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Die Europahymne beschreibt ein besonderes Menschenbild, dass tief in der europäischen Geistesgeschichte verankert ist.
Sind wir bereit, das Leben vollständig und bedingungslos anzunehmen? Oder spielen wir verhalten damit, führen eine Art halbes Leben, bei dem wir das tun, was alle anderen tun und uns der Wahrnehmung dessen verschließen, was wirklich auf dem Spiel steht?
Das „Wort“, das „am Anfang war“, wie es im Johannesevangelium heißt, ist nicht einfach ein Ausspruch, es ist ein Ton, eine Bewegung, eine Schwingung des Geistes, ein Ausatmen von Leben in die Form hinein. Ein inneres Sprechen des Geistes, ein Hall „oberhalb“ der Gegensätze unserer Welt.
In Mozarts Musik wird der Klang der Schöpfungsdynamik hörbarals eine lebendige, rhythmisch-melodische Harmonie des Geistes.
Musik kann den Pulsschlag göttlichen Willens durch die Welt fluten lassen – und kann mit ihren so besonderen Mitteln zugleich auch großes Unheil bewirken. Bereits auf Grund der Struktur seines Körper- und Nervensystems hat der Mensch eine starke Entsprechung zur Musik. Hätte er nicht in seinem tiefsten Wesen verborgen Anteil an der göttlichen Welt, so könnte Musik niemals Botschafterin höherer Sphären oder die Erweckerin der Geheimnisse der Seele sein.
Wenn wir begreifen, dass Sprache bestimmt, was wir denken (und sagen) können, dann werden wir bemüht sein, dieses Werkzeug zu pflegen und zu schärfen – und das zu bewahren, was strebende Menschen vor uns damit erreicht haben. Und während wir Welt und Mensch mithilfe der Sprache immer besser verstehen (was nicht ohne Mitwirkung des Herzens gelingen wird) nähern wir uns einer Grenze. Die Grenze des Sag- und Denkbaren ist die Grenze einer Welt – aber danach kommt noch etwas.
Alles ist Schwingung. Und Schwingung ist magisch, wenn Bewusstsein und Schöpferkraft in ihr wirken, wenn Leben sich in ihr äußert, wenn das von ihr Erzeugte „lebensecht“ ist.
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