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onda episodes

  • onda-info 490
    Von ondistas
    Hallo und willkommen zum onda-info 490.
    Heute haben wir zwei längere Beiträge für Euch. Der erste führt in das ostkolumbianischen Department Meta. Hier lebt der Campesino und Menschenrechtsaktivist Eliceo Enciso Quevedo. Quevedo hat bereits vier Vertreibungen, mehrere Morddrohungen und Attentatsversuche hinter sich. Wir erzählen seine Geschichte.
    In unserem zweiten Beitrag stellen wir Euch vier Frauen vor, die in der Hoffnung auf ein besseres Leben nach Europa gekommen sind. Hier leisten sie Sorgearbeit, meist in Privathaushalten. Die Geschichten der vier Frauen verdeutlichen, unter welch menschenunwürdigen Bedingungen Migrant*innen in der Care-Arbeit tätig sind.
    Doch zuvor gibt es noch eine Nachricht zum kürzlich in Uruguay verabschiedeten Dringlichkeitsgesetz.
    Es wünschen eine interessante halbe Stunde, Eure ondistas.
    30 min
  • Legales Kiffen in Uruguay
    Von Karl-Ludolf Hübener
    Legale Ration aus der Apotheke: Cannabis in Uruguay. Foto: Karl-Ludolf Hübener
    Im Dezember 2013 hatte Uruguay weltweit Aufsehen erregt. Das kleine Land war der erste Staat auf der Welt, der Cannabis vollständig legalisiert und reguliert hatte, vom Anbau bis zum Vertrieb und Verkauf. Die neue Drogenpolitik verschob den Fokus von Repression und Gefängnis auf Menschenrechte und Gesundheit. Und erteilte dem gewaltgeprägten „Krieg gegen Drogen“ eine Absage.
    Nun kann man sich auf der „Expo Cannabis“ das Beschneiden von Pflanzen zeigen lassen, einem Cannabis-Club beitreten oder sich Marihuana in der Apotheke kaufen. Gesundheitspolitisch sei die Drogenpolitik der linken Regierung ein Erfolg, sagt der Chef der Nationalen Drogenbehörde. Doch der illegale Markt ist zwar geschwächt, aber er besteht noch immer. Auch hat sich die Erwartung nicht erfüllt, mit dem Cannabis-Gesetz auch Kriminalität und Gewalt einzudämmen. Karl-Ludolf Hübener zieht eine Bilanz.
    Zu diesem Podcast gibt es auch einen poonal-Artikel.
    13 min
  • „Ohne uns geht gar nichts“ – Migrant*innen in der Care-Arbeit
    Von Fabiana Blasco, Lisa Höfer
    Demonstration der migrantischen Organisation „Territorio Domestico“ in Madrid. Foto aus dem Archiv der Gruppe.
    Antonia aus Bolivien,  Maria aus Peru, Amalia aus Ecuador und Raffaela aus der Dominikanischen Republik: die vier Frauen, die in diesem Beitrag portraitiert werden, gehören zu den vielen Tausenden Migrant*innen, die in Europa Sorgearbeiten (Care-Arbeit) leisten. Alle haben ihr Heimatland verlassen, mit der Hoffnung auf ein besseres Leben für sich und ihre Angehörigen. Meist arbeiten sie in Privathaushalten, in Spanien, Deutschland und anderen hoch industrialisierten Ländern. Ihre Erfahrungen und ihr Aktivismus verdeutlichen die globalisierten und menschenunwürdigen Ausmaße der transnationalen Entsorgung von Sorgearbeiten und die schlechte Umsetzung der Agenda 2030 im Bereich der Rechte informalisierter Arbeiter*innen.
    Zu diesem Beitrag gibt es auch einen Text bei poonal!
     
    12 min
  • Klimakiller Erdöl: ExxonMobil fördert vor der Atlantiküste
    Von Darius Ossami
    Der Betonwall, der den Osten von Guyanas Hauptstadt Georgetown svor dem anstelgenden Meeresspiegel schützen soll, ist schon jetzt marode. Foto: Tom Vierus/Urgewald
    2015 hat der Ölkonzern ExxonMobil den Fund riesiger Öl- und Gasvorkommen vor der Küste Guyanas bekannt gegeben. Die ehemalige britischen Kolonie zwischen Venezuela und Brasilien könnte damit zu einem der größten Öl exportierenden Länder der Welt werden. Seitdem ringen die politischen Eliten im verarmten Guyana erbittert um die Macht. Die Regierungskoalition APNU-AFC von Präsident Granger ist nach einem Misstrauensvotum vom Dezember 2018 nur noch geschäftsführend im Amt. Nach langem Tauziehen fanden am 2. März Wahlen statt – und noch immer ist nicht klar, wer das kleine Land mit nur 780.000 Einwohner*innen zukünftig regiert. Während sich David „Mr. Rigga“ Granger noch an die Macht klammert, befürchten Umweltschützer*innen irreparable Umweltschäden durch den steigenden Meeresspiegel – und die beginnende Ölproduktion.
    Zu diesem Podcast findet ihr auch einen Artikel bei poonal.
     
    11 min
  • onda-info 489
    Hallo und willkommen zum onda-info 489!
    Eine Sendung ohne Corona, das hatten wir lange nicht! Und einen Beitrag über Guyana auch nicht. In dem kleinen Land zwischen Venezuela und Brasilien leben nur 780.000 Einwohner*innen, doch es gilt als eines der ärmsten Länder Südamerikas. Das könnte sich bald ändern, denn 2015 hat der Ölkonzern Exxon Mobil riesige Öl- und Gasvorkommen vor der Küste Guyanas gefunden. Jetzt feilschen die politischen Eliten um die Ölmilliarden und Kritiker*innen befürchten irreparable Umweltschäden.
    Kiffer aufgepasst: Als erster Staat der Welt hat Uruguay Ende 2013 Cannabis legalisiert. Man kann sich auf der „Expo Cannabis“ das Beschneiden von Pflanzen zeigen lassen, einem Cannabis-Club beitreten oder sich Marihuana in der Apotheke kaufen. Karl-Ludolf Hübener zieht eine Bilanz.
    Doch zunächst hören wir einen kleinen Erlebnisbericht von Knut, der seit Monaten in Oaxaca sitzt, über das Erdbeben in Mexiko, das zum Glück relativ glimpflich verlaufen ist.
    Eine interessante halbe Stunde wünschen wir vom onda-info.
    30 min
  • Gefangen in Zeiten von Covid-19
    Von Martin Reischke
    Protest Graffiti gegen den aktuellen Präsidenten Juan Orlando Hernández (JOH)Foto: Caroline Narr
    Aufgrund der Corona-Pandemie hat die UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet Regierungen weltweit dazu aufgefordert, besonders gefährdete Inhaftierte und solche mit geringen Haftstrafen vorzeitig zu entlassen. Die Behörden des autoritären honduranischen Staates haben schon damit begonnen. Doch wer tatsächlich vorzeitig aus dem Gefängnis darf, ist fraglich. Denn Umweltaktivisten sitzen in Honduras weiter ohne rechtliche Begründung in U-Haft – und gerade ihre Gegner könnten von den Hafterleichterungen profitieren.
    Musiktitel: Marlo Y Gabriel: El Corrido de Berta Cáceres, Text von Felix García
    Dazu gibt es auch einen poonal-Artikel.
    10 min
  • Profite vor Gesundheit? Die Pharmaindustrie weltweit
    Von Nina Aretz
    Armut ist der Krankmacher Nummer 1. Und wenn man einmal krank ist, gibt es oft keine adäquaten Medikamente oder sie sind zu teuer. Max Klein von der BUKO-Pharma-Kampagne erzählt uns, warum das so ist. Und wie schafft es die Pharmaindustrie, teure Medikamente am Markt zu poitionieren? Darüber gibt uns der chilenische Arzt Rodrigo Salinas Auskunft. Er ist Teil des internationalen No-Free-Lunch-Netzwerks, das sich gegen die Einflussnahme der Pharmaunternehmen zur Wehr setzt. Und wir werfen natürlich auch noch einen Blick darauf, wie eine Forschung und Entwicklung für bezahlbare und wirklich notwendige Medikamente aussehen kann.
    Zu diesem Beitrag gibt es auch einen poonal-Artikel
    9 min
  • onda-info 488
    Willkommen zum onda-info Nummer 488.
    In diesen Tagen schaut die Welt besonders auf die USA, die dortigen Ereignisse andauernder rassistischer Polizeigewalt und die Reaktionen der Bevölkerung, die diese nicht mehr hinnehmen wollen. Aber auch in den Ländern Lateinamerikas operiert Rassismus auf einer strukturellen Ebene, im Alltag und durch die Hand staatlicher Polizeiorgane, wie zwei Meldungen aus der Provinz Chaco, im Norden Argentiniens und Guadalajara, Mexiko zu Beginn unserer Sendung zeigen.
    Anschließend folgt ein Beitrag zur Pharmaindustrie mit dem Titel „Wenn der Geldbeutel über die Gesundheit bestimmt“. Im Bereich der Krankheiten, die vor allem ärmere Menschen betreffen, wird nicht ausreichend nach Medikamenten geforscht. Der unabhängige Dachverband Bundeskoordination Internationalismus hat eine Pharma-Kampagne ins Leben gerufen. Sie setzt sich für eine global gerechte Arzneimittelversorgung und sinnvolle Medikamentenforschung ein.
    Danach haben wir einen Beitrag zum Abbau des Leichtmetalls Lithium in Bolivien für euch. Nach 14 Jahren der Regierung von Evo Morales hat sich die extreme Armut in Bolivien halbiert, das Pro-Kopf-Einkommen hat sich verdreifacht. Seine alternative Wirtschaftspolitik beinhaltete auch den Anspruch, die Bodenschätze Boliviens im Land selbst industriell zu verarbeiten. Doch nach dem Putsch und der Etablierung der neuen Regierung ist fraglich, ob das Vorhaben noch umgesetzt werden kann.
    Mit dieser bunten Audio-Mischung wünschen wir euch eine informative halbe Stunde,
    Euer onda-info-Team
    30 min
  • onda-info 487
    Von ondistas
    Hallo und willkommen zum onda-info 487.
    Diversität kann für viele Dinge stehen. Das erste was mir in den Sinn kommt, wenn ich das Wort höre: Geschlechter-Diversität. Und um die geht es in unserer ersten Meldung. Denn in Costa Rica wurde die Ehe für alle legalisiert.
    In unserem ersten Beitrag stellen wir Euch Radio Wayna Tambo vor. Radio Wayna Tambo ist einer der größten freien Radiosender der unabhängigen indigenen Medienszene Boliviens. Dieses Jahr feiert er sein 25 Jähriges Bestehen. Wir sprachen mit Gründer Mario Rodriguez über die Entstehung des Senders und über das aktuelle Diversity Netzwerk.
    Menschen die nicht den starren Vorstellungen von Identität der Mehrheitsgesellschaft entsprechen, sind oft von politischen Entscheidungen ausgeschlossen. Im Interview erzählt Rapper Sumay der ecuadorianischen Hiphop-Crew Los Nin wie Jugendliche aus dem Untergrund urbaner Gemeinschaften ihre Stimme sowohl gegen starre Vorstellungen indigener Identität als auch die politische Agenda der Regierung erheben.
    Doch zuvor hört Ihr noch eine Meldung über den Bau des Tren Maya. Trotz Corona-Pandemie und massiver Proteste indigener Gemeinden wird dieser mit aller Eile vorangetrieben.
    Wir wünschen eine interessante halbe Stunde.
    Euer onda-info Team.
    30 min
  • Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft in Oaxaca
    Von Miriam Flores & Knut Hildebrandt
    Die Erde und die Biodiversität sind lebenswichtig für die Menschheit. Der Klimawandel bedroht beide. Deshalb gehen auch im südmexikanischen Oaxaca regelmäßig Schüler*innen auf die Straße, um wegen der ausbleibenden Maßnahmen der Regierung gegen den Klimawandel zu protestieren.
    5 min

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