Morgenimpuls

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By DOMRADIO.DEReligion & Spirituality
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Morgenimpuls episodes

  • Morgenimpuls mit Schwester Katharina / Gottvertrauen und ein offenes Herz
    Mit mir am Tisch, beim Schwesternkaffee im Kinderhospiz, sitzt ein Ehepaar mit ihrem schwerstbehinderten Kind im Spezialrollstuhl und die Mama hat noch ein Handy mit dem Überwachungsbildschirm für das andere Kind, das mit ihnen hier ist. Wir haben uns unterhalten und dann sehr erstaunt ihre Geschichte gehört. 
    Jung verheiratet haben sie die Diagnose bekommen, dass sie leider keine Kinder bekommen können. Und so haben sie beschlossen, als Pflegeeltern behinderte Kinder aufzunehmen. Gesagt getan, und weil es sehr an Pflegeplätzen mangelt, hatten sie sehr schnell 2 Pflegekinder. Als sich alles gut eingespielt hat, wird sie, gegen alle Diagnosen, schwanger und bekommt einen kerngesunden Sohn. Und nach weiteren Jahren und verschiedenen Pflegekindern bekommt sie noch eine Tochter. Die beiden Eltern machen einen wunderbar abgeklärten Eindruck und können mit Vergnügen Storys erzählen, die die Reaktionen von Mitmenschen deutlich machen. So sind sie im Campingurlaub mit zwei Campinganhängern und einer Handvoll Kinder. Die Nachbarn auf dem Campingplatz sehen schon ihre Urlaubsruhe dahingehen und sind dann sehr erstaunt, wie friedlich, freundlich und liebevoll das Miteinander der Großfamilie ist und wie gut das zusammen geht. Mich persönlich hat beeindruckt, dass sie, als sie die Diagnose bekommen haben, nicht kapituliert haben und resigniert sind, sondern aus ihrem Glauben an die Güte Gottes sich Kindern zugewandt haben, die sehr dringend hilfsbereite Ersatzeltern und viel Liebe und Pflege brauchen. Als ich nach ihrem Beruf gefragt habe hat sie gelacht und gesagt: ich bin Erzieherin und wollte immer gern viele Kinder. Sie hat sie bekommen. Anders als geplant, anders als diagnostiziert und anders, als sie selbst je gedacht hätte – mit viel Gottvertrauen und einem offenen bereiten Herzen.   
    45 hr 17 min
  • Morgenimpuls mit Schwester Katharina / Wenn Gott einem das richtige Wort in den Mund legt
    Wie in jedem Advent, werden wir Schwestern hier aus Olpe in unser Kinderhospiz "Balthasar" zum Schwesternkaffee eingeladen. Da kommen also ein Teil von uns Schwestern, alle Mitarbeitenden, die Dienst haben und alle Eltern mit ihren schwerkranken Kindern, die gerade im Kinderhospiz eine Auszeit vom stressigen Alltag mit Pflege und Betreuung ihrer Kinder erleben dürfen. Und es ist liebevoll gedeckt, wunderbarer Kuchen gebacken, es gibt Lieder und Geschichten und herrliche Plauderei an den Tischen. 
    Und da habe ich Hannah wiedergetroffen. Sie war mit ihrer älteren Schwester jahrelang bei uns in den Mädchengruppen und Wochenenden. An einem der Wochenenden waren wir mit den Mädchen damals im Kinderhospiz, um zu zeigen, wie sich Menschen einsetzen für das Wohl anderer.Tja und jetzt studiert sie Heilpädagogik und macht ihr Praxissemester im Kinderhospiz. Ein klitzekleines bisschen Stolz bin ich schon. Und erfreut und begeistert von ihrem Engagement. 
    Es ist ja oft so, dass man gar nicht ahnt, was man mit dem was man denkt und redet und vorlebt und tut, in Menschen anregt. Da sagt jemand zu mir: "Du hast mal an einem Einkehrtag gesagt, dass Gott will, dass man glücklich wird. Ich habe mich lange damit beschäftigt und dann mein Leben komplett umgekrempelt, damit ich und die Meinen wieder glücklich werden." Ich war echt sprachlos und habe dem Heiligen Geist gedankt, dass er mir immer wieder solche Worte gibt, die ich weitergeben kann, um Menschen auf seine Spur zu  bringen. 
    Die heutige Lesung gibt das aus dem Mund des Propheten Jesaja kund: Der sagt für damals und für uns heute: "Kommt, wir ziehen hinauf zum Berg des Herrn und zum Haus des Gottes Jakobs. Er zeige uns seine Wege, auf seinen Pfaden wollen wir gehen. Denn von Zion kommt die Weisung des Herrn, aus Jerusalem kommt sein Wort."Gehen wir heute auf Gottes Wegen und hören wir auf SEIN Wort.
    47 hr 30 min
  • Morgenimpuls mit Schwester Katharina / Tröste dich, Volk meiner Gnade!
    In vielen Kirchen gibt es noch die Feier der Roratemessen. Sie heißen bei den Gläubigen so, weil der uralte Text aus dem Buch Jesaja genommen wurde, in dem die tiefe Sehnsucht der Menschen nach Heil und Erlösung beschrieben wird. Im Lauf der Jahrhunderte ist dieser Text gerade im Advent vielfach gesungen worden und wird – eingebettet in eine stimmungsvolle Liturgie mit vielen Kerzen in einer dunklen Kirche – zu einem ahnungsvollen, stillen Hören. 
    Der Rorategesang, der dort gesungen wird, packt mich immer neu. Darin heißt es in der vierten Sequenz: "Tröste Dich, tröste Dich, Volk meiner Gnade. Denn nahe ist Deine Rettung. Warum verzehrst Du dich in Trauer, da dich Dein Schmerz erneuert. Heil schenk ich Dir. Fürchte Dich nicht mehr. Denn ich bin der Herr Dein Gott und König. Der heilige Israels und Dein Erlöser."
    Der Ruf nach Erlösung und einem starken Erlöser, geht durch die Menschheitsgeschichte bis heute. Die Suche nach dem starken Mann mit den einfachen Lösungen und dem simplen Schwarz-Weiß-Denken kommt in allen Generationen bis in unsere Tage wieder hoch. Die Maos, Stalins, Hitlers, Jipings früherer und heutiger Tage wurden mächtig, weil sie den Massen suggeriert haben, dass sie die Lösung aller Probleme und Fragen parat haben und man ihnen nur die Macht in die Hand geben soll. 
    In diesem Lied aber ist von Trost die Rede, nicht von billiger Vertröstung. Wirklicher Trost bietet die Zusicherung, mit mir durch dieses Leid, diese Katastrophe zu gehen. Mich darin nicht zu verlassen und mich stattdessen an die Hand zu nehmen und mir zu helfen, damit wir das das gemeinsam schaffen. In der Ankündigung, dass Rettung nahe ist, werden innere und äußere Kräfte freigesetzt, die mir helfen durchzuhalten und die Hoffnung, dass es gut ausgeht, nicht zu verlieren. 
    "Tröste Dich, tröste Dich, Volk meiner Gnade. Denn nahe ist Deine Rettung" ist ein machtvollerer Trost als ein "das wird schon wieder, du wirst sehen"
    48 hr 54 min
  • Morgenimpuls mit Schwester Katharina / Beten hilft
    Ich bin immer wieder überrascht, dass überall Menschen nicht aufgeben um den Frieden zu beten. Andere denken, was hilft das schon, wenn Diktatoren oder Regimes einfach nur weiterbomben, um möglichst viel zu zerstören und kein Interesse am Frieden haben? Beten hilft: uns selbst, damit wir die Hoffnung nicht verlieren, und den Menschen in den Kriegsgebieten, die unsere innere und äußere Solidarität spüren und ahnen.
    Bei einem Friedensgebet hier in der St. Martinus-Kirche, hat die Leiterin ein Blatt mit einem Gebetstext ausgeteilt, mit dem Titel: Jesu Friedensgebet, das wir dann gemeinsam gebetet haben. Und es hat mich so gepackt, dass ich es jetzt in Ruhe mit Ihnen beten möchte:
    Gott Vater, Du bist im Himmel und genauso auch auf Erden,in unseren Tagen mit ihren vielen Notlagen, Klagen und Plagen.Dein Name soll in Ehren gehalten werden an allen Orten, zu allen Zeiten,von allen Menschen in allen Kulturen und Religionen.Dein Reich soll kommen überall dorthin, wo Menschen leben und lieben,aber leiden, hungern und kämpfen, hoffen und bangen.Dein Wille soll geschehen in allem, was geschieht, auch wenn wir es nicht verstehen und begreifen, nicht erklären und gutheißen können.Dein Brot soll uns täglich nähren und lehren, es mit allen zu teilen,deren Tisch, Tafel und Teller sonst völlig leer bleiben.Vergib uns unsere Schuld, die wir auf uns geladen haben,die wir nicht annehmen wollen, die wir auf andere abschieben.Wie auch wir vergeben all denen, die uns enttäuscht, abgelehnt,ausgenutzt, misstraut oder gekränkt haben.Führe uns in der Versuchung, die uns bedrängt und bedroht,verunsichert und belastet, gefährdet und verdirbt.Erlöse uns von dem Bösen, der Bosheit jeder Lüge, der Brutalität des Hasses, der Bestie des Krieges.Denn dein ist das Reich der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens. Amen.
    50 hr 50 min
  • Morgenimpuls mit Schwester Katharina / Wir werden erwartet
    Wir sind in der dritten Woche des Advents und es geht ja nicht nur um die Erwartung auf Weihnachten hin, also auf das Geburtstagsfest Jesu, dass wir so typisch feiern wollen, oder auf die Erwartung des kommenden Jesus am Ende der Zeit, es geht auch darum, sich selbst auf den Weg zu machen. Auf Wege, die uns mehr zu uns selbst, zu unseren Mitmenschen, zu unserem Glauben und zu Gott führen.
    Und ich mache mich mit einigen Kollegen jetzt gleich auch auf einen besonderen Weg. Eine Schulklasse in Aachen hört mit einem ihrer Lehrer immer mal zu Beginn des Unterrichts den Morgenimpuls und dann sind sie auf die Idee gekommen, mich doch mal einzuladen und im Unterricht etwas zu erfahren über Orden und Ordensfrauen und das live und in Farbe. Also steige ich ins Auto, dann in den Zug und dann wieder in ein anderes Auto, um gemeinsam und pünktlich dorthin zu kommen.
    Ich muss also auch verschiedenes hoffen: dass mein Auto anspringt, dass kein Glatteis herrscht, dass der Zug nicht ausfällt, dass wir mit dem anderen Auto gut durch den Berufsverkehr kommen und so weiter und so fort. Irgendwas ist immer, das einen ausbremsen kann im wahrsten Sinn des Wortes: Wetterlagen, technische Probleme, Menschengemachtes und zufällig Passierendes. Aber das ist nicht das, das uns aufhalten sollte. Denn wir werden erwartet. Bei mir jetzt gleich zunächst von den Kollegen, die mich in Köln mitnehmen und dann von einer neugierigen und sicherlich schon gespannten und ein bisschen hibbeligen Schulklasse mit ihrem Lehrer und ihren vielen Fragen.
    Wir werden erwartet, weil es den Auftrag Jesu gibt hinauszuziehen in die ganze Welt und allen Geschöpfen das Evangelium zu verkünden. Manchmal ist die ganze Welt die neuen Nachbarn, die Kontakt und Anschluss suchen, manchmal sind es die fernen Notleidenden, die wir durch die Nachrichten kennenlernen, manchmal sind es die Arbeitskollegen, die vor Kurzarbeit oder Entlassung stehen und zu deren Demo wir mitgehen und manchmal ist es eben eine Schulklasse.
    Machen wir uns auf den Weg und freuen wir uns, dass wir gerufen sind, dass wir einen Auftrag haben und dass wir erwartet werden.
    50 hr 17 min
  • Morgenimpuls mit Schwester Katharina / Wo soll es denn hingehen?
    Zurzeit laufen Werbespots mit Günther Jauch unter anderem für eine Versicherung. Die sind manchmal ganz witzig und haben immer die Frage: Wo soll es denn hingehen? Ein kleines Mädchen, dass mit dem Fahrrad hingefallen ist, zeigt nach der Frage, wo es denn hingehen soll mit dem Finger in eine Richtung und jubelt: Da. 
    Und Günther Jauch antwortet: Na schön, wenn die Richtung schonmal klar ist. Wo soll es bei Ihnen hingehen an diesem Samstag vor dem dritten Advent? Ist Ihnen Ihre Richtung auf Weihnachten hin auch so klar?
    10 hr 3 min
  • Morgenimpuls mit Schwester Katharina / Mache dich auf und werde Licht
    Die Heilige die wir heute feiern, ist für das Licht zuständig. Sie, die Luzia, gilt als Sinnbild für die vielen Märtyrerinnen der frühen Kirche, die in den Jahrzehnten der Christenverfolgung mit ihrem Dasein ein Licht für Andere waren und Hoffnung und Zuversicht verbreiten konnten. Daher ist auch gut zu verstehen, dass ihr Fest besonders in den nordeuropäischen Ländern von so hoher Bedeutung ist, wo es so lange so tief dunkel ist, dass jedes so kleine Licht begrüßt und von Herzen aufgenommen wird.
    Viele Adventsgesänge handeln von diesem Licht, aber was am ehesten aussagt, worum es wirklich geht, ist dieses "Mache Dich auf und werde Licht, denn Dein Licht kommt". Es hilft nichts, über die eigenen dunklen Seiten zu klagen und auf die Erleuchtung zu warten. Es ist dringend, die eigenen Fähigkeiten und Helligkeiten nicht auch noch unters Bett zu stellen, sondern es ist dran, mich selbst auf die Socken zu machen und dem Licht, dem Kommenden, dem, den ich erwarte, entgegenzugehen.
    Und wir hier in Olpe feiern heute noch etwas ganz anderes, großes: Die Familie, die dreieinhalb Jahre mit uns im Haus gewohnt hat, bekommt heute während einer Feierstunde im Kreishaus ihre deutschen Pässe und die Urkunde über die deutsche Staatsbürgerschaft. Vor 12 Jahren sind sie mit dem damals fünfjährigen Sohn während der Herrschaft der Muslimbrüder in Ägypten nach vielen Querelen und Drangsalen, denen sie als koptische Christen ausgesetzt waren, geflohen. Zunächst der Vater innerhalb Ägyptens, dann über Georgien nach Deutschland. Zunächst sogar in verschiedenen Städten in Flüchtlingsunterkünften gestrandet, sind sie nach Olpe gekommen und im Herbst 2015 haben wir sie bei uns aufgenommen; da schon zu viert mit dem einjährigen zweiten Sohn.
    Es war bei uns eine wundervolle, stressige, anstrengende, interessante und liebevolle Zeit, in der wir an den deutschen Vorschriften und Gesetzen fast verzweifelt wären und unsere Familie in allen Höhen und Tiefen begleitet haben. Jetzt arbeitet der Vater seit Jahren als Busfahrer, die Mutter als Erzieherin in einer Kita, der Ältere geht aufs Berufskolleg und der Kleine in die fünfte Klasse. Sie haben sich ein kleines Haus gekauft und sind dabei, sich mit Nachbarn und Kollegen, Freundinnen und Freunden ganz neu aufzustellen. Es ist eine Advents- und Ankommensgeschichte der besonders schönen Art.
    54 hr 10 min
  • Morgenimpuls mit Schwester Katharina / Bitte lieber Gott!
    Ein jahrzehntelanges Unrechtsregime in Syrien ist gestürzt. Innerhalb weniger Tage. Der Diktator in Russland nimmt den ehemaligen Diktator Syriens aus humanitären Gründen natürlich gern in sein Land auf. Und die Gefängnisse werden geöffnet und Tausende befreit, die kaum noch Hoffnung auf Leben und Überleben hatten. Bei den Schilderungen der Menschen wird mir übel und Entsetzen greift um sich. Mit Folter und Mord bedroht, hat ein ganzes Land jahrzehntelang in Angst und Schrecken gelebt.
    Eine unserer alten Schwestern, die Krieg und Nachkriegszeit in Deutschland erlebt hat, ist entsetzt und fragt, warum wir Menschen einfach nichts aus der Geschichte lernen und immer und immer wieder Diktatoren wählen und unterstützen und Kriege möglich machen. Und wir sind ratlos und wissen es auch nicht.
    Bei einem Wortgottesdienst kam dieser Tage ein Song an mein Ohr, den ich nicht kannte. Die Band PUR singt darin von Gott und der Erschaffung des Menschen und der von ihm gegebenen Freiheit. Da heißt es: "Er gab ihnen das Feuer und die Freiheit zu denken, zu glauben und zu verstehen." Um dann zu merken, dass das freie Denken des Menschen auch Chaos und Katastrophen erschaffen haben und Gott es nicht allein schafft, daraus zu erretten. Und dann weiter im Text: "den Weg aus dem Schlamassel, aus dem Chaos zu finden, das kann Er für die Welt nicht allein. Jeder muss ihn für sich suchen, keiner sieht für die Blinden, keiner kann ohne Hoffnung sein."
    Ja genau, keiner kann ohne Hoffnung sein, auch nicht die Menschen in den jetzigen Kriegs- und Krisengebieten der Erde und besonders in Syrien. Und der Refrain dieses Liedes ist aktueller denn je: "Bitte lieber Gott, hörst Du sie beten. Bitte lieber Gott, Du kriegst das doch hin. Bitte lieber Gott um Frieden auf Erden, lass sie nicht hängen und schenk diesem Ganzen den göttlichen Sinn."
    46 hr 24 min
  • Morgenimpuls mit Schwester Katharina / Highway to God!
    An den zwei verlängerten ersten Advents-Wochenenden von Donnerstag bis Sonntag war auch hier in Olpe auf dem Marktplatz ein kleiner, aber feiner Weihnachtsmarkt. 
    Mit schön gestalteten Hütten und weißen Pagodenzelten, mit Angeboten von Kirchen und sozialen Einrichtungen, von schönem Bühnenprogramm und gemütlichem Ambiente mit Strohballen zum Sitzen, Holzhäcksel gegen die Kälte von unten, Feuerkörbe zum Wärmen, Karussell für die Kinder und abendlich schöner Beleuchtung. Und natürlich einer Taverne für den Glühweingenuss und verschiedene Möglichkeiten zu speisen und zu genießen. 
    Über den Tag und am frühen Abend gab es Advents -und Weihnachtsmusik von verschiedenen Chören und Musikgruppen und abends dann eher Popmusik für die, die den Weihnachtsmarkt als Popevent nutzen. 
    Und am Samstagabend dann, ich dachte, ich höre nicht richtig, der letzte Song: "Highway to Hell" – Weg zur Hölle. 
    Die Fenster meines Zimmers gehen hin zum Marktplatz und selbst wenn sie geschlossen sind, kann ich alles hören. Dieser Rockklassiker von AC/DC von 1979 wird oft als Hymne für ein rebellisches ungezügeltes Leben interpretiert. Der Text beschreibt eine Lebensart die frei von Regeln, Einschränkungen und Konventionen ist, aber auch mit Risiken und Konsequenzen verbunden sein kann. 
    Die Texte des Advents betonen immer wieder die Aufforderung, die Straßen und Wege zu ebnen, die Hügel abzutragen und die Täler aufzufüllen. Das bedeutet, dass wir, die wir auf das Erscheinen unseres Gottes am Ende der Zeit warten, in unserem Inneren schauen sollen: wo sind Hindernisse, die wir selbst gegen Gott und die Menschen aufgebaut haben und wegräumen sollten, wo sind tiefe Schluchten, die wir mit unserem Denken und Tun gegraben haben, und jetzt möglichst auffüllen sollten, wo sind Schlaglöcher, die die Beziehungen und Wege zueinander und zu Gott kompliziert und schwierig machen, und die wir doch beseitigen könnten. 
    Damit unser Weg im Advent kein Highway to Hell – kein Weg zur Hölle, sondern eine Straße mit und zu Gott und seinen Menschen wird. 
    51 hr 40 min

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Mit einem guten Gefühl in den Tag starten: Montag bis Freitag erzählt die Olper Franziskanerin Schwester Katharina von ihren Gedanken über Gott und die Welt. Am Samstag und Sonntag sprechen im Wechsel…