Seit Ende August buchbar – aber nicht für jedes Geschäftsmodell sinnvoll. Ein nüchterner Blick auf Reichweite, Formate und Messung.
Seit Ende August können auch deutsche Unternehmen Werbung in ChatGPT buchen. Seitdem kommt fast täglich dieselbe Frage: Müssen wir da jetzt rein? Die Antwort hängt weniger am Budget als daran, wer deine Kunden sind und in welchem Tarif sie unterwegs sind.
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Wie Werbung in ChatGPT aussieht
Die Anzeige steht unter der Antwort, nicht darin. Sie ist als gesponsert gekennzeichnet und vom Antworttext getrennt.
• Werbung beeinflusst die Antworten von ChatGPT nicht
• Werbetreibende bekommen die Gespräche der Nutzer nicht zu sehen
• Nutzer steuern selbst, wie stark ihre Werbung personalisiert wird
• Wer häufiger in den Antworten vorkommen will, braucht gute Inhalte, kein Werbebudget - das sind zwei getrennte Themen
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Die wichtigste Frage: Wer sieht die Anzeigen überhaupt?
Werbung erscheint in den kostenlosen Tarifen und im günstigen Einstiegstarif. Die bezahlten Tarife bleiben nach aktuellem Stand werbefrei.
• Entscheider in größeren Unternehmen sitzen häufig in genau diesen bezahlten Tarifen
• Für klassisches Geschäftskundengeschäft ist die erreichbare Zielgruppe damit kleiner, als die Nutzerzahlen vermuten lassen
• Bei Endkunden und kleineren Betrieben ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher
• Das ist der erste Filter, noch vor jeder Budgetfrage
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Aussteuerung: Gesprächskontext statt Keywords
Du buchst keine Suchbegriffe im klassischen Sinne. Das System nutzt den Zusammenhang des laufenden Gesprächs.
• Du hinterlegst eher Themen und Situationen als einzelne Keywords
• Dazu kommen bekannte Einstellungen: geografische Aussteuerung, Plattform, eigene Zielgruppen
• In Europa greift die Aussteuerung je nach Land und Nutzereinstellung auf weniger Daten zurück
• Datenschutzfreundlich, aber weniger fein steuerbar als gewohnt
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Die Formate
• Anzeige unter der Antwort: Text, Bild, Link auf deine Seite
• Produktfeed-Kampagnen: aus deinem Katalog entstehen Anzeigen mit Bild, Titel, Preis und Bewertung, auch als Karussell
• Gesponserte Assistenten: Rückfragen direkt in der Anzeige, aktuell nur mit ausgewählten Partnern
• Für den Handel heißt das: Die Qualität deiner Produktdaten wird direkt zum Werbefaktor
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Steuerung und Messung
• Gebote nach Klicks oder ergebnisorientiert
• Eigenes Pixel und eine Schnittstelle, über die du Abschlüsse zurückmeldest
• Ohne saubere Messung ist jeder Test wertlos, egal wie klein das Budget war
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Die Zahlen und wie du sie einordnest
OpenAI berichtet von einer Milliarde Dollar Jahresumsatz in weniger als 200 Tagen und zehntausenden Werbetreibenden. Als Beispiel nennt OpenAI einen Händler mit dem dreifachen Umsatz je Werbeeuro über 28 Tage und einen Partner, laut dem über 80 Prozent der gewonnenen Besucher Neukunden waren.
• Das sind Zahlen des Anbieters über ausgewählte Kunden, kein Branchendurchschnitt
• Für den deutschen Markt gibt es noch keine belastbaren Klickpreise
• Verlässliche Vergleichswerte zu Google Ads existieren bislang nicht
Quellen:
https://openai.com/index/expanding-access-to-ai-with-chatgpt-ads/
https://openai.com/index/our-approach-to-advertising-and-expanding-access/
https://ads.openai.com/
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Dein Entscheidungsrahmen
Ein Test lohnt sich, wenn du Endkunden ansprichst, deine Produktdaten sauber sind und deine Messung funktioniert. Dann kaufst du dir Erfahrung, solange der Wettbewerb dünn ist.
Eher noch nichts für dich, wenn deine Entscheider in den bezahlten Tarifen sitzen. Und klar noch nichts, wenn deine Messung nicht steht oder in Google Ads offensichtliche Lücken offen sind. Ein neuer Kanal repariert keinen undichten Trichter, er macht ihn teurer.
Wenn du unsicher bist, wo du stehst: master-of-search.de