Mono, Poly & Co.

Mono, Poly & Co.

By Sonja JünglingSociety & CultureRelationships
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Mono, Poly & Co. episodes

  • #130 - Angst verlassen zu werden - 3 Phänomene aus Sonjas Praxis
    Drei Praxis‑Phänomene zur Angst vor Verlassenwerden: Aufmerksamkeit, Meilensteine, Sex≠Intimität – mit konkreten Strategien.

    In dieser Praxisfolge spricht Sonja über drei typische Situationen, in denen Angst vor Verlassenwerden besonders laut wird – und was dir dann konkret helfen kann. Es geht um verschobene Aufmerksamkeit (Job, Hobby, neue Person), kritische Meilensteine beim Kennenlernen und den Vergleich über Sexualität. Mit einer klaren Unterscheidung dessen, was wirklich passiert, und handfesten Schritten für mehr Stabilität, Selbstempathie und Verbundenheit.

    Höre dazu auch unsere Themenfolge Angst verlassen zu werden

    📌 Themen dieser Folge:
    • Wenn Neues viel Aufmerksamkeit frisst: Mangelgefühle, Warten und die Angst, ersetzt zu werden
    • Erste Hilfe: Absprachen prüfen, Beziehungsbasis stärken, Stress regulieren, transparent kommunizieren
    • Typische Meilensteine bei neuen Kontakten (Wochen/Monate/Jahre) und warum sie triggern
    • Selbstempathie statt Panik: den Wert der bestehenden Bindung sehen und eigene Themen angehen
    • Sex ist nicht das Maß aller Dinge: Intimität hat viele Formen
    • Nähe jenseits von Sex: gemeinsame Projekte, Quality Time, ruhiges Nebeneinander, gelöste Konflikte
    💡 Das Wichtigste in Kürze
    • Aufmerksamkeit lässt sich lenken; „Neues“ bindet oft nur vorübergehend viel Fokus.
    • Erst klären: Ist es wirklicher Statusverlust – oder fehlen klare Absprachen und alltagstaugliche Routinen?
    • Stabilisiere eure Basis: Rituale, Verlässlichkeit, transparente Kommunikation – mit Geduld statt Druck.
    • Stressregulation (auch mit externer Hilfe) schafft Handlungsspielraum.
    • Meilensteine in neuen Kontakten triggern häufig – nütze Selbstempathie und Entwicklungsschritte.
    • Sexualität ist phasenhaft und kein verlässliches Maß für Intimität.
    • Intimität zeigt sich vielfältig; gelöste Konflikte können tiefe Verbindung schaffen.
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    19 min
  • #129 - Angst verlassen zu werden
    Veränderung kann Beziehungsintimität wackeln lassen. Sonja zeigt, wie du Panik bändigst und Intimität bewusst erhältst.

    In dieser Folge schaut Sonja auf die Angst, in wichtigen Beziehungen an Bedeutung zu verlieren – sei es durch Umzug, neue Jobs oder neue Menschen im Leben. Du bekommst ein greifbares Bild von Beziehungsintimität (inkl. Kurven‑Metapher), verstehst typische Auslöser für Ersetzensängste und lernst konkrete Schritte kennen, mit denen ihr Intimität bewusst erhalten oder neu aufbauen könnt.

    📌 Themen dieser Folge:
    • Beziehungsintimität verstehen: die Kurven‑Metapher und warum Intimität anfangs schnell wächst
    • Was Intimität nährt: Zeit, Exklusivität, Passung und gemeinsame Arbeit
    • Äußere Veränderungen (Umzug, Job, Gewohnheiten) und ihr Effekt auf Nähe
    • Neue Menschen im System: schnelle Intimität, geteilte Aufmerksamkeit, Verlustgefühle
    • Gefühl des Ersetztwerdens: woher es kommt und wie es sich zeigt
    • Realitätscheck statt Panik: Was hat sich wirklich verändert? Was wird über- oder unterschätzt?
    • Gefühle als Sensoren: Angst, Sorge, Panik unterscheiden und nutzen
    • Praktische Interventionen: neue exklusive Rituale, Check‑ins, besondere Orte/Elemente
    • Zusammenfassung & Fazit: Aufmerksamkeit ist lenkbar, parallele Intimitäten können koexistieren
    • Abschließender Hinweis auf Community‑Projekt
    💡 Das Wichtigste in Kürze
    • Beziehungsintimität ist die Summe intimer Erfahrungen und wächst anfangs schneller, später langsamer.
    • Konkurrenz entsteht meist um Zeit und Aufmerksamkeit – nicht um Liebe.
    • Äußere Umstände können Intimität verschieben, ohne die Beziehung grundlegend in Frage zu stellen.
    • Neue Beziehungen relativieren Exklusives und triggern Ersetzensängste – das ist nachvollziehbar.
    • Gefühle zeigen, wo es brennt: benennen, einordnen, dann handeln.
    • Realitätsprüfung und transparente Absprachen beruhigen und klären.
    • Exklusive Elemente sind gestaltbar: Rituale, Orte, Musik, kleine Alltags‑Momente.
    • Lenk deine Aufmerksamkeit bewusst dorthin, wo Verbindung entstehen soll.
    🔗 Links & Ressourcen zur Folge:
    • Projektverzeichnis: Kink‑friendly Professionals
    • Vergleichs-/Anlaufstelle: therapiesuche.de
    📣 Mitmachaktion: Unterstützung für “Kink‑friendly Professionals” Sonja sucht Unterstützung für das ehrenamtliche Projekt “Kink‑friendly Professionals” – z.B. in Grafik, Social Media, Text, Web oder Organisation. Wenn du Zeit und Lust hast, das Verzeichnis sichtbarer und hilfreicher zu machen, melde dich gern und bring deine Stärken ein.
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    21 min
  • #128 - Wünsche sind keine Absprachen
    Wünsche sind keine Absprachen. Sonja zeigt, wie aus klaren Gesprächen freiwillige Vereinbarungen mit enthusiastischem Ja werden.

    In dieser kurzen Impulsfolge klärt Sonja, warum Wünsche zunächst nur Informationen sind – und wie daraus erst durch Einvernehmen tragfähige Absprachen entstehen. Anhand alltagsnaher Beispiele (u. a. Übernachtungen, Monogamie auf Zeit) geht es darum, Bedürfnisse hinter Wünschen zu erkennen, Alternativen zu finden und Vereinbarungen so zu gestalten, dass sie für alle gut lebbar sind.

    📌 Themen dieser Folge:
    • Wunsch vs. Absprache: Warum ein Wunsch kein Handlungsauftrag ist
    • Ärger über unerfüllte Wünsche: verdeckte Erwartungen erkennen
    • Vom Wunsch zur Vereinbarung: Zustimmung, Freiwilligkeit, „enthusiastisches Ja“
    • Verhandeln mit Skalen: Wichtigkeit, Aufwand und realistische Umsetzbarkeit
    • Beispiel Übernachtungen: Gründe darlegen, Lösungen finden (z. B. räumliche Trennung)
    • Wünsche als Erfüllungsstrategien für Bedürfnisse – Alternativen prüfen
    • Temporäre und anpassungsfähige Absprachen statt starrer Regeln
    • Wenn Wünsche wiederholt unerfüllt bleiben: Absprache aushandeln, Nachverhandlung ermöglichen
    • Verständigung und Empathie als Grundlage
    💡 Das Wichtigste in Kürze
    • Ein Wunsch ist Information, keine Verpflichtung.
    • Ärger kann zeigen: Aus Wunsch wurde (unausgesprochene) Forderung.
    • Absprachen brauchen freiwillige Zustimmung – idealerweise ein enthusiastisches Ja.
    • Vereinbarungen sind verhandelbar, befristbar und anpassbar.
    • Klärt das zugrunde liegende Bedürfnis, nicht nur die Wunschform.
    • Skalen helfen, Wichtigkeit und Aufwand sichtbar zu machen.
    • Sucht alternative Erfüllungswege für Bedürfnisse.
    • Wiederholte Nichterfüllung kann eine Absprache oder Sicherheit rechtfertigen.
    • Meinungsänderungen sind legitim – offen kommunizieren und nachverhandeln.
    • Empathie erleichtert Aushandlung und Umsetzung.
    📣 Aufruf Wenn dir die Folge geholfen hat, teil sie gern mit Menschen in deinem Umfeld. Verständigung wird leichter, wenn alle den Unterschied zwischen Wunsch und Absprache kennen.
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    8 min
  • #127 - Praxis Lust - ein Phänomen aus Sonjas Praxis und 10 Tipps
    Lust steigern, Sex verbessern: Sonja teilt 10 konkrete Tipps und entlarvt hinderliche Rollenbilder und Erwartungen.

    In dieser Praxisfolge schaut Sonja auf ein häufiges Phänomen aus der Beratung: festgefahrene Rollenskripte rund um „er will, sie nicht“ – und was wirklich hilft. Du bekommst zehn alltagstaugliche Impulse für mehr Lust, guten Sex und wertschätzende Kommunikation. Im Fokus: Haltung, Grenzen, Eigenverantwortung und das Neuschreiben eurer gemeinsamen Erzählungen.

    📌 Themen dieser Folge:
    • Klassische Rollenstereotype erkennen und hinterfragen
    • Kommunikation statt Tabus: anders fragen, Neins respektieren, Narrative ändern
    • Haltung und Grenzen: gemeinsam statt gegeneinander
    • Warum Sex oft „nicht gut genug“ ist: Erwartungen, Missverständnisse, fehlende Differenzierung
    • Zehn konkrete Tipps für mehr Lust und guten Sex
    • Solosexualität und Selbstkenntnis als Ressource
    • Hinweise auf Transkripte und Community-Angebote
    💡 Das Wichtigste in Kürze
    • Rollenbilder entlarven: Verantwortlichkeit für Lust ist nicht einseitig.
    • Redet über Sex – am besten vor oder nach dem Sex, mit Fokus auf Wünsche und positives Feedback.
    • Weg vom Orgasmus-Ziel, hin zu Sinnlichkeit, Genuss und Präsenz.
    • „Müssen“-Gedanken prüfen und eigene Werte klären.
    • Lust aktiv gestalten: Rituale, Materialien, Settings.
    • Gemeinsame Entdeckungsreise starten – lernen, ausprobieren, neugierig bleiben.
    • Aussprechen, was schwerfällt; Motivation und Ängste mitdenken.
    • Unterschiedliche „Arten von Sex“ unterscheiden und passend wählen.
    • Eigenverantwortung übernehmen statt passiv warten.
    • Eigene Sexualität (inkl. Solosex) erforschen – das entlastet und bereichert Beziehungen.
    🔗 Links & Ressourcen zur Folge:
    • Eigene Vertiefungsfolge: W wie Wheel of Consent: Spielerisch ins Einvernehmen
    • Konzept: Wheel of Consent – Betty Martin (Website)
    • Praxis: Das Drei-Minuten-Spiel (PDF, deutsch)
    • Kommunikation: Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg


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    16 min
  • #126 - Lust und guter Sex
    Lust und Sex aus Fülle statt Mangel: weg vom peniszentrierten Skript, hin zu deinen eigenen Messgrößen, Bildung und gemeinsamer Neugier.

    In dieser Folge spricht Sonja darüber, wie wir Lust und „guten Sex“ aus einer Haltung der Fülle entdecken können. Wir klären zentrale Begriffe (Sex, Sexualität, Lust), schauen kritisch auf Orgasmus-Fokus und Orgasmus‑Gap, hinterfragen peniszentrierte Skripte und festgefahrene Rollenbilder. Es geht um kulturelle Prägungen, um Lernen in Theorie und Praxis – und um die Einladung, gemeinsam neugierig zu bleiben.

    📌 Themen dieser Folge:
    • Warum die innere Haltung (Fülle statt Mangel) für Lust-Entdeckung entscheidend ist
    • Begriffsklärung: Sexualität vs. Lust vs. Sex – inkl. Solo- und non‑penetrativer Formen
    • Orgasmus, Messbarkeit und die Orgasmus‑Gap: Aussagekraft und Grenzen
    • Wie lässt sich „guter Sex“ messen? Subjektive Kriterien und persönliche Messgrößen
    • Das dominante, peniszentrierte Sex‑Skript – wer profitiert, wer nicht?
    • Rollenbilder im Bett: Initiative, Passivität und Aushandlung statt Zuschreibung
    • Historie, Patriarchat und (feministische) Pornografie als prägende Einflüsse
    • Lösungen: Bildung, Übung, Kommunikation und gemeinsames Entdecken
    • Haltung in der Praxis: Entspannte Neugier, Entkopplung vom Vergleich, Fülle statt Druck
    • Fazit: Unterschiede anerkennen, lernen, Spaß haben – Praxisfolge folgt
    💡 Das Wichtigste in Kürze:
    • Definiere Sex, Sexualität und Lust für dich – deine Begriffe dürfen persönlich sein.
    • Orgasmus ist kein Alleinindikator für „guten Sex“; Nähe, Verbundenheit und Zufriedenheit zählen.
    • Das übliche peniszentrierte Skript passt vielen nicht – erfindet euer eigenes.
    • Rollen sind verhandelbar, nicht geschlechtsgebunden.
    • Sex ist lernbar: Bildung, Solo‑Erkundung und Austausch mit Partnys verbessern Qualität.
    • Fülle‑Haltung reduziert Druck und öffnet Raum für Entdeckung.
    🔗 Links & Ressourcen zur Folge:
    • Joyclub
    • OMGYes
    📚 Buchtipps:
    • Gianna Bacio: Love your sex – ein zugänglicher Einstieg in Sexo‑Korporel‑Denkanstöße Autorenwelt |
      Rowohlt Verlag
    📣 Einladung zum Dranbleiben:
    • Probier Neues in kleinen, entspannten Schritten aus und sprecht darüber, was euch gut tut. Die angekündigte Praxisfolge vertieft das Thema – hör gern wieder rein.

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    32 min
  • #125 - G wie Grenzen: Grenzen setzen ist keine Pädagogik
    Grenzen setzen ohne Pädagogik: Was schützt mich wirklich? Die Klotür-Metapher, klare Definitionen und konkrete Schritte für deinen Alltag.

    In dieser Folge spricht Sonja darüber, was Grenzen im Beziehungsalltag wirklich sind und wofür sie da sind. Anhand der Klotür‑Metapher werden typische Grenztests greifbar. Du bekommst eine klare Definition, warum Grenzen kein Erziehungsinstrument sind, und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du wirksam und wohlwollend handelst – gerade auch in nicht‑monogamen Konstellationen.

    📌 Themen dieser Folge:
    • Die Klotür‑Metapher: Regeln, Tests und Konsequenzen in der WG
    • Was ist eine Grenze? Schutzmaßnahme statt bloßes Unwohlsein
    • Grenzen sind kein Erziehungsinstrument
    • Beispiele aus nicht‑monogamen Beziehungen: Einflussbereiche und Konsequenzen
    • Warum Grenzen verletzt/getestet werden
    • Grenzen setzen Schritt für Schritt: von Faktencheck bis Handeln
    • Wenn Grenzen wiederholt überschritten werden
    • Fazit: Wirkmächtigkeit stärken statt in Empörung steckenbleiben
    • Nachtrag: Auch Profis üben Nein‑Sagen
    💡 Das Wichtigste in Kürze
    • Grenze = das, was für mich nicht geht; Ziel ist meine Sicherheit.
    • Echte Grenzen sind Handlungen/Konsequenzen, nicht Wünsche an andere.
    • Gründe für Grenztests reichen von Unachtsamkeit bis Unsicherheit.
    • Vorgehen: Fakten prüfen → verstehen → bewerten → Konsequenzen planen → regulieren → verhandeln → handeln.
    • Wähle nur Konsequenzen, die du wirklich durchsetzen kannst.
    • Wiederholte Überschreitungen erfordern klarere Maßnahmen oder Beziehungsgrenzen.
    • Empörung zeigt oft Hilflosigkeit – entwickle konkrete Schutzstrategien.
    • Grenzen setzen ist Übungssache – und darf holprig sein.
    🔗 Links & Ressourcen zur Folge:
    • MoPoCo #49 – „G wie Grenzen“ – Wie spür ich sie und wie kann ich damit umgehen?
    • MoPoCo #50 – „Folge aus der Praxis“ – Grenzen
    • MoPoCo #56 – „G wie Grenzen“ – Wie kommuniziere ich wertschätzend und klar, was ich brauche?
    • MoPoCo #57 – „Folge aus der Praxis“ – Grenzen

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    34 min
  • #124 - Balance zwischen geliebten Menschen in der Praxis
    Balance zwischen Freundschaft, Sexdates und NRE: Wie verteilst du Zeit fair? Sonja gibt konkrete Impulse für Balance und klare Kommunikation.

    In dieser Praxisfolge geht es um die alltägliche Frage: Wer bekommt wann wie viel Zeit und Aufmerksamkeit? Anhand von drei häufigen Phänomenen – Freundschaft vs. Partnerschaft, Prioritäten rund um Sexdates und die Dynamik von NRE (New Relationship Energy) – lädt Sonja zu ehrlicher Reflexion, klarer Kommunikation und rücksichtsvollen Absprachen ein. Ziel: Balance finden, ohne sich selbst zu verlieren.

    📌 Themen dieser Folge:
    • Freundschaft vs. Partnerschaft: Warum Freundschaften ein tragendes Netzwerk sind – und was wir vom Jonglieren unserer Freundschaften auf Partnerschaften übertragen können
    • Sexdates und Prioritäten: Sexualität ist ein legitimes Bedürfnis und darf bei der Zeitplanung eine Rolle spielen – rücksichtsvoll und bewusst
    • NRE – New Relationship Energy: Auswirkungen auf Aufmerksamkeit, Zuverlässigkeit und Gruppendynamik im gesamten System
    • Absagen sind keine Beziehungsaussage: Warum Verschiebungen und Priorisierungen nicht automatisch bedeuten, dass jemand weniger wichtig ist
    • Transparenz frühzeitig leben: Höflichkeit vs. eigene Bedürfnisse, People‑Pleasing hinterfragen, den eigenen moralischen Kompass ernst nehmen
    • Ausnahmen vs. neue Regeln: Konsens halten, Stabilität schaffen – und sich selbst dabei nicht verlieren
    💡 Das Wichtigste in Kürze
    • Freundschaften sind Ressourcen für Stabilität und dürfen aktiv priorisiert werden. Und: Wer mehrere Freundschaften jonglieren kann, bringt schon Erfahrung für Beziehungsbalance mit.
    • Sex ist ein legitimes Bedürfnis und kann in der Zeitplanung berücksichtigt werden – offen, rücksichtsvoll, konsensual. Aber: Der Suchtfaktor darf reflektiert werden.
    • NRE kann das System durchwirbeln; Gefühle wie Neid oder Wehmut sind okay und brauchen Raum. NRE ist endlich – die stärkste Phase dauert meist nur wenige Wochen.
    • Absagen und Verschiebungen sind keine Beziehungsaussagen – frühes, transparentes Kommunizieren verhindert Missverständnisse.
    • Ausnahmen können hilfreich sein, sollten aber nicht inkonsentuell zur neuen Regel werden.
    • Nimm dich selbst ernst: Deine Bedürfnisse und dein moralischer Kompass dürfen sich von denen anderer unterscheiden.
    🔗 Links & Ressourcen zur Folge:
    • Reddit-Sammlung: Zeitmanagement in Poly-Beziehungen – Beispiele aus der Praxis
    • Psychologie Heute: Freundschaft ist so wichtig wie die Liebe
    • Vorherige Folge: B wie Balance zwischen geliebten Menschen
    📚 Buchtipps:
    • Ole Liebl – Freunde lieben: Die Revolte in unseren engsten Beziehungen (Thalia, Amazon)
    🎙️ Neu im Team: Diese Folge wurde von Rena geschnitten – willkommen im Podcast-Team!
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    24 min
  • #123 - B wie Balance zwischen geliebten Menschen
    Fair teilen statt gleich verteilen: Zeit und Aufmerksamkeit für Sex, Verliebtsein, Romantik und Freundschaft – in mono wie poly. Bedürfnisgerecht denken lernen.

    In dieser Folge schaut Sonja liebevoll-pragmatisch auf die Frage, wie du deine begrenzte Aufmerksamkeit zwischen verschiedenen Beziehungen verteilst – monogam wie polyamor. Sie entwirrt gesellschaftliche Skripte, unterscheidet die „Sogkräfte“ von Sex, Verliebtsein, Romantik und Freundschaft und zeigt, wie fair nicht „gleich“, sondern bedürfnisgerecht aussieht. Mit vielen alltagstauglichen Fragen, Ritualideen und Verhandlungstipps für flexible, ehrliche Absprachen.

    📌 Themen dieser Folge:
    • Warum Aufmerksamkeit das knappe Gut ist – Beziehungen im Netzwerk denken
    • Gesellschaftliche Skripte: „Nummer eins“, Hierarchien und unser Vergleichsreflex
    • Vier Aspekte im Vergleich: Sex, Verliebtsein, Romantik, Freundschaft – Funktionen, Rituale, Sog
    • Individuelle Prioritäten statt Universalrezepte: „Es kommt darauf an“
    • Praktisches Zeitmanagement: Allein, zu mehreren, Übernachtungen, eigene Freizeit
    • Nähe ohne Treffen: Asynchrone Verbindung und kleine Rituale im Alltag
    • Gefühle von Ausschluss einordnen: Gegenwartsanlass vs. alte Wunden
    • Ungleichgewichte akzeptieren und fair verhandeln: Win‑Win statt Dogma
    • Entscheidungen treffen: selbstfürsorglich und rücksichtsvoll, Erwartungen klären
    • Fazit: Aufmerksamkeit zählen, Vergleiche relativieren, flexibel neu justieren
    💡 Das Wichtigste in Kürze
    • Aufmerksamkeit ist die knappe Ressource, nicht Liebe.
    • Fairness heißt Bedürfnisgerechtigkeit – nicht identische Zeitverteilung.
    • Treffen-Häufigkeit ist keine Beziehungsaussage – äußere Umstände und individuelle Kapazitäten zählen.
    • Nähe lässt sich über Rituale und asynchrone Kommunikation stärken.
    • Skripte erkennen und hinterfragen – Lösungen individuell verhandeln.
    • Rücksichtsvoller Egoismus: eigene Bedürfnisse ernst nehmen und gleichzeitig die der anderen mitdenken.
    • Ausschlussgefühle prüfen: aktueller Anlass oder alte Verletzungen?
    • Bedürfnisse wandeln sich mit Phasen (z. B. Neuverliebtheit, Zyklen).
    🔗 Links & Ressourcen zur Folge:
    • Zeitmanagement in Poly-Beziehungen: Reddit‑Sammlung mit Beispielen
    • Gesellschaftlicher Kontext zu Freundschaft: Psychologie Heute – „Freundschaft ist so wichtig wie die Liebe”
    • Chancengleichheit vs. Chancengerechtigkeit: Konzept nach Craig Froehle (Equality vs. Equity)
    📚 Buchtipps:
    • Ole Liebl – Freunde lieben: Die Revolte in unseren engsten Beziehungen. Autorenwelt
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    30 min
  • #122 - Elternschaft und Polyamorie: das letzte Interview mit happy poly family
    Wie zeigt man eine polyamore Großfamilie der Welt – und warum schließt Elena ihren Kanal nach 5 Jahren?
    In dieser Folge spricht Sonja mit Elena – Fotografin, Mutter von vier Kindern und Mitgründerin des Instagram-Kanals Happy Poly Family. Nach fünf Jahren schließt die Familie ihren Account. Elena blickt zurück: auf Anfänge ohne Vorbilder, auf ein Unicorn Quad, das sich verändert hat, auf Community-Momente, die bewegt haben – und auf alles, was sie über Sichtbarkeit, Einvernehmlichkeit und polyamores Familienleben gelernt hat.

    📌 Themen dieser Folge:
    • Happy Poly Family: Wie der Kanal vor fünf Jahren entstand – und warum er am 1. April 2026 geschlossen wird
    • Elenas Familienkonstellation: Drei Erwachsene, vier Kinder, drei Katzen und ein Hund in der Nähe von Mannheim
    • Vom Unicorn Quad zur heutigen Konstellation: Wie sich Beziehungsstrukturen im Laufe der Zeit verändert haben
    • Sichtbarkeitsarbeit: Motivation, Wirkung und das, was eine Community daraus machen kann
    • Einvernehmlichkeit in der Praxis: Kommunikation, Grenzen benennen und in Baby-Steps vorgehen
    • Hate Mail und Online-Kritik: Was Elena im Umgang mit Anfeindungen gelernt hat
    • Polyamorie und Feminismus: Entscheidungsfreiheit als verbindender Kern
    • Kinderbücher zu Vielfalt: Drei Empfehlungen von Elena für diverse Familienmodelle

    💡 Das Wichtigste in Kürze:
    • Sichtbarkeit normalisiert: Polyamore Familien sind nicht abgefahren oder komisch – sie sind einfach Familien.
    • Beziehungen sind Gärten, keine Matheaufgaben: Verschiedene Verbindungen brauchen unterschiedliche Dinge, und das ist gut so.
    • Einvernehmlichkeit braucht Kommunikation, Baby-Steps und den Mut, die eigenen Grenzen überhaupt erst zu kennen.
    • Nicht jede Meinung im Internet ist eine relevante – und man muss auch nicht auf alles antworten.
    • Jede Beziehung ist nur so gut wie das Netzwerk, das sie trägt: Externe Perspektiven und Unterstützung sind keine Schwäche, sondern Stärke.

    📚 Bücher & Literatur
    • LESBE wird großgeschrieben – Foto-/Textband, Fotos von Elena Barba, MUC Verlag – muc-verlag.de
    • Das Ende des Romantik-Diktats – Andrea Newerla
    • Ach, das ist Familie?! – Britta Kiwit & Emily Claire Völker, EMF Verlag – avalino.shop | emf-verlag.de
      Kinderbuch über Familienvielfalt von Avalino Diversity (@avalino.diversity).
    • WUNDER – Clara Eröd-Danzinger – Interview & Info
    • Welche Farbe hat die Liebe? (A Color Named Love) – Mariana Ellery, Alibri Verlag – alibri.de | Thalia
    • Muckdiwupp – Auf nach Pifo – Saskia Michalski / Die Michalskis – muckdiwupp.de
    🌐 Webseiten, Tools & Apps
    • Elena F. Barba – Fotoatelier – elenabarba.de
      Beruflicher Webauftritt der Gästin als Fotografin – Fokus auf Selbstwert, Selbstbild und persönliche Stimme.
    • Sonjas Poly-Glossar
    • JoyClub – joyclub.de
    🎙️ Podcasts & Medien
    • Couple Of – Iris Gavric & Matthias Renger – couple-of.podigee.io
    • Polysophie – Folge 10: Mononormativität – polysophie.info
    🏢 Organisationen & Netzwerke
    • Empowerment Fotografie - Instagram @elenabarba_photo
      Elenas beruflicher Kanal mit vielen berührenden Posts: "Ich wollte mich sehen. Nicht nur irgendeine Version von mir, die "gut aussieht". Sondern mich." (6. April 2026)
    • Queer-Poly-Stammtisch Mannheim – Instagram-Post
      Von Elena gegründet, heute im QZM beheimatet – offener Treffpunkt für polyamore und queere Menschen in der Region Mannheim.
    • Queeres Zentrum Mannheim (QZM) – qzm-rn.de
      Beherbergt heute den Queer-Poly-Stammtisch Mannheim.
    • MUC Verlag – muc-verlag.de
      Verlag von „LESBE wird großgeschrieben".
    🔗 Verwandte MoPoCo-Folgen zum Weiterhören:
    • #22 – E wie Einvernehmlichkeit
    • #42 – F wie Feminismus
    • #51 – H wie Hierarchie | #89 H wie Hierarchie (Gleichwertigkeit)
    • #71 – Interview: Dirk – Neurodivergenz

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    1 hr 17 min
  • #121 - W wie Wheel of Consent: Spielerisch ins Einvernehmen
    Das Wheel of Consent hilft dir, Berührungen bewusster zu erleben und klarer zu verhandeln – für mehr Genuss und bessere Grenzen.

    In dieser Folge erklärt Sonja das Wheel of Consent (Konsentrad) von Betty Martin – ein Modell, das alle Berührungen in vier Quadranten einteilt: Dienen, Nehmen, Empfangen und Erlauben. Du erfährst, warum es bei jeder Berührung immer um zwei Dinge geht – Genuss und Grenzen – und wie dir dieses Wissen hilft, klarer zu verhandeln und dich selbst besser zu spüren. Außerdem stellt Sonja dir praktische Übungen vor, die du direkt ausprobieren kannst.

    📌 Themen dieser Folge:
    • Was ist Einvernehmen? Warum ein enthusiastisches Ja nicht immer nötig ist – und was stattdessen hilft
    • Das Wheel of Consent: Die vier Quadranten Dienen, Nehmen, Empfangen und Erlauben verständlich erklärt
    • Genuss vs. Grenzen: Warum es auf der rechten Seite des Rads um Pleasure geht und auf der linken um den Schutz eigener Grenzen
    • Reaktionsfetischismus: Was passiert, wenn beide nur für die Reaktion der anderen Person handeln
    • Sexualität und Berührung: Wie das Modell hilft, unterschiedliche Vorlieben zu verhandeln – z. B. beim Thema Oralsex
    • Machtungleichheiten: Wie verbale, körperliche, soziale und gefühlte Statusunterschiede Berührungen beeinflussen
    • Nein sagen üben: Warum das ein zentrales Ziel des Wheel of Consent ist und wie Workshops das trainieren
    • Selbstreflexion in vier Schritten: Wahrnehmen, ernst nehmen, wertschätzen, kommunizieren – ein Viererschritt für bessere Verhandlungen
    • Das Drei-Minuten-Spiel: Eine Übung mit Händestreicheln, bei der Genuss und Grenzen bewusst getrennt werden
    • Puppe spielen: Eine Übung, bei der eine Person den Körper der anderen für den eigenen Genuss berührt – und die andere ausschließlich auf ihre Grenzen achtet
    💡 Das Wichtigste in Kürze:
    • Jede Berührung hat mehrere Aspekte: Wer handelt? Für wen ist es? Geht es um Genuss oder um Grenzen?
    • Aktiv sein heißt nicht immer schenken – und passiv sein heißt nicht immer beschenkt werden.
    • Auf der linken Seite des Rads geht es darum, freien Herzens zu erlauben statt zu erleiden.
    • Sich Genuss zu erlauben – auch wenn eine Handlung eigentlich für die andere Person ist – ist kein Egoismus.
    • Das Wheel of Consent ist ein Tool wie die gewaltfreie Kommunikation: Es stärkt Verhandlungskompetenz weit über Berührungen hinaus.
    🔗 Links & Ressourcen zur Folge:
    • Betty Martin: Erfinderin des Wheel of Consent – auf ihrer Website findest du das Modell, Erklärungen und die Anleitung zum Drei-Minuten-Spiel
    • Judith Salamander: Wheel-of-Consent-Trainerin, bei der Sonja einen Workshop besucht hat – hier findest du ihr Profil
    📣 Aufruf:
    • Du kennst einen Podcast, in dem Sonja oder jemand aus dem MoPoCo-Team als Interviewgast gut reinpassen würde? Dann schlag uns dort vor oder gib uns den Tipp – wir freuen uns über jede Möglichkeit, neue Hörende zu erreichen!

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    33 min

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