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By Oliver Brügmann, MYTY GroupBusinessMarketing
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  • “Nicht zu entscheiden kostet am Ende mehr” | Marvin Schulz über KI: Chancen, Risiken und die Rolle der Politik

    Die meisten Unternehmer beschäftigt gerade kaum etwas so sehr wie KI. In der Politik, wo die Rahmenbedingungen gesetzt werden, sieht das noch oft anders aus.

    In dieser Folge ist Marvin Schulz zu Gast. Er ist Mitglied des Deutschen Bundestages und dort für das Thema Künstliche Intelligenz zuständig. Er erlebt aus nächster Nähe, wie weit Politik und Wirtschaft beim Thema KI auseinanderliegen.

    Wir sprechen darüber, was KI für Gesellschaft, Politik und Unternehmertum bedeutet, welche Chancen und Risiken Marvin sieht und warum Deutschland gerade jetzt schneller entscheiden muss.

    In dieser Folge geht es u.a. über:

    • warum in der Politik über KI entschieden wird, obwohl sie dort selten täglich genutzt wird
    • warum Marvin nicht an Weltuntergangsszenarien glaubt und trotzdem von realen Risiken spricht
    • ob Deutschland zu viel reguliert und warum der Rahmen dafür in Europa liegt
    • wie man Neugier für Technologie in der breiten Gesellschaft weckt
    • warum Neugier und kritisches Denken wichtiger werden, wenn Wissen kostenlos verfügbar ist
    • was passiert, wenn wir immer den Weg des geringsten Widerstands gehen
    • warum Marvin autonome Verteidigungstechnologie in Deutschland und Europa für nötig hält
    • ob wir längst in einem permanenten Cyberkrieg leben
    • warum eine schnell getroffene Entscheidung meist günstiger ist als gar keine


    Kapitel / Timestamps:

    00:00 - Intro

    01:13 - Unternehmer und Politik: zwei parallele Welten bei KI

    04:40 - Risiken von KI: keine Weltuntergangsszenarien, aber reale Gefahren

    07:13 - Wie KI-bereit ist Deutschland?

    08:47 - Der EU AI Act: Fluch und Segen zugleich

    11:26 - KI im Gesundheitswesen und die Chance auf ein längeres Leben

    12:52 - Infrastruktur, Investitionen und Bildung

    16:34 - Neugier als Schlüsselkompetenz

    21:48 - Welche Rolle hat der Mensch im Zeitalter von KI?

    28:40 - Der Weg des geringsten Widerstands

    34:45 - Politik im postfaktischen Zeitalter

    45:08 - KI im Militär und autonome Verteidigung

    51:40 - Cyberangriffe im Sekundentakt: leben wir bereits im Cyberkrieg?

    59:53 - Nicht entscheiden ist auch eine Entscheidung

    1:03:26 - Der wichtigste Rat: schnell entscheiden


    Links:

    • mynds Podcast: https://www.mynds.show/de/
    • Marvin Schulz auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/marvin-schulz-a929332a6/
    1 hr 5 min
  • Die meisten Deutschen verlieren Geld | Jonathan Brander über Verlustangst, Finanzbildung und den Mut zu investieren

    Nur die oberen 10% der deutschen Sparenden haben 2026 eine positive Rendite erzielt. Alle anderen schauen dabei zu, wie ihr Vermögen unterm Strich weniger wird.

    In dieser Folge ist Jonathan Brander zu Gast. Er ist COO von Upvest, einer Plattform, die an der Demokratisierung von Investments arbeitet, aktiv in über 20 europäischen Märkten mit mehreren Millionen Nutzenden. Zuvor war er über zehn Jahre in der klassischen Bankenwelt tätig, bevor er den Sprung ins Fintech wagte.

    Podcast Host Oliver spricht mit Jonathan darüber, warum so viele Deutsche beim Investieren zurückbleiben, was das mit unserer Geschichte und unserem Umgang mit Risiko zu tun hat, und warum er selbst mehrmals so nah am Burnout war, bevor er seinen Umgang mit Arbeit grundlegend änderte.

    In dieser Folge geht es u.a. über:

    • warum im Vergleich zum Ausland viel zu wenige Deutsche investiert sind und wie viel Geld dadurch ungenutzt liegen bleibt
    • welche Lücke sich schon in der Schulbildung beim Thema Anlage und Investment auftut
    • was die USA im Umgang mit Risiko strukturell anders machen als wir
    • warum wir als Gesellschaft mutiger werden müssen und wie günstiger Zugang und Bildung dabei helfen
    • warum "Time in the Market" langfristig immer "Timing the Market" schlägt
    • warum Jonathan aus der klassischen Bankenwelt in ein Fintech gewechselt ist
    • wie er mehrmals fast ein Burnout erlitten hat und durch die Sorge seiner Kinder seinen Umgang mit Arbeit veränderte
    • wie er seinen eigenen Kindern Finanzbildung vermittelt


    Kapitel / Timestamps:

    00:00 — Intro

    01:00 — Begrüßung und die Bundesbank-Zahlen zur Rendite-Ungleichheit

    02:30 — Warum nur 6,8% der Deutschen in Aktien investiert sind

    05:00 — Fehlendes Finanzwissen als größte Hürde

    09:00 — Die historischen Wurzeln der deutschen Verlustangst

    15:00 — Was andere Länder wie die USA anders machen

    25:00 — Warum Banken heute so risikoavers geworden sind

    35:00 — Der Wechsel von der Bank ins Fintech

    40:00 — Wie nahe Jonathan mehrfach am Burnout war

    44:00 — Was sich seitdem in seiner Führung verändert hat

    50:00 — Mutiger investieren: was es dafür braucht

    56:00 — Wie Jonathan seinen Kindern Finanzbildung vermittelt

    58:00 — Der wichtigste Rat: einfach anfangen, auch mit 10 Euro


    Links:

    – Mehr zum mynds Podcast: https://www.mynds.show/de/– Jonathan Brander auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/jonathan-brander-9784301b/

    56 min
  • "Ich war die ersten 30 Minuten meines Lebens nicht lebensfähig" | Claudia Gersdorf über Ablehnung, Eigenbestimmung und den Glauben an sich selbst

    Was, wenn genau der Satz "du kannst das nicht" zum Antrieb für ein ganzes Leben wird?

    In dieser Folge ist Claudia Gersdorf zu Gast. Sie war nach der Geburt die ersten 30 Minuten nicht lebensfähig, erst eine Adrenalinspritze holte sie zurück, allerdings mit bleibenden Beeinträchtigungen. Aufgewachsen in der ehemaligen DDR, mit Ärzten und Lehrkräften, die ihr sagten, sie sei nicht belastbar, hat sie sich irgendwann selbst entschieden: Sie kann es doch. Heute ist Claudia Unternehmerin, Coach und Menschenrechtlerin, trainiert Jugendliche, geht als Wertebotschafterin an Schulen und baut an ihrer Vision einer Bewegungsschule für Deutschland.

    Statt von "Behinderung" spricht Claudia lieber von ihrem "Diversitätsbonus", denn Menschen, die von außen anders wirken, sind für sie von Natur aus darin geübt, Lösungen zu finden statt nur Probleme zu sehen. Genau darin sieht sie auch ihre Form von Rebellion: nicht nur gegen den Strom schwimmen, sondern selbst neue Wege aufzeigen, die das System bisher nicht gehen wollte.

    Podcast Host Oliver spricht mit Claudia darüber, wie sie mit 12 Jahren gegen den Willen von zehn Schulen den Wechsel von der Körperbehinderten-Schule ans normale Gymnasium erkämpfte, warum sie sich vor 20 Jahren gegen einen Gehirnchip entschied, und warum sie Inklusion in Deutschland aktuell als "Destruktion" bezeichnet. Sie erklärt ihr Modell vom Ich zum Wir zum System, warum Selbstbestimmung für sie über allem steht, und warum wir zunehmend verlernen, echte menschliche Verbindungen zu knüpfen, weil wir uns stattdessen auf Technik verlassen.

    In dieser Folge geht es u.a. über:

    • wie eine Adrenalinspritze bei der Geburt über Claudias ganzes Leben entschied
    • wie man mit dem eigenen inneren Kommentator umgeht, der ständig urteilt und bewertet
    • warum sie sich vor 20 Jahren bewusst gegen einen Gehirnchip entschied
    • was das Bild vom Autopiloten und Kopiloten über verlorene Selbstbestimmung verrät
    • welche Stereotype und Prägungen wir aktiv verlernen sollten
    • warum Claudia Inklusion in Deutschland aktuell als Destruktion bezeichnet
    • wie Claudias Vision einer eigenen Bewegungsschule für Deutschland aussieht


    Kapitel / Timestamps:

    00:00 — Intro

    01:20 — Begrüßung und Claudias Geschichte in Kürze

    02:45 — Aufgewachsen in der DDR: Training ohne Wahlmöglichkeit

    10:00 — Der Moment mit 12: der Kampf um den Schulwechsel

    12:00 — Autopilot und Kopilot: die Gefahr der Bequemlichkeit

    20:15 — Viva con Agua, Mobbing und der Weg an die Öffentlichkeit

    24:00 — "Steh auf, was willst du?" – der Wendepunkt beim Coaching

    26:05 — Die Chip-Frage: warum Claudia sich vor 20 Jahren dagegen entschied

    31:15 — Urheberschaft statt Opfer-Täter-Denken

    34:40 — Die Vision: eine Bewegungsschule für Deutschland

    38:05 — Das Vertrauensproblem der Medienlandschaft

    40:30 — Bildung, kreative Intelligenz und der Spaßfaktor

    43:15 — Inklusion in Deutschland als Destruktion: der Vergleich mit Kanada

    49:05 — Was wir von den Franzosen lernen können

    59:00 — Der wichtigste Rat: Bleib dir selbst gegenüber loyal


    Links:

    – Mehr zum mynds Podcast: https://www.mynds.show/de/

    • Mehr zu Claudia Gersdorf: https://claudiagersdorf.com/
    1 hr 11 min
  • "Ich saß weinend hinter der Werkshalle" | Marcel Hermann über Scheitern, Insolvenz und die Kunst, wieder aufzustehen

    Was, wenn dein Unternehmen insolvent geht und du trotzdem sagen kannst, es war die beste Schule deines Lebens?

    In dieser Folge ist Marcel Hermann zu Gast. Er war Kernkraftingenieur bei RWE, bis Fukushima seine Konzernkarriere von heute auf morgen beendete. Danach sanierte er Unternehmen im Mittelstand und bei der Beteiligungsgesellschaft Aurelius, bevor er sich selbständig machte und eigene Unternehmen kaufte.

    Marcel spricht mit Podcast Host Oliver über seine schwierigsten Momente: wie er am zweiten Tag nach einer Übernahme weinend hinter einer Werkshalle saß, warum er 2024 vor 50 Mitarbeitenden Insolvenz verkünden musste, und was er seitdem beim Psychologen über sich selbst gelernt hat. Er erzählt außerdem, warum er trotz allem wieder ins Risiko gegangen ist und heute eine Pharmaproduktion mit 50 Mitarbeitenden führt, und warum für ihn Erfolg vor allem eines bedeutet: Spaß.

    In dieser Folge geht es u.a. über:

    • warum Fukushima Marcels gesamte Karriereplanung von einem Tag auf den anderen zerstörte
    • was bei Unternehmens-Restrukturierungen wirklich passiert – und warum man dort am meisten lernt
    • wie eine erfundene Vertriebspipeline und strukturelle Führungsprobleme zur Insolvenz führten
    • wie es sich anfühlt, vor 50 Mitarbeitenden die eigene Insolvenz zu verkünden
    • was systemische Therapie mit dem eigenen schlechten Gewissen zu tun hat
    • warum Marcel trotz eines gescheiterten Unternehmens wieder ins Risiko gegangen ist
    • wie KI heute kontrolliert in seiner neuen Pharmaproduktion eingesetzt wird
    • warum mittleres Management für ihn zunehmend überflüssig wird
    • warum Erfolg für Marcel nichts mit Geld, sondern mit Spaß zu tun hat


    Kapitel / Timestamps:

    00:00 — Intro

    00:57 — "Mädchen für alles": Marcels Berufsbild erklärt

    03:42 — Vom Wirtschaftsingenieur in die Kernkraft

    04:31 — Fukushima: das abrupte Ende der Konzernkarriere

    07:03 — Was bei Restrukturierungen wirklich passiert

    10:15 — Der prägendste Moment: der erste eigene Auftrag

    17:18 — Der Abschied von RWE: "Sie brennen ja gar nicht"

    22:19 — Der eigene Buy-and-Build: Unternehmen ohne Nachfolge kaufen

    26:49 — Der Tag der Insolvenzverkündung vor 50 Mitarbeitenden

    27:13 — "Wir haben hier einen Fehler gemacht"

    33:16 — Was das Scheitern über ihn selbst gelehrt hat

    35:06 — Systemische Therapie: im Gespräch mit dem eigenen schlechten Gewissen

    42:21 — Die Übernahme der Pharmaproduktion

    45:26 — KI im kontrollierten Rahmen einsetzen

    48:34 — Warum mittleres Management überflüssig werden könnte

    50:25 — Was Erfolg für Marcel wirklich bedeutet

    52:48 — Der wichtigste Rat: alles ausprobieren und wieder aufstehen


    Links:

    - Mehr zum mynds Podcast: https://www.mynds.show/de/

    - Marcel Hermann auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/marcel-hermann-878777a1/

    56 min
  • "Ich vertraue der KI mehr als manchen Menschen" | Laura Bierling über Einsamkeit und die menschlichen Fähigkeiten, die jetzt zählen

    Was, wenn die Superkräfte, die uns die KI gibt, genau die Fähigkeiten kosten, die uns eigentlich als Menschen ausmachen?

    In dieser Folge ist Laura Bierling zu Gast. Sie ist Business Coach und Mediatorin und begleitet seit Jahren Menschen und Teams durch Transformation. Dabei sieht sie aus nächster Nähe, was viele von uns nur ahnen: was Technologie mit der Art macht, wie wir miteinander umgehen.

    Podcast Host Oliver spricht mit Laura darüber, warum er inzwischen manche Themen eher mit der Maschine diskutiert als mit Menschen, warum unser Gehirn Bequemlichkeit über alles liebt, und welchen Preis wir für die neuen "Superkräfte" zahlen. Laura erklärt, warum sie für KI ganz bewusst keine Pronomen verwendet, was mit Menschen passiert, die sich in Avatare verlieben, und warum ausgerechnet die Fähigkeit, Stille auszuhalten, gerade jetzt zur echten Kompetenz wird.


    In dieser Folge geht es u.a. über:

    • warum wir dem Chatbot manchmal mehr vertrauen als Menschen – und was das über uns aussagt
    • was passiert, wenn wir keine Spannungen mehr aushalten und jede Unsicherheit sofort auflösen
    • welche Rolle Verantwortung in Organisationen beim Einsatz von KI spielt
    • wie wir Klarheit über unsere Identität finden – in der Organisation und persönlich
    • wie die steigenden Einsamkeitszahlen mit unserem Umgang mit Technologie zusammenhängen
    • welche Berufsbilder sich durch KI grundlegend verändern werden
    • in welche Fähigkeiten wir gerade jetzt investieren sollten, um zu wachsen
    • warum soziale Beziehungen der stärkste Resilienzfaktor sind, den wir kennen


    Kapitel / Timestamps:

    00:00 — Intro

    01:14 — "Superkräfte" durch KI im Arbeitsalltag

    03:58 — Die Kehrseite: das Thema Vertrauen

    06:04 — Wenn die Maschine zum Default wird statt der Mensch

    09:03 — Homo Ludens: unser Spieltrieb und die KI

    13:41 — Wenn Menschen sich in Avatare verlieben

    16:43 — Hat KI Lauras Identität verändert?

    23:53 — Prediction Error: warum Kritik wie ein Angriff wirkt

    30:08 — Einsamkeitszahlen und echte Nähe

    33:16 — Berufsbilder im Wandel durch KI

    38:11 — Kritisches Denken als Superkraft der Zukunft

    44:19 — Die wichtigste Investition: sich selbst spüren

    46:21 — Resilienz als Meta-Kompetenz

    51:22 — Soziale Beziehungen als stärkster Schutzfaktor

    59:23 — Der wichtigste Rat: Mut zur Stille


    Links:

    – mynds Podcast: https://www.mynds.show/de/

    - Laura Bierling: https://www.laurabierling.de/


    1 hr 2 min
  • ”RAD RACE soll nicht größer werden" | Ingo Engelhardt über Kultur und Community, die man nicht kaufen kann

    Was, wenn du aus dem langweiligsten Sport der Welt eine Kultmarke machst und dabei alles hinterfragst, was Marken sonst richtig machen wollen?

    In dieser Folge ist Ingo Engelhardt zu Gast. Er ist Gründer und Geschäftsführer von RAD RACE, dem größten Canyon-Reseller weltweit, mit eigenen Shops in Hamburg und Berlin und rund 60 Mitarbeitenden. Davor war er Werber, hat den StrongmanRun mit erfunden und Ben & Jerry's nach Deutschland geholt.

    Sein Credo: zu jeder Idee erstmal ja sagen. Nein sagen kann man immer noch, wenn der Vertrag kommt. Aus dieser Haltung ist eine Marke entstanden, die ein paar Freunde gegründet haben und an der heute Manuel Neuer beteiligt ist.

    Wir sprechen darüber, wie man eine Kultur baut statt nur ein Produkt, warum RAD RACE schon früh gelernt hat, den falschen Sponsoren eine Absage zu erteilen, und wie man groß werden kann, ohne den eigenen Spirit zu verlieren.

    In sprechen wir über:

    • wie Ingo aus dem langweiligsten Sport der Welt eine Kultmarke gemacht hat
    • warum er bei Ben & Jerry's die Gründer für Hühnchen beim Buffet kritisiert hat und dafür gefeiert wurde
    • wie die Idee für den StrongmanRun bei einer WOK-WM-Aktivierung für Fisherman's Friend entstand
    • warum „immer ja sagen" das Credo von RAD RACE ist und wann Ingo trotzdem nein sagt
    • wie Manuel Neuer via FaceTime-Anruf bei RAD RACE einstieg
    • wie aus einem gescheiterten Etappenrennen in Italien die “Tour de Friends” wurde
    • warum Marken eine Community nicht einfach kaufen können
    • was hinter dem neuen Running-Format 99 Laps steckt


    Kapitel / Timestamps:

    00:00 — Intro

    01:06 — Das Podcast-Studio im Camper: Warum kleiner immer besser ist

    02:47 — Instagram-Anfänge 2012 und die Gründungszeit von RAD RACE

    03:26 — Die Fisherman's-Friend-Anekdote: Wie aus einer WOK-WM-Aktivierung der StrongmanRun wurde

    07:26 — Von der WG zur Firma: die ersten Monate von RAD RACE

    08:03 — Der Ben & Jerry's Eistruck und die Lektion, selbst Dinge anzustoßen

    10:35 — Neun Jahre ohne Gehalt: RAD RACE als komplettes Zeit-Hobby

    11:07 — Das erste Rennen 2014: Last Man Standing auf der Kartbahn in Neukölln

    13:28 — Wie RAD RACE Influencer-Marketing mitprägte, bevor es den Begriff überhaupt gab

    14:03 — Vom Laufen zum Radfahren: warum Fahrradfahren der bessere Teamsport ist

    19:08 — Community statt Kommerzialisierung: Wann kam das Geld ins Spiel?

    20:10 — Tour de Friends: Wie aus einem gescheiterten Etappenrennen in Italien ein neues Format wurde

    25:06 — „Wir sagen zu allem ja" – das Credo von RAD RACE

    26:56 — Warum RAD RACE nie den falschen Sponsor genommen hat: die Red-Bull-Geschichte

    32:10 — Der Ben & Jerry's Moment: warum er die Gründer für Hühnchen beim Buffet kritisiert hat

    36:05 — Von der Nische zum Mainstream: die RAD-RACE-Shops in Hamburg und Berlin

    43:59 — Warum Marken eine Community nicht einfach kaufen können

    48:20 — Wann ist RAD RACE zu groß geworden?

    49:31 — Wie Manuel Neuer bei RAD RACE eingestiegen ist

    51:43 — 99 Laps: das neue Running-Format mit Eliminierungsprinzip

    58:24 — Schnellfeuerrunde: Kontrollfreak, uncoolste Songs und Fehleinschätzungen

    1:04:17 — Ja und Nein sagen: der wichtigste Rat an die Hörer:innen


    Links:

    – RAD RACE: https://www.rad-race.com/

    – mynds Podcast: https://www.mynds.show/de/

    1 hr 10 min
  • „Es ist eine Competition und die gewinnen wir" – Verantwortung, positive Akribie und die härteste Zeit seines Lebens | Andreas Arntzen

    Was, wenn die schwerste Diagnose deines Lebens am Esstisch landet und ihr eine Stunde später entscheidet, wie ihr damit umgeht?

    In dieser Folge ist Andreas Arntzen zu Gast. Er ist CEO der Wort & Bild Verlagsgruppe, dem Unternehmen hinter der Apotheken Umschau, und erreicht jeden Monat über 25 Millionen Menschen. Davor war er Hockey-Nationalspieler, hat Parship mitgegründet, war Geschäftsführer bei der Zeit und beim Handelsblatt.

    Vor anderthalb Jahren bekam seine Frau eine schwere Krebsdiagnose. Eine Stunde später saß die Familie zusammen und entschied gemeinsam: Es ist eine Competition und die gewinnen wir.

    Wir sprechen über die Wendepunkte, die Andreas zu dem gemacht haben, der er heute ist. Über positives Denken als Überlebensstrategie und über das, was Eigenverantwortung wirklich bedeutet – im Beruf, im Gesundheitssystem und in der schwersten Situation, die eine Familie erleben kann.

    In dieser Folge sprechen wir über:

    • was Andreas aus dem Leistungssport ins Unternehmertum mitgenommen hat – und warum Akribie keine Frage des Talents ist
    • wie er Parship gegründet hat: mit einer Idee auf einer DIN-A5-Seite, die aus einem Job im Online-Stellenmarkt entstand
    • warum er nach 17 Jahren als CEO sagt: positives Denken ist keine Einstellung, sondern eine Entscheidung
    • wie seine Familie mit der Krebsdiagnose seiner Frau umgegangen ist – und was der Sport ihn in diesem Moment gelehrt hat
    • warum Deepfakes und Medfluencer das Gesundheitssystem ernsthaft gefährden
    • was passiert, wenn wir alle mehr fordern als wir bereit sind zu geben
    • wie die Apothekenumschau mit einem perforierten Organspendeausweis auf dem Cover Leben verändert hat

    Kapitel / Timestamps:

    00:00 — Intro01:02 — Sport-Dokumentationen und das Hockey-Mindset03:13 — „Auf den ersten 5 Metern hätte ich besser sein können"07:32 — Erfolg vs. Plan; warum +20% über Budget gescheitert sein kann10:11 — Klarheit als Form der Wertschätzung15:50 — Loslassen, Neugierde und sechs E-Scooter im Berliner Hotel21:48 — Wendepunkte und die Geschichte hinter Parship26:25 — „Wir können mit dem, was wir machen, Menschenleben retten"35:39 — Die Frage „Was ist das Ziel?" verändert die Wirkung40:17 — Die Diagnose und eine Stunde später eine Familienentscheidung42:43 — 160 Klinikfahrten; Akribie als Form der Beziehung47:33 — Inflation von Gesundheits-Content; Medfluencer und Deep Fakes54:33 — Spirale der Selbstoptimierung55:58 — Eigenverantwortung als Bedingung für das Gesundheitssystem61:41 — Die eine Sache, die er im System ändern würde63:59 — Was die Hörer mitnehmen sollen

    Links:

    – Andreas Arntzen auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/andreasarntzen/– mynds Podcast: https://www.mynds.show/de/

    1 hr 5 min
  • Neustart als Prinzip – Markenklage, Corona-Exit und was Glück wirklich bedeutet: Jannis Bandorski | PACE RACE

    Drei Exits, zwei Mitgründungen, ein roter Faden. Was steckt hinter dem Aufbauen, Loslassen und Neustarten?

    In dieser Folge ist Jannis Bandorski zu Gast. Er ist Co-Founder von PACE RACE und hat zuvor XLETIX, Deutschlands größten Hindernislauf, von null auf Marktführer aufgebaut und verkauft. Danach gründete er mit ARRtist eine B2B Software- und AI-Community-Plattform und exited auch dort erfolgreich. Kein Theoretiker, kein Playbook-Verkäufer. Jemand, der die Dinge wirklich gebaut hat.

    Was alle seine Unternehmen verbindet: Community. Und was hinter seinen Entscheidungen steckt, ist weniger Kalkül als Klarheit. Ein Leitspruch hängt ihm noch heute nach: Klarheit schafft Produktivität.

    Jannis hat an der Uni St. Gallen Glück erforscht und bei McKinsey das analytische Denken gelernt. Dann wagte er den Sprung: von der Beratung zu Schlammläufen, von Schlammläufen zu Software-Events, und jetzt zu einem neuen Kapitel. PACE RACE ist ein urbanes Laufevent, das Wettkampf und Community zu einem neuen Erlebnis verbindet.

    Das ist kein Gründer-Hype-Gespräch. Es ist ein ehrliches Gespräch über Markenrechtsklagen, Corona-Entscheidungen, die Frage wann man loslässt und was Glück wirklich bedeutet.

    Im Gespräch erfährst du unter anderem:

    • wie Jannis einen Markenrechtsstreit gegen CrossFit verloren hat – und warum er heute dankbar dafür ist
    • woran man merkt, wann es Zeit ist, eine Firma zu verkaufen
    • warum er bei XLETIX alle Ticketgebühren in der Corona-Krise vollständig rückerstattet hat
    • was Kontinuität und Microhabits mit unternehmerischem Erfolg zu tun haben
    • wie man 17 Jahre mit einem Co-Founder gut zusammenarbeitet
    • was die Harvard Longitudinal Study of Happiness über Glück sagt — und was das für Unternehmer bedeutet

    Kapitel / Timestamps:

    00:00 — Intro01:02 — Begrüßung: McKinsey, Promotion, Hindernisläufe – wer ist Jannis?01:45 — Mut oder Kalkül? Der Sprung vom Berater zum Gründer03:34 — Wie aus Personal Training ein Eventbusiness wurde06:45 — Der Markenrechtsstreit mit CrossFit und was daraus gelernt wurde11:29 — Höhle der Löwen, Rebranding und warum Klarheit Produktivität schafft14:10 — Community als roter Faden: XLETIX, ARRtist, PACE RACE16:03 — Vertrauen aufbauen: Sagen was man macht, machen was man sagt19:21 — Kommerzialisierung vs. Community – kein Widerspruch25:08 — Don't be a Maybe – und was Marlboro damit zu tun hat25:45 — März 2020: Die Entscheidung, alle Tickets vollständig zurückzuerstatten29:00 — Wie man mit einem Co-Founder 17 Jahre lang gut zusammenarbeitet31:01 — Wie ein Exit wirklich entsteht – und warum kein Bieterverfahren41:50 — Glücksforschung: Was die Promotion-Abbrecherin aus St. Gallen gelernt hat51:29 — Was Kontinuität und Microhabits wirklich bringen56:01 — Wochenplanung, Top 3 und Fokus als System58:12 — PACE RACE: Die Vision und was dich erwartet

    Links:– PACE RACE: https://pace-race.com/– mynds Podcast: https://www.mynds.show/de/

    1 hr
  • Strategie ist kein Playbook — Transformation, Unsicherheit, planetare Stakeholder | Dr. Samuel Huber

    Was, wenn deine Strategie von Anfang an falsch gedacht war?

    In dieser Folge ist Dr. Samuel Huber zu Gast. Er ist Gründer des For Planet Strategy Lab, Dozent an der Universität St. Gallen und einer der ungewöhnlichsten Strategiedenker, die ich bisher im Podcast hatte. Kein klassischer Berater; kein Playbook-Verkäufer.

    Die meisten Strategien landen in der Schublade. Nicht weil die Umsetzung scheitert; weil das Denkmodell falsch ist. Wer Strategie als Plan versteht, baut das Problem gleich mit ein. Das ist Samuels Kernbeobachtung aus Jahren Strategiearbeit in Organisationen verschiedenster Größe.

    Samuel hat dafür eine Antwort entwickelt, die ich so noch nicht gehört hatte: Strategie muss prototypisiert, partizipativ gebaut und in die täglichen Routinen einer Organisation eingebettet werden. Und sie muss Akteure einbeziehen, die fast niemand auf dem Schirm hat; darunter den Planeten.

    Das ist kein Nachhaltigkeitsgespräch. Es ist ein Gespräch über Entscheidungen, Unsicherheit und die Frage, was Strategie in einer Welt bedeutet, in der das Rezept von gestern nicht mehr funktioniert.


    Im Gespräch erfährst du unter anderem:

    • wann ein Plan reicht und wann du wirklich Strategie brauchst
    • warum Prototyping der unterschätzte Schritt in jedem Strategieprozess ist
    • was „Humans have habits, organizations have routines" konkret verändert
    • wie eine Kunsthochschule in Rotterdam durch planetares Denken ein neues Geschäftsfeld aufgebaut hat
    • warum man für den Planeten Geld verdienen kann, ohne Nonprofit zu sein
    • was du morgen früh anders machen kannst


    Kapitel / Timestamps:

    00:00 — Intro

    01:04 — Was Design wirklich bedeutet; und warum es weit über Marketing hinausgeht

    03:25 — Design shapes behavior for the better

    04:58 — Was Strategie wirklich ist; und warum fast alle es falsch verstehen

    13:33 — Wann du keine Strategie brauchst; und wann du eine brauchst

    19:04 — Strategie testen statt präsentieren; das Rotterdam-Beispiel

    24:42 — Organizational Change: Warum Routinen wichtiger sind als Workshops

    25:29 — Den Planeten in die Strategie holen; warum das rational ist

    34:19 — Profit und Nachhaltigkeit: geht das zusammen?

    40:24 — Warum die neue Unternehmerfrage lautet: Wie wenige hast du angestellt?

    51:04 — 3 Fragen für bessere Strategie; die du morgen stellen kannst

    55:59 — Strategie ist eine Richtung, kein Plan


    Links:

    – Dr. Samuel Huber auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/samuelhuber/– For Planet Strategy Lab: https://forplanetstrategylab.com– mynds Podcast: https://www.mynds.show/de/

    1 hr 6 min
  • Wir behandeln unsere Körper schlechter als unsere Server: Jürgen Mehrtens | YEARS

    Was, wenn „gesund“ der falsche Maßstab ist?

    In dieser Folge ist Jürgen Mehrtens zu Gast. Er ist Unternehmer, Quereinsteiger und eine der spannendsten Stimmen im Longevity-Bereich. Kein Arzt, kein klassischer Werdegang – und genau deshalb denkt er Gesundheit radikal anders.

    Statt in Protokollen, Routinen und Durchschnittswerten denkt er in Daten, Systemen und individuellen Verläufen. Sein Ansatz stellt eine unbequeme These in den Raum: Unser Gesundheitssystem misst das Falsche und übersieht dadurch, wie wir wirklich altern.

    Jürgens Weg dorthin wirkt zufällig: Jura, E-Commerce, Pandemie-Logistik. Doch genau diese Perspektive von außen ermöglicht ihm, ein System neu zu denken, das andere nie hinterfragen.

    Und während seine Arbeit maximale Präzision verlangt, bleibt sein Prinzip einfach: nicht zerdenken, sondern anfangen.

    Im Gespräch erfährst du unter anderem:

    • Warum Jürgen nicht plant, sondern durch Impulse den entscheidenden Stein ins Rollen bringt
    • wie man aus einem Zufall heraus ein 1,8-Milliarden-Geschäft mit der spanischen Regierung aufbaut
    • warum das Gesundheitssystem erst dann wirklich effizient wird, wenn wir von Behandlung auf Prävention umstellen
    • weshalb Jürgen davon überzeugt ist, dass „einfach du selbst sein“ nicht reicht, sondern Daten die Basis für jede Lebensentscheidung sein sollten
    • wie Longevity-Klinik ähnlich wie eine Daten-Infrastruktur funktioniert
    • weshalb Diagnostik nicht nur ein „Snapshot“, sondern ein Trend-Verlauf sein muss
    • wie wir die Lücke zwischen dem Gesundheitssystem und individueller Vorsorge schließen können

    Kapitel / Timestamps:

    00:00 – Intro & Jürgen Mehrtens Werdegang: Vom Jurastudium zum Unternehmer05:21 – Der Weg zum Erfinder & Titan Golf: Die erste Lektion in Entrepreneurship10:36 – Corona & Schutzausrüstung: Wie ein Zufall zum Milliarden-Projekt wurde17:45 – Der Wendepunkt: IV-Therapien und die Gründung von YEARS22:19 – Was ist Longevity eigentlich? Diagnostik als Lebensversicherung27:17 – Prävention vs. Therapie: Warum das Gesundheitssystem umdenken muss33:26 – Regulierung vs. Innovation: Warum Europa bei AI und Medizin bremst37:27 – Datentracking: Wie man vermeidet, zum „Sklaven der Daten“ zu werden50:13 – Die große Vision: Das größte Datenset an Aging-Biomarkern der Welt58:05 – Das Tesla-Prinzip: Wie Longevity für die breite Masse zugänglich wird1:01:13 – Jürgens Tipps: Einfache Schritte für den Start in die Gesundheitsoptimierung

    Links:

    – Jürgen Mehrtens auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/jürgen-mehrtens-116303b1/– Mehr zu YEARS: https://www.years.co/de– mynds Podcast: https://www.mynds.show/de/

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    1 hr 5 min

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