„Kennt ihr das? Ihr führt ein Gespräch, denkt, ihr seid total auf einer Wellenlänge – und am Ende stellt sich heraus: Ihr habt in zwei völlig verschiedenen Filmen mitgespielt.“
In der Jubiläumsfolge von Moiny räumt Robin mit einem der hartnäckigsten Mythen über Neurodivergenz auf: Dem angeblichen Empathie-Defizit. Basierend auf Damian Miltons Theorie des „Double Empathy Problems“ zeigt er, dass Kommunikationsschwierigkeiten keine Einbahnstraße sind, sondern ein gegenseitiges Übersetzungsproblem zwischen verschiedenen „biologischen Betriebssystemen“.
In dieser Folge spricht Robin über:
- Das Double Empathy Problem: Warum wir nicht „kaputt“ sind, sondern warum Missverständnisse oft erst im Austausch zwischen neurotypischen und neurodivergenten Welten entstehen.
- Die soziologische Brille: Was das „Soziale Modell von Behinderung“ uns darüber lehrt, wer in unserer Gesellschaft den Kommunikations-Goldstandard festlegt.
- Neuroinklusive Sprache & der Curb-Cut-Effekt: Warum klare, präzise Kommunikation kein „Extra“ für ADHSler ist, sondern wie abgesenkte Bordsteine die Barrieren für alle Gehirne abbaut.
- Praxis-Tools für den Alltag: Wie Techniken wie BLUF (Bottom-Line-Up-Front), Explizite Erwartungsklärung und Looping dabei helfen, den „Scope“ (Umfang) eines Gesprächs endlich greifbar zu machen.
Egal ob im Job oder in der Beziehung: Diese Folge liefert euch das Wörterbuch, um vom „Rätselraten zwischen den Zeilen“ hin zu einer wertschätzenden und effizienten Kommunikation zu finden.
Spoiler: Es braucht keine rhetorischen Fragen, sondern einen klaren „Call to Action“!