Medizin vs. Didaktik

Medizin vs. Didaktik

By Tim Peters & Robert KleinertScienceMedicineHealth & FitnessEducation
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Medizin vs. Didaktik episodes

  • Schweiz – Deutschland 1:0 / Die eidgenössische Clinical Skills Prüfung
    Staffel 2 - Folge 10

    Während wir seit gefühlten Jahrzehnten diskutieren, ob man nicht eine standardisierte Stationenprüfung als finale Abschlussprüfung nehmen könnte und das dann letztlich doch verworfen haben, machen es die Schweizer einfach und das schon seit 2011! Zusammen mit Kai Schnabel aus dem Berner Institut für Medizinische Lehre schauen wir uns voller Neid die eidgenössische Clinical Skills Prüfung an und finden trotz intensivem Nachbohren leider kein Haar in der Suppe … nur zu den Kosten haben wir leider nichts erfahren.

    Kai berichtet, wie die Prüfung konkret abläuft, wie sie von Studierenden und Dozierenden erlebt wird und es fallen (Achtung: Niveau!) sogar Fachbegriffe wie borderline regression, Cronbachs Alpha und die Miller-Pyramide!

    Für Fragen, Anmerkungen und Kritik schreibt uns auch wie immer gerne unter: [email protected]

    Literatur:

    1) Guttormsen S, Beyeler C, Bonvin R, Feller S, Schirlo C, Schnabel K, Schurter T, Berendonk C. The new licencing examination for human medicine: from concept to implementation. Swiss Med Wkly. 2013 Dec 3;143:w13897. doi: 10.4414/smw.2013.13897. PMID: 24301323.
    2) Berendonk C, Schirlo C, Balestra G, Bonvin R, Feller S, Huber P, Jünger E, Monti M, Schnabel K, Beyeler C, Guttormsen S, Huwendiek S. The new final Clinical Skills examination in human medicine in Switzerland: Essential steps of exam development, implementation and evaluation, and central insights from the perspective of the national Working Group. GMS Z Med Ausbild. 2015 Oct 15;32(4):Doc40. doi: 10.3205/zma000982. PMID: 26483853; PMCID: PMC4606485.
    3) Junod Perron N, Klöckner Cronauer C, Hautz SC, Schnabel KP, Breckwoldt J, Monti M, Huwendiek S, Feller S. How do Swiss medical schools prepare their students to become good communicators in their future professional careers: a questionnaire and interview study involving medical graduates, teachers and curriculum coordinators. BMC Med Educ. 2018 Nov 29;18(1):285. doi: 10.1186/s12909-018-1376-y. PMID: 30497471; PMCID: PMC6267086.
    4) Bachmann C, Kropf R, Biller S, Schnabel KP, Junod Perron N, Monti M, Berendonk C, Huwendiek S, Breckwoldt J. Development and national consensus finding on patient-centred high stakes communication skills assessments for the Swiss Federal Licensing Examination in Medicine. Patient Educ Couns. 2021 Jul;104(7):1765-1772. doi: 10.1016/j.pec.2020.12.003. Epub 2020 Dec 9. PMID: 33358770.
    5) Informationen zur Eidgenössischen Prüfung in Humanmedizin beim Bundesamt für Gesundheit (BAG): https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/berufe-im-gesundheitswesen/medizinalberufe/eidgenoessische-pruefungen-universitaerer-medizinalberufe/eidgenoessische-pruefung-in-humanmedizin.html
    6) Swiss Profiles: http://profilesmed.ch/

    32 min
  • Der deutsche Master of Medical Education (MME) – Behind the Scenes
    Staffel 2 - Folge 9

    Alle medizindidaktischen Qualifikationen abgeschlossen und immer noch hungrig? Zu viel Freizeit und fehlende Deadlines im Leben? Die Probleme kennen viele, doch da haben wir was für Sie: einen postgraduierten Masterstudiengang speziell zur Medizindidaktik! Bernhard Steinweg, Absolvent und Dozent, stellt uns den Deutschen Master of Medical Education (MME) vor. Drei Absolventen schwelgen in Erinnerungen und machen vielleicht ein wenig Werbung. Für alle Hörer*innen aus der Schweiz: Euer MME kommt auch noch – dafür wird Tim, der diese Shownote schreibt und begeisterter MME-Bern-Absolvent ist, schon sorgen ;)

    Wir reden über Ablauf und Struktur, aber auch über fehlenden Handyempfang, Ottawa, Krakau, ein Kloster auf der Fraueninsel im Chiemsee und über ein so bezauberndes Wort wie „Spirit“.

    Für Fragen, Anmerkungen und Kritik schreibt uns wie immer gerne unter: [email protected]

    Literatur:

    1) Master of Medical Education (Deutschland): http://www.mme-de.net/
    2) Master of Medical Education (Schweiz): https://www.iml.unibe.ch/angebote/lehre/master-of-medical-education-mme
    3) „MedizinDidaktikNetz Deutschland“: Übersicht über Standorte und medizindidaktische Qualifikationsangebote: https://www.medidaktik.de/kompetenzzentrum/netzwerke/medizindidaktiknetz/hintergrund-und-ziele/?font=1

    30 min
  • Blut, Schweiß und Tränen - Über Stress und Druck im Medizinstudium
    Staffel 2 - Folge 8

    Es braucht ordentlich Druck, um aus Kohle (Studierenden) Diamanten (gute Ärzt*innen) zu formen! Was hier so schön poetisch umschrieben ist, findet durchaus einen gewissen Niederschlag in den Strukturen des Medizinstudiums. Ein Blick in die internationale Forschung zeigt, dass es dazu erschreckend viel Literatur gibt … Was ist dran an der Trias Druck, Stress und Angst und warum ist sie gerade in einem Studium zu Medizin und Gesundheit so präsent?

    Tim und Robert blicken vorweihnachtlich entspannt auf „extrinsische Motivationsfaktoren“ im Medizinstudium und versprechen allen Betroffenen Beistand, Heilung und Rat.

    Für Fragen, Anmerkungen und Kritik schreibt uns auch wie immer gerne unter: [email protected]

    Literatur:

    1) Broks VMA, Stegers-Jager KM, van der Waal J, van den Broek WW, Woltmann AM. Medical student´s crisis-induced stress and the association with social support. PLoS One. 2022;17(12):e0278577 https://doi.org/10.1371/journal.pone.0278577
    2) Liang R, Anthony A, Leditschke A. Five myths about unacceptable behavior in surgical education. ANZ J Surg. 2020;90(6):965-969. https://doi.org/10.1111/ans.15756
    3) Moutinho ILD, Maddalena NCP, Roland RK, Lucchetti ALG, Tibirica SHC, Silva Ezequiel O, Lucchetti G. Depression, stress and anxiety in medical students: A corss-sectional comparison between students from different semesters. Rev Assoc Med Bras. 2017;63(1):21-28. https://doi.org/10.1590/1806-9282.63.01.21
    4) Kötter T, Voltmer E. Stressbelastung von Medizinstudierenden messen: Übersetzung des „Perceived Medical School Stress Instruments“ in die deutsche Sprache. GMS Z Med Ausbild. 2013;30(2):Doc22
    Online hier kostenlos lesbar: https://www.egms.de/static/de/journals/zma/2013-30/zma000865.shtml
    5) Dyrbye LN, Thomas MR, Shanafelt TD. Systematic Review of Depression, Anxiety, and Other Indicators of Psychological Distress Among U.S. and Canadian Medical Students. Acad Med. 2006;81(4):354-373. https://doi.org/10.1097/00001888-200604000-00009

    25 min
  • Geschlechtersensible Medizin - Ein Aufklärungsgespräch
    Staffel 2 - Folge 7

    Gender! - Wer hier schon aussteigt, verpasst so Einiges … In legerer Außerachtlassung der gesellschaftlich aufgeladenen Debatte lassen wir uns im entspannten Gespräch von Frau Prof. Sabine Oertelt-Prigione den vergleichsweise neuen Fachbereich der geschlechtersensiblen Medizin erklären. Wo sind die inhaltlichen Schwerpunkte? Was ist der Benefit für Lehrende? Und braucht es da eher etwas in Blockform, was Longitudinales oder was zum Einnehmen?

    Neben unseren Lieblingsfilmen, die den Bechtel-Test bestehen (für Robert wird’s peinlich), schauen wir uns an, wo und wie das Thema angemessen in die Lehre integriert werden kann.

    Für Fragen, Anmerkungen und Kritik (aber bitte keine Grundsatzdebatten) schreibt uns gerne unter: [email protected]

    Literatur:

    1) Ludwig S, Oertelt-Prigione S, Kurmeyer C, Gross M, Grüters-Kieslich A, Regitz-Zagrosek V, Peters H. A Successful Strategy to Integrate Sex and Gender Medicine into a Newly Developed Medical Curriculum. J Womans Health. 2015;24(12):996-1005. https://doi.org/10.1089/jwh.2015.5249
    Online hier kostenlos lesbar: https://www.liebertpub.com/doi/10.1089/jwh.2015.5249
    2) Naujoks J. Medizin: Eine Frage des Geschlechts? Rheinisches Ärzteblatt. 2023;3:12-15.
    Online hier kostenlos lesbar: https://www.aekno.de/fileadmin/user_upload/RheinischesAerzteblatt/Ausgaben/2023/2023.03.012.pdf
    3) Canadian Institutes of Health Research: Institute of Gender and Health: https://cihr-irsc.gc.ca/e/8673.html
    4) Standfort University: Gendered Innovations in Science, Health & Medicine, Engineering, and Environment: https://genderedinnovations.stanford.edu/
    5) Gender Curriculum Medizin: https://www.gender-curricula.com/curriculum/medizin

    32 min
  • Lehrveranstaltungen planen - Jetzt auch in Gut!
    Staffel 2 - Folge 6

    In der Regel haben ja alle mehr als genug Zeit, neben der kurzweiligen Patientenversorgung und dem bisschen Forschung die Lehre in aller Ausführlichkeit und Jahre im Voraus zu planen. Viele leiden auch darunter, dass sie letztlich zu strukturiert und zu gut vorbereitet in die Veranstaltungen gehen. Für die Wenigen, die zeitlich etwas eingeschränkter sind und nichts gegen etwas Planungshilfe haben, ist diese Folge.

    Wir stellen euch drei konkrete Tools vor, mit deren Hilfe ihr einzelne Lehrveranstaltungen planen könnt und die euch TOP Evaluationen garantieren.

    Für Fragen, Anmerkungen und Kritik schreibt uns gerne niedrigschwellig unter: [email protected]

    Literatur:

    1) Thomas PA, Kern DE, Hughes MT, Tackett SA, Chen BY. Curriculum Development for Medical Edcuation. A Six-Step Approach. 2022; Baltimore: Johns Hopkins University Press.

    Bedarfs-/Zielgruppenanalyse:

    2) Hughes MT. Targeted Needs Assessment. In: Thomas PA, Kern DE, Hughes MT, Tackett SA, Chen BY. Curriculum Development for Medical Edcuation. A Six-Step Approach. 2022; Baltimore: Johns Hopkins University Press. 33-56.

    Sandwich-Prinzip:

    3) Kadmon M, Strittmatter-Haubold V, Greifeneder R, Ehlail F, Lammerding-Köppel M. Das Sandwich-Prinzip - Eine Einführung in Lerner zentrierte Lehr-Lernmethoden in der Medizin. ZEFQ. 2008;102:628-633.

    AVIVA-Modell:

    4) Städeli C, Grassi A, Obrist W, Rhiner K. Kompetenzorientiert unterrichten – Das AVIVA-Modell. Fünf Phasen guten Unterrichts. 2013; Bern: hep Verlag.

    26 min
  • Heute das Seminar … morgen das Curriculum!
    Staffel 2 - Folge 5

    Lange genug haben wir uns mit dem Klein-Klein von Vorlesungen, Seminaren oder UaKs abgegeben. Jetzt wird groß gedacht – es geht um das ganze Curriculum! Bei Curriculumentwicklungen treffen so schöne Elemente wie organisatorisch-strukturelle Vorgaben, räumliche Rahmenbedingungen, das Leitbild der Universität oder gesetzliche und fachgesellschaftliche Vorgaben auf die gern gegensätzlichen Vorstellungen von Lehrenden und die Logik einzelner Fachbereiche. Das kann doch nur gut werden!

    Wir blicken auf verschiedene Formen und Umsetzungen von Curricula und diskutieren, ob man nach dem „Change-Prozess“ auch noch Freunde bleiben kann …

    Für Fragen, Anmerkungen und Kritik schreibt uns auch jetzt wieder gerne unter: [email protected]

    Literatur:

    1) Thomas PA. Goals and Objectives. In: Thomas PA, Kern DE, Hughes MT, Tackett SA, Chen BY. Curriculum Development for Medical Edcuation. A Six-Step Approach. 2022; Baltimore: Johns Hopkins University Press. 57-66.
    2) Medizinischer Fakultätentag. Nationaler Kompetenzbasierter Lernzielkatalog Medizin (NKLM) 2.0
    Online hier kostenlos lesbar: nklm.de
    3) Harden RM. AMEE Guide No. 21: Curriculum mapping: a tool for transparent and authentic teaching and learning. Medical Teacher. 2001;23(2):123-137. DOI: 10.1080/01421590120036547
    4) Müller U, Iberer U. Programmentwicklung als Bildungsprozessmanagement. Erwachsenenbildung vor neuen Herausforderungen. Erwachsenenbildung. 2007;4:205-209.
    5) Bland CJ, Starnaman S, Wersal L, Moorhead-Rosenberg, Zonia S, Henry R. Curricular change in medical schools: how to succed. Acad Med. 2000;75(6):575–94. https://doi.org/10.1097/00001888-200006000-00006

    26 min
  • Lernziele, Kompetenzen oder EPAs – Ja was denn nun?
    Staffel 2 - Folge 4

    Für die heutige Folge haben wir uns drei leicht verdauliche, übersichtliche Themen für Zwischendurch gesucht, auf die wir uns dann zum Glück kaum vorbereiten brauchten … Lernziele, Kompetenzen und EPAs. Alle drei Strukturmerkmale versprechen einzeln Hilfe bei der Curriculums- und Lehrplanung, basieren jedoch auf anderen Logiken, fordern verschiedene Konsequenzen und sind dennoch miteinander verbunden – praktisch wie eine gealterte Boyband.

    Wir schicken die Strukturmerkmale Lernziele, Kompetenzen und EPAs in den Recall, schauen für wen wir ein Foto oder eine Rose dabeihaben und wer das Zeug auf die ganze große Karriere im Curriculum hat.

    Für Fragen, Anmerkungen und Kritik schreibt uns auch jetzt wieder gerne unter: [email protected]

    Literatur:

    Wir haben uns zurückgehalten bzw. zurückhalten müssen. Zu den Themen könnten ganze Bibliotheken geüllt werden… Hier eine kleine für uns relevante Auswahl mit dem Hinweis auf weit fortgeschrittene Unvollständigkeit.

    Kompetenzen

    1) Wick A. Akademisch geprägte Kompetenzentwicklung: Kompetenzorientierung in Hochschulstudiengängen. 2011; Universität Heidelberg: Fakultät für Verhaltens- und Empirische Kulturwissenschaften, Institut für Bildungswissenschaft.
    Online hier kostenlos lesbar: https://doi.org/10.11588/heidok.00012001
    2) Kapitel 3.2 „Was soll im Medizinstudium vermittelt werden? Ärztliche Kompetenzen!“ In: Fabry G. Medizindidaktik. Für eine kompetenzorientierte, praxisrelevante und wissenschaftlich fundierte Ausbildung. 2. Auflage. Bern: hogrefe Verlag; 2022. 117-129.

    Lernziele:

    Zuerst die Klassiker (alt aber gut!)
    3) Mager RF. Lernziele und Unterricht. Völlig überarbeitete Neuausgabe. 1977; Weinheim: Beltz.
    4) Bloom BS, Engelhart MD, Furst EJ, Hill WH, Krathwohl DR. Taxonomy of educational objectives: The classification of educational goals. Handbook I: Cognitive domain. 1956; New York: David McKay Company.
    Online hier kostenlos lesbar: https://eclass.uoa.gr/modules/document/file.php/PPP242/Benjamin%20S.%20Bloom%20-%20Taxonomy%20of%20Educational%20Objectives%2C%20Handbook%201_%20Cognitive%20Domain-Addison%20Wesley%20Publishing%20Company%20%281956%29.pdf

    Dann wirds moderner (immer noch gut)

    5) Anderson LW, Krathwohl DR (Hrsg.) A taxonomy for learning, teaching, and assessing: A revision of Bloom's taxonomy of educational objectives. 2001; New York: Longman.
    6) Thomas PA. Goals and Objectives. In: Thomas PA, Kern DE, Hughes MT, Tackett SA, Chen BY. Curriculum Development for Medical Edcuation. A Six-Step Approach. 2022; Baltimore: Johns Hopkins University Press. 57-66.

    Perspektive der deutschsprachigen Pflegepädagogik

    7) Kapitel 4 „Allgemeine Didaktik“. In: Sahmel KH. Lehrbuch Kritische Pflegepädagogik. 2015; Bern: hogrefe. 121-152.

    Entrustable Professional Activities (EPAs):

    8) ten Cate O. Entrustability of professional activities and competency-based training. Med Educ. 2005;39(12):1176–7. https://doi.org/10.1111/j.1365-2929.2005.02341.x
    9) ten Cate O, Snell L, Carraccio C. Medical competence: the interplay between individual ability and the health care environment. Med Teach. 2010;32(8):669–75. https://doi.org/10.3109/0142159X.2010.500897
    10) Shorey S, Lau TC, Lau ST, Ang E. Entrustable professional activities in health care education: a scoping review. Med Educ. 2019;53(8):766–77. https://doi.org/10.1111/medu.13879

    Umsetzungsbeispiele aus Deutschland und der Schweiz:

    11) Medizinischer Fakultätentag. Nationaler Kompetenzbasierter Lernzielkatalog Medizin (NKLM) 2.0
    Online hier kostenlos lesbar: nklm.de

    12) Michaud PA, Jucker-Kupper P, and members of the Profiles working group. PROFILES; Principal Objectives and Framework for Integrated Learning and Education in Switzerland. 2017; Bern: Joint Commission of the Swiss Medical Schools.

    Online hier kostenlos lesbar: https://www.profilesmed.ch/

    30 min
  • Drei Männer und ihr Hobby?! - Serious Games & Gamification
    Staffel 2 - Folge 3

    Endlich haben wir genug Folgen draußen, dass wir uns - ohne zu nerdig zu wirken - den (Computer-)Spielen widmen können. Dafür haben wir mit unserem ersten Gast Daniel Tolks einen fachkundigen Experten dazu geladen, der uns erklärt, dass man bei Serious Games trotz einiger guter Ansätze immer noch auf den großen Durchbruch wartet, während wir den grundlegenden Prinzipien der Gamification eigentlich gar nicht entkommen können …

    Ihr erfahrt, dass Tim das Mass Effect 3-Finale eigentlich ganz gut fand, dass Robert tatsächlich mal ein Spiel mitentwickelt hat, dass Red Dead Redemption 2 Daniel das Computerspielen (temporär) gerettet hat und nebenbei auch, ob und wie man Serious Games und Gamification auch als Anfänger in die medizinische Lehre integrieren kann.

    Für Fragen, Anmerkungen und Kritik schreibt einfach an: [email protected]

    Literatur:

    Gamification:

    1) Tolks D, Sailer M. Gamification als didaktisches Mittel in der Hochschulbildung. In: Hochschulforum Digitalisierung, Herausgeber. Digitalisierung in Studium und Lehre gemeinsam gestalten: Innovative Formate, Strategien und Netzwerke [Internet]. Wiesbaden: Springer VS; 2021. S. 515–32.
    Online hier kostenlos lesbar: https://doi.org/10.1007/978-3-658-32849-8_29
    2) Zainuddin Z, Chu SKW, Shujahat M, Perera CJ. The impact of gamification on learning and instruction: A systematic review of empirical evidence. Educational Research Review. 2020;30:100326.
    3) Sailer M, Homner L. The Gamification of Learning: a Meta-analysis. Educ Psychol Rev. 2020;32:77–112.
    4) van Gaalen AEJ, Brouwer J, Schönrock-Adema J, Bouwkamp-Timmer T, Jaarsma ADC, Georgiadis JR. Gamification of health professions education: a systematic review. Adv in Health Sci Educ. 2021;26(2):683–711.

    Selbstbestimmungstheorie:

    5) Ryan RM, Deci EL. Self-determination theory and the facilitation of intrinsic motivation, social development, and well-being. American psychologist. 2000;55(1):68.
    6) Ryan RM, Rigby CS, Przybylski A. The motivational pull of video games: A self-determination theory approach. Motivation and emotion. 2006;30(4):344–60.

    Serious Games Beispiele:

    7) Gute Übersicht: https://serious-gamification4health.net/
    8) Serious Game "Re-Mission": Kato PM, Cole SW, Bradlyn AS, Pollock BH. A video game improves behavioral outcomes in adolescents and young adults with cancer: A randomized trial. Pediatrics. 2008;122(2):e305-317.
    9) Serious Game "Emerge": https://www.emerge-game.com/

    33 min
  • Was brauche ich als Anfänger für die Lehre? – Das Life-coaching!
    Staffel 2 - Folge 2

    Die beiden erfolgreichen Didaktik-Coaches mit Nebensitz in Katar und Singapur zeigen euch, dass es nicht nur das richtige Mindset ist, was eine gute Lehrperson ausmacht! Neben der nötigen Fachkompetenz ist es am Ende des Tages eine gute Mischung aus didaktischer Qualifikation, ordentlicher Vorbereitung, passenden Rahmenbedingungen, Begeisterung für das Thema und der richtigen Haltung - also vielleicht doch irgendwie Mindset …

    Wie auch immer: Wir bringen euch alles für eure Selbstoptimierung bei, was ihr braucht, um im Lehre-Business richtig durchzustarten und die Konkurrenz hinter euch zu lassen!

    Für Fragen, Anmerkungen und Kritik schreibt uns unter: [email protected]

    Literatur:

    Medizindidaktische Qualifikation:

    1) Fabry G. Medizindidaktik. Für eine kompetenzorientierte, praxisrelevante und wissenschaftlich fundierte Ausbildung. 2. Auflage. Bern: hogrefe Verlag; 2022.
    2) Übersicht des MedizinDidaktikNetzes Deutschland zu den Qualifikationsmöglichkeiten im Bereich Medizindidaktik an medizinischen Fakultäten:
    https://www.medidaktik.de/kompetenzzentrum/netzwerke/medizindidaktiknetz/hintergrund-und-ziele/
    3) Und genauer zu konkreten Kursangeboten (Stand: Mai 2023): https://www.medidaktik.de/fileadmin/user_upload/www.medidaktik.de/Dokumente/Kompetenzzentrum/Netzwerke/MedizinDidaktikNetz/Hintergrund-und-Ziele/2023-05-05_Medizindidaktische-Qualifikationsangebote.pdf
    4) Homepage der deutschsprachigen Zeitschrift „GMS Journal for Medical Education“ (Open Acess):
    https://www.egms.de/static/de/journals/zma/
    5) Master of Medical Education (Bern): https://www.iml.unibe.ch/angebote/lehre/master-of-medical-education-mme
    6) Master of Medical Education (Heidelberg): http://www.mme-de.net/

    Einflussfaktoren für Lernerfolg:

    7) Hattie JAC. Visible Learning. A synthesis of over 800 meta-analyses relating to achievement. 2009; London/New York: Routledge.
    8) Zusammenfassung und pointierte Kritik zur Hattie-Rezeption: Zierer K. Kernbotschaften aus John Hatties Visible Learning. 2. Überarbeitete Auflage. 2015; Sankt Augustin/Berlin: Konrad-Adenauer-Stiftung. https://www.kas.de/c/document_library/get_file?uuid=c943ad48-df39-d2f1-aa54-80d5f432815a&groupId=252038

    22 min
  • Die Prüfungstriologie - Teil 1: Mündlich
    Staffel 2 - Folge 1

    Wir waren noch lange nicht fertig – also sind wir wieder da! Für die 2. Staffel setzen wir uns wieder für euch nach der Lehre in das kleine, stickige Aufnahmestudio und erarbeiten medizindidaktische Themen auf internationalem Niveau bis ins letzte Detail. Wir beginnen die Staffel mit dem ersten Teil der Prüfungstriologie: Mündlichen Prüfungen. Obwohl prominent in den Staatsexamina vertreten, gilt sie doch neben ihren Geschwistern "Schriftlich" und "Praktisch" als didaktisch irgendwie unsexy.

    Wir plädieren dafür, dass mündliche Prüfungen häufig mehr Struktur brauchen und geben euch dafür praktische Hinweise sowie eine Liste der (natürlich niemals selbst erlebten) größten Fails.

    Für Fragen, Anmerkungen und Kritik schreibt uns auch jetzt wieder gerne unter: [email protected]

    Literatur:

    Mündliche Prüfungen Allgemein:

    1) Bohl T. Wissenschaftliches Arbeiten im Studium der Erziehungs- und Bildungswissenschaften: Arbeitsprozesse, Referate, Hausarbeiten, mündliche Prüfungen und mehr. 2018; Weinheim: Beltz Verlag.
    2) Frey K, Frey-Eiling A. Ausgewählte Methoden der Didaktik. 2009; Zürich: vdf Hochschulverlag.
    3) Ingenkamp K, Lissmann U. Lehrbuch der Pädagogischen Diagnostik. 2008; Weinheim/Basel: Beltz Verlag.

    Mündliche Prüfungen in der Medizin:

    4) Thomas CS, Mellsop G, Callender K, Crawshaw J, Ellis PM, Hall A, MacDonald J, Silfverskiold P, Romans-Clarkson S. The oral examination: a study of academic and non-academic factors. Med Educ. 1993;27(5):433–439.
    5) Wakeford R, Southgate L, Wass V. Improving oral examinations: selecting, training, and monitoring examiners for the MRCGP. Royal College of General Practitioners. BMJ. 1995;311(7010):931–935.
    6) Iqbal IZ, Naqvi S, Abeysundara L, Narula AA. The value of oral assessments: a review. The Royal College of Surgeons of England Bulletin. 2010;92(7):1–6. https://doi.org/10.1308/147363510X511030

    30 min

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Die medizinische Lehre befindet sich seit Jahren auf dem brennenden Pfad der Transformation (dramaturgische Übertreibung) und noch weitreichendere Reformen stehen schon in den Startlöchern … Treffen Sie Robert und Tim, zwei Didaktiker aus unterschiedlichen fachlichen Welten, die beide seit Jahren mit Leidenschaft im spannenden Feld der medizinischen Lehre wirken. Mit einer unterhaltsamen Mischung aus ernsteren und augenzwinkernden Diskussionen stellen Sie sich der Frage, wie der zeitgemäße Unterricht in der Medizin eigentlich aussehen soll.