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In dieser Episode spreche ich mit Laura Schuppli, Digitalkuratorin und stellvertretende Leiterin des Stadtmuseums Aarau. Das Museum hat 2024/25 eine vielbeachtete Ausstellung realisiert, in der Künstliche Intelligenz eine zentrale Rolle in der Vermittlung spielte – und damit früh gezeigt, welches Potenzial innovative Technologien für museale Formate haben. Wir reden darüber, wie das Team an die Konzeption heranging, welche Chancen sie in KI-gestützten Vermittlungsangeboten sahen und welche Fragen und Lernprozesse während der Umsetzung entstanden.
Laura Schuppli freut sich ausdrücklich über interessierte Nachfragen zum Projekt und gibt gerne Tipps und Hinweise, wie KI in der Ausstellung gelingen kann. Zu erreichen ist sie unter [email protected] und im Stadtmuseum Aaarau.
Feedback zur Folge? Bitte gern an [email protected]
In dieser Episode spreche ich mit Laura Schuppli, Digitalkuratorin und stellvertretende Leiterin des Stadtmuseums Aarau. Das Museum hat 2024/25 eine vielbeachtete Ausstellung realisiert, in der Künstliche Intelligenz eine zentrale Rolle in der Vermittlung spielte – und damit früh gezeigt, welches Potenzial innovative Technologien für museale Formate haben. Laura berichtet, wie das Team an die Konzeption heranging, welche Chancen sie in KI-gestützten Vermittlungsangeboten sahen und welche Fragen und Lernprozesse während der Umsetzung entstanden.
Laura Schuppli freut sich ausdrücklich über interessierte Nachfragen zum Projekt und gibt gerne Tipps und Hinweise, wie KI in der Ausstellung gelingen kann. Zu erreichen ist sie unter [email protected] und im Stadtmuseum Aaarau.
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Der Beitrag KI in der Ausstellung – Mit Laura Schuppli vom Stadtmuseum Aarau erschien zuerst auf niclas-tölle.
Gibt es eigentlich die Ping! App noch? Im Jahr 2021, mitten in der Corona-Krise, erregte die Museums-App mit ihrem an Tinder orientierten Konzept, Museumsobjekte zu swipen und zu daten, einiges an Aufsehen. Während der Aufschlag in der Öffentlichkeit also zweifellos gelungen war, stellte sich für mich aber stets die Frage, wie sich die App langfristig schlagen würde. Funktioniert das Tindern mit Museumsobjekten oder ist das Ganze als alberner Gag längst verpufft? Das Badische Landesmuseum ist jedenfalls heute mehr denn je von der Ping!-App überzeugt und hat sie sogar noch weiterentwickelt. Aus der nativen App wurde eine Webapplikation, es gibt frische Inhalte an neuen Orten und die App wurde in ein ganz neues, partizipatives Konzept eingebettet. Mit Harriet Meyer, der Leiterin des Referats Digitale Vermittlung am Badischen Landesmuseum, konnte ich ein spannendes Gespräch über die neue Ausrichtung führen. Besonders gefallen hat mir dabei, dass die Ping! App nicht nur zur freien Nutzung, sondern eben auch zur offenen Weiterentwicklung zur Verfügung steht. Spätestens damit ist die App aus meiner Sicht so viel mehr als es der poppige Claim vermuten lässt.
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Ich glaube, digitale Ausstellungen sind ein Nischenthema. So ganz neu sind sie nicht, und so richtig erfolgreich scheinen sie auch nicht zu sein. Jedenfalls würde heute wahrscheinlich niemand behaupten, dass digitale Ausstellungen mittelfristig ein Ersatz für den realen Museumsbesuch werden. Dennoch gibt es sie und sogar Google bietet mit Arts & Culture eine eigene Ausstellungsplattform an, ebenso wie die Deutsche Digitale Bibliothek und andere, und tatsächlich werden dort regelmäßig Ausstellungen publiziert. Zumindest die Nische scheint also gut zu funktionieren. Können digitale Ausstellungen vielleicht doch mehr, als man Ihnen zutraut? Und wenn ja, wie funktioniert das digitale Ausstellen? Noreen Klingspor und Hanna Warth-Geraci produzieren am Landesmuseum Württemberg fleißig solche „Scrollytelling“-Ausstellungen für Google und DDB, mit ihnen habe ich mich ausführlich darüber unterhalten, wann und für wen digitale Ausstellungen Sinn machen, wen und was man damit erreicht und wie man die Sache am besten angeht.
Im November 2024 veröffentlichte das Stadtpalais Stuttgart ein Video auf Instagram, in dem Direktor Torben Giese Anfeindungen und Hasskommentare gegen migrantisch gelesene MitarbeiterInnen des Museums anklagte.
Das Computerspiel „The Darkest Files“ versetzt uns in die 1950er Jahre nach Frankfurt, wo wir als die fiktive Staatsanwältin Esther Katz in realen NS-Verbrechen ermitteln, Hinweise finden und Täterinnen und Täter vor Gericht bringen. Die Entwickler des Indie-Studios Paintbucket Games aus Berlin haben es sich unter dem Motto „Spiele mit Wirkung“ zur Aufgabe gemacht, die Potenziale des Mediums als Kulturgut ernstzunehmen. Ihre Spiele beschäftigen sich mit Diktatur, Widerstand und Nationalsozialismus, für den Vorgängertitel „Through the Darkest of Times“ haben sie bereits zahlreiche Preise erhalten. Mit Jörg Friedrich, einem der beiden Gründer von Paintbucket unterhalte ich mich in dieser Folge darüber, weshalb Spiele auf jeden Fall als Kulturgut zu betrachten sind, sich aber gleichzeitig viele Studios vor ihrer kulturellen Verantwortung drücken und dabei nicht nur gelegentlich Produkte mit fragwürdigen Geschichtsdarstellungen herauskommen.
Schorschi das Schwein ist eine Handpuppe, mit der Museumsleiter Christian Baudisch den Instagram-Auftritt seines Hauses bespielt. Außerdem dort zu sehen sind tonnenweise durchgedrehte Memes, die den Böblinger Döner Sonntag (BöDöSo) bewerben. Wer das Deutsche Fleischermuseum in Böblingen kennt, weiß, dass es sich hier nicht um ein altbackenes Schnitzelhaus handelt, sondern um ein subversives Kunst-U-Boot, in dem Comics, Musik und Gegenwartskultur genauso zu Hause sind wie die größte museale Sammlung von Fleischermessern der Welt. Dass das Museum nicht in der Breite seines Konzepts von Haxe bis Hochkultur auseinanderfällt, ist wahrscheinlich der Art zu verdanken, mit der Christian das Thema Fleisch ernst nimmt und es konsequent de- und wieder rekonstruiert. Dass er dabei jede Menge Spaß hat und diesen auch an sein Publikum weitergibt, wird in unserem Gespräch sehr deutlich. Deutlich wird aber auch, wie gut gerade kleine Häuser wie das Fleischermuseum mit wenig Budget und Personal digitale Werkzeuge nutzen können, um einen zeitgemäßen Museumsbetrieb zu ermöglichen. Dabei zeigt sich auch, wie wertvoll offene digitale Angebote wie die Sammlungsplattform museum-digital.de für ein kleines Haus wie dieses sind.
Archive haben bisweilen den Ruf, herausfordernde Orte zu sein, die sich Nutzern nicht einfach erschließen. Dass das ein Vorurteil der Vergangenheit ist, zeigt das Reutlinger Kreisarchiv unter der Leitung von Dr. Marco Birn. Auf gleich zwei ansprechenden Websites ermöglicht das Archiv hier nicht nur den Zugriff auf die Bestände, sondern präsentiert mit kultur-machen.de und unsere-burgen.de jeweils die Kultur- und Burgenlandschaft des Kreises. Wer diese Seiten besucht, merkt schnell, dass sich das Selbstverständnis dieses Archivs nicht auf die reine Aufbewahrung von Akten beschränkt. So prima das ist, ich muss gestehen, dass ich doch ein bisschen skeptisch war, als ich vor einiger Zeit vom Live-Angebot der digitalen Archivsprechstunde erfuhr. Gibt es wirklich Leute, die sich in Sprechstunden mit dem Archivar einloggen? Welche Zielgruppe wird damit erreicht und wie funktioniert dieses Format? Entsprechend verblüfft durfte ich erfahren, dass die Sprechstunde tatsächlich sehr gut funktioniert und sogar ein junges Publikum anspricht. Wie genau das gelingt und wie eine erfolgreiche digitale Kulturvermittlung für Archive aussieht erzählt mir Dr. Marco Birn in diesem sehr aufschlussreichen Gespräch. Dabei geht es auch um die Frage, wie die digitale Transformation die Arbeit am Archiv verändert und wie die Kolleginnen und Kollegen mit diesen Veränderungen umgehen. Ich freue mich sehr, dieses spannende Gespräch als tolles Beispiel für eine gute digitale Vermittlungsarbeit präsentieren zu können.
Das Netzwerk #keinrembrandt wurde vor einiger Zeit von Kristina Kraemer vom Stadtmuseum Waiblingen und Christopher Vila vom Heimatmuseum Egling gegründet. In dieser Folge rede ich mit den beiden MuseumsleiterInnen über die Potentiale und Herausforderungen kleiner und mittelgroßer Museen, Geschichten mit vorwiegend regionalem Bezug überregional zu erzählen. Interessant finde ich, wie sehr sich die ursprüngliche Idee, digitale Vermittlungsaufgaben im Netzwerk zu bündeln, zu einem Netzwerk weiterentwickelt hat, in dem sich kleine und mittelgroße Häuser gegenseitig bei technischen Herausforderungen unterstützen und gegenseitig weiterbilden. Doch die Kooperation hat wie immer ihren Preis, das Engagement in dieser Gruppe kostet Zeit und die, das wird im Gespräch sehr deutlich, ist in kleinen Häusern immer knapp. Ich bin angesichts der bereits erzielten Erfolge sehr zuversichtlich und gespannt auf die kommenden Blogbeiträge und denke derweil an Rousseaus vielzitierte Hirschjagd, die uns seit jeher deutlich macht, dass man die großen Ziele nur gemeinsam erreichen kann.
Noch ein Wort in eigener Sache: Netzwerke sind sinnvoll, doch sie erledigen die anstehende Arbeit nicht von selbst. Homepage, social media, digitale Kommunikation, digitales Asset Management, Objektdaten, Wissensmanagement, in Ihrem Kulturbetrieb gibt es viel zu tun. Lassen Sie sich doch einfach helfen. Ich berate und ünterstütze sie aktiv bei Strategien, Projekten und digitalen Herausforderungen – schauen Sie doch mal rein unter niclas-toelle.de oder schreiben Sie gleich eine Mail an [email protected]
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