Die meisten von uns haben gelernt, mit Emotionen zu „arbeiten" statt mit ihnen zu sein. Wut wegatmen. Angst wegdenken. Trauer terminieren. Egal ob im Streit mit dem Partner, beim Blick aufs Handy oder im Konfliktgespräch im Team. Das Problem: Emotionen sind keine Störung im System — sie sind das System, das Dir etwas mitteilt. In dieser Folge übersetzt Du Deine eigenen wiederkehrenden Emotionen in Signale, verstehst, wo sie sich im Nervensystem festsetzen, wenn sie nicht durchlaufen dürfen, und lernst konkrete, nervensystembasierte Regulationstechniken für jede einzelne.
In dieser Episode lernst Du:
Warum Emotionen keine Fehlfunktion, sondern evolutionär codierte Botschaften sindWas Wut, Angst (akut und anhaltend), Scham, Schuld, Trauer, Traurigkeit, Einsamkeit und Grübeln Dir jeweils zeigen — körperlich, gedanklich und nervensystemischWo Emotionen „steckenbleiben", wenn die körperliche Handlungsbereitschaft nicht abgeschlossen werden kannDen Unterschied zwischen Regulation und Dysregulation — an vier (plus zwei) konkreten SatzpaarenKonkrete Regulationstechniken je Emotion, mit Kennzeichnung der EvidenzlageEine Kompakt-Landkarte für sechs weitere zentrale Signalemotionen00:00 - Intro
02:00 - Wozu dienen Emotionen
03:00 - Wenn Emotion zur chronischen Anpassung wird
05:00 - Körperliche Regulation von Emotionen
07:00 - Die acht Signal-Emotionen im Detail
07:44 - Wut
10:00 - Angst
15:00 - Schuld
17:00 - Scham
21:00 - Trauer
24:00 - Einsamkeit
26:00 - Grübeln
31:00 - Unterschied Dysregulation vs. Regulation
33:00 - Mini-Übung
35:00 - Beispiel Wut Regulation & Ressourcing
36:00 - 3 Takeaways
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LinkedIn: Xenia Matthies
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Workshops: www.neurosynergyhub.com
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Frijda, N. H. (1986). The Emotions. Cambridge University Press. — Grundlage der Handlungstendenz-Theorie.Lazarus, R. S. (1991). Emotion and Adaptation. Oxford University Press. — Appraisal als kognitive Grundlage von Emotion.Übersichtsartikel: „The Feeling of Action Tendencies: On the Emotional Regulation of Goal-Directed Behavior" — https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3246364/Neurozeption & Polyvagal-Theorie
Porges, S. W. (2007/2011). Polyvagal-Theorie — Grundkonzept der Neurozeption.Einordnung zur aktuellen wissenschaftlichen Debatte: „Polyvagal Theory Has Not Been 'Debunked'" — https://www.psychologytoday.com/us/blog/the-hope-circuit/202604/polyvagal-theory-has-not-been-debunked (unabhängig von der Debatte um den Mechanismus bestätigt: rhythmische Bewegung, Humming und verlängerte Ausatmung wirken nachweislich auf den autonomen Zustand)Physiologischer Seufzer / verlängerte Ausatmung
Balban, M. Y., Neri, E., Kogon, M. M., et al. (2023). „Brief structured respiration practices enhance mood and reduce physiological arousal." Cell Reports Medicine, 4(1), 100895. — https://hubermanlab.stanford.edu/publications/brief-structured-respiration-practices-enhance-mood-and-reduce-physiological-arousalHumming & Herzratenvariabilität
Übersicht zu Vagustonus-Aktivierung durch Vokalisation: https://www.frontiersin.org/journals/psychology/articles/10.3389/fpsyg.2017.00213/full (Laborde, Mosley & Thayer, 2017)Tangney, J. P., & Dearing, R. L. (2002). Shame and Guilt. Guilford Press.Tangney, J. P. (1995). „Constructive and Destructive Aspects of Shame and Guilt." — http://www.rpforschools.net/articles/ASP/Tangney%201995%20Constructive%20and%20Destructive%20Aspects%20of%20Shame%20and%20Guilt.pdfÜbersichtsartikel zu Fokus-Unterschied und Handlungstendenzen: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3083636/Trauer / Dual-Process-Modell
Stroebe, M., & Schut, H. (1999). Dual Process Model of Coping with Bereavement — etabliertes Modell zur oszillierenden Trauerverarbeitung (Grundlagenwerk, keine Einzelquelle mit Direktlink verifiziert — hier gemäß Standard „Forschung zeigt" formuliert).Einsamkeit / Evolutionäre Theorie der Einsamkeit
Cacioppo, J. T., & Cacioppo, S. (2018). „Loneliness in the Modern Age: An Evolutionary Theory of Loneliness (ETL)." — https://www.researchgate.net/publication/325362716Cacioppo, S., et al. (2015). „Loneliness and implicit attention to social threat." — https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26274315/Unsicherheitsintoleranz, Sorge & Grübeln
Freeston, M. H., et al. (1994). Definition der Unsicherheitsintoleranz (IU).Übersichtsstudie zu IU, Sorge und Rumination: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0887618510000848