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  • Community Medien im Amazonas vereint gegen Corona
    Von Nils Brock
    Das Radioprogramm „Remando“ informiert vor allem Frauen, wie sie sich vor Covid-19 schützen können. Foto: Remando
    Das Corona-Virus ist längst in allen Ecken Lateinamerikas präsent, auch im Amazonas. Inzwischen sind in der Region über 700.000 Fälle bekannt. Das die Ausbreitung so schnell voran schreitet ist auch ein Kommunikationsproblem: die Hygienetipps aus Radio und Fernsehen gehen an der Realität der Menschen vorbei, wenn sie überhaupt empfangen werden. Gerade in indigenen Gemeinden fehlt es zudem an Telefon- oder Internetverbindungen, um möglichst kontaktlos am sozialen Leben teilzunehmen. Wir haben uns umgehört, wie die Bewohner*innen des Amazonas vom Corona-Virus überrascht worden sind und wie sie sie versuchen ihre Gemeinden zu stärken und zu schützen.
    Zu diesem Beitrag gibt es auch einen poonal-Artikel, den Ihr hier lesen könnt.
    10 min
  • onda-info 493
    Von ondistas
    Hallo und willkommen zum Onda-Info 493.
    Unsere heutige Sendung steht ganz im Zeichen der Menschenrechte, besser gesagt der Verletzung fundamentaler Menschenrechte. Wir beginnen mit einem Beitrag aus Honduras. Aufgrund der hohen Infektionsgefahr mit dem Corona-Virus in den überfüllten Gefängnissen hat die honduranische Justiz damit begonnen, Strafgefangene zu entlassen. Während so korrupte Politiker*innen vorzeitig auf freien Fuß kommen, bleiben Umweltschützer*innen weiterhin unter menschenunwürdigen Bedingungen in Haft.
    Der 30. August ist der internationale Tag für die Opfer des gewaltsamen Verschwindenlassens. In unserem zweiten Beitrag beleuchten wir, warum vor allem Migrant*innen Opfer dieses grausamen Verbrechens werden und was der globale Norden damit zu tun hat.
    Doch zuvor noch eine Nachricht aus Honduras, wo mit juristischen Winkelzügen versucht wird, dass Verantwortliche für die Ermordung der Menschenrechtsverteidigerin Berta Cáceres straffrei bleiben.
    30 min
  • „Regierungen bauen nur Mauern und töten Migranten!“
    Von Markus Plate
    Der 30. August ist der internationale Tag für die Opfer desgewaltsamen Verschwindenlassens. Ein Verbrechen mit gewaltigen Ausmaßen. 70.000 Menschen sind allein seit 2013 in Mexiko verschwunden. Schätzungen sprechen von fast 20.000 Ertrunkenen und Verschwundenen im Mittelmeer seit 2014. Immer öfter werden also Migrierende zu Opfern des gewaltsamen Verschwindenlassens. Wir schauen in diesem Beitrag vor allem auf die Migration von Zentralamerika durch Mexiko in Richtung USA. Welche Verantwortung tragen Herkunfts-, Transit- und Zielländer der Migration? Was bedeutet dieses Verbrechen für die Angehörigen und was fordern sie? Und worin besteht unsere Verantwortung, hier im Norden, auch in Europa? „Gerechtigkeit“, wie es ein UN-Ziel für Nachhaltige Entwicklung für alle Menschen fordert, fordern die Angehörigen der Opfer meist vergeblich.
    Weitere Hintergründe und Interviews zum Thema findet Ihr auf der folgenden Website: www.gewaltsames-verschwindenlassen.de
    Zu diesem Thema gibt es auch einen Beitrag bei poonal!
    11 min
  • Reporter verhaftet: COVID-19 macht’s möglich
    Von Ute Löhning
    In der chilenischen Hauptstadt Santiago herrschen strenge Ausgangsbeschränkungen – eigentlich um die Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden. Mit einem Erlass vom 15. Juni hat die Regierung Piñera auch die Aktivitäten alternativer Medien und kritischer Reporter*innen massiv beschränkt. Am 31. Juli wurde ein Reporter von Radio Plaza de la Dignidad während der Live-Übertragung von einer Gewerkschaftskundgebung verhaftet.
    Die Vereinigung unabhängiger Reporter ARI hat eine Erklärung in Solidarität mit Carlos Escobar nach dessen Verhaftung veröffentlicht. Doch sein Fall ist nur einer von vielen. Am 9. August wurde z.B. in der Stadt Rancagua ein Medienaktivist vom dortigen Radio Manque verhaftet. – Er hatte während eines Auftritts von Präsident Pinera gefilmt!
    Zur Zeit werden in vielen Vierteln Santiagos Gemeinschaftsküchen organisiert, Protestaktionen finden statt statt. Berichte darüber findet ihr auch bei Radio Plaza de la Dignidad.
    zum Lesen ein Artikel von poonal zum Thema
    6 min
  • onda-info 492
    Hallo und willkommen zum onda-info 492!
    Bei der hochsommerlichen Hitze steht auch dieses onda-info wieder ein wenig im Schatten des Coronavirus.
    Wahrscheinlich habt ihr schon mitgekriegt, dass die Coronapandemie mit all ihren Folgen ein großes Problem für die Menschen in Lateinamerika ist – auch und vor allem im Amazonasgebiet. Denn dass die Ausbreitung so schnell voranschreitet, ist auch ein Kommunikationsproblem. Gerade in indigenen Gemeinden fehlt es zudem an Telefon- oder Internetverbindungen, um möglichst kontaktlos am sozialen Leben teilzunehmen. Wir haben uns umgehört, wie die Bewohner*innen des Amazonasgebietes versuchen, ihre Gemeinden zu stärken und zu schützen.
    In Chile gelten starke Ausgangsbeschränkungen – offiziell, um die Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden. Die Regierung Piñera hat aber auch die Aktivitäten alternativer Medien und kritischer Reporter*innen massiv beschränkt. Dadurch hat sie das Recht auf öffentliche Meinungsäußerung und die Pressefreiheit stark eingeschränkt. Zu spüren bekommen hat das der Reporter Carlos Escobar vom Radio Plaza de la Dignidad. Er filmte am 31. Juli seine eigene Verhaftung und erzählt von den massiven Einschüchterungen kritischer Medien in Chile.
    Abgerundet wird das Ganze mit Nachrichten aus Kolumbien, Mexiko, Guyana und Chile.
    Eine interessante halbe Stunde wünschen wir vom onda-info.
    30 min
  • #1 Ausgetauscht | Intercambio: Podcast vom ICJA und dem NPLA
    Von ICJA und NPLA
    Die Verbreitung von Corona in Lateinamerika, Stand Mitte Juli 2020. Quelle: Wikimedia ConlangHenry (CC BY-SA 4.0)
    Herzlich Willkommen zu unserer neuen Podcast-Reihe, die gemeinsam mit Freiwilligen der Entsendeorganisation ICJA entstanden ist.
    Corona hat die ganze Welt in den letzten Monaten auf den Kopf gestellt. Die Pläne vieler Menschen wurden durchkreuzt und das Leben hat sich radikal verändert. Davon betroffen sind auch junge Menschen, die an internationalen Freiwilligendiensten teilgenommen haben.
    In unserem ersten Podcast sprechen wir über persönliche Erfahrungen mit Corona. Mit dabei sind drei deutsche Freiwillige, die ihren Aufenthalt in Lateinamerika abbrechen mussten, sowie zwei junge Frauen aus Kolumbien, die noch immer in Deutschland sind.
    Sie mussten ihren Aufenthalt abbrechen und nach Deutschland zurückkehren. Internationale Freiwillige, die ihren Freiwilligendienst in Deutschland verbringen sind noch immer hier, weit entfernt von ihren Familien und Freund*innen.
     
    20 min
  • Bacalar im Wandel – der Maya Zug wirft seine Schatten voraus
    Von Miriam Flores & Knut Hildebrandt
    Eines der Großprojekte mit denen Mexikos Präsident López Obrador die von ihm ausgerufene Vierte Transformation umsetzen möchte, ist der Tren Maya. Mit der Schnellzugstrecke soll die wirtschaftliche Entwicklung auf der Halbinsel Yucatán vorangetrieben werden. Vor allem der Tourismus soll einen deutlichen Schub bekommen, was schon vor dem ersten Spatenstich zu Bodenspekulationen in der Region führte.
    Besonders betroffen ist die am gleichnamigen See gelegene, malerische Kleinstadt Bacalar. Hier sind im letzten Jahr dutzende neue Hotels aus dem Boden gestampft worden. Und diese bedrohen das empfindliche Ökosystem des Sees. Denn die Abwasseraufbereitung Bacalars ist nicht auf ein solches Wachstum vorbereitet.
    6 min
  • Digital und ungerecht: Bildung in der Pandemie
    Von Leonel Yáñez Uribe, Ute Löhning
    Großer Profit, schlechte Qualität. So steht es um das Bildungssystem in Chile.Foto: ANRed
    Seit vier Monaten ist Chile im corona-bedingten Lockdown. Ende Juli ist die Zahl der an COVID19 Gestorbenen auf 9.000 gestiegen. In der Hauptstadt Santiago gelten Quarantäneauflagen. Schulen und Unis stellen auch in Chile auf digitale Lehrangebote um. Doch wie funktioniert das? Was bedeutet das für diejenigen, die weder Geld für Essen noch für ausreichende Bandbreite im digitalen Raum haben?
    Für viele ist klar: nur mit einer neuen Verfassung kann es auch ein gerechteres Bildungssystem geben. Am 25 Oktober entscheiden die Chileninnen und Chilenen in einem Plebiszit, ob ihr Land sich auf den Weg macht, eine neue Verfassung und damit vielleicht auch die Geschichte neu zu schreiben.
    Leonel Yáñez hat in Santiago recherchiert.
    Zu diesem Audio gibt es auch einen Text bei poonal!
    und einen längeren Beitrag des Autors auf Spanisch
    10 min
  • onda-info 491
    Hallo und willkommen zum onda-info 491!
    Heute mit Beiträgen aus Chile und Mexiko. In Chile gibt es einen neuen Termin für das Plebiszit über die Verfassung. Im Oktober soll abgestimmt werden. Bisher befindet sich das Land aber noch immer im Lockdown. Das lässt soziale Ungleichheiten noch stärker zu Tage treten, wie wir am Beispiel des Bildungssystems hören werden.
    Auch in diesem onda-info berichten wir über den Tren Maya – ein geplantes Großprojekt im Süden Mexikos, das die lokale Bevölkerung mit sehr gemischten Gefühlen beobachtet.
    In Honduras geht die Repression gegen Aktivist*innen weiter. In den letzten Tagen gab es besonders Übergriffe gegen Gemeinden der Garífuna. In den Nachrichten mehr dazu.
    Doch zuerst hören wir aktuelle Updates zur Corona-Situation in Lateinamerika. Während die Ansteckungszahlen in Deutschland weiterhin relativ gering sind, steigen sie in lateinamerikanischen Ländern teils dramatisch an. Korrespondenten aus Bolivien, Mexiko und Venezuela haben uns über die Situation vor Ort berichtet.
    Eine interessante halbe Stunde wünscht das Team von Radio Onda.
    30 min
  • Ein Campesino gegen Paramilitärs und Ölkonzerne
    Von Darius Ossami
    Eliceo Enciso ist Menschenrechtsaktivist. Foto: D. Ossami
    Die Gemeinde Los Kioscos liegt im kolumbianischen Department Meta, mitten in den Llanos Orientales: Weite Ebenen, die fast nur aus Feuchtsavannen und flachem Weideland bestehen. Meta gilt als „caliente“, als gefährliche Gegend: Seit den 1980er Jahren waren hier mal die FARC-Guerilla, mal verschiedene paramilitärische Verbände an der Macht. Der kolumbianische Staat existierte hier praktisch kaum, ab und zu schickte er die Armee. Inzwischen sind die Ebenen Ölfördergebiet. Hier lebt der Campesino und Menschenrechtsaktivist Eliceo Enciso Quevedo.
    1971 kam er auf der Finca Veladero zur Welt. Damals war die Gegend nur mit dem Pferd erreichbar. Heute ist „Don Eliceo“, wie er auch respektvoll genannt wird, 48 Jahre alt, sieht aber deutlich älter aus. Das harte Landleben hat seine Spuren hinterlassen – aber auch die jahrzehntelangen Auseinandersetzungen mit bewaffneten Gruppen, dem kolumbianischen Staat und der Justiz. „Ich bin schon dreimal von hier vertrieben worden“, beginnt er zu erzählen. „Zuerst von der Guerilla 1998, dann von den Paramilitärs zehn Jahre später.“ Zuletzt wurde seine Finca vor zwei Jahren mit Granaten beschossen. „Ich halte mich nicht für einen schlechten Menschen; aber mir stößt immer etwas zu.“
    Zu diesem Podcast gibt es eine längere Audioversion sowie einen Artikel bei poonal.
    12 min

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