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Folge 28: Das politische Konzept eines bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) ist nicht neu. Ideengeschichtlich wurde es in Teilaspekten immer wieder aufgeworfen und auch in die Praxis umgesetzt – auch wenn es bislang zu keiner Zeit jemals ein tatsächliches BGE gegeben hatte, das diesen Namen auch verdient hätte und über einen (lebens)langen Zeitraum ausbezahlt wurde. Gerade weil die Praxistauglichkeit noch nie umfassend überprüft werden konnte, kehrt das Konzept immer wieder in den politischen und politphilosophischen Diskurs zurück.
Seine Anziehungskraft ergibt sich auch aus den verschiedenen Begründungen, die zu einer Einführung geltend gemacht werden können, denen Argumente gegenüber stehen, die sich ebenso an Prinzip und Praxis ausrichten. Die politischen Lager sind in diesem Thema selbst oft gespalten.
Georg Schildhammer und Niko Alm – beide nur studierte Philosophen, aber keine Experten im Thema – versuchen in einem etwas längeren Gespräch das Für und Wider eines bedingungslosen Grundeinkommens gegeneinander abzuwägen.
Folge 27: Verena Mischitz ist selbständige Klima-Journalistin und war davor im Video-Team des „Standard“. Dort erklärte sie mit Analogien und Metaphern, wie komplexe Phänomene dazu beitragen, dass unsere Welt heißer wird - also die Wissenschaft hinter der aktuellen Hitzewelle. Vor Kurzem wurde sie für ihre Arbeit im Netzwerk Klimajournalismus Österreich mit dem K3-Preis für Klimajournalismus ausgezeichnet. Wir sprechen darüber, wen Journalist:innen erreichen wollen, wie man komplexe Zusammenhänge erklärt und warum sie meint, dass jede Story eine Klima-Story ist.
Im Podcast besprochen:
Folge 26: Vor Kurzem – Ende Juni – feierte die Kunstgruppe monochrom ihren 30. Geburtstag. Das bedeutet, dass deren Mitgründer Johannes Grenzfurthner unter Berücksichtigung eines kleinen Rundungsfehlers 2/3 seines Lebens mit dem Schaffen genres*erweiternder Produktionen zugebracht hat – ohne über die Nabelschnur des geförderten Gefälligkeitskunsthandwerks alimentiert zu werden. Letzteres führt ja gerade im Bereich des österreichischen Films dazu, dass die immergleichen Regisseur- und Schauspieler:innen ihren kommerziellen Erfolg im Vor-, Mittel-, Hauptabend- und Wiederholungsprogramms suchen und finden. Die Dokusoap „Muttertag“ gilt ja als der österreichische „Groundhog Day“.
Der * in den „genres*erweiternden Produktionen“ ist übrigens so etwas wie eine Fußnote, die jetzt schon in der Mitte des Textes erläutert wird. Warum auch nicht. Mit der Erweiterung des Genres zum Plural von genreserweiternd hat der Duden noch keine Freude, aber so lässt sich ganz praktisch feststellen, dass Grenzfurthner in mehreren Disziplinen des Kunstbetriebs innoviert. In jüngster Zeit widmete er sich hauptsächlich dem Experimentalfilm und folglich dreht sich diese Episode des Materie-Podcasts um Horror, Nerdkultur und die Schwierigkeit der österreichischen Filmförderung.
Johannes Grenzfurthner ist seit Kurzem auch Kolumnist beim Magazin Profil.
Weiterführende Links:
Folge 25: Die Frage, wie wir in Zukunft arbeiten werden, hat in den letzten Jahren Relevanz gewonnen. Nicht erst seit den beeindruckenden Fortschritten im Bereich der künstlichen Intelligenz, sondern auch wegen Debatten rund um Arbeitszeitverkürzung und neue Unternehmensformen. Gefühlt stehen viele Zukunftstrends unmittelbar bevor oder haben gerade begonnen. Diese diskutieren wir mit der Philosophin Lisa Herzog, die in ihrem Buch „Die Rettung der Arbeit“ (Hanser Verlag, 2019) genau solchen Fragen nachgeht. Es geht darum, welche Jobs in Zukunft ersetzt werden, welche Trends die Veränderungsprozesse in der Wirtschaft auslösen und welche politischen Fragen sich dadurch stellen.
Folge 24: „Über Geld redet man nicht“, so könnte man die öffentliche Meinung zu Finanzthemen wohl zusammenfassen. Auch in Zeiten, in denen wir durch die Inflation ärmer werden, tendiert Österreich zur Liebe für das Sparbuch und zur Skepsis vor den Finanzmärkten. Haben wir zu wenig Finanzbildung? Und wenn ja, was sollten wir eigentlich wissen, was sollten wir wirklich diskutieren? Darüber spricht Stefan Schett mit Larissa Kravitz, vielen besser bekannt als „Investorella“. In ihrem eigenen Finanz-Podcast gibt sie Tipps dazu, wie man sich vor der Inflation schützt und Wohlstand aufbaut. Ein Gespräch über die politische Komponente der eigenen Finanzen, die größten Risiken für die eigene Geldbörse und die Geschlechter-Unterschiede beim Thema Geld.
Folge 23: Mit Wolf Lotter nur ein Thema in einem eng abgesteckten Feld zu besprechen, wäre nicht nur Zeitverschwendung, sondern wahrscheinlich auch schwer möglich. Zu groß wäre die Versuchung, Zusammenhänge herzustellen und Entwicklungen zusammen zu denken. Als Autor und Mitgründer des Wirtschaftsmagazins brand eins macht er genau das auch seit vielen Jahren. Mit seinem Antireduktionismus wendet sich Lotter gegen die Vereinfachung der Welt durch Komplexitätsreduktion. Er lebt und predigt Kontextkompetenz in einer Welt, die permanente Transformation abverlangt.
Die Notwendigkeit der Anpassung ohne Angepasstheit gilt unter anderem auch für den Journalismus in jeder Form – insbesondere auch der des öffentlichen Rundfunks, der ebenso Thema des Gesprächs mit Niko Alm ist, wie die sogenannte künstliche Intelligenz, Digitalisierung und die Wahrhaftigkeit von Information.
Weiterführende Links und Literatur:
Website von Wolf Lotter
Folge 22: Die Philosophin und Publizistin Svenja Flaßpöhler widmet sich als Chefredakteurin des und mit dem philosophie Magazin aktuellen gesellschaftspolitischen Fragestellungen aus philosophischer Perspektive.
Im Gespräch mit Niko Alm wird die mediale Konstruktion von wahrgenommenen Wirklichkeiten beleuchtet. In der Verteidigung dieser in weltanschaulich kollektiv gepflegten Realitäten entstehen Verletzlichkeiten, die die Frage nach der Grenzziehung von Sensibilität und Übersensibilität oder von wichtiger nachvollziehbarer Thematisierung von Ungerechtigkeiten und der Nutzung derselben, um Gruppen Vorteile zu verschaffen, beleuchten. Ihr 2019 erschienenes Buch „Sensibel“ leistet einen Beitrag, diese Aushandlungszone abzustecken.
Folge 21: Links oder Rechts? Anhand dieser Frage orientiert sich die politische Debatte in Österreich. Aber was ist eigentlich rechts, was ist rechtsextrem? Und was, wenn sich Liberale in dieser Skala nicht einzeichnen wollen? Darüber diskutieren wir mit Bernhard Weidinger vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands. Er forscht zu Rechtsextremismus und versteht, um welche Begriffe es in dieser Debatte geht. Ein Gespräch darüber, was rechts ist und ob man den Rechten den Patriotismus-Begriff wegnehmen kann – garniert mit Abschweifungen in die Innenpolitik.
Folge 20: Korruptionsvorwürfe sind nicht nur zahlreich, sie sind auch für viele extrem unübersichtlich. Zwischen zahlreichen Chats, technischen Titeln wie „Sektionschef“ und Angriffen auf die Justiz ist es oft schwer, das Gesamtbild zu sehen. Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, spricht Stefan Schett mit Brian Schmidt und Katharina Kainz, die den ÖVP-Korruptions-U-Ausschuss für NEOS begleitet haben. Sie erzählen, warum dieser U-Ausschuss überhaupt diesen Namen trägt, worum es inhaltlich ging, welche neuen Erkenntnisse dadurch gewonnen wurden – und wie es jetzt weitergeht.
Folge 19: „Ökozid“, Klima-Klagen, Unterstützung von Protesten – wird das Recht zur Alternative, wenn die Politik versagt? Und wenn ja, wie demokratisch ist das? Darüber spricht Stefan Schett mit Ralph Janik. Er ist Universitätslektor mit Schwerpunkt auf Völkerrecht und Menschenrechte und hat gerade ein Buch zum Thema veröffentlicht: „Umwelt und Strafe“. Ein Gespräch über das Spannungsverhältnis zwischen Recht und Aktivismus.
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