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  • Patente verhindern die Versorgung mit Impfstoffen
    Nach gut 2 ½ Jahren spielt die Corona-Pandemie für viele Menschen keine Rolle mehr, zumindest in Deutschland. Doch in nicht wenigen Ländern sieht das anders aus. Wegen sozialer Ungleichheit und unzureichender Gesundheitsversorgung ist dort ein viel größerer Anteil der Bevölkerung bei eine Corona-Infektion gefährdet. Auch sind viele Menschen im globalen Süden noch nicht ausreichend gegen das Virus geschützt. Warum das so ist, darüber unterhielt sich Britt Weyde mit Anne Jung, der Gesundheitsreferentin von medico international.
    Den Artikel dazu findet ihr in der ILA 459.
    10 min
  • Von Basisinitiativen und privaten Investitionen

    Die venezolanische Wirtschaft passt sich auf ihre Art an die Wirtschaftssanktionen der USA an. In ihren Ansprachen gibt sich die Regierung unter Nicolás Maduro zwar noch immer sozialistisch. Doch in den vergangenen Krisenjahren erhielt zunehmend ein ungezügelter Kapitalismus Einzug. Projekte von unten, die Maduros Vorgänger Hugo Chávez' einst förderte, spielen hingegen kaum mehr eine Rolle.

    Tobias Lambert hat sich für Radio onda mit Martha Lía Grajales von der Menschenrechtsorganisation SurGentes und dem Ökonomen Manuel Sutherland unterhalten.

    Einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema findet ihr bei poonal.
    8 min
  • onda-info 552
    Hallo und willkommen zum onda-info 552.
    Diesmal haben wir zwei längere Beiträge für Euch. Tobias Lambert nimmt Euch mit nach Venezuela. Nicht zuletzt die jahrelangen Sanktionen der USA haben dem südamerikanischen Land eine schwere Wirtschafts- und Versorgungskrise beschert. Um dieser entgegenzutreten, hat die sich noch sozialistisch nennende Regierung einen taktischen Richtungswechsel vorgenommen, wie sie es selber nennt. Sie setzt zunehmend auf die Liberalisierung der Wirtschaft, mit welcher ein ungezügelter Kapitalismus Einzug hält. Projekte von unten, wie sie Maduros Vorgänger Hugo Chávez' einst förderte, spielen jetzt so gut wie keine Rolle mehr.
    Nach gut 2 ½ Jahren spielt auch die Corona-Pandemie für viele Menschen keine Rolle mehr, zumindest in Deutschland. Wir greifen das Thema trotzdem noch einmal auf, denn in nicht wenigen Ländern sieht das noch anders aus. Wegen schlechter Lebensverhältnisse und unzureichender Gesundheitsversorgung ist dort ein viel größerer Anteil der Bevölkerung bei eine Corona-Infektion gefährdet. Auch sind viele Menschen im globalen Süden noch nicht ausreichend gegen das Virus geschützt. Warum das so ist, darüber unterhielt sich Britt Weyde mit Anne Jung, der Gesundheitsreferentin von medico international.
    Und weil ich seit Kurzem wieder in meiner zweiten Heimat weile, gibt es zuvor noch zwei Meldungen aus Mexiko.
    Eine interessante halbe Stunde wünscht Knut aus Oaxaca.
     
    30 min
  • Privatstädte – Trotz Gesetz wird weiter gebaut
    Wir haben schon mehrfach über die von Unternehmen geführten Privatstädte in Honduras berichtet, die Sonderzonen für Entwicklung und Beschäftigung, kurz ZEDE. Gegen die Unternehmensstädte gab es eine breite Protestbewegung. Unter der neuen Regierung von Xiomara Castro hat sich der Kongress beeilt, das Gesetz über die ZEDE zu annullieren. Allerdings wurden die ZEDE von der Vorgängerregierung sogar in der Verfassung verankert, sodass ihre Abschaffung im Januar 2023 nochmals vom Parlament ratifiziert werden muss.
    Eine der Unternehmensstädte entsteht auf der Insel Roatán, gleich neben der indigenen Gemeinde Crawfish Rock. Ursprünglich haben auch deutsche Unternehmen sowie deutsche Mitglieder internationaler Thinktanks die ZEDE auf Roatán beworben. Jutta Blume hat im August Roatán besucht und berichtet von den aktuellen Entwicklungen um die ZEDE.
    Hier findet ihr einen poonal-Artikel zum Thema.
    11 min
  • onda-Reinhörer | Disonancias
    Wir stellen euch ein Radio vor, das die honduranische Sängerin und Aktivistin Karla Lara gegründet hat. Hier kommen Stimmen zu Wort, die sonst nur selten in den Medien auftauchen. Und Musikschätze aus Honduras und Lateinamerika können entdeckt werden, die in keinem gewinnorientierten Radio zu hören sind. Unter www.disonanciasradio.com gibt es 24 Stunden täglich Programm und die Disonancias-App zum Herunterladen.
    5 min
  • Seit 200 Jahren kämpfen Garífuna-Gemeinden um ihr Land
    Die afro-indigenen Garífuna leben seit mehr als 200 Jahren in Honduras an der Karibikküste. Permanent müssen sie ihre fundamentalen Menschenrechte verteidigen. Ihr angestammtes Land wird ihnen systematisch geraubt. Waren es früher die großen Bananenkonzerne, sind es heute Palmöl-Unternehmen, die ihr Palmöl u.a. nach Deutschland exportieren. Auch Hotel- und Ferienhausbesitzer*innen machen sich auf dem Land breit. Im August hat eine Delegation deutscher Journalist*innen und Aktivist*innen die Garífuna- Gemeinden im Widerstand besucht.
    Einen Artikel von poonal zum Thema findet ihr hier.
    Nachtrag: Am 7. November 2022 wurde Melissa Martínez und fünf ihrer Mitstreiter*innen festgenommen. Ihnen wird illegale Landbesetzung vorgeworfen. Melissa hatte mit einer Gruppe von Garífuna im September auf Roatán mit friedlichen Mitteln ein Stück ihres angestammten Land wieder in Besitz genommen, das ihnen geraumt worden war. Anfang November räumte Polizei und Militär das Projekt gewalttätig, alles wurde zerstört und verbrannt. Auf der Webseite des Öku-Büros gibt es mehr Informationen dazu und eine Möglichkeit, für den Kampf der Garífuna auf Roatán zu spenden: www.oeku-buero.de
    12 min
  • onda-info 551 | Honduras Spezial
    Hallo und Willkommen zum onda-info 551!
    heute: Honduras Spezial.
    Im Sommer 2022 reiste eine Delegation deutscher Journalist*innen nach Honduras. Im Blick: Menschenrechte, Landkonflikte, Neoliberalismus, denn trotz der linken Präsidentin Xiomara Castro ist die Lage weiterhin besorgniserregend. Die Delegation besuchte unter anderem Gemeinden der afro-indigenen Garifuna. Ihr hört dazu einen Beitrag von Steffi Wassermann.
    Den zweiten Beitrag erstellte Jutta Blume zum Thema Privatstädte, dieses neoliberale Modell wurde in Honduras als erstes getestet. Auch wenn es inzwischen verboten wurde, ist das Problem lange noch nicht vom Tisch.
    Last but not least hat die Sängerin Karla Lara nun einen eigenen Radiosender: hört selber rein! Und mehr Infos zur Hondurasdelegation gibt es unter: hondurasdelegation.blogspot.com
    Eine spannende halbe Stunde wünscht das onda-info Team.
    30 min
  • onda-info 550
    Hallo und willkommen zum onda-info 550.
    Wir haben drei interessante Beiträge aus Chile, Bolivien und natürlich Brasilien für euch. Denn Brasilien hat gewählt: Ex-Präsident Lula Da Silva wird erneut Präsident des südamerikanischen Landes. Doch fast 50 Prozent haben für den rechtsextremen bisherigen Präsidenten Bolsonaro gestimmt. Das Land ist also gespalten. Im Interview erklärt Andreas Behn, was die Wahl für Brasilien bedeutet.
    Mitte Oktober reiste Thüringens Ministerpräsident Ramelow nach Chile. Dabei besuchte er auch die ehemalige Colonia Dignidad, die heutige Villa Baviera. Das sorgte für Aufsehen, denn deutsche Regierungen wussten von Folter und Mord, Zwangsarbeit und Missbrauch in der deutschen Sektensiedlung in Chile. Als Bundesratspräsident ist Ramelow der bislang höchstrangigste deutsche Politiker, der diesen Ort besucht.
    Mehr als sechs Millionen Venezolaner*innen haben in den vergangenen Jahren ihr Heimatland verlassen; das ist ein Fünftel der Bevölkerung. Die meisten davon leben in Kolumbien, Ecuador oder Peru, viele aber auch in Bolivien. Doch auf dem Weg dorthin und auch in Bolivien selbst sind besonders Frauen und queere Menschen aus Venezuela immer wieder Gewalt ausgesetzt, wie ein Bericht aus La Paz zeigt.
    Eine interessante halbe Stunde wünschen wir vom onda-info.
    30 min
  • Ramelow will Debatte um Gedenkstätte zu Colonia Dignidad voranbringen
    Zum Ende seiner Amtszeit als Bundesratspräsident reiste Bodo Ramelow Mitte Oktober nach Chile. Hauptfokus der Reise des LINKEN-Politikers und Ministerpräsidenten Thüringens war die deutsch-chilenische Kooperation bei der Energiewende.
    Für viel Aufsehen sorgte aber auch Ramelows Besuch in der Ex Colonia Dignidad, der heutigen Villa Baviera. 2017 hatte der Deutsche Bundestag einstimmig beschlossen, die Bundesregierung solle deren Verbrechen aufklären und gemeinsam mit der chilenischen Regierung die Errichtung einer Gedenkstätte vorantreiben. Denn deutsche Regierungen wussten von Folter und Mord, Zwangsarbeit und Missbrauch in der deutschen Sektensiedlung.
    Als Bundesratspräsident ist Ramelow der bislang höchstrangigste deutsche Politiker, der diesen Ort besucht. Er will Schwung in die Aufarbeitung bringen.
    Ein ausführlicheren Artikel mit Videoausschnitten findet ihr hier auf deutsch oder auf spanisch
    8 min
  • Gewalt gegen geflüchtete Frauen aus Venezuela
    Mehr als sechs Millionen Venezolaner*innen haben in den vergangenen Jahren ihr Herkunftsland verlassen. Ein Fünftel der Bevölkerung Venezuelas lebt im Ausland, die meisten davon in Kolumbien, Ecuador oder Peru, aber auch mehr und mehr in Bolivien. Die Gewalt auf dem Weg und im Zielland gegen eine Gruppe ist besonders hoch: gegen geflüchtete und migrierte Frauen und LGBTQI+. Aus La Paz berichtet Steffen Heinzelmann.
    Hier findest du einen ausführlichen Artikel zum Thema bei poonal.
    7 min

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