    1 hr 29 min
  • Tracing the Legacy of Nazi Persecution: Jewish Emigration from Nazi Germany, 1933-1945
    Die Emigration deutscher Juden von Deutschland in die USA zwischen den Jahren 1933 und 1945 ist das Thema des Buches, das Prof. Dr. Andrea Sinn als Fellow des Historischen Kollegs München in Zusammenarbeit mit Dr. Andreas Heusler erstellt hat. Darin haben sie autobiographische Zeugnisse aus erster Hand gesammelt und kritisch ediert, um das Schicksal der circa 280.000 jüdischen Emigranten zu illustieren.
    In Ihrem Vortrag am Historischen Kolleg München gibt Professor Sinn einen Einblick in diese Lebensgeschichten und analysiert sie kritisch entlang der zentralen Begriffe "Herkunft" und "Heimat".
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_andreasinn
    28 min
  • Station 35 mit Dörte Schmidt und ihrem Forschungsteam | „dass es in beiden Zeitrichtungen zugleich komponiert wurde“: Bernd Alois Zimmermanns /Tratto/. Komposition für elektronische Klänge in Form einer choreographischen Studie
    Bernd Alois Zimmermann (1918–1970) hat sich immer wieder mit elektronischer Musik beschäftigt, am avanciertesten wohl in seiner Komposition /Tratto/. Darin geht es um die klanglichen Geheimnisse von Sinus-Tönen, aber auch um die Frage, ob man auf dem Tonband die Zeit schneller, langsamer und sogar rückwärts ablaufen lassen kann. Dazu und zur ausgestellten Junghans Labor-Stoppuhr hören Sie ein Audiofeature von und mit Musikwissenschaftlerin und Akademiemitglied Dörte Schmidt und ihrem Forschungsteam: Patrick Dziurla, Hemma Jäger, Ole Jana, Adrian Kuhl, Felix Marzillier, Kai Paschen, Matthias Pasdzierny, Katharina Schlosser, Jeruscha Strelow, Judith Treumann.
    Ein Beitrag des Akademienvorhabens „Bernd Alois Zimmermann-Gesamtausgabe. Historisch-kritische Ausgabe seiner Werke, Schriften und Briefe”.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/sophie_charlotte_2135
    9 min
  • Was wäre gewesen? Das Attentat am Niederwalddenkmal
    Es ist der 28. September 1883 - das Ende des Deutsch-Französischen Krieges liegt mehr als zwei Jahre zurück. Zur Erinnerung an den Sieg über Frankreich wurde in Rüdesheim am Rhein ein Denkmal errichtet, das an jenem Tag von Kaiser Wilhelm I. feierlich eröffnet werden soll: das Niederwalddenkmal. Die Anwesenheit des Kaiser sowie der höchsten politischen Prominenz des Deutschen Reiches nahm eine Gruppe von Anarchisten um August Reinsdorf zum Anlass, ein Attentat anlässlich der Einweihung des Niederwalddenkmals zu planen. Das Attentat misslang aus mehreren Gründen, es wurde nicht einmal bemerkt, dass eines geplant war. Was aber wäre gewesen, wenn das Attentat gelungen wäre? Was, wenn Kaiser und die wichtigsten politischen Repräsentaten des noch jungen Deutschen Reiches dem Anschlag zum Opfer gefallen wären? Diese kontrafaktische Geschichte erzählt im Folgenden die Historikern Prof. Dr. Sylvia Schraut.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/waswaeregewesen_sylviaschraut_niederwalddenkmal
    39 min
  • Kunst und Politik – documenta und DDR
    Die Documenta in Kassel war schon immer mehr als nur eine der bedeutendsten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Sie war von Beginn an eine Veranstaltung, die politisch aufgeladen war und zu gesellschaftlichen Kontroversen führte. Das hat sich bis heute nicht geändert. In den Anfängen bestimmte vor allem der Kalte Krieg das Klima der Documenta: Ist der sozialistische Realismus Kunst oder nur politische Propaganda? Im Mittelpunkt dieser Frage stand vor allem die Kunst in der DDR. Die Kunsthistorikerin Dr. Alexia Pooth hat in einem von der Gerda Henkel Stiftung geförderten Projekt das Verhältnis der Documenta zur DDR erforscht und konnte dabei bislang unberücksichtigtes Material auswerten. Wir haben ihr dazu unsere Fragen gestellt.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_pooth_documenta_ddr
    1 hr 6 min
  • Station 34 mit Klaus Gerlach und René Sternke | Über die Höhen und Tiefen des Lebensweges
    August Wilhelm Iffland räsoniert in einer entscheidenden Lebensphase über die Zusammenhänge von Lebenszeit, Lebenskraft, Beruf und materieller Entlohnung. Die angemessene Honorierung künstlerischer Leistungen betrachtet der Schauspieler und Theaterdirektor als eine Voraussetzung, den Kunstenthusiasmus und die Kunstflamme am Leben zu erhalten. Lauschen Sie Klaus Gerlach (BBAW) und René Sternke zum Verhältnis von Lebensleistung, Lebensklugheit, Lebensgenuss und Lebenskunst.
    Ein Beitrag des Editionsprojekts zu Iffland.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/sophie_charlotte_2134
    8 min
  • Stellvertretung im Mittelalter. Überlegungen zu Herrschaftsformen und Herrschaftsstabilität
    Stellvertretung im Mittelalter – Konzeption und Funktionalität repräsentativer Herrschaft
    Stellvertretung war ein in allen Lebensbereichen des Mittelalters weitverbreitetes Phänomen, wurde aber von der historischen Forschung bisher kaum untersucht. Im Zentrum des Forschungsvorhabens steht die Frage, wie Stellvertretung das Funktionieren von Herrschaft garantieren oder sogar optimieren konnte. Ausgangspunkt ist die These, dass ein konzeptionell angelegter und auf Durchsetzung und Akzeptanz zielender Einsatz von personaler Stellvertretung stabilisierende Wirkung hatte, diese aber destabilisierend war, wenn Stellvertretung nur als notwendiges Übel aufgrund eines begrenzten Macht- und Repräsentationsradius restriktiv eingesetzt und reguliert wurde.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_claudiazey
    34 min
  • Was wäre gewesen? Ford begnadigt Nixon nicht
    Richard Nixon trat am 9. August 1974 vom Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika zurück. Die Gründe dafür sind bekannt - vor 50 Jahren, am 17. Juni 1972, brachen Unbekannte in das Hauptquartier der Demokratischen Partei im Watergate-Gebäude in Washington ein und lösten damit einen der größten Politskandale in der Geschichte der USA aus. Kurz: die Watergate-Affäre. Nixons Nachfolger als US-Präsident, Gerald Ford, hatte die Möglichkeit, ein Ermittlungsverfahren gegen seinen Vorgänger einzuleiten. Tatsächlich aber begnadigte er Nixon, der damit kein juristisches Nachspiel befürchten musste. Fords Entscheidung war 1974 stark umstritten. Grund genug für uns, in unserem Podcast über kontrafaktische Geschichte folgende Fragen zu stellen: Was wäre gewesen, wenn Ford Nixon nicht begnadigt hätte? Antworten darauf hat uns der Historiker Dr. Torsten Kathke von der Universität Mainz gegeben.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/waswaeregewesen_torstenkathke_nixon
    34 min

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