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Eine fast unglaubliche Geschichte ist das. Von den Kuhweiden eines kleinen Nests im Oststeirischen Hügelland zum Wiener Kaiserhof. Vom Bauernbuben zum Hofkapellmeister. Das ist die Biografie von Johann Joseph Fux, einem Komponisten, der nun schon 280 Jahre lang tot ist. Er war Inhaber eines der höchsten Ämter, die das musikalische Europa zu vergeben hatte, und demnach kann man wirklich von einer märchenhaften Karriere sprechen, die dieser Mann hingelegt hat. Seine Opern waren nicht für großes Publikum und schon gar nicht für viele Aufführungen gedacht, sondern jeweils für einen ganz speziellen Abend. An dem man zum Beispiel den Namenstag der Kaiserin feierte. Über eine dieser Opern, über „Armor und Psyche“, geht’s in dieser Folge der Musikgeschichten. Die zauberhafte Love-Story erforderte eine besonders liebliche Besetzung, und so waren damals Kastraten als Sänger gefragt. Wie viel Kastraten wirklich fehlte, und warum man für zarten Gesang auch illegale Kastration einsetzte, das erzählen wir Ihnen in „Der Fux und die Kastraten“.
Sollten Sie Fragen zu diesem Podcast haben, schreiben Sie uns einfach eine Nachricht an: [email protected]
Die Musik in diesem Podcast:
Johann Joseph Fux
Dafne in Lauro (1714)
Solisten: Monica Piccinini, Arianna Venditelli, Sonia Tedla, Raffaele Pe, Valerio Contaldo
Zefiro Barockorchester unter der Leitung von Alfredo Bernardini
Eine Live-Aufnahme vom 21. Juni 2019 aus der Helmut List Halle im Rahmen der styriarte 2019.
https://styriarte.com/events/fux-opernfest-2/
Mehr von und über Johann Joseph Fux:
Biografie: https://styriarte.com/wer-war-johann-joseph-fux/
Wissenschaftliches: https://fux-online.at/cms_seite.php
Nächstes Event:
25. Juni 2021, Premiere von „Amor und Psyche“ im Schlosshof von Eggenberg (Graz, AUT). Infos und Tickets auf www.styriarte.com
Liegt der Fluch des Todes auf jenen, die eine neunte Symphonie verfassen? Mahler war fest davon überzeugt, fühlte sich quasi vom großen Genie Beethovens verfolgt und versuchte seinem Schicksal durch Tricks zu entkommen. Aber der Fluch war unabwendbar. Oder war es eher eine self-fulfilling prophecy, als er wirklich nach Vollendung seiner Neunten starb? Die letzten Lebensjahre Mahlers waren jedenfalls heftig: Seine Ehefrau Alma fing eine heiße Affäre mit einem jungen Architekten an, seine vierjährige Tochter starb, er verlor seine Stellung als Hofoperndirektor und bekam eine schwere Herzkrankheit diagnostiziert.
Wir gehen in dieser Podcast-Folge diesem besonderen Künstler und seltsamen Kauz nach, der es nicht mal ertrug, wenn ein Hund in der Nähe seines Komponierhäuschens bellte und ihn damit in seiner Arbeit störte. Wie viel man von dem Genie und dem Nerd in seiner Musik hört, und wie es seine Frau Alma mit ihm aushielt, ist eine der Fragen in dieser Folge unserer Musik.Geschichten.
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Die Musik in diesem Podcast:
Gustav Mahler
Das Lied von der Erde
Solisten: Stephanie Houtzeel und Herbert Lippert
recreation - GROSSES ORCHESTER GRAZ
Konzertmeister: Wolfgang Redik
Dirigent: Florian Groß
Das Trinklied vom Jammer der Erde
Von der Jugend
Der Abschied
aufgenommen im PSALM Festival am 4. April 2021
Helmut List Halle Graz
Unser TV Tipp
Mahler auf der Couch
Ein TV Drama mit Johannes Silberschneider, Barbara Romaner und Karl Markovics
https://www.youtube.com/watch?v=W6AklxGSluU
Aus dem Komponierhäuschen am Attersee
Ein kleiner Film-Schatz aus der styriarte 2014 mit Johannes Silberschneider
https://www.youtube.com/watch?v=2xhmtc5MWes
Die einen stehen auf volle Länge, die anderen auf die Würze der Kürze. Wie locker man mit Musik und Werken umgehen kann, zeigt uns die Musikgeschichte. Mozart hat seinen Figaro nie ungekürzt gespielt, dem war die Oper selbst viel zu lang. Mit Rücksicht auf Jahreszeiten, Arbeitszeiten und Zugabfahrtszeiten wurden Opern gekürzt oder manchmal über ständiges Da-capo-Klatschen extra verlängert. Der Italienische Adel hatte überhaupt seine ganz eigene Gebräuche, Opern zu genießen. Hop on, hop off zogen sie durch die Opernhäuser der Stadt, von der Best-of-Arie zur nächsten, und dazwischen wurde geflirtet, gegessen und wurden Geschäfte gemacht. Erst als die Musik zur Kunstreligion wurde, das Konzert zum Bildungsereignis, die Komponisten zu fast göttlichen Genies, da war’s dann vorbei mit dem Genuss. Da kamen die Strenge, die Länge und die Leidensfähigkeit in den Konzertsaal.
In dieser Folge der Musikgeschichten sprechen Katharina Schellnegger und Karl Böhmer darüber, wie lang Vorstellungen sein können und ob’s denn nicht auch kürzer geht.
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Die Musik in diesem Podcast:
Voi che sapete aus Le nozze di Figaro
Valer Sabadus
aufgenommen am 2. und 3. Dezember 2013
Das Team der Marssonde Peserverance schreit vor Begeisterung. Haydn ist still, so beeindruckt ist er. Dazwischen liegen fast 230 Jahre. In beiden Fällen geht’s um den Blick in neue Welten, einmal auf den Mars, einmal auf Uranus.
Nach einer anstrengenden Saison in London macht Haydn ein bisschen Urlaub in Bath und besucht die Herschels, durch deren Teleskop erstmals der Blick auf Uranus möglich wurde. Als Haydn durch das Teleskop sah, war er wohl total geflasht. Vielleicht nicht nur wegen Uranus, sondern auch von den Gesprächen mit den Herschels über die Entstehung der Welt.
Diesen Blick in die Weiten des Kosmos, Händels Mega-Oratorien in der Westminster-Abbey und seine eigene Frömmigkeit packt er in ein Werk, das ihn zum Superstar macht. Klar, denn die Geschichte ist unschlagbar: Es geht um die Schöpfung. Haydn erzählt in seinem Werk, wie Gott in 6 Tagen die Welt erschuf. Und das Publikum kriegt sich fast nicht mehr ein, vor Begeisterung.
In dieser Ausgabe sprechen wir darüber, wie Haydns Schöpfung in die Welt kam und was darin alles zu hören ist – vom Uranus bis zum damaligen politischen Geschehen.
Dieser Podcast entstand rund um eine Film- und Musikproduktion aus dem Hause styriarte:
recreation GROSSES ORCHESTER GRAZ spielt Haydns Schöpfung in einer 70-Minuten-Fassung.
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Die Musik in diesem Podcast:
Joseph Haydn
Solisten: Tetiana Miyus, Franz Gürtelschmied, Ludwig Mittelhammer
Chor: chor pro musica graz (Einstudierung: Gerd Kenda)
recreation – GROSSES ORCHESTER GRAZ
aufgenommen am 15. März 2021
Stefaniensaal Graz
Im Podcast wird erwähnt:
Wilhelm Herschel und seine Schwester (!) Caroline Herschel
Gottfried van Swieten und John Miltons episches Gedicht Paradise Lost
Der brandneue Aufsatz über Haydns Konzertsäle:
Nur aus Frauen bestand das berühmteste Orchester in Europa zu Vivaldis Zeiten. Keusch hinter Gittern versteckt, in einem katholischen Waisenhaus. Sie spielten so göttlich, dass den Männern im Publikum noch mehr kam, als Gedanken zur Musik. Vivaldi war ihr Professor, wusste um ihr Kapital und schrieb den Mädchen und Frauen die genialsten Stücke.
Frauen durften damals nicht viel, aber in diesen Waisenhäusern war ihnen eine herausragende Musikausbildung und mitunter eine Karriere als Musikerin sicher. Wir sprechen darüber, wie eng die gesellschaftlichen Konventionen für Frauen damals waren und wie viel Freiheit Musikerinnen und Sängerinnen damals hatten.
Vivaldis musikalisches Genie ist unbestritten, über sein Liebesleben gibt’s aber wilde Gerüchte. Was es mit Anna Giró auf sich hatte, kommt ebenso in dieser Folge zur Sprache wie die Sache, warum Vivaldis berühmtester Titel „Der Frühling“ sicher nicht in Venedig entstanden ist.
Dieser Podcast entstand rund um eine Film- und Musikproduktion aus dem Hause styriarte:
recreationBAROCK spielt Vivaldis Frühling aus den Vier Jahreszeiten.
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recreationBAROCK spielt Vivaldis „Frühling“
Zu Vivaldis "Frühling" und wie die Produktion ‚in den Kasten‘, kam steht in unserem Blog
Ein Blick hinter die Kulissen der Dreharbeiten
Die Musik in diesem Podcast:
Antonio Vivaldi
Georg Fritz, Oboe
Concerto in E, „La Primavera“ aus „Le quattro stagioni“ – Die vier Jahreszeiten
recreationBAROCK
Im Podcast wird erwähnt:
Regina Strinasacchi und Mozarts Violinsonate in B
Sergio Azzolini
Schloss Wiesentheid
Maria Marchetti Fantozzi (vor 1760; nach 1800)
Adriana Ferrarese del Bene (1759- nach 1803)
La Tempesta di Mare – Concerto in F
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