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Gut 400 Tonnen Müll werden jedes Jahr aus der Spree geholt: Dazu gehören etwa Zigarettenfilter, Glasflaschen, E-Roller. Doch sichtbarer Müll ist nur Teil des Problems. Denn auch Gifte wie Ölreste, Fäkalien und Medikamentenreste belasten den Fluss. Kann Berlin die Spree noch retten? Eine rbb- Reportage, die heute ausgestrahlt wird, beleuchtet die Ursachen der Verschmutzung, auch die fortschreitende Austrocknung – und folgt Menschen, die sich für die Zukunft der Spree einsetzen. Wir sprechen mit der Regisseurin des Filmes Martina Hiller von Gaertringen.
Der öffentliche Diskurs in Deutschland fährt sich oft in Grundsatzdiskussionen fest. Da werden Gegensätze wie "Fleisch gegen vegan" oder "Auto gegen Fahrrad" konstruiert, was dazu führt, dass Menschen Klimaschutz ablehnen, weil sie sich bevormundet fühlen. Der Autor David Nelles hat diesen Mechanismus in seinem Buch "Politikzirkus" beschrieben. Anstelle von Scheindebatten schlägt er vor, konstruktiv nach Lösungen zu suchen. Wie das gelingen kann, erklärt David Nelles im Klimagespräch auf radio3.
Ausbleibende Regenfälle und hohe Temperaturen haben in vielen Teilen Deutschlands zu niedrigen Flusspegeln geführt. Besonders dramatisch ist die Lage am Rhein, wo am Wochenende historisch niedrige Werte gemessen wurden. Schiffe können weniger laden, was die Wirtschaft in Bedrängnis bringt. Der neue Bundesverkehrsminister Stefan Bilger hat deshalb über eine Vertiefung der Fahrrinnen von Rhein und Donau nachgedacht. Am Donnerstag soll es eine Fachkonferenz in Bonn geben, bei der Experten auch über dieses Thema sprechen. Welche ökologischen Folgen hätte eine Vertiefung der Fahrrinne des Rheins? Darüber sprechen wir mit Monika Raschke vom Landesarbeitskreis Wasser des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) in Nordrhein-Westfalen.
Künstliche Intelligenz ist eines der großen Themen unserer Gegenwart. Jeden Tag scheint es neue Möglichkeiten der KI zu geben, im Alltag, Beruf, in der Kultur, in der Wissenschaft und vor allem in der Wirtschaft. Jede und jeder kann KI mit Alltagsfragen füttern oder sich E-Mails formulieren lassen. Doch um all das leisten zu können, benötigt die Künstliche Intelligenz Rechenzentren, die wiederum sehr viel Energie verbrauchen und Auswirkungen auf ihre jeweiligen Standorte haben. Im radio3 Klimagespräch spricht Susanne Papawassiliu mit Jens Gröger vom Öko-Institut über die Folgen für Klima, Umwelt und die Bevölkerung der Nutzung von KI und welche Lösungswege es geben könnte.
Die Zahl ist fast unvorstellbar: Im Schnitt werden in Deutschland jedes Jahr ca. 20 Millionen Kleidungsstücke vernichtet. Die meisten, weil sie nicht verkauft oder retourniert worden sind. Retouren gehen oft nicht in den Wiederverkauf, weil der Aufwand zu groß wäre. Der Schaden für Umwelt und Klima ist immens. Am Sonntag (19.07.2026) ist das EU-Vernichtungsverbot für Kleidung in Kraft getreten, das diese Praxis einschränken soll. Die Kleidung soll stattdessen u.a. recycelt oder gespendet werden. Ulrike Jährling spricht im radio3 Klimagespräch mit Patrick Bastian vom Umweltbundesamt über das neue Vernichtungsverbot und seine Auswirkungen auf den Klimaschutz.
Es waren furchtbare Nachrichten, als am 14. und 15. Juli vor fünf Jahren die Flut und ihre Folgen im Ahrtal bekannt wurden: 180 Menschen verloren allein in Deutschland ihr Leben, zahllose Häuser wurden zerstört, Tausende verloren ihr Hab und Gut. Die Schäden beliefen sich auf 40 Milliarden Euro. Starkregen und Extremwetterereignisse häufen sich und werden sich laut Prognosen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten vervielfachen. Frank Schmid spricht im radio3 Klimagespräch mit Christian Wolter vom Berliner Leibniz Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei darüber, welche Gefahren durch Hochwasser in Berlin und Brandenburg bestehen und wie unsere Region vorbeugen kann.
Ein 67 Millionen Jahre altes Tyrannosaurus-Rex-Skelett soll heute in New York für bis zu 30 Millionen Dollar versteigert werden. Solche Auktionen erzielen seit Jahren Rekordpreise, doch Paläontologen sehen diese Entwicklung kritisch. Denn wenn Fossilien in Privatsammlungen verschwinden, könnten sie der Wissenschaft dauerhaft verloren gehen. Ist das ein Problem oder gibt es auch Vorteile privater Verkäufe? Darüber sprechen wir mit Johannes Vogel, Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin.
Fast die Hälfte der Fläche Brandenburgs wird landwirtschaftlich genutzt. Zugleich ist Brandenburg eines der trockensten Bundesländer Deutschlands. In Zeiten des Klimawandels und immer heißer werdender Sommer stehen die Landwirtinnen und Landwirte vor großen Herausforderungen. In einer neuen Studie sind nun konkrete Strategien erforscht worden, wie die Landwirtschaft sowohl auch künftig profitabel sein als auch zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen kann. Shelly Kupferberg spricht im radio3 Klimagespräch mit der Agrarwissenschaftlerin Hannah Jona von Czettritz vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in Müncheberg über die Erkenntnisse aus ihrer Studie.
CO₂ ist das wichtigste menschengemachte Treibhausgas - und einer der Hauptgründe dafür, dass sich die Erde weiter erwärmt. Deshalb wird weltweit nach Wegen gesucht, Kohlendioxid nicht nur zu vermeiden, sondern auch dauerhaft zu speichern. Vor der dänischen Nordseeküste ist jetzt mit "Greensand" eines der bislang größten europäischen Projekte zur CO₂-Einlagerung unter dem Meeresboden gestartet. Aber wie sinnvoll ist diese Technologie wirklich? Welche Chancen bietet sie im Kampf gegen die Klimakrise - und welche Risiken gibt es? Darüber sprechen wir auf radio3 mit der Klimaforscherin Prof. Sabine Fuss vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung.
Lebensmittel aus Abfall - klingt erst einmal nicht besonders appetitlich. Doch angesichts von Klimawandel, Wasserknappheit und einer wachsenden Weltbevölkerung suchen Forschende nach neuen Wegen, Nahrung herzustellen. Am Thünen-Institut wird deshalb mit Mikroalgen und Pilzen experimentiert, die mit Nährstoffen aus Abfallströmen wachsen können. Darüber sprechen wir im radio3 Klimagespräch mit der Biotechnologin und stellvertretenden Institutsleiterin des Thünen-Instituts für Agrartechnologie in Braunschweig, Anja Kuenz.
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