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Er erklärt, wie er das Programm des Hauses entwickelt hat, wo die Fallstricke bei Museumsneubauten liegen, wie er die Funktion eines Museums interpretiert und spricht auch über die so genannte «Causa Kunz», die 2017 zu seiner vorübergehenden Entlassung geführt hat.
Wie sich der Bündner Kunstverein – trotz fehlendem Sockelbeitrag des Kantons Graubünden – mittlerweile finanziell gut aufgestellt hat, ist ebenso Teil des Gesprächs.
Stephan Kunz gewährt aber auch einen sehr persönlichen Einblick in seinen Werdegang, seine Leidenschaft für die Kunst und spricht über seine Zukunftspläne.
Laura de Weck erzählt im «Sternen Malans» von ihrer Kindheit und Jugend in einem Haus voller Bücher und schreibender Menschen, von ihrem ersten Drehbuch, das sie mit zwölf geschrieben hat und sagt, warum das Theater für sie immer noch der freieste Ort für die Sprache ist.
Sie spricht auch darüber, wie sie mit der Doppelrolle als Autorin und Moderatorin beim SRF Literaturclub umgeht, berichtet von den neuen Herausforderungen, welche diese prominente Rolle im Literaturbetrieb mit sich bringt und sie sagt auch, wie die Redaktion die Bücher für die Sendung ausliest und was für sie ein gutes Buch ausmacht.
Eine Lanze für den Kulturjournalismus
Zum Zustand des Kulturjournalismus sagt sie klar: «Dem geht es sehr schlecht, das ist Fakt und das ist traurig.»
Schnelle Lösungen für den Niedergang des Feuilletons hat auch sie nicht bereit, plädiert aber dafür, dass staatliche Förderung unbedingt ein Teil der Lösung sein müsse, wie bei der Kulturförderung. Denn Kultur sei keine verzichtbare Beigabe, sondern existenzieller Teil unserer demokratischen Gesellschaften.
Laura de Weck erzählt aber auch, warum ihre Werke immer dialogisch sind, spricht über ihr neues Theaterstück und ihre neue TV-Serie, die sich an Arthur Schnitzlers «Der Reigen» orientiert.
Danach unterhielt sich der Kulturjournalist Mathias Balzer mit dem Pianisten über Improvisation, mentale Begleiter und wie er sich in den Zustand bringt, um mehr als eine Stunde lang improvisieren zu können. Es gehe vor allem darum, das eigene Ego zurückzunehmen, damit auf einer anderen Ebene das Wesentliche passieren kann, so Rusconi.
Und wir haben auch über seine schwere, sieben Jahre andauernde Krise gesprochen, während der er kein Klavier mehr spielen konnte. «Es gab die letzten Jahre eine sehr dunkle, schwierige Phase, in der ich jeglichen Halt verloren habe. Als ich endlich wieder ans Piano zurückfand, hab ich gemerkt, wie wichtig Musik für mich ist, wie heilsam die Rückkehr zu ihr war», erklärt der Musiker.
Und er sagt auch: «Wer immer schwierige Phasen in seinem Leben durchläuft, sollte diejenigen Dinge, die ihm wirklich gut tun, sei es Musik, oder Stricken oder Wandern, auf keinen Fall aufgeben. Denn es sind diejenigen Dinge, die uns retten können.»
Im Podcast ist aber auch zu erfahren, wie der Musiker – mitten in seiner Krise – Pianos dem Pilzbefall ausgesetzt hat. Und wir haben über neue Formen der Kulturförderung gesprochen, die er als Vorstand der Stiftung Árvore mitinitiiert hat.
Nach dem Gespräch kam das Publikum in den Genuss der Vorführung von «Köln75». Der Film erzählt, wie die 18-Jährige Jazz-Enthusiastin Vera Brandes es trotz aller Widerstände geschafft hat, das weltberühmte Köln Concert mit Keith Jarrett zu organisieren.
Für Stefan Rusconi bedeutete die Mitarbeit an diesem Film die endliche Rückkehr zu seinem musikalischen Schaffen. Eine Rückkehr, die durch eine zufällige Begegnung vor einer Kita in Berlin ausgelöst wurde.
Er hat uns aber auch erzählt, warum es gar nicht stimmt, dass die Menschen ganz aus seinen Bildern verschwunden sind.
Oder warum er seiner Heimat, dem Engadin zuerst fremd werden musste, um sie dann, nach 25 Jahren, doch noch fotografieren zu können. Er tut dies jedoch jenseits aller touristischen Vermarktbarkeit und unterläuft die herkömmliche Erwartung an Landschaftsbilder virtuos.
Am liebsten habe er, wenn jemand fragt, was ist das? «Dann ist die Arbeit gelungen», so Baselgia.
Der renommierte Fotokünstler nimmt uns aber auch mit auf eine Reise an die «Enden der Welt», ans Ende der europäischen Kontinentalplatte, in die Bergwüsten Perus und den Dschungel Equadors. Alles Gegenden, die er mit seiner Grossbildkamera für seine Langzeitstudien aufgesucht hat. Und wir kehren mit ihm zurück nach Malans in sein Atelier, wo die Bilder erst ihre definitive Form erhalten.
Und auch nach Jahrzehnten der Arbeit in seinem Studio sagt Baselgia: «Fotografie ist und bleibt eine Art Zauberei.»
Die Ausstellung seines Zyklus «Von der Erde» ist noch bis am 9. Januar im «Sternen Malans» zu sehen.
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