Mystik und Geist

Mystik und Geist

By Kath. Kirche in OberösterreichSociety & CultureReligion & SpiritualityPhilosophy
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Mystik und Geist episodes

  • Abschied vom Leben nehmen
    #31 / Mystik und Geist / Ein Podcast der Katholischen Kirche in Oberösterreich

    Wenn es dem Ende zugeht, wünschen wir uns, würdevoll und nach den eigenen Vorstellungen vom Leben Abschied nehmen zu können.

    Was braucht es für einen guten Abschied? Wie können Sterbende und deren Angehörige gut begleitet werden. Diese Fragen beantwortet Dr. Johann Zoidl in dieser Ausgabe. Als Palliativmediziner geht er seit mehr als zwanzig Jahren mit Menschen das letzte Stück ihres Lebens gemeinsam. Ein eindrückliches Beispiel eines gelungenen Abschieds ist ihm dabei besonders in Erinnerung - der letzte Wunsch eines Vaters, seine Kinder, unter den Streit herrscht und die seit Jahren nicht mehr miteinander gesprochen haben, in Frieden zu hinterlassen: „Es haben sich alle um den Vater herum versammelt, und es kam dazu, dass sich auch miteinander gesprochen haben und man hat förmlich gespürt, wie sich in diesem Ritual der Krankensalbung etwas entspannt hat für alle. Und es gibt eigentlich nichts Schöneres für einen Menschen, der sich verabschiedet und stirbt, zu sehen, da ist etwas gut geworden.“

    Eine drängende Frage für Sterbende ist auch immer die Frage, was einen nach dem Tod erwartet. Welche Jenseitsvorstellungen es dazu im Christentum gibt, warum für manche Theolog:innen die Hölle leer ist und warum wir das Fegefeuer nicht fürchten müssen, weil es Hoffnung und Trost bringen kann, erklärt die Kirchenhistorikerin Univ.-Prof. Dr. Ines Weber: „Das Fegefeuer ist ein Ort oder Zustand, in dem man Dinge, die man im Hier und Jetzt als schlechte Taten, als Sünde hinterlassen hat, noch einmal bereinigen kann und das durchaus auch mit dem Gegenüber, das dann auch die Vergebung und die Versöhnung ermöglicht. Ich habe also noch eine Chance mich zu versöhnen, wenn ich aus dem Leben scheide, ich muss nicht alles im Hier und Jetzt gut geregelt haben.“

    18 min
  • Wein
    # 30 / Mystik und Geist / Ein Podcast der Katholischen Kirche in Oberösterreich

    Herbstzeit ist Erntezeit. Wenn in den Kirchen für das Erntedankfest die Altäre geschmückt werden, darf der Wein nicht fehlen. In dieser Folge sprechen ein Winzer und ein Pater über die Faszination Wein und dessen Rolle in der Bibel.

    Florian Eschlböck betreibt seit 2007 das Weingut 95Tage in Hörsching. Er erzählt über die heurige Weinernte, warum Oberösterreich für den typisch österreichischen Wein als Anbaugebiet immer wichtiger wird, und was für ihn die Faszination Wein ausmacht: „Wein ist langlebig, ich kann heute noch meinen ersten Jahrgang kosten. Ich kann über zwanzig Jahre zurückschauen, wie sich der Betrieb entwickelt hat, wie ich mich entwickelt habe, wie sich mein Geschmack verändert hat. In jedem Jahrgang, in jeder Flasche stecken Emotionen drinnen, und wenn ich mir einen Wein aus 2016 aufmache, weiß ich genau, was da war. Das ist einfach einzigartig!“

    Pater Siegfried Eder ist Kellermeister im Stift Kremsmünster und betreut die Weingärten in der Wachau und dem Burgenland, die teils seit mehr als 1.000 Jahren zum Stift gehören. Als Ordensbruder und Religionslehrer kennt er auch die biblische Rolle des Weins, etwa in Form des Weinstocks als Symbol für das Volk Gottes und des Weins als Zeichen für die Freude: „Wie Lebenswasser ist der Wein, was ist das für ein Leben, wenn man keinen Wein hat. Das ist nicht von mir“, gesteht er, „sondern steht in der Heiligen Schrift. Und ich finde das einfach wunderschön, wo der Wein als etwas zur Freude des Menschen beschrieben wird. Im Psalm 104 heißt es - Gott, du hast den Wein geschaffen, der das Herz des Menschen erfreut. - Wein ist so ein wundervolles Zeichen, dass Gott uns diese Freude schenkt!“

    17 min
  • Hoffnung
    # 29 / Mystik und Geist / Ein Podcast der Katholischen Kirche in Oberösterreich

    „HOPE – who will turn the tide“ ist das Thema des Ars Electronica Festivals 2024. Im Mittelpunkt stehen Menschen und Initiativen, die uns trotz aller Krisen Grund zur Hoffnung geben. In dieser Podcastfolge sind zwei solche Menschen, zwei Frauen zu Gast. Beide heißen zufällig Maria und bei beiden ist Hoffnung ein zentrales Element ihrer Arbeit.

    Als Christin spielt für Schwester Maria Schlackl vom Orden der Salvatorianerinnen Hoffnung auch in ihrem Glauben eine wichtige Rolle. Sie erzählt, wie es ihr damit geht, den gleichen Vornamen wie die Gottesmutter, einem Symbol der Hoffnung zu haben und wie sie die Hoffnung nicht verliert angesichts der unvorstellbaren Schicksale der Frauen, die Opfer von Menschenhandel geworden sind, für die sie sich mit ihrer Initiative „Aktiv gegen Menschenhandel – aktiv für Menschenwürde“ seit zehn Jahren einsetzt: „Ich merke, ich kann durch meine Präsenz, durch die Art und Weise, wie ich ihnen begegne, Hoffnung erwecken, ihnen wünschen, dass sie selber wieder einen Schritt in ihr Leben hineinfinden, der Funke Hoffnung wieder zu leuchten beginnt, der ihnen wieder Lebenskraft gibt und sie wieder an sich selbst glauben können.“

    Maria Hofer arbeitet bei Sindbad, einem Mentoring-Programm, das Jugendliche nach der Pflichtschule beim Übertritt in eine weiterführende Schule oder in eine Berufsausbildung begleitet. Sie hat die Erfahrung gemacht, dass es oft nur den einen Menschen braucht, der dem oder der Jugendliche:n Hoffnung geben kann. Viele Jugendlichen finden diesen Menschen in den Mentor:innen von Sindbad. Diese positiven Erlebnisse tragen dazu bei, auch sie selbst hoffnungsvoll sein zu lassen: „Weil es bleibt ganz oft gar keine andere Wahl, als hoffnungsvoll zu sein. Und ich finde es irgendwie schade, wenn Menschen das nicht sind. Es ist ja bis zu einem gewissen Grad auch Optimismus, und ich frage mich: Warum nicht? Warum nicht optimistisch sein?“

    17 min
  • Der Duft nach Sommer
    # 28 / Mystik und Geist / Ein Podcast der Katholischen Kirche in Oberösterreich

    In Ausgabe #28 von „Mystik und Geist“ tauchen wir ein in die Welt der Düfte. Pater Johannes Pausch, Benediktiner, Psychotherapeut und Kräuterexperte vom Europakloster Gut Aich verrät, wie Düfte unser Leben bereichern, Geist und Seele berühren und heilsam auf uns wirken können. Wie in jeder Jahreszeit liegen auch im Sommer bestimmte Gerüche in der Luft, wie etwa das intensive Aroma von Kräutern und Heilpflanzen. Welche Düfte wir als angenehm empfinden, hänge immer von der eigenen Erfahrung und Lebenssituation ab, betont Pausch. Oft werden bei bestimmten Gerüchen Erinnerungen aus der Kindheit wach und bestimmte Gefühle hervorgerufen – zB „Freude, Wohlbefinden, Geborgenheit oder die Erfahrung, geheilt zu werden“, so Pausch. Oft sei es eine Kombination von vielen Dufteindrücken, die Menschen bewegt und ein „Fenster öffnet“ – zu sich selbst, zu anderen Menschen und auch zu Gott. „Wir assoziieren mit Gerüchen etwas Grenzüberschreitendes. Ich traue mir sogar zu sagen, etwas Transzendentes“, erklärt Pausch. Doch obwohl Johannes Pausch glaubt, dass Gott über jedem Duft und jeder Heilpflanze steht, sei er vorsichtig, bei der Wahrnehmung von Düften gleich von einer „Gotteserfahrung“ zu sprechen – „zuallererst geben Düfte uns eine Selbsterfahrung. Düfte öffnen unser Herz, sie konfrontieren uns mit uns selbst, mit angenehmen, aber auch unangenehmen Erfahrungen“, ist der Experte überzeugt. Inspiriert von der Wirkung von Düften ist Johannes Pausch dankbar, überhaupt riechen zu können. Das Schöne für ihn dabei ist: „dass wir durch die Düfte und Heilpflanzen Zugänge finden können, die uns sonst verborgen sind.“

    18 min
  • Frieden stiften
    # 27 / Mystik und Geist / Ein Podcast der Katholischen Kirche in Oberösterreich

    Anlässlich der 25. Ökumenische Sommerakademie von 10. bis 12. Juli 2024 im Stift Kremsmünster, die sich der Frage widmet, ob und wie in kriegerischen Konflikten Frieden gestiftet werden kann, beleuchten auch wir in dieser Ausgabe gemeinsam mit dem Historiker Hannes Leidinger und Gerold Lehner, Superintendent der evangelischen Kirche in Oberösterreich das Thema "Frieden stiften."

    „Der lange Weg zum Frieden“ ist der Titel des Vortrags von Hannes Leidinger, Dozent am Institut für Zeitgeschichte der Uni Wien. Im Podcast erklärt er, wie friedfertig der Mensch aus wissenschaftlicher Sicht ist, wie die Selbstzivilisierung Frieden möglich machen kann und auf welche Errungenschaften wir auf dem langen Weg zum Frieden, trotz noch immer herrschender Kriege, verweisen können: „Ein Beispiel ist das Kriegsrecht. Wir schaffen zwar nicht den Frieden, aber wir gestalten zumindest in unseren Köpfen den Krieg friedlicher, und wir nehmen etwas mit dabei, das ist die Hoffnung auf den ewigen Frieden.“

    Als Superintendent der evangelischen Kirche in Oberösterreich diskutiert Gerold Lehner auf der Ökumenischen Sommerakademie mit weiteren Kirchenvertretern, wie in Konflikten für Frieden eingetreten werden kann. Er erzählt im Interview, welche Rolle der christliche Glaube dabei spielen kann, denn, so Lehner: „Frieden stiften und einander beim Abendmahl auch den Friedensgruß zu reichen, ist nicht nur eine ritualisierte leere Geste, sondern ist dazu da, um etwas einzuüben: Gott schließt uns zu einer Gemeinschaft zusammen, und wir reichen uns untereinander die Hände, schauen uns in die Augen und sagen ,Friede sie mit dir!´. Das ist ein aktives Tun, und mit diesem zeichenhaften Tun in den Alltag hinauszugehen ist das Ziel.“

    20 min
  • Lebensraum Mariendom
    # 26 / Mystik und Geist / Ein Podcast der Katholischen Kirche in Oberösterreich

    In dieser Ausgabe erkunden wir gemeinsam mit der Ökologin Mag.a Gudrun Fuß und Gerhard Fraundorfer, Hüttenmeister der Dombauhütte, die Tier- und Pflanzenwelt des Mariendoms.

    Vor 100 Jahren, am 29. April 1924, wurde der Mariendom, Österreichs größte Kirche, eingeweiht und ist seither spiritueller Lebensraum für uns Menschen. Der Mariendom ist aber auch natürlicher Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren.

    Mag.a Gudrun Fuß, Naturschutzsachverständige und Mitarbeiterin der Naturkundlichen Station des Magistrats Linz, erklärt die Besonderheiten des Lebensraums Mariendom, welche Tiere und Pflanzen dort ein Zuhause gefunden haben und beantwortet Fragen wie, warum der Honig von den Bienenstöcken des Doms einen ganz eigenen Geschmack hat oder der Wanderfalke ohne Dom aus der Stadt verschwinden würde: „Die haben ihre Nester gern hoch oben, wo sie sicher sind und eine gute Ansitzwarte für die Jagd haben, bei der sie Geschwindigkeiten von über 300 km/h erreichen können.“, erklärt die Ökologin: „Dem würde der Dom sicher abgehen.“

    Als Hüttenmeister der Dombauhütte begleiten Gerhard Fraundorfer die Pflanzen und Tiere des Mariendoms in seiner täglichen Arbeit. „Während einer Klettertour am Turm ist der Wanderfalke gekommen und hat mich angeschrien, weil ich in seinem Revier unterwegs war. So ein Wanderfalke hat doch eine Spannweite von über einem Meter. Da hat man doch ein bisschen Respekt davor!“, schildert er im Interview ein besonderes Erlebnis. Er erzählt über die verschiedenen Maßnahmen zum Schutz der Tiere und den schonenden Umgang mit ungebetenen Gästen. Wo es geht, wird versucht, der Natur ihren Raum zu lassen, denn, so Fraundorfer: „Jedes Tier hat seine Berechtigung.“

    17 min
  • Hl. Florian
    # 25 / Mystik und Geist / Ein Podcast der Katholischen Kirche in Oberösterreich

    In dieser Ausgabe begeben wir uns mit Josef Pühringer, Landeshauptmann a. D. und Adi Trawöger, Bischofsvikar und Landesfeuerwehrkurat, auf die Spuren des heiligen Florian.

    Am 4. Mai gedenkt Oberösterreich des heiligen Florian. Sein Wirken ist bis heute ein Vorbild für Zivilcourage und Solidarität. Doch wer war Florian eigentlich und was steckt hinter seiner Geschichte? In dieser Ausgabe begeben wir uns auf die Spuren des heiligen Florian. Adi Trawöger, Bischofsvikar für Orden, Säkularinstitute und geistliche Gemeinschaften und Landesfeuerwehrkurat gibt Einblicke in Florians Leben. „Florian hat meiner Meinung nach etwas verstanden, worum es im Christentum ganz wesentlich geht. Er hat sich die Sorge und die Not von Menschen wirklich zu Herzen genommen“, so Trawöger über Florians solidarisches Handeln. „Solidarität beginnt dort, wo ich aus der Komfortzone heraustrete und die Not von anderen Menschen oder überhaupt das Leben von anderen Menschen wahrnehme und beginne zu teilen“, erklärt Trawöger. Beispielhaft für den Einsatz für andere steht etwa die Feuerwehr, deren Schutzpatron Florian ist. Der Landesfeuerwehrkurat schildert, mit welch großem – zumeist ehrenamtlichen – Engagement und mit welch großer Kompetenz Feuerwehrleute ihren Dienst ausüben und so einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft leisten.

    Der hl. Florian ist nicht nur Schutzpatron der Feuerwehr, sondern auch Patron der Diözese Linz (gemeinsam mit dem hl. Severin). 2004 trat ein Beschluss der oberösterreichischen Landesregierung in Kraft, mit dem der Heilige Florian neben dem hl. Leopold auch zum oberösterreichischen Landespatron ernannt wurde. Der Weg bis zur Ernennung Florians als Landespatron vor 20 Jahren war allerdings lang, erinnert sich Josef Pühringer, zu dieser Zeit Landeshauptmann von Oberösterreich, im Interview. Umso mehr freut es ihn, dass die Tradition des heiligen Florian am 4. Mai hochgehalten und dadurch der hl. Florian „aus dem Alltäglichen herausgeholt wird.“ Denn: Dass Florian „gut zu OÖ passt“, liege laut Pühringer nicht nur am lokalen Bezug, sondern auch an der Haltung Florians – Geradlinigkeit und Aufrichtigkeit seien Werte, mit denen sich viele Oberösterreicher:innen identifizieren könnten. „Er ist der Heilige der Zivilcourage, der aufsteht, nicht wegschaut, der sich für andere einsetzt – bis zu letzten Konsequenz.“ Für Pühringer stelle Florian ein „Mann des Mutes“ dar. Seine Lebensgeschichte sei Pühringer zufolge eine Inspiration für die heutige Zeit über die Grenzen von Religion hinaus. „Christ:in-Sein heißt, sich ,gebrauchen‘ zu lassen: Wenn es notwendig – wenn Not ist – auch notwendig da sein – und das in jeder Beziehung“, ist Pühringer überzeugt.

    21 min
  • Auferstehung
    # 24 / Mystik und Geist / Ein Podcast der Katholischen Kirche in Oberösterreich

    Auferstehung als Thema der Kunst – dazu sind in Folge # 24 Martina Gelsinger, Referentin im Fachbereich Kunst und Kultur der Diözese Linz und Maria Moser, freischaffende Künstlerin zu Gast.

    Unsere Vorstellung von Ostern ist stark von Bildern der Kunst geprägt. Dabei haben verschiedene Zeiten unterschiedliche Ausdrucksformen gefunden. Gab es zunächst nur Darstellungen, die das Leiden und Sterben Jesu gezeigt haben, so hat die Kunst seit dem Mittelalter eine Vielfalt an Auferstehungsdarstellungen hervorgebracht. Martina Gelsinger, Kunsthistorikerin, Kuratorin und Referentin im Fachbereich Kunst und Kultur der Diözese Linz gibt einen Überblick über zentrale Werke und Motive. „Neben der auferstandenen Christus-Figur ist das Licht ein zentrales Motiv der Auferstehung – Christus, der von einer Licht-Aura umgeben ist bzw. Christus als Lichtgestalt. Dieses Licht gilt als Ausdruck seiner göttlichen Natur und des Sieges über den Tod. Das Licht besiegt die Dunkelheit, das Leben siegt über den Tod“, erklärt Gelsinger.

    Eindrucksvoll ist in diesem Zusammenhang ein Werk der freischaffenden Künstlerin Maria Moser. Die Malerin und Bildhauerin aus Frankenburg hat in der Pfarrkirche Linz-St. Konrad ein Glasfenster mit dem Titel „Auferstehung und Erlösung“ geschaffen. Im Interview erzählt sie über ihre Herangehensweise und die Hintergründe und was ihr dieses Fenster persönlich bedeutet. „Auferstehung, es ist der tiefste Wunsch eines Menschen – sich von diesem Erden-Dasein, von Sorgen, Krankheiten erlösen zu können“, so Moser. Auferstehung sei für sie die „Verbindung mit Gott auf der höchsten Ebene“. Berührt ist Moser v.a. von Begegnungen mit Menschen, denen die Betrachtung ihres Glasfensters in schwierigen Zeiten Trost und Hoffnung gespendet hat. „Wenn Menschen dadurch beruhigende und freudige Momente erleben konnten, kommt das positiv auf mich zurück“, freut sich Moser.

    21 min
  • Wasser
    # 23 / Mystik und Geist / Ein Podcast der Katholischen Kirche in Oberösterreich

    Wasser als Lebenselixier – darüber sprechen Andrea Fellner (Caritas OÖ, Bereich Internationale Hilfe) und Teresa Kaineder (Theologin und Verantwortliche für kirchliche Projekte im Rahmen der Kulturhauptstadt 2024) Folge #23 von Mystik und Geist.

    Ob zum Zähneputzen, Kochen oder Trinken – Wasser benötigen wir jeden Tag und ist selbstverständlicher Bestandteil unseres Alltags – zumindest in unseren Breiten. Denn: Nicht alle Menschen auf der Welt haben Zugang zu Wasser, betont Andrea Fellner von der Caritas OÖ. Sie arbeitet im Bereich Internationale Hilfe und begleitet die Projekte in der Demokratischen Republik Kongo. Die Referentin erklärt, wie die Verfügbarkeit von Wasser in anderen Ländern ist, wie die Caritas OÖ Wasserprojekte in der Demokratischen Republik Kongo umsetzt und wie es war, als sie zum ersten Mal bei einer Brunnenbohrung dabei war. „Wir wissen manchmal gar nicht, in welch privilegierten Situation wir (in Österreich) sind. Das wird mir dann immer wieder klar – jedes Mal, wenn ich einen Brunnen (in der DR Kongo) besuche und die Menschenschlangen sehe, die auf das Wasser warten – wie fröhlich die Menschen dabei sind und sich auf das Wasser freuen“, erzählt Fellner.

    Über „Wasser als Lebenselixier“ spricht auch Teresa Kaineder. Sie beschreibt zudem, wie es ist, dieses Element beim sogenannten „Wasserpilgern“ mit allen Sinnen zu erleben. „Kann man Wasser riechen? Ich finde, ja“, meint die Theologin und Verantwortliche für kirchliche Projekte im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024. „Wasser wird in vielen Religionen aufgegriffen in all seinen Bedeutungen – auch im Christentum“, sagt Kaineder. „Es reinigt, erfrischt, macht lebendig und kann aber auch bedrohlich werden“, geht Kaineder auf die Ambivalenz von Wasser ein. „Wir machen die Erfahrung, dass Wasser fehlen kann – kennen aber auch sintflutartige Regenfälle. Ob es regnet oder nicht liegt nur im Weitesten in unserer Hand. Diese Unverfügbarkeit erinnert mich daran, dass das Wasser ein Geschenk ist – so wie das Leben, das Wasser ja auch bedeutet – ein Geschenk ist“, so Kaineder.

    22 min
  • Zeit
    # 22 / Mystik und Geist / Ein Podcast der Katholischen Kirche in Oberösterreich

    Zeit, Zeitrechnung in den Religionen und Festzeiten im Jahreskreis – Dazu zu Gast: Florian Wegscheider, Hochschulprofessor an der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz und Sekretär der Stiftung PRO Oriente Sektion Linz.

    Kalender begleiten uns jeden Tag. Neben Terminen verweisen Kalender auch auf besondere Zeiten im Jahr. Verschiedene Feste prägen den Jahreskreis, strukturieren den Alltag und durchbrechen die Routine. Doch gibt es kulturelle Unterschiede. Verschiedene Kulturen haben unterschiedliche Zeitrechnungen hervorgebracht. Wie religiöse Zeitrechnungen funktionieren und wie das Christentum die Zeitrechnung beeinflusst hat, erklärt Florian Wegscheider, Hochschulprofessor für Liturgiewissenschaft an der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz und Sekretär der Stiftung Pro Oriente Sektion Linz. Darüber hinaus spricht Wegscheider im Interview über die Wahrnehmung von Zeit aus einer christlichen Perspektive heraus sowie Besonderheiten christlicher Festzeiten.

    15 min

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