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L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung episodes

  • „...so gieng es mir doch wie der Bierfi edlern, wenn sie eine rechte Musik zu hören bekommen“: Das Feldmesserbuch des Hyginus
    War Eigentum an Grund und Boden erst einmal in der Welt, musste es auch vermessbar sein. Feldmessung war und ist seither eine Praxis, die mit vielfachen Implikationen verbunden ist - darunter mit mathematischen sowie mit juristischen. Der vorliegende Salon-Beitrag begibt sich zurück in die römische Antike und befasst sich mit dem "Feldmessbuch" des Hyginus, eines Fachschriftstellers aus dem ersten Jahrhundert n.Chr. Darin behandelt er die Festlegung von Grenzlinien (liber gromaticus de limitibus constituendis) sowohl nach mathematischen Aspekten als auch nach juristischen. Für die Mathematik aus wissenschaftshistorischer Perspektive spricht der Mathematik- und Wissenschaftshistoriker Prof. Dr. Eberhard Knobloch und für die juristischen Gesichtspunkte die Rechtswissenschaftlerin Prof. Dr. Cosima Möller. Und da der Text in lateinischer Sprache verfasst wurde, widmet sich der Lastinist Dr. Jens-Olaf Lindermann den philologischen Aspekten.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/so_gieng_es_mir_doch_wie_der_bierfi_edlern_wenn_sie_eine_rechte_musik_zu_hoeren_bekommen_das_feldmesserbuch_des_hyginus?nav_id=8328
    1 hr 38 min
  • Wessam Abdelaziz Farag Alieldin | A Voyage to Egypt and the River Nile. From Humboldt (1798) to von Pückler (1837)
    Alexander von Humboldt und Napoleon Bonaparte hatten zwei Dinge gemeinsam: Sie waren 1798 beide 30 Jahre und sie wollten beide in jenem Jahr eine Ägypten-Expedition starten - aus unterschiedlichen Gründen. Der französische Feldherr wollte Ägypten erobern, der preußische Forscher Ägypten erkunden. Napoleon führte seinen Feldzug durch, Humboldts Vorhaben scheiterte aus eben diesem Grund. Der Vortrag von Dr. Wessam Abdelaziz Farag Alieldin Mansoura University in Ägypten beleuchtet die geplante Ägypten-Expedition von Humboldts und spannt dabei den Bogen bis zum Fürsten von Pückler-Muskau, der 1837 über Algier nach Ägypten reiste, um ein Jahr später über den Sudan nach Europa zurückzukehren.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/wessam_abdelaziz_farag_alieldin_a_voyage_to_egypt_and_the_river_nile._from_humboldt_1798_to_von_pueckler_1837?nav_id=8456
    38 min
  • Vermessung der Wissenschaft?
    Die Anpassung der Wissenschaft an gesellschaftlichen Wandel, wie ihn zuletzt der Historiker Prof. Dr. Christof Dipper in einem Videovortrag beschrieben hat, hat auch zur Folge, dass sich die Parameter, nach denen wissenschaftliche Leistungen bzw. exzellente Wissenschaft bemessen wird, verändern. So ist zuletzt beispielsweise eine neue wissenschaftliche Disziplin entstanden, die sich nicht zuletzt mit dem Zählen von Zitaten beschäftigt: die Bibliometrie. Quantitative Indikatoren scheinen nicht nur in diesem Fall für die Vermessung von Wissenschaft entscheidend zu sein. Rankings sind dafür ein weiteres Beispiel, über die ermittelt werden soll, ob die Zuteilung von Ressourcen gerechtfertigt sind oder nicht. Doch wie aussagekräftig sind solche quantitativen Vermessungen von Wissenschaft? Gibt es vielleicht sogar gute Gründe für solche Messverfahren? Darüber und über anschließende Fragen diskutieren der Soziologe Peter Weingart, der Wissenschaftsforscher Stefan Hornborstel, der Mediziner Alkomiet Hasan, der Althistoriker Christoph Lundgreen, der Neurobiologe Martin Korte sowie der Chemiker Joachim Sauer.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/vermessung_der_wissenschaft?nav_id=8251
    43 min
  • Alexander von Humboldt, Henriette Kohlrausch: Die Kosmos-Vorlesung an der Berliner Sing-Akademie
    Alexander von Humboldts legendäre ›Kosmos-Vorträge‹ – gehalten 1827/28 in der Berliner Sing-Akademie, dem heutigen Sitz des Maxim Gorki Theaters – werden gern als Sternstunden in der Geschichte der Wissenschaftspopularisierung bezeichnet. Hunderte Berlinerinnen und Berliner zogen in den seinerzeit größten Vortragssaal der Stadt, um sie zu hören.
    Der 2019 im Insel Verlag erschienene Band Alexander von Humboldt, Henriette Kohlrausch: Die Kosmos-Vorlesung an der Berliner Sing-Akademie präsentiert den zuverlässigen, vollständigen, anhand der Handschrift korrigierten Text der sechzehn Vorträge. In einem ausführlichen Vorwort erläutern die Herausgeber Christian Kassung, Professor für Kulturtechniken und Wissensgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, und Christian Thomas, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der BBAW, den kulturellen Hintergrund und aktuellen Forschungsstand zu den Vorträgen sowie deren wissenshistorische Bedeutung. Ausgewählte Faksimiles aus der Handschrift selbst und aus Humboldts Nachlass vermitteln einen Eindruck der historischen Quellen.
    In ihrer Buchpräsentation diskutieren die beiden Herausgeber, welchen Anteil die erst kürzlich identifizierte Verfasserin der Nachschrift, Henriette Kohlrausch, an der Textgestalt der Vorlesung hat und welche Folgen sich daraus für die Frage der Autorschaft der ›Kosmos-Vorträge‹ ergeben.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/alexander_von_humboldt_henriette_kohlrausch_die_kosmos_vorlesung_an_der_berliner_sing_akademie?nav_id=8738
    49 min
  • Aufklärung in postumen Zeiten
    Die Philosophin Marina Garcés von der Universität Saragossa plädiert in ihrem Essay von 2017, der nun auch in deutscher Sprache erschienen ist, für eine neue radikale Aufklärung. Die Postmoderne sei vorbei, das postume Zeitalter angebrochen, die Zukunft eine Dystopie und endlich. Umso dringender sei es, an die Aufklärung nicht nur anzuknüpfen, sondern sie radikal neu zu denken, um der Tendenz zu Anti-Aufklärung, Leichtgläubigkeit und einem blindem Technizismus die Stirn zu bieten. Den Geisteswissenschaften misst Prof. Dr. Marina Garcés dabei eine besondere Bedeutung zu. Wie genau das zu verstehen ist, darüber haben sich Prof. Dr. Ulrike Guérot von der Universität Krems und Georgios Chatzoudis von der Gerda Henkel Stiftung im L.I.S.A.Bücherkeller unterhalten.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/lisabuecherkeller_aufklaerung
    53 min
  • "Bürokratie" als negative Markierung - zur Geschichte der Bürokratiekritik
    Seit 250 Jahren wird kritisch von und über "Bürokratie" gesprochen. "Bürokratiemonster" waren in der Geschichte immer wieder Gegenstand von lebhaften und polemischen Debatten. In jüngerer Zeit sollten "Entbürokratisierung" und "Bürokratieabbau" Abhilfe verschaffen. Fast scheint es, als wäre die im Wort "Bürokratie" ausgedrückte Bürokratiekritik weitgehend stabil, obwohl sich Staat und Verwaltungen historisch erheblich gewandelt haben. Der Vortrag geht von Kontinuitäten und dem Wandel von kritischen "Bürokratiediagnosen" nach und fragt nach ihrer Bedeutung für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Parlamentarismus.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_pascalecancik
    43 min
  • Vermessung der Gesundheit
    Wer kennt es nicht, seine körperlichen Aktivitäten über das Smartphone zu dokumentieren? Kalorien und Schritte messen, Blutdruckwerte sammeln, Workouts und Schlafphasen analysieren, Fastenkuren starten und vieles mehr. Biodaten fließen ins Netz, Gesundheit scheint selbst für Laien inzwischen vermessbar zu sein. Aber auch in der professionellen Medizin sind digitale Messmethoden längst Teil der Routine. Fluch oder Segen? Über diese und anschließende Fragen diskutieren die Humanmedizinerin Annette Grüters-Kieslich, der Epidemiologe Tobias Pischon, die Kinderärztin Susanna Wiegand und der Humangenetiker Karl Sperling.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/vermessung_der_gesundheit?nav_id=8252
    46 min
  • Vermessen? Computer in den Geisteswissenschaften
    Die Zahlen gehören den Naturwissenschaften, die Zeichen den Geisteswissenschaften. So lassen sich grob die üblichen Zuschreibungen zuspitzen. Doch so einfach ist das nicht. Was ist zum Beispiel mit den Römischen Zahlen, die Zeichen und Zahl zugleich sind? Und was ist mit Instrumenten, die auf Zahlen basieren, wie zum Beispiel der Computer, die aber nicht nur in den Naturwissenschaften zum Einsatz kommen, sondern - und nicht erst seit gestern - auch in Geisteswissenschaften? Daniel Althoff, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, beschäftigt mit diesen und ähnlichen Fragen. In seinem Salonvortrag konzentriert er sich im wesentlichen auf zwei: Was kann der Computer in den Geisteswissenschaften leisten? Was davon ist wirklich sinnvoll?
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/vermessen_computer_in_den_geisteswissenschaften?nav_id=8322
    29 min
  • Alex Natan, „der schnellste Jude Deutschlands“. Eine biografische Studie zur deutschen Sportgeschichte im 20. Jahrhundert
    Der jüdisch-deutsche Weltklassesprinter und Sportautor Alex Natan (Heinz Alexander Nathan) ist trotz seines relativ hohen Bekanntheitsgrades von den 1920er bis zu den 1960er Jahren heute weitgehend vergessen. Kay Schillers Projekt einer wissenschaftlichen Biographie, die in diesem Vortrag vorgestellt wird, hat eine doppelte Zielsetzung und versucht zum einen, Natan ins Bewusstsein einer an Zusammenhängen von Sport und deutscher und britischer Zeitgeschichte interessierten wissenschaftlichen Öffentlichkeit zurückzuholen. Zum anderen werden jedoch auch die kulturhistorischen Kontexte, in denen sich Natan bewegte, entfaltet. Im Fokus stehen unter anderem der Durchbruch des Sports in die moderne Massenkultur und der parallel dazu verlaufende Aufstieg der Sportberichterstattung in der Zeitungspresse.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_kayschiller
    39 min
  • Störung als Lebensprinzip. Die Botschaft der Nofretete
    Die klassische Ästhetik seit der Antike orientiert sich an Normen, Maße und Proportionen. Das Erreichen von Symmetrie im künstlerischen Schaffensprozess gilt als die gelungene Spiegelung der Natur, des Kosmos, der gottgemachten Ordnung. In dieser ästhetischen Tradition werden Werke Polyklets, da Vincis, Michelangelos oder Dürers als Meisterwerke verehrt. Zurecht? Der Kunsthistoriker Prof. Dr. Horst Bredekamp hat an dieser Überlieferung Zweifel. Schon Leonardo da Vinci habe diese Ineinssetzung von Symmetrie und Kunst mit Skepsis betrachtet. So sei beispielsweise sein Vitruvianischer Mensch als eine Art Karikatur des Ideals geometrisch wiedergegebener Körper zu verstehen. Erst die Störung, das disproportionale Moment in der Ästhetik, verschaffe dem Kunstwerk eine innere Dynamik, eine Verlebendigung des Gegenständlichen. Entlang dieser Überlegungen kommt Horst Bredekamp in der kunsthistorischen Einschätzung der Büste der Nofretete zu einer neuen Lesart, durch die die gängige eine bemerkenswerte Schieflage erhält.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/stoerung_als_lebensprinzip._die_botschaft_der_nofretete?nav_id=8324
    37 min

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