
Sign up to save your podcasts
Or


Eine Sendereihe gestaltet von Studierenden der Uni Wien in Lehrveranstaltungen mit Katharina Gartner
Performing the Struggle
Welche Rolle spielte Musik im südafrikanischen Widerstand gegen die Apartheid? Der Beitrag möchte Widerstandsgeschichte mit vielfältigen Musikbeispielen hörbar machen. Denn expressive Kulturpraktiken wie Musik, Tanz, Theater und Lyrik boten über mehrere Zeiträume im repressiven Apartheidregime eine der wenigen Plattformen, auf denen Schwarzer Widerstand performt werden konnte.
Wir richten einen kulturhistorischen Blick auf die ersten drei Jahrzehnte der Apartheid: die 1950er, 1960er und 1970er Jahre. Zum einen wird offener Widerstand und das kreative urbane Zentrum Sophiatown in den 1950-er Jahren beleuchtet. Zum anderen zeigen wir auch die verstärkte Zensur und Repressionen in den 1960er-Jahren auf – einem Jahrzehnt der Verzweiflung und des Schweigens (Badat 2016: 99), wo organisierter Widerstand oder politische Opposition in Südafrika de facto nicht mehr möglich war. Nicht zuletzt beschäftigen wir uns ausführlich mit dem Aufkommen des Black Conscious Movements Ende der 1960er-Jahre und weiters mit der Renaissance von organisiertem Widerstand in den 1970er-Jahren. Dies bereitete den Weg für den folgenden intensivierten Widerstand in den 1980er Jahren, der die Apartheid letztlich besiegte (Schumann 2008: 31).
Credits:
Die Reihe Kulturforschung für die Ohren ist kulturwissenschaftlich-interdisziplinär orientiert und entstand zwischen 2024 und 2026 an verschiedenen Instituten der Universität Wien. Die Beiträge möchten die Möglichkeiten von auralen Formaten für die Kommunikation von Wissen „Science to Public“ erproben. Begleitend gibt es daher auch ein ausführliches Quellenverzeichnis.
Referenzen:
Playlist / Zusatzinfo:
Dollar Brand – Abdullah Ibrahim (1974a): Kalahari. In: Underground in Africa. As-Shams/The Sun.
Papara takes her tools out,
Every session is a unique improvised sound performance, with various instruments and vocals. Our discussions while playing, to understand where we might be heading, make up a part in the process which we cherish as much as just flowing within.
Papara consists of five members: Chattip Metchanun, Daniela Kuich, Franky Daubenfeld, Marcia Schmidt and Selana Türgen. From time to time we will invite guests to play with us.
This session is streamed from our live concert at Koje in Vienna following a collaboration with funkdefekt an hour prior on „Community“.
Selana & Dani on the vocals, Dani also on the guitar, Chattip on the drum machine, Franky on the bass sequencer and Marcia on a synth.
Depot – Kunst und Diskussion
Die Wechseljahre sind keine Krankheit – dennoch berichten viele Frauen und andere Personen, die die Menopause erleben, während dieser Phase der Hormonumstellung über körperliche und psychische Beschwerden. Lange wurde darüber kaum öffentlich gesprochen, inzwischen ist rund um Menopause und Anti-Aging ein wachsender Markt für Wellness- und Gesundheitsprodukte entstanden.
In dieser Sendung hören wir eine Aufnahme des Salon an.schläge „Wechseljahre“, der am 16.04.2026 im Depot – Kunst und Diskussion stattgefunden hat. Diskutiert werden gesellschaftliche Tabus rund um die Menopause, gesundheitliche Ungleichheiten und der Gender Health Gap ebenso wie Fragen nach Körperbildern, Sichtbarkeit und der Lust am Altern. Dabei treffen persönliche Erfahrungen auf gesundheitspolitische Perspektiven und künstlerische Zugänge.
Mit:
Moderation:
Volkmar Mühleis ist Autor, Musiker, Philosoph und, wie sein jüngstes Buch enthüllt, ein liebevoller Katzenfreund. De anima lautet auch der lateinische Titel einer zentralen Schrift des Aristoteles, in der er die Seele als gemeinsames Merkmal aller Lebewesen benennt und ihnen folgerichtig zuspricht, gleich ob Tier, Pflanze oder Mensch. Das führt unter anderem zu Fragen der philosophischen Psychologie, der Erkenntnistheorie und der Handlungstheorie. Von den drei Büchern des Textes gingen grundlegende Diskurse aus, die uns vielfach noch heute beschäftigen.
Mühleis greift den, oder besser die Gedanken auf, folgt ihnen kreuz und quer durch die Kulturgeschichte, kommt bei Cixous, Derrida und vielen anderen vorbei, um schließlich immer wieder bei sich selbst zu landen. Bei sich und seiner Katze, gleichzeitig Subjekt, Verbündete und Konterpart seiner Betrachtungen. Eine hochentwickelte Fertigkeit, sich in Letztere zu versenken, zählt unbestreitbar zu den Gemeinsamkeiten beider. Es gibt Verständnis, Un- und Missverständnis, der Mensch tut sich trotz großen Bemühens oft schwer beim Unterscheiden. Die Katze wiederum übt sich in Gleichmut, solange ihre Interessen nicht bedroht sind. Es geht um Fragen der Verwandtschaft sowie der Differenzen, um Besitzverhältnisse, Hingabe und Entzug. Nicht zuletzt auch um Formen und Mittel der Kommunikation, sprachlicher wie sprachloser. Und um viele Rätsel.
Website Volkmar Mühleis
(CC) 2026 BY-NC-SA V4.0 – Vervielfältigung, Verbreitung, Bearbeitung bei Namensnennung gestattet, kommerzielle Nutzung ausgenommen, Weitergabe unter gleichen Bedingungen; Herbert Gnauer (ORANGE 94.0)
Das fröhliche Wohnzimmer und PS/ Politisch Schreiben präsentieren literarische O-Töne –
dieses Mal von:
# Andreas Pavlic: Gedichte, u.a. „Die Schönheit der Welt 1 und 2“
Mit freundlicher Unterstützung der LiterarMechana
Mediation als letzte Instanz – Wenn Konflikte allein nicht mehr lösbar sind
In der zweiten Folge von „Beziehungssache – Wie wir Nähe gestalten“ gehen Barbara Volfing und Sophie Pogats einen Schritt weiter: Was passiert, wenn Paar-Coaching und Therapie nicht mehr fruchten? Wenn Konflikte so verhärtet sind, dass kein gemeinsamer Nenner mehr gefunden wird und das Paar an den Punkt kommt, an dem es keinen gemeinsamen Weg mehr sieht?
Zu Gast ist die Mediatorin Mag.a Andrea Kanicki. Gemeinsam beleuchten sie die Phase, in der die Beziehungsarbeit endet und die Strukturierung der Trennung beginnt. Denn wenn die Fronten verhärtet sind, braucht es einen geschützten Rahmen, um das Unaussprechliche verhandelbar zu machen. Es wird klar: Mediation ist hier oft das letzte Mittel der Wahl, um trotz Schmerz und Sprachlosigkeit eine würdevolle Trennung zu gestalten.
Besonderes Augenmerk liegt darauf, wie Paare aus der emotionalen Eskalation aussteigen können, um sachliche Lösungen für die Zukunft zu finden – besonders dann, wenn man als Eltern weiterhin verbunden bleibt.
Eine Folge für alle, die verstehen wollen, wie man mit professioneller Hilfe Verantwortung übernimmt, wenn das „Wir“ zerbricht und wie ein fairer Abschied trotz tiefer Verletzungen gelingen kann.
Themen: Petition für einen ORF ohne Einfluss der Politik | Queering Black Representation in European Art | DIACOMET: Forschungsprojekt zu Dialog im öffentlichen Diskurs | Live-Gespräch mit Zoe Gudović am Radio Orange Soli-Fest
Moderation: Ines Stiermeier
Sendungskoordination: Stefan Resch
Petition für einen ORF ohne Einfluss der Politik
Anfang Juni stehen die Wahlen zur neuen Generaldirektor*in des ORF an. Abgestimmt wird dabei im Stiftungsrat, der von „Freundeskreisen“ politischer Parteien dominiert ist, im Vorfeld richten Parteifunktionäre einander ihre Wünsche über die Medien aus. Dadurch wird die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks untergraben und seine Glaubwürdikeit aufs Spiel gesetzt, finden die Initiator*innen der Petition „Der ORF gehört uns – Für eine unabhängige ORF-Spitze“. Am 21. Mai versammelten sie sich mit mehr als 300 Unterstützer*innen am Ballhausplatz, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.
Beitragsgestaltung: Stefan Resch
Queering Black Representation in European Art
Wie werden Schwarze Menschen in der klassischen europäischen Kunst dargestellt? Welche Rollen haben sie, welche Handlungsspielräume werden ihnen eingeräumt? Und wer wird überhaupt als schwarz oder weiß gelesen. Tyla Myree ist selbst multidisziplinäre Kunstler*in und Historiker*in in Wien. Am Queer Museum Vienna sprach Myree darüber, wie Gender und Sexualität an der Schnittstelle zur Rassifizierung thematisiert werden.
Beitragsgestaltung: Carla Lora Pérez
DIACOMET: Forschungsprojekt zu Dialog im öffentlichen Diskurs – Teil 1
Das internationale Forschungsprojekt DIACOMET untersucht die Rolle des Dialoges in medialer Kommunikation und damit auch im Journalismus. Heute befassen wir uns mit der Frage, was Dialog zwischen Medien, Zivilgesellschaft und anderen Akteur*innen bedeuten kann. In Teil 2 in unserer nächsten Sendung stellen wir die Ergebnisse des Projekts vor.
Beitragsgestaltung: Alexandra Ganz
Live-Gespräch mit Zoe Gudović am Radio Orange Soli-Fest
Die plötzliche und gravierende Förderkürzung der Stadt Wien hat bei Radio Orange tiefe Spuren hinterlassen. Aber was wäre ‚Community Radio‘ ohne die Community? Am Freitag, den 22. Mai trafen die Radiomacher*innen bei Radio Orange zusammen, um ihren Sender zu unterstützen. Mitten drinnen: Unsere Kolleg*in Zoe Gudović, die den Abend moderiert. Dobrina Trendafilova spricht mit ihr über die allgegenwertigen Kürzungen für soziale und kulturelle Projekte, über die Rolle der Community Medien und über den Balkan.
From the publisher's feed