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  • Virus Tropical und andere Comics in Berlin
    In der Galerie Neurotitan in Berlin zeigt der Verlag Parallelallee Comics aus Lateinamerika und Berlin. Wir haben die Spanisch-Übersetzerin für Comics Lea Hübner daher gefragt, was mensch über lateinamerikanische Comics eigentlich wissen sollte. Noch bis zum 23. Juli werden Werke von Power Paola aus Argentinien, Sol Diaz aus Chile und dem brasilianische Künstler*innen-Duo Angelica Feitas und Odyr neben Comics von den Berliner*innen Tina Brenneisen, Tine Fetz, Gregory David, Charlotte von Bautzner, der Gruppe MEGA-MURX und vielen mehr gezeigt.
    Die Verfilmung des autobiografischen Comics „Virus Tropical“ von Power Paola aus Argentinien könnt ihr übrigens noch einmal am Donnerstag den 14. Juli um 19 Uhr im ACUD-Kino in Berlin anschauen.
    3 min
  • Urbane Ruinen im Amazonas
    Radio onda hat mit dem deutschen Archäologen Heiko Prümers vom Archäologischen Institut in Bonn gesprochen, der seit mehr als 20 Jahren in den Llanos de Mojos im Bolivianischen Amazonas forscht. Zu diesen Forschungen ist im Mai 2022 ein Bericht erschienen, der in Lateinamerika starke Wellen geschlagen hat. Denn durch Lidar-Laserabtastung mit Hilfe von Hubschraubern sind unter der amazonischen Vegetation riesige urbane Siedlungen der sogenannten Casarabe-Kultur (500 – 1400 n. Chr.) sichtbar geworden. Diese frühe, dichte Art der präkolonialen Besiedelung war im Amazonas bisher nicht vermutet worden. Prümers spricht dahingehend auch von einem Prestigegefälle zwischen archäologischen Fundstellen im Hochland und dem Tiefland Lateinamerikas, welches sein Bericht in Frage stellt.
    15 min
  • Massenproteste gegen Prekarisierung und für indigene Rechte
    In Ecuador gingen in einem landesweiten Streik 18 Tage lang überall Menschen auf die Straßen. Mit Straßenblockaden und Demos legten sie bis zum 30. Juni große Teile des Landes lahm. Sie riefen: „Mindestlohn dem Präsidenten, damit er merkt, wie sich das anfühlt!“ Dabei kann man in Ecuador von Glück reden, wenn man den Mindestlohn von monatlich 425 Dollar verdient. Laut Zahlen des nationalen Statistikinstituts haben nämlich nur 3 von 10 Ecuadorianer*innen eine sogenannte würdige Arbeit, verdienen also den Mindestlohn oder mehr. Die monatlichen Lebenshaltungskosten für eine vierköpfige Familie übersteigen diesen Mindestlohn aktuell um über die Hälfte. Aufgerufen zu den landesweiten Streiks hatten verschiedene indigene Organisationen, darunter der indigene Dachverband CONAIE. Schnell haben sich aber viele andere Sektoren angeschlossen, etwa Studierende, Lehrer*innen und Hausfrauen, wie die Soziologieprofessorin Ana Cecilia Salazar auf einer Demo am 16. Juni in Cuenca in Südecuador erzählte. Es seien wirtschaftliche Maßnahmen erforderlich, um die Leute in der schwierigen Lage nach der Pandemie zu unterstützen.
    Zu diesem Thema kannst du dir auch den Artikel bei poonal anhören!
    8 min
  • Mano Vuelta – Eintreten für die Rechte von Kindern
    Mexiko ist eines der Länder mit den höchsten Femizid-Raten der Welt. Durch die Pandemie hat sich die Situation weiter verschärft. Eingesperrt mit ihren Peinigern sind vor allem Mädchen und junge Frauen der zunehmenden sexuellen Gewalt schutzlos ausgeliefert. Aber es trifft auch die Jungen. Dem UNO-Kinderhilfswerk Unicef zu folge sind 63 Prozent der Kinder unter 14 Jahren physischer Gewalt ausgesetzt. Wie sie sich dagegen wehren können, möchte das Frauenkollektiv Mano Vuelta den Betroffenen zeigen.
    Zu diesem Thema könnt ihr euch auch unsere Audioslideshow angucken oder den dazugehörigen Text bei poonal lesen!
    6 min
  • onda-info 541
    Hallo und willkommen zum onda-info 541.
    In Ecuador wird gegen die neoliberale Politik der Regierung von Guillermo Lasso gestreikt. Seit dem 13. Juni kommt der kleine Andenstaat nicht mehr zur Ruhe. Mirjana Jandik beleuchtet die Hintergründe des Streiks und die brutale Repression der Regierung. Die Musik im Beitrag stammt vom Kollektiv Mi Copla lo Mató, das Protestzeilen auf Melodien von bekannten andinen Liedern dichtet.
    Unser zweiter Beitrag führt uns nach Mexiko. Miriam Flores und Knut Hildebrandt haben eine Feria Infantil, einen Kunstmarkt für Kinder, besucht. Ihr hört eine Auskopplung aus einer in wenigen Tagen erscheinenden Audio-Slideshow über das Frauenkollektiv Mano Vuelta und wie dieses Kinder in vernachlässigten Gegenden bei der Wahrung ihrer Rechte unterstützt. Das Kollektiv wird im Juli eine weitere Feria, diesmal in einer Gemeinde fernab der Hauptstadt, durchführen. Wer diesen Kunstmarkt für Kinder unterstützen möchte, kann das hier mit einer Spende tun.
    Auch in unserem letzten Beitrag geht es um Kinder und Jugendliche und zwar solche die am bewaffneten Konflikt in Kolumbien teilgenommen haben. Steffi Wassermann bespricht einen Dokumentarfilm, der auf ihren Geschichten beruht und stellt eine Organisation vor, welche die ehemaligen Kämpfer*innen unterstützt.
    Doch zuvor hört Ihr noch einen Kommentar von Markus Plate zum Ausgang der Präsidentschaftswahlen in Kolumbien. Markus Kommentar basiert auf einem auf Spanische erschienen Beitrag von Sara Alvarado für Radio Matraca.
    Eine interessante halbe Stunde, wünschen die ondistas.
    30 min
  • Los nadies, son gobierno
    Las mujeres en Colombia hemos cambiado la historia, el 19 de junio del 2022 las y los colombianos nuevamente hemos salido a las calles, con banderas, música, pancartas, pero esta vez hemos salido a celebrar. Celebrar que tenemos una vicepresidenta, Afro, feminista, ambientalista, madre soltera,  activista y originaria del Cauca. Hoy como colombianes celebramos que […]
    6 min
  • Noch kein Frieden in Arauca
    Die an der Grenze zu Venezuela, im Nordwesten Kolumbiens gelegene Provinz Arauca ist besonders stark vom bewaffneten Konflikt in Kolumbien betroffen. Die zahlreichen zur Friedenssicherung eingesetzten Soldaten konnten (oder wollten) keinen der Angriffe auf zivilgesellschftliche Akteur*innen verhindern. Zusätzlich werden hunderte Akteur*innen der Zivilgesellschaft vom Staat juristisch verfolgt. Ein Leben in Würde ist so kaum noch möglich.
    Anfang 2022 erklärte eine Abspaltung der FARC-Guerilla mehreren Organisationen der Zivilgesellschaft den Krieg. Sie ermordete mehrere Aktivist*innen und zündete eine Autobombe vor einem Bütogebäude von entwicklungspolitischen Organisationen und Kollektiven - mitten im Zentrum der Gemeinde Saravena. Von dem Attentat besonders betroffen war die Menschenrechts- und Bildungsorganisation "Fundación Joel Sierra". Wir haben mit deren Sprecherin Sonia López über die Zukunftsperspektiven in Arauca unter dem zukünftigen linken Präsidenten Petro gesprochen.
    Zu diesem Podcast gibt es auch eine Textversion bei poonal.
    10 min
  • Doppelte Opfer? „Zonas de sacrificio“ in Zeiten der Pandemie
    Rauchende Schlote, riesige Fabriken, dunkle Abgas-Wolken, Kohlestücke werden immer wieder mit den Wellen an den Strand gespült: Die Region Quintero-Puchuncaví etwa zwei Autostunden von der chilenischen Hauptstadt Santiago entfernt, ist eine sogenannte Opferzone, „Zona de Sacrificio“. Rund um den Industriehafen Ventanas haben sich verschiedene Unternehmen der Schwermetall-Industrie angesiedelt. Veronica Rossa hat sich über die doppelte gesundheitliche Belastung in der Region umgehört, die durch Schadstoffe der Industrien und die Pandemie hervorgerufen wurden. Es berichten Vertreterinnen der „Mujeres de Zonas de Sacrificio en Resistencia“ und Enrique Aliste, Professor für Geographie an der Universidad de Chile.
    Hier geht´s zum passenden Artikel zu diesem Thema bei poonal.
    9 min
  • „Die Kugeln konnten meine Träume nicht zerstören“ – Kinder und Jugendliche im bewaffneten Konflikt
    In Kolumbien herrscht seit Jahrzehnten ein bewaffneter Konflikt. Trotz des Friedensvertrags von 2016 zwischen Regierung und der FARC-Guerilla geht der Bürgerkrieg in vielen Regionen des lateinamerikanischen Landes unvermindert weiter. Eine der wenig beachteten Opfergruppen sind Kinder und Jugendliche, die zu Tausenden von verschiedenen bewaffneten Akteuren für den Krieg rekrutiert wurden und bis heute werden. Ein Dokumentarfilm erzählt nun einige der Geschichten aus ihrer Perspektive. Und es gibt Organisationen, die ehemalige rekrutierte Kinder und Jugendliche in Kolumbien unterstützen und begleiten.
    8 min
  • Weniger Frauen im öffentlichen Raum während der Pandemie?
    Die gesundheitliche Gefährdung durch Covid-19 hat viele Regierungen dazu veranlasst, Maßnahmen zu ergreifen die die Verbreitung des Virus verhindern sollen. Zu diesen Maßnahmen gehören Abstandsregeln, die Quarantäne, das Verbot von Massenansammlungen. In vielen EU-Ländern durfte man sich nur mit einer weiteren Person an der frischen Luft treffen. In Lateinamerika wurden noch härtere Maßnahmen ergriffen: Personen durften ohne triftigen Grund für mehrere Monate ihre Häuser nicht verlassen. Wir könnten diese Liste noch weiterführen. Doch eigentlich wollen wir aufzuzeigen, dass obwohl Maßnahmen, wie Abstand halten notwendig waren, sie auch Zivilrechte verletzt haben - wie zum Beispiel die Versammlungsfreiheit. Die Einschränkungen des öffentlichen Raumes verletzen auch das Recht auf demokratische Partizipation, das für die Sichtbarmachung feministischer Kämpfe notwendig ist.
    Hier gibt es diesen Beitrag im Orginial auf Spanisch und als Artikel bei Radio Matraca.
    Den deutschen Artikel zu diesem Thema könnt ihr bei poonal lesen.
    14 min

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onda, das sind Reportagen, Magazinsendungen und Features über alles, was die lateinamerikanische Welt bewegt: indigene Rechte und Frauenmorde in Mexiko ebenso wie queerer Cumbia aus Argentinien oder…