Das Zeiss-Kombinat war mit über 60.000 Angestellten eines der größten High-Tech-Unternehmen im gesamten Ostblock. Nach der Wiedervereinigung steckte der Konzern zunächst in der Krise, die meisten Angestellten mussten den maroden Betrieb verlassen. Nach erfolgreicher Umstrukturierung ist Zeiss heute wieder auf Wachstumskurs und sucht dringend Nachwuchs-Forscher.
Für die 13-jährigen Schüler eine Herausforderung: Beim bundesweiten Wissenschaftsfestival "Highlights der Physik" auf dem Marktplatz in Jena dürfen sie Mikroskope von Wissenschaftlern ausprobieren und sie treffen Nobelpreisträger. Nadine Cunäus, Personalleiterin von Zeiss, sieht darin beste Chancen, den Nachwuchs für den größten Arbeitgeber der Region zu rekrutieren. Im Werk können sich die Schüler auch die Produktion von Mikroskopen anschauen. Noch immer ist das 1846 gegründete Unternehmen spezialisiert auf optische Geräte: Elektronenmikroskope, Planetarien, Kamera- und Bildtechnik für die Mikrochirurgie oder Messapparate, die zum Beispiel Fabrikautos dreidimensional erfassen können. Eine Reportage von Christian Pricelius