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  • Station 29 mit Thomas Macho | Das Leben als Reise
    Die Unvorstellbarkeit des Todes wird häufig durch Metaphern überbrückt. In Literatur, Kunst und Religion erscheint das Sterben als Abschied, der Tod als letzte Reise, die sorgfältig vorbereitet und durch Rituale oder Grabbeigaben begleitet werden muss. Das zeigt der Kulturwissenschaftler Thomas Macho (Direktor des Internationalen Forschungszentrums Kulturwissenschaften der Kunstuniversität Linz in Wien). Die Frage, woher wir auf die Welt kommen und wohin wir nach dem Ende des Lebens gehen, lässt sich zwar nicht beantworten, doch in vielen Gestalten imaginieren.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/sophie_charlotte_2129
    6 min
  • Demokratisch denken? Intelligenzaufgaben zu Unterhaltung und Training in der Weimarer Republik
    Dass Anti-Intellektualismus und Demokratiefeindlichkeit miteinander verwandt seien, ist eine für die Weimarer Republik oft vorgebrachte These. Dr. Susanne Schregel, Historikerin und Junior Fellow des Historischen Kollegs, beleuchtet diese Beziehung aus einer umgekehrten Perspektive. In ihrem Vortrag blickt sie auf Bewegungen der 1920er-Jahre, die ein „Denken für alle“ propagierten und auf eine bessere Beherrschung und Ausbildung individueller „Geisteskräfte“ ausgerichtet waren. Was zeigen Formen teilhabeorientierter Kognition in populären Denkratgebern, in Intelligenztrainings und im Umfeld der Denksportbewegung über den Zusammenhang des Denkerischen mit dem Demokratischen?
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_susanneschregel
    32 min
  • Station 28 mit Hermann Parzinger | Mossul und kein Ende: Die intentionelle Zerstörung von Kulturerbe
    Wir haben noch die Bilder vor Augen, wie Terroristen des IS mit Vorschlaghämmern assyrische Skulpturen im Museum von Mossul zerschlagen. Die bewusste Vernichtung von kulturellem Erbe zieht sich durch die gesamte Menschheitsgeschichte. Motivation und Auswirkung waren dabei jedoch sehr unterschiedlich, wie Archäologe und Akademiemitglied Hermann Parzinger (Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz) zeigt.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/sophie_charlotte_2128
    12 min
  • Arbeit und Melancholie
    Die Anforderungen in der Arbeits­gesell­schaft haben sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert. Die Folgeprobleme von Erwerbsarbeit wie Erschöpfung und Burnout sind allgegenwärtig. Wie sie auch in der Gegenwarts­literatur zunehmend zum Sujet werden, darüber schreibt die Paderborner Kultur­wissen­schaft­lerin Nerea Vöing in ihrem Buch. Sie vergleicht ausgewählte Texte der Gegenwarts­literatur.
    Der Thomasius-Club fragt nach, wie ausgerechnet die seit der Antike zur Feindin der Arbeit stilisierte Melancholie zum Vehikel literarischer Darstellung werden konnte.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/thomasius_club_arbeit_und_melancholie
    57 min
  • Station 27 mit Selma Jahnke, Michael Rölcke und Pauline Thielert | Briefe aus dem Jenseits
    Abschiedsbriefe von Sterbenden als ethische Richtlinien für die Lebenden – darüber sprechen Selma Jahnke, Michael Rölcke und Pauline Thielert (BBAW). Die Briefe von Frederike von Fischer an ihren Ehemann und ihre Schwester oder die Briefe zwischen Richard Otto Spazier und Ludwig Börne über das Gedenken an Jean Paul sind Abschiedsbriefe als memento mori und als Ansporn zu einem besseren Leben – eine postalische Überschreitung der Grenze zum Jenseits.
    Ein Beitrag des Forschungsprojekts „Jean Paul Edition”.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/sophie_charlotte_2127
    11 min
  • Station 26 mit Elisabeth Blumrich und Jan Bovensiepen | Nach der Pandemie: Eine Predigt Friedrich Schleiermachers in Zeiten der Cholera
    Schleiermacher, als Dreißigjähriger berühmt geworden mit seinen „Reden über die Religion an die Gebildeten unter ihren Verächtern”, hielt 1832 nach dem Ende der Cholera-Epidemie in Berlin eine Predigt von überraschender Aktualität. Er reflektiert die Pandemie-Erfahrung bezogen auf das Gemeinwohl, im Parcours symbolisiert durch die Gestaltung eines modernen Frauenkopfes. Wesentliche Gedanken der Predigt, ausgewählt von Elisabeth Blumrich (BBAW) und gesprochen von Jan Bovensiepen, führen in die Gegenwart.
    Ein Beitrag des Akademievorhabens „Schleiermacher in Berlin 1808–1834“.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/sophie_charlotte_2126
    8 min
  • Frankreich 2022 – Die EU-Präsidentschaft und die Präsidentschaftswahlen
    Frankreich übernahm am 1. Januar 2022 die EU-Präsidentschaft. Die politische Lage in der EU und in Frankreich ist unübersichtlich, die Stimmungslage sehr volatil. Die Konflikte zwischen Frankreich und Großbritannien (Fischerei, Migration …) prägenden „langen Brexit“. Im Inland war lange ungewiss, wer für welches Lager kandidieren würde. Auch schien unklar, welche Themen im Vordergrund stehen werden, wieder die Frage der Migration und Integration oder doch eher die Wirtschaftspolitik, die innere Sicherheit, gar die Europapolitik?
    Joseph de Weck hat in seinem Buch über Emmanuel Macron gezeigt, welche europapolitischen Visionen der Präsident vertritt. Dr. Stefan Seidendorf, Stellv. Direktor des DFI Ludwigsburg und Spezialist der Europafragen, analysiert die aktuelle Situation für Frankreich, Deutschland und Europa. Zu Beginn des Wahljahres gilt es, die Dinge zu sortieren und sich einen Überblick zu verschaffen.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bfz_macron
    1 hr 33 min
  • Station 25 mit Sabine Scho und Matthias Holtmann | The Origin of Values – Prolog
    „The Origin of Values“ ist das Ergebnis der Recherchereisen, welche die fotografierende Dichterin und Villa Aurora-Alumna Sabine Scho und der Fotograf Matthias Holtmann in den vergangenen Jahren unternommen haben: Auf die Insel Vilm bei Rügen, ins Pantanal in Brasilien und die Nationalparks Südafrikas. Sie suchen an Orten ungestörter Natur danach, wie diese ökonomisiert wird durch das, was der Mensch für wert erachtet: der Boden wird zur Ressource, die Wildnis zum Anbaugebiet, der Tierkörper zum Tauschwert.
    Der hier zum ersten Mal gezeigte Prolog dieser neuen Arbeit beginnt im Pantanal in Brasilien, einem der größten zusammenhängenden Binnenfeuchtgebiete, artenreichsten Hotspots der Erde und UNESCO-Weltnaturerbe. Die Begehrlichkeiten der Gattung Mensch führen dort zu ungezügeltem Flächenverbrauch für den Anbau von Zuckerrohr und Soja. So steht das Feuchtgebiet nun vor seinem Verschwinden – weit entfernt von den nutznießenden Orten des Fleisch- und Ethanolverbrauchs.
    Ein Beitrag von Villa Aurora & Thomas Mann House e.V.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/sophie_charlotte_2125
    9 min

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