Zwölf Jahre nach "Zum Glück in die Zukunft II" präsentiert Marten Laciny alias Marteria auf dem nächste Woche erscheinenden dritten Teil der Reihe "eine Mischung aus indirekt politischen und offen persönlichen Liedern." Damit demonstriert der gebürtige Rostocker einmal mehr nachdrücklich, dass er einer der originellsten, wichtigsten und somit zu Recht erfolgreichsten deutschen Rapper ist. icht "zwei Finger an den Kopf", sondern Hand aufs Herz: So erfolgreich die beiden ersten Teile von "Zum Glück in die Zukunft" auch waren, irgendetwas fehlte – schließlich waren die titelinspirierenden Abenteuer von Marty McFly und "Doc" Brown ja auch als Trilogie in die Filmgeschichte eingegangen. Nun wird Abhilfe geschaffen: Nachdem Laciny mit dem Album "Keine Intelligenz" und der dazugehörigen Tour 2024 sein "Alter Alter Ego" Marsimoto quasi zu Grabe getragen hatte, war es offenbar an der Zeit, innezuhalten und sich neu zu orientieren. Folgerichtig entstand aus dieser Phase der Reflexion der dritte "Zum Glück"-Teil, war doch die Idee der so betitelten Platten "stets: verarbeiten, was in den Jahren zuvor passiert ist, bei Marten Laciny und in der Welt." Und so schließt sich ein Kreis, "auch wenn nicht immer alles rund lief." Die neuen Tracks zeigen einen Wortschmied in Hochform, der eine breite Palette an Themen aufgreift: Von Sehnsucht nach Zugehörigkeit und Geborgenheit inmitten konstanter Überforderung ("Babylonia") über die eigene Rolle als "Troublemaker und Schlagzeilenlieferant" ("Problemarten") bis hin zu einer Liebeserklärung an die Musik beziehungsweise das Dasein als Musiker ("Schenk mir ein Intro"), der mit einer gehörigen Portion Selbstironie auch den Blick auf die gelegentliche eigene Divenhaftigkeit ("Mariah Carey") nicht scheut.