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  • Corona-Politik verschärfte das historische Misstrauen der Indigenen
    Der Verlauf der Corona-Pandemie in Peru war katastrophal. Das Land verzeichnet die höchsten Todeszahlen weltweit, der Politik wird Totalversagen im ersten Pandemiejahr vorgeworfen. Die Impfkampagne sollte vergangene Fehler wieder wettmachen, heute gelten etwa 84 Prozent der peruanischen Bevölkerung als vollständig geimpft. Dennoch kam die Kampagne nicht bei allen an – zu tief saß das Misstrauen in Teilen der indigenen Bevölkerung. Wie die Pandemie in einer indigenen Gemeinde im Amazonatiefland erlebt wurde, darüber sprach die Community-Journalistin Liseth Atamain mit ihrem Bruder, dem Anthropologen Wilson Atamain. Den Artikel zum Audio findet ihr in der neuen ILA oder zum Download bei poonal.
    8 min
  • Autoritärer Staat, autoritäres Pandemiemanagement
    Verónica Guerra und Sonia Urrutia im Interview über Corona und die Krise der Demokratie in El Salvador: Dass El Salvador von der Weltgesundheitsorganisation für sein „vorbildliches Pandemiemanagement“ gelobt wird, während das Investigativmedium „El Faro“ zahlreiche Fälle von Korruption im Zusammenhang mit der Pandemie aufdeckte, passt zum Grundwiderspruch der Regierung von Nayib Bukele: Reichtum wird von unten nach oben umverteilt, arme Stadtviertel werden im Namen der Kriminalitätsbekämpfung militarisiert, kritische Stimmen verfolgt. Trotzdem ist Bukele einer der beliebtesten Politiker Lateinamerikas.
    Die Infostelle El Salvador, das INKOTA-Netzwerk und das Zentralamerika Sekretariat luden im September die Aktivistinnen Sonia Urrutia und Verónica Guerra zu einer Rundreise nach Deutschland ein, um von der aktuellen Lage zu berichten. Mirjana Jandik traf sie im Büro der ila und fragte, wie Pandemiemanagement und politische Krise zusammenhängen.
    Musik im Beitrag von:
    QUEEN - Mi Lucha Quema
    Hip Hop Femenino El Salvador - No more violence
    Hier findest du den passenden poonal-Artikel zum Thema.
    12 min
  • Pakt der Korrupten und Verantwortung im Globalen Norden
    Wenn es in Zentralamerika um autoritäre Regierungen, willkürliche Verhaftungen und systematisches Beschneiden demokratischer Räume geht, stehen vor allem Nicaragua und El Salvador am Pranger. Was sich aber seit Jahren in Guatemala abspielt, ist ähnlich Besorgnis erregend: Ein sogenannter Pakt der Korrupten hat ein System von Straflosigkeit etabliert, bereichert sich und geht rabiat gegen Kritiker*innen und Feindbilder vor. Aktivist*innen vor Ort fordern Sanktionen und ein Bewusstsein für die Mitschuld von Akteuren aus dem globalen Norden.
    Zu diesem Thema findet ihr hier einen Artikel bei poonal.
    9 min
  • Formando Rutas – Gerechte Wege aus der Klimakrise mittels Bildung
    Die Auswirkungen der Klimakrise werden immer dramatischer. Und sie treffen nicht nur Länder im globalen Süden sondern zunehmend sind auch die Industriestaaten des globalen Nordens. Es wird immer deutlicher, dass fossile Energieträger ersetzt werden müssen. Als ökologische Alternative zum Auto mit Verbrennungsmotor gilt das Elektroauto. Welche Auswirkung der Abbau des für die Batterien benötigten Lithiums auf die betroffenen Regionen hat und welche Alternativen es zum Weiter-So mit grünem Anstrich gibt, darüber möchte das Projekt Formando Rutas aufklären.
    Zu diesem Thema gibt es auch einen Artikel bei poonal.
    3 min
  • onda-info 549
    Hallo und Willkommen zum onda-info 549
    In der Coronapandemie wurden gesellschaftliche Unterschiede erneut richtig krass sichtbar. Besonders die indigenen Gruppen Lateinamerikas blieben bei den Coronapolitiken der einzelnen Staaten weitgehend außen vor. Ein Beitrag von Mirjana Jandik und Yanua Liseth Atamain aus Peru zeigt, wie die Corona-Politik das historisch gewachsene Misstrauen der Indigenen gegen den Staat wieder verschärft hat.
    In Honduras lief es ähnlich: Während der Corona-Pandemie waren die Garífuna-Gemeinden auf sich selbst gestellt. Eine Garifuna Organisation eröffnete daher 33 Covid-Zentren. Aus einem Teil davon sind mittlerweile Zentren für traditionelle Heilmethoden geworden, die Casas de Salud Ancestral. Steffi Wassermann und Jutta Blume besuchten die Zentren im Rahmen ihrer Reise im August.
    Über El Salvador berichten die Aktivistinnen Sonia Urrutia und Verónica Guerra während einer Rundreise in Deutschland ein. Die Weltgesundheitsorganisation lobte das Land erst für sein „vorbildliches Pandemiemanagement“. Nun wurde bei Ausgaben für Medikamente und Hygieneprodukte ein Korruptionsfall aufgedeckt. Mirjana Jandik traf sie im Büro der ila und fragte, wie Pandemiemanagement und politische Krise zusammenhängen.
    Mehr zum Thema Pandemiebekämpfung in Lateinamerika, Patente und Impfen findet ihr übrigens in der neuen Ausgabe des Lateinamerika- Magazins ILA 459 aus Bonn.
    Viel Spass beim Hören!
    Wünscht das onda-info Team
    30 min
  • Zimt, Zitronengras und Massagen – Heilmethoden der Garífuna
    Die afroindigenen Garífuna leben in 56 Gemeinden an der Nordküste von Honduras. Ihre Vorfahren kamen als Sklav*innen aus Westafrika auf die Antillen-Insel San Vicente. Sie vermischten sich dort mit der lokalen indigenen Bevölkerung und entwickelten eine eigene Kultur und Sprache. Von britischen Kolonisatoren vertrieben, landeten die Garífuna vor über 200 Jahren an der Küste des heutigen Honduras. Vom Staat werden sie seither bestenfalls ignoriert, wenn nicht diskriminiert und erneut vertrieben. Und auch in der Corona-Pandemie waren die Garífuna-Gemeinden auf sich selbst gestellt. Die Garífuna-Organisation OFRANEH eröffnete daher 33 Covid-Zentren. Aus einem Teil davon sind mittlerweile Zentren für traditionelle Heilkunst geworden, die Casas de Salud Ancestral.
    Hier findest du in Kürze einen poonal-Beitrag zu diesem Thema.
    8 min
  • Wieder erstarkende Imkerei
    Während der Corona-Pandemie war selbst auf dem Land zeitweilig die Lebensmittelversorgung gestört. Viele Bäuer*innen hatten nicht mehr für den Eigenbedarf und lokale Märkte, sondern für Industrie und Weltmarkt produziert. Inzwischen hat vielerorts ein Umdenken eingesetzt. Es wird wieder mehr lokal produziert, Bäuer*innen tauschen Saatgut und Wissen aus, der Schutz lokaler Ökosysteme wird wichtiger. Meliponas, die einheimischen Bienen, spielen dabei eine entscheidende Rolle, wie Markus für Radio onda rausgefunden hat.
    Hier siehst du die Meliponas im Video auf Deutsch und Spanisch.
    4 min
  • onda-info 548
    Kuba hat ein neues Familiengesetz. In einem Referendum stimmten die Kubaner*innen und Kubaner unter anderem für die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Wir sprechen darüber mit der Feministin und Aktivistin Sam Olazábal. Weitere Infos gibt es bei poonal:
    In Brasilien gab es Präsidentschafts-, Kongress und Regionalwahlen, in vier Wochen gibt es um die Präsidentschaft eine Stichwahl zwischen Jair Bolsonaro und Lula da Silva. Auch dazu haben wir ein Interview und zwar mit Andreas Behn, dem Leiter des dortigen Regionalbüros der Rosa-Luxemburg Stiftung.
    In einem Beitrag schauen wir nach Guatemla, wo Rechtsstaat und Demokratie zunehmend durch einen Pakt der Korrupten ausgehölt werden. Mit Wolf-Dieter Vogel sprechen wir zum Schluss noch über die Lithium Mine des schweizerisch-russischen Solway Konzerns am guatemaltekischen Izabal-See. Wir beginnen mit einem audiovisuellen Bildungsprogramm, dass über den Lithium-Abbau in Chile informiert.
    30 min
  • onda-info 547
    Hallo und willkommen zum onda-info 547.
    In unserem ersten Beitrag macht Euch Markus Plate mit den Meliponas bekannt. Meliponas sind hunderte Arten stachelloser Bienen, die überall in Lateinamerika heimisch sind. Die Honigbiene, die wir alle kennen, ist erst durch die europäischen Eroberer eingeführt worden. Meliponas sind unersetzlich für die Bestäubung der einheimischen Flora und damit zum Erhalt der Artenvielfalt. Markus schaute sich ein Projekt in Kolumbien an, in dem Kleinbäuer*innen lernen die heimischen Bienen zu hegen und zu pflegen. (Auf unserer Seite findet Ihr auch ein ein Video zum Thema)
    Anfang September kamen Aktivistis der brasilianischen Landlosenbewegung MST zu einer Konferenz nach Halle. Die Kolleg*innen von Radio Corax sprachen mit Maria de Jesus dos Santos Gomes vom MST, sowie mit dem Mitorganisator der Konferenz, Thomas Steinhäuser über die Konferenz und die Stimmung in Brasilien kurz vor der Wahl. Wir haben das Gespräche für Euch ins onda-info übernommen.
    In unserem neuen Reinhörer stellt Euch Thea Kösler Radio TuVilla vor. Radio TuVilla ist ein Gemeinschaftsprojekt des freien Radios Wüste Welle aus Tübigen und des Comunitiy-Radios Stereovilla aus Villa El Salvador in Peru. Die beiden alternativen Radios wecken mit ihrem Partnerschaftsradio öffentliches Interesse für die Städtepartnerschaft zwischen Tübingen und Villa El Salvador und füllen sie mit Leben aus.
    Doch zuvor gibt es noch eine Meldung aus Mexiko, wo ein weiterer Schritt in Richtung Militarisierung des Landes gemacht wurde.
    Musikalisch begleitet uns der argentinische Rapper Suich MC durch das Programm.
    Zusammengestellt wurde es von Knut, der Euch eine interessante halbe Stunde wünscht.
    30 min
  • onda-Reinhörer | Radio TuVilla
    Radio TuVilla - so heißt das Partnerschaftsradio von Villa El Salvador in Lima und Tübingen. Die beiden Radiosender Wüste Welle 96,6 MHz in Tübingen und Stereovilla 101,7 MHz in Lima betreiben seit März 2013 dieses interkulturelle Radioprojekt “TuVilla”, das wir euch in der Reinhörer-Folge vorstellen. Mit der peruanischen Radiomacherin Lita Ruiz Linares von Stereo Villa haben wir uns über die gute Zusammenarbeit mit dem freien Radio Wüste Welle in Deutschland, besonders in Zeiten der Corona-Pandemie, unterhalten.
    8 min

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onda, das sind Reportagen, Magazinsendungen und Features über alles, was die lateinamerikanische Welt bewegt: indigene Rechte und Frauenmorde in Mexiko ebenso wie queerer Cumbia aus Argentinien oder…