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Hakan Gürses und Margit Reiter über Umbrüche und Aufbrüche
Anlässlich des Jubiläums 35 Jahre Initiative Minderheiten und ihrer Zeitschrift STIMME reflektierten Akteur:innen die Gründungszeit und welche politischen Entwicklungen die Bildung von minoritären Allianzen Anfang der 1990er Jahre notwendig gemacht haben.
Aus der Veranstaltung, die am 16. Juni im Haus der Geschichte Österreich stattgefunden hat, sind die Key Note Vorträge von Hakan Gürses und Monika Reiter zu hören.
Am Beginn hören wir einleitende Worte von Stefan Benedik, hdgö und Cornelia Kogoj, Initiative Minderheiten.
Sendungsgestaltung: Stefan Resch
Foto: asylkoordination österreich
Kaffee-, Leder- oder Palmölproduktion dort, wo vor Kurzem noch wertvolle Naturwälder wuchsen: Genau das sollte die EU-Entwaldungsverordnung verhindern. Unternehmen sollten nachweisen, dass ihre Produkte nicht mit Abholzung in Verbindung stehen. Ein wichtiger Schritt für Klima und Biodiversität, denn Wälder speichern CO2 und sind Lebensraum für einen Großteil aller Arten weltweit. Doch einige Akteure, insbesondere aus Österreich, laufen Sturm gegen das Gesetz: ÖVP sowie Vertreter:innen der Forst- und Wirtschaftslobbys warnen vor Bürokratie und Wettbewerbsnachteilen. Seit der Verabschiedung 2023 wurde das Gesetz mehrfach verschoben und abgeschwächt.
Dahinter steht ein größerer Trend: Unter dem Schlagwort „Simplification“ setzt die EU derzeit in vielen Bereichen auf Deregulierung. Umwelt-, Sozial- und Verbraucherschutzstandards sollen abgebaut werden, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und Bürokratie zu reduzieren. Doch auch der Widerstand dagegen wächst: Die österreichische Plattform „Kettensäge stoppen!“ kämpft EU-weit mit ihren Partnerorganisationen gegen die Deregulierungspolitik der EU.
In der Sendung spricht ihre Koordinatorin Magdalena Pitzer über den Einfluss großer Konzerne auf die aktuelle EU-Politik und was dies für Umwelt, Klima und soziale Standards bedeutet. Dabei ist die Entwaldungsverordnung ein Paradebeispiel für Deregulierung. Nicolas Roux, Experte für internationale Lieferketten an der BOKU, erklärt, warum gerade Österreich sich als großer Rundholzimporteur bei dem Gesetz querlegte. Außerdem zu Wort kommen die EU-Abgeordneten Thomas Waitz (Grüne) und Reinhold Lopatka (ÖVP) sowie der Ökonom Werner Raza.
Interviews mit:
Ebenfalls zu Wort kommen:
Die Initator:innen der Plattform „Kettensäge stoppen!“ sind:
Die Signation von OpenUp ist unter CC-Lizenz folgendem Titel entnommen: „Coolman“ aus dem Album „Kogani“ der Formation Suerte.
Sendungsgestaltung: Ines Stiermeier
6.7.2026
Nach langer Ankündigung hat die österreichische Bundesregierung jetzt die neue Afrikastrategie beschlossen. Darin wird Afrika als Chancenmarkt für Österreichs Wirtschaft präsentiert, man will auf Augenhöhe zusammenarbeiten und Krisen vor Ort bekämpfen. Gleichzeitig soll aber auch die Migration in einigen Bereichen begrenzt werden. Wie sehr kann die Afrikastrategie die Beziehungen Österreichs mit Afrika verändern?
Gäste: Stefan Scholz (Leiter der Abteilung für Sub-Sahara Afrika und die Afrikanische Union im österreichischen Außenministerium), Werner Raza (Handelsexperte und wissenschaftlicher Leiter bei der ÖFSE), Akhator Joel Odigie (Generalsekretär der African Regional Organisation of the International Trade Union Confederation, ITUC-Africa), Michelle Amoakoh (Expertin für Diaspora-Ressourcen bei der Organisation AiDiA)
Sozialexperte Martin Schenk spricht in dieser Ausgabe seiner Sendereihe mit Anna Raith von der Arbeiterkammer Wien über die Bedeutung des Lehrberufs, gute Ausbildung und Zukunftschancen für Lehrlinge.
Konzerne wie OMV, Spar oder Amazon planen alle – doch für ihre Profite. Eigentümer*innen und das Management entscheiden, was und wie produziert wird, die Belegschaft hat keine Mitsprache. Demokratische Planwirtschaft bedeutet daher: Bewusste und demokratische Entscheidungen darüber zu treffen, welche Arbeiten in einer Gesellschaft notwendig sind und wie wir mit den natürlichen Ressourcen schonend umgehen, um die Bedürfnisse aller zu befriedigen. Doch wie? Wie kann die Wirtschaft mithilfe von Planung demokratisch gestaltet werden, um eine gerechte Gesellschaft zu erreichen? Wie können wir die Klimakrise abmildern und die Versorgung für alle sichern?
How do independent media survive when governments challenge democratic institutions and public trust in journalism? In this discussion, leading journalists and media experts from Hungary, Poland, and Slovakia share their experiences of political pressure, media capture, polarization, and the struggle to maintain independent reporting.
The speakers discuss why rebuilding media independence is often more difficult than dismantling it, how Hungarian media organizations developed resilient business models under pressure, and why audience trust, investigative journalism, and cooperation between media outlets are crucial for the future of democracy.
Featuring Zuzanna Dąbrowska (Polish News Agency PAP), Gábor Polyák (Eötvös Loránd University), Róbert Vági (Central Media Group), and Filip Struhárik (Denník N); moderation by Mirjana Tomic (fjum / Presseclub Concordia)
Recorded at Presseclub Concordia in Vienna on 13 May 2026.
Geld, Ungleichheit und Politische Bildung
Jugendkonto, erste eigene Wohnung, Handyvertrag oder die Frage, ob sich Sparen überhaupt noch lohnt: Geld und der Umgang damit stellen viele junge Menschen vor Herausforderungen.
Das zeigen auch aktuelle Untersuchungen: Viele Jugendliche fühlen sich nicht ausreichend auf ihre finanzielle Zukunft vorbereitet. Gleichzeitig schneiden Schülerinnen und Schüler in Österreich bei Financial Literacy im internationalen Vergleich gut ab.
Der Wunsch nach mehr Wirtschafts- und Finanzbildung in der Schule ist groß.
Aber was ist Finanzbildung eigentlich? Geht es darum, mit Geld umgehen zu können? Oder auch darum, wirtschaftliche Zusammenhänge besser zu verstehen?
Genau darum geht es in dieser Folge von Richtig & Falsch: Wir sprechen darüber, wie Finanzbildung in Österreich aussieht, was junge Menschen in der Schule aktuell über Geld und Wirtschaft lernen, wie Lehrkräfte mit den Spannungen zwischen individueller Kompetenz, gesellschaftlicher Verantwortung und politischen Kontroversen umgehen.
Und wir klären, warum all das auch für die Politische Bildung wichtig ist.
Zu Gast in dieser Podcast-Folge sind:
Materialien, Links und weiterführende Informationen.
Erscheinungsdatum: 24. Juni 2026
In seinem jüngsten Roman verknüpft Sama Maani zwei TV-Serien mit der jüngeren Geschichte Teherans und unserer Gegenwart. In Letzterer findet sich einer der Protagonisten der Kult-Serie ‚Mozart in the Jungle‘ infolge unsachgemäßen Umgangs mit Pilzen unversehens wieder. Ein Versuch, in seine gewohnte Existenz als Dirigent eines New Yorker Symphonie-Orchesters zurückzukehren, scheitert am geheimen Wunsch eines seiner Begleiter, der sich just im falschen (aus seiner Sicht richtigen) Moment mit aller Kraft in eine andere Serie wünscht: ‚Mein Onkel Napoleon‘. Gedreht und gesendet 1976 im damaligen Persien, drei Jahre vor der Islamischen Revolution, trotz aller Verbote durch das Regime bis heute fixer Bestandteil der iranischen Populärkultur und somit auch zum politischen Faktor geworden.
Abermals ist Sama Maanis Teheran ebenso wenig mit dem realen Teheran gleichzusetzen, wie das Teheran der einen oder das New York der anderen Serie mit dem jeweils gleichnamigen Ort gleichzusetzen ist. In ihrer Darstellung erfährt die Realität Veränderung: Phantasie überzeichnet, denkt hinweg oder hinzu, schafft prekäre Möglichkeiten, die verschwinden, wenn man nicht an sie glaubt. Doch tut man es, besteht die Chance, dass sie Gestalt annehmen, sich festigen und schließlich als stabil erweisen. Hat nicht jede weltverändernde Idee, im Guten wie im Schlechten, als Traum begonnen? Darauf ruht schlussendlich auch des Dirigenten letzte Hoffnung.
Im Studiogespräch schildert Sama Maani, wie seine Figuren durch Raum, Zeit und Serienwelten zu reisen pflegen und dennoch mit gegenwärtigen Realitäten verbunden sind.
Website Drava Zu Besuch bei Onkel Napoleon
(CC) 2026 BY-NC-SA V4.0 – Vervielfältigung, Verbreitung, Bearbeitung bei Namensnennung gestattet, kommerzielle Nutzung ausgenommen, Weitergabe unter gleichen Bedingungen; Herbert Gnauer (ORANGE 94.0)
900–1000 Personen gedachten am 5. Juli 2026 in Wien bei einem Friedensmarsch vom Christian-Broda-Platz zum Heldenplatz und einer anschließenden Kundgebung am Heldenplatz der Opfer des Massakers von Srebrenica, bei dem im Juli 1995 mehr als 8000 großteils männliche muslimische Bosnier*innen ermordet worden waren.
Aufnahme der Reden auf der Kundgebung am Heldenplatz.
Der Friedensmarsch und die Kundgebung wurden auch heuer veranstaltet vom Verband bosnisch-herzegowinischer Vereine in Österreich „Consilium Bosniacum“.
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