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Indem wir uns entscheiden, Teil eines lebendigen geistigen Organismus zu werden – sei es in einer gnostischen Gemeinschaft oder einer anderen ernsthaften spirituellen Strömung –, verwandeln wir unser Leben in einen Dienst am Ganzen. Wahre Gemeinschaft erweist sich dort, wo das Getrenntsein der Persönlichkeit im gemeinsamen Ideal verblasst. In einer fragmentierten Welt bietet uns dieses Kraftfeld weit mehr als nur Schutz: Es schafft die notwendige Resonanz für unsere innere Verwandlung.
Wir sind auf vielen Ebenen miteinander verbunden, auf lichten wie auf dunklen. Gemeinschaft stützt sich auf Kommunikation. Es gibt Gemeinschaften, die uns eine wichtige Hilfe sein können, um zu Freiheit und Menschlichkeit zu gelangen.
Spirituelle Gemeinschaft ist kein Zusatz zum Weg. Sie ist der Weg. Das bedeutet nicht, dass jeder in ein Kloster gehen oder Teil einer festen Gruppe werden muss. Gemeinschaft findet überall statt: in der Familie, im Beruf, unter Freunden, sogar in flüchtigen Begegnungen.
Der Strom des Lebens treibt in unseren Tagen das Menschheitsschicksal mit Macht nach oben. Es geht um eine Reinigung des Menschseins. Wir werden vor die Folgen vergangener Taten unserer Kulturkreise und ihrer Gemeinschaften und auch unserer eigenen Wesenheit gestellt. Nehmen wir in Erkenntnis und einer Liebe des Herzens die Reinigung an, so ermöglichen wir damit einen seelischen Aufstieg.
Wir können heute, inmitten eines brodelnden und unruhigen Weltgeschehens erkennen, dass es schon einzelne, ja immer mehr Menschen gibt, die von einem inneren Geistfeuer durchglüht sind. Sie finden und erkennen sich, obwohl sie in ganz unterschiedlichen Berufen und an den entferntesten Plätzen der Erde arbeiten.
Der Forscher Pierre Teilhard de Chardin (1881-1955) diagnostizierte vor mehr als 85 Jahren: „Von einer unerklärlichen Ganzheitsbewegung getragen, fühlen sich heute Menschen gegensätzlichster Erziehung und unterschiedlichsten Glaubens einander nahe, geeinigt in einer gemeinsamen Leidenschaft für diese doppelte Wahrheit, dass sie im Begriff sind, sich zu vereinigen, und dass sie die lebenden und tätigen Zellen der Menschheit sind.“ Können wir dies aus unserer heutigen Sicht bestätigen?
Wer sagt: „Ich brauche noch Erleuchtung“, ist gebunden. Aber wer sagt: „Natürlich, ich bin bereits erleuchtet“, ist genauso gebunden. Die eigentliche Frage lautet: Wie bezeugst du Nirwana in deinem Leben – heute, jetzt?
Unter der Oberfläche der Handlung dieses Films entfaltet sich ein tieferer Bedeutungsraum. Der Film erzählt nicht nur eine beliebige Geschichte – er beschreibt einen inneren Erkenntnisweg.
Nicht die Dunkelheit ist es, die das Licht vor uns verbirgt, sondern das Alltägliche. Nicht das Böse – sondern das Vertraute, die Gewohnheiten, die Annahmen, Meinungen, Ablenkungen, Dringlichkeiten, die Vergleiche. Nichts von all dem ist falsch. Aber je mehr wir sie als bedeutsam ansehen, umso mehr verdichten sie die Luft. Und schließlich können wir nicht mehr hindurch blicken.
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