Materie Podcast

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Materie Podcast episodes

  • Kunstfreiheit und Klischee - Christian Bazant-Hegemark

    Folge 18: Das Verhältnis von Kunst und Politik ist schwierig. Der Gesetzgeber windet sich um eine Definition von Kunst und will ihr doch Freiheiten gewähren, die über die Einschränkungen des nicht-künstlerischen Rechts auf freie Rede hinausgehen. Ohne zu definieren lässt sich auch weder fördern oder regulieren.

    Im Gespräch schreiten Christian Bazant-Hegemark und Niko Alm die Grenzen des Kunstbegriffs ab.

    Bazant-Hegemark arbeitete früher einmal als Programmierer und ist heute als Doktor der Philosophie promovierter Künstler, der neben seinem eigenen Schaffen diverse Projekte in der Kreativbranche, darunter u. a. den Podcast Kunst und Klischee, betreibt.

    52 min
  • Die Zukunft öffentlich-rechtlicher Medien - Matthias Künzler

    Folge 17: Die Finanzierung des ORF soll von einer geräteabhängigen Gebühr auf eine Abgabe auf Wohnraum umgestellt werden. Die Schieflage, dass mehrere Zahlende damit weit günstiger aussteigen als Menschen, die alleine leben, wird nicht einmal diskutiert. Ebenso wenig wird die Aufgabe des ORF in der Republik bei dieser Gelegenheit evaluiert oder konstruktiv hinterfragt. Das ist nicht nur eine verpasste Chance, sondern ein Versäumnis, den ORF für die Zukunft abzusichern.

    Welche Rolle sollen oder können öffentlich-rechtliche Medien, die von der Allgemeinheit getragen werden, in einer liberalen Demokratie überhaupt spielen? Matthias Künzler, Medienwissenschafter und Professor an der Freien Universität Berlin, und Niko Alm werfen einen vergleichenden Blick auf die Öffentlich-rechtlichen in den deutschsprachigen Ländern und darüber hinaus.

    45 min
  • Russische Propaganda: gezielte Desinformation im Krieg - Dietmar Pichler

    Folge 16: Man sagt, im Krieg sei das erste Opfer die Wahrheit. Gerade im Ukraine-Krieg kann es auch herausfordernd sein, den Überblick zu behalten: Was ist wahr, was Propaganda? Seit Putins Angriff kursieren unzählige Narrative, die im Interesse des Kremls verbreitet werden. Von Neonazis in der Ukraine ist da die Rede, von einer „Umzingelung“ Russlands durch die NATO. Und in Kyiv, da sei mittlerweile Russisch verboten.

    Um einzuordnen, was nur ein Narrativ ist und was wahr, sprechen wir mit dem Desinformations-Experten Dietmar Pichler. Er beobachtet die russischen Propaganda-Kanäle wie kein anderer und arbeitet seit Ausbruch des Ukraine-Kriegs unermüdlich daran, die Botschaften Moskaus einzuordnen. Wir versuchen, die Gegenseite einzunehmen und ihn mit Mythen rund um den Krieg zu konfrontieren. Und wir besprechen, wie man mit denen redet, die „einen wie Putin wollen“.

    58 min
  • Konstruktive Politik - Andreas Sator

    Folge 15: Andreas Sator ist einer der erfolgreichsten Podcaster Österreichs. In seinem Buch „Alles gut?“ und seiner gleichnamigen Kolumne im „Standard“ schreibt er über konstruktive Lösungen für die Klimakrise und andere große Herausforderungen unserer Zeit. Mit Stefan Schett spricht er darüber, ob wir bald alle Insekten essen werden, welche Rolle Medien bei der Suche nach politischen Lösungen spielen, über extra große Plastikstrohhalme und darüber, was man berücksichtigen muss, wenn man zu einer Lösung kommen will.

    52 min
  • Impact Litigation: Politik mit Recht - Wolfram Proksch

    Folge 14: "WAS IST DER PROKSCH BITTE FÜR EIN ROCKSTAR?" Das war das Feedback unseres Soundengineers auf das Gespräch mit dem Wiener Anwalt, das Niko Alm mit ihm Ende November 2022 geführt hat.

    Das beschreibt zwar noch nicht, was Wolfram Proksch genau macht, aber es kann als Indikator dafür genommen werden, dass seine Aktivitäten geeignet sind, öffentlich-politischen Eindruck zu hinterlassen. Kein Zufall: Mit seiner Kanzlei ETHOS.legal hat er sich auf Impact Litigation spezialisiert, ein juristisches Feld, das als strategische Klageführung dazu dient, bürgerrechtliche Anliegen auf dem Rechtsweg zu unterstützen und durchzusetzen. Seine Fälle sind dementsprechend öffentlichkeitswirksam wie etwa die Einbringung einer Strafanzeige vor dem Internationalen Strafgerichtshof gegen den brasilianischen (Ex-)Präsidenten Jair Bolsonaro, das Verfahren für Betroffene/Umweltorganisationen gegen die 3. Piste am Flughafen Wien Schwechat oder das erfolgreiche Verfahren vor dem VfGh gegen das strikte Verbot der Sterbehilfe.

    1 hr 5 min
  • Schein-Klimaschutz - Reinhard Steurer

    Folge 13: Die Klimakrise ist vermutlich das größte Probleme unserer Zeit – und wird dennoch falsch diskutiert. Mit dieser Ausgangsthese geht Stefan Schett in diese Folge des Materie-Podcasts. Wenn es eigentlich darum gehen sollte, schnell aus Kohle, Öl und Gas auszusteigen, warum diskutiert der Großteil nur über „Klima-Kleber“ und über mehr oder weniger sympathische Formen des Protests?

    Das fragt unser Host den Klimawissenschaftler Reinhard Steurer von der BOKU. Er beschäftigt sich mit der politischen Dimension des Klimaschutzes. Seine These: Die Menschen sind sehr gut darin, Ausreden für ihr eigenes Verhalten zu finden und sehnen sich nach "Schein-Klimaschutz", der nicht wirklich etwas verändert. Ein Gespräch über die Worst-Case-Szenarien für das Klima, die politischen Akteure im Klimaschutz und die Frage, ob man denn so demonstrieren darf.

    42 min
  • Der politische Atheist - Niko Alm

    Folge 12: Niko Alm ist nicht nur Co-Host des Materie-Podcasts, sondern auch international bekannt. Sein Führerscheinfoto, auf dem er ein Nudelsieb trägt, machte weltweit Schlagzeilen und wird nach wie vor aufgebracht, wenn es um die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters geht. Als Kritiker des Verhältnisses von Republik und Religion und Atheist ist er heute in anderer Rolle als Gast im Podcast - es geht darum, wie er die Rolle des Glaubens in Österreichs Politik sieht, was hinter dem Nudelsieb steckt und ob er als Atheist eigentlich Weihnachten feiern darf.

    Sein Buch zum Thema "Ohne Bekenntnis – Wie mit Religion Politik gemacht wird" ist 2019 im Residenz Verlag erschienen.

    56 min
  • Wiener Klubkultur x Stadtpolitik - Martina Brunner

    Folge 11: Der Klub ist in der Politik alles andere als ungebräuchlich. Die "Allgemeinen Vertretungskörper" beheimaten als Repräsentationsorgane in Bund, Ländern und Gemeinden diverse parteipolitische Klubs. Materie – ja dieses Medium – wird auch von einem Parlamentsklub finanziert.

    Mit Klubkultur (oder auch Clubkultur) als nachtgastronomisches Ökosystem hat das noch nicht viel zu tun. Dieses Thema ist aber eines, das der Stadt Wien zu einem politischen Anliegen wurde, weshalb das seit Anfang 2020 laufende Pilotprojekt der Vienna Club Commission vor kurzem, seit Herbst 2022, in den Regelbetrieb überführt wurde und sich damit auch als politisches Thema festgesetzt hat.

    Die Co-Geschäftsführerin der Vienna Club Commission (VCC) Martina Brunner grenzt im Gespräch mit Niko Alm den Begriff der Klubkultur genauer ein und erklärt, welchen Beitrag ihre Organisation im Interessenausgleich zwischen Veranstalter:innen, Besucher:innen, Anrainer:innen, Gastronom:innen und Behörden leisten kann. Es geht dabei unter anderem um Sperrstunden, Awareness und Drogen.

    34 min
  • Die Brutalliberale - Anna Schneider

    Folge 10: Anna Schneider polarisiert. In der deutschen Zeitung "Die Welt" schreibt sie regelmäßig Kommentare zu Themen wie Cancel Culture und Identitätspolitik - aber auch zu ihrem Verständnis von Liberalismus. Der Bezeichnung "brutalliberal", die sie für sich selbst wählt, widmet sie ihr neues Buch "Freiheit beginnt beim Ich: Liebeserklärung an den Liberalismus".

    Unser Host, Stefan Schett, verortet sich auch als liberal - aber doch nochmal ganz anders. Im Gespräch gehen die beiden der Frage nach, welche Arten von Liberalismus es gibt. Gibt es sowas wie "linksliberal" eigentlich? Welche Rolle darf der Staat einnehmen? Würden wir alles nochmal genauso machen wie vorher? Und warum werden Liberale eigentlich so gerne mit Rechten verwechselt?

    57 min
  • Medienpolitik und ORF, Status und Ausblick - Matthias Karmasin

    Folge 9: Im Zuge der digitalen Transformation und ihrer Signifikanz für den traditionellen Medienmarkt und seine Geschäftsmodelle hätte Medienpolitik eigentlich zu einem sehr dynamischen Politikfeld werden müssen – zumindest theoretisch. In der Praxis können die betroffenen (also alle) Medienhäuser mit der Entwicklung kaum Schritt halten, der Gesetzgeber noch weniger. Das Schicksal der Wiener Zeitung etwa wurde vor kurzem ganz unstrategisch durch Versäumnisse und Zeitablauf der bisherigen Finanzierungsform besiegelt. Es hätte auch kreativere Lösungen gegeben.

    Das Gespräch von Matthias Karmasin mit Niko Alm wurde aufgezeichnet, als noch nicht entschieden war, was aus dieser, der ältesten noch erscheinenden Tageszeitung, werden wird; es streift den Fall nur am Rand und widmet sich eher grundsätzlicheren Fragen zum Verhältnis von Republik und Medien, der Rolle des ORF als Infrastruktur, der damit verbundenen Aufgaben und seinem Budget. Nach dem Entscheid des Verfassungsgerichtshofs, dass die "Streaming-Lücke" per 1.1.2024 geschlossen werden muss, ist die Politik gefordert, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk anders zu finanzieren.

    Matthias Karmasin ist Universitätsprofessor für Kommunikationswissenschaften und Direktor am Institut für vergleichende Medien- und Kommunikationsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

    Weiterführende bzw. besprochene Literatur:

    Alm, Niko: "ORF unser: Das nahende Ende der GIS ist eine medienpolitische Chance" in: Der Standard (4. August 2022)

    Gundlach, Hardy: "Der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk in der digitalen Transformation. Eine ordnungstheoretische Analyse" in: Die digitale Transformation der Medien - Leitmedien im Wandel (Springer Gabler, 2022)

    Herzog, Christian: "Zur Indexierung des Rundfunkbeitrags in der digitalen Transformation" in: Die digitale Transformation der Medien - Leitmedien im Wandel (Springer Gabler, 2022)

    Murschetz, Paul: "Die Zukunft des ORF im digitalen Zeitalter. Drei Zukunftsszenarien und die Frage der Gebührenfinanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Österreich" in: Die digitale Transformation der Medien - Leitmedien im Wandel (Springer Gabler, 2022)

    Interview mit Matthias Karmasin: „"Haushaltsabgabe mit Augenmaß" für ORF“ in: Der Standard (19. August 2022)

    Interview mit Niko Alm: „Definieren, was der ORF künftig können soll“ in: krone.tv (14. September 2022)

    49 min

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Der Materie Podcast - dein Deep Dive in die großen und kleinen Themen der österreichischen politischen Debatte.

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