Die Klimadebatte ist allgegenwärtig – und doch scheint sie festzustecken zwischen moralischen Vorwürfen, Abwehrreaktionen und Resignation. Viele Sätze, die wir täglich hören, klingen für viele erst einmal plausibel: "Allein kann ich eh nichts bewirken", "Man wird sich wohl noch etwas gönnen dürfen" oder "Die Katastrophe lässt sich eh nicht mehr aufhalten." In ihrem gemeinsamen Buch "Besser um die Zukunft streiten" zeigen fünf Philosophinnen und Philosophen, dass es möglich ist, über Klima und Verantwortung streitbar, differenziert und klug zu diskutieren – ohne Lautstärke, aber mit Argumenten. Darüber sprechen wir heute mit einem der Autoren, Stefan Riedener, Professor für Philosophie an der Universität Bergen.